Neuer 12V Ni-Cd Akku für Makita

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WerkzeugHahn
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Re: Neuer 12V Ni-Cd Akku für Makita

Beitrag von WerkzeugHahn » 20. Sep 2018, 22:05

Brandmeister hat geschrieben:
20. Sep 2018, 21:36
Nö, Dirk nennt sich Dirk.
Willst du einen Ärgern oder nur einen Witz machen?
Ich gab Antwort auf seine Info.

Lötfett ist doch eigentlich ein (oft säurehaltiges) Flussmittel und wird eingesetzt, wenn die zu lötende Fläche bereits Oxidation aufweist. Das sollte bei einer Lötfahne am neu gekauften Akku nicht der Fall sein.
Wir sprachen eigentlich direkt auf Zellen löten beim Zellentausch, siehe die Beiträge zuvor.
Aber löte immer mit Lötfett, ob neu, ob alt.

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Dirk
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Re: Neuer 12V Ni-Cd Akku für Makita

Beitrag von Dirk » 20. Sep 2018, 22:24

Er hat aber Recht. Da nimmt man kein "Lötfett", auch kein "Lötwasser", sondern Kolophonium als Flußmittel. Bzw. früher Kolphonium, heutzutage ist das etwas anderes.
"Lötfett" war eher das, was der GWS-Mann bei seinen Installationen benutzt hat.
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Brandmeister
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Re: Neuer 12V Ni-Cd Akku für Makita

Beitrag von Brandmeister » 20. Sep 2018, 22:39

WerkzeugHahn hat geschrieben:
20. Sep 2018, 22:05
Wir sprachen eigentlich direkt auf Zellen löten beim Zellentausch, siehe die Beiträge zuvor.
Also eigentlich fragtest du, "Warum nicht löten" woraufhin powersupply direkt die Lötfahne ins Spiel grbracht hat. Mir ging es nur darum, dass bei einer neuen Lötfahne kein Lötfett gebraucht wird, was ja durchaus auch als Vorteil gesehen werden kann. Saures Lötfett und Elektronik vertragen sich eh nicht so gut (Säurekorrosion); man würde auf das von Dirk erwähnte nur schwach saure Kolophonium (oder wie man es heute nennen mag) zurückgreifen. Oder gleich auf das neumodische (keine Ahnung seit wann es das gibt) Elektroniklot, wo der Lötzinn (falls der noch so heißt, denn Lötzinn ist im eigentlichen Sinne das Eutektikum von Zinn und Blei :schlaubi: ) eine Seele aus Flussmittel hat.
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Re: Neuer 12V Ni-Cd Akku für Makita

Beitrag von Brandmeister » 20. Sep 2018, 22:47

Brandmeister hat geschrieben:
20. Sep 2018, 22:39
WerkzeugHahn hat geschrieben:
20. Sep 2018, 22:05
Wir sprachen eigentlich direkt auf Zellen löten beim Zellentausch, siehe die Beiträge zuvor.
Also eigentlich fragtest du, "Warum nicht löten" woraufhin powersupply direkt die Lötfahne ins Spiel grbracht hat. Mir ging es nur darum, dass bei einer neuen Lötfahne kein Lötfett gebraucht wird, was ja durchaus auch als Vorteil gesehen werden kann. Saures Lötfett und Elektronik vertragen sich eh nicht so gut (Säurekorrosion); man würde auf das von Dirk erwähnte nur schwach saure Kolophonium (oder wie man es heute nennen mag) zurückgreifen. Oder gleich auf das neumodische (keine Ahnung seit wann es das gibt) Elektroniklot, wo der Lötzinn (falls der noch so heißt, denn Lötzinn ist im eigentlichen Sinne das Eutektikum von Zinn und Blei :schlaubi: ) eine Seele aus Flussmittel hat.
Nachtrag:
Bin gerade den WP-Link gefolgt. Die Seele im Röhrenlot ist aus Kolophonium.
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WerkzeugHahn
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Re: Neuer 12V Ni-Cd Akku für Makita

Beitrag von WerkzeugHahn » 20. Sep 2018, 22:57

Schaut das Kolophonium dem Lötfett nicht sehr ähnlich aus?

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Re: Neuer 12V Ni-Cd Akku für Makita

Beitrag von Dev » 20. Sep 2018, 23:39

Nein, es hat ganz andere Inhaltsstoffe und sieht nur optisch ähnlich aus. Lötfett ist deutlich aggressiver und hat im Elektronikbereich selten etwas zu suchen. Ausnahme: Man verlötet Abschirmbleche aus Weißblech für Hochfrequenzanwendungen. Für solche Arbeiten kann man Lötfett verwenden.
Lötfett basiert häufig auf Zink- oder Ammoniumchlorid (F-SW 21) und ist daher bedingt korrosiv. Das heißt, die Lötstelle gammelt langsam weg, wenn sie nicht sauber gereinigt wird. Bei Kabeln ist das aber meist unmöglich, weil das Flussmittel sich bei Litze durch den Kapillareffekt in das Kabel saugt und man es nicht wieder heraus bekommt.

Reines Kolophonium ist allerdings auch Vergangenheit. Flussmittel gemäß F-SW 32 oder F-SW 34 sind meist das Mittel der Wahl zum Handlöten (1.1.3 und 2.2.3 nach neuer Normbezeichnung, die aber niemand verwendet...).

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Re: Neuer 12V Ni-Cd Akku für Makita

Beitrag von powersupply » 22. Sep 2018, 17:26

Die Akkus sind angekommen. Aus UK verschickt.
Und mit korrektem Li-Ion Warnaufkleber versehen :mrgreen:
IMG_20180922_124935.jpg
Verpackt wurden die Schachteln aber offensichtlich in China. Mit Inhalt "Battery" :schlaubi:
Jeder Packung liegt ein Zettelchen mit Informationen in Deutsch und Englisch bei
IMG_20180922_124941.jpg
IMG_20180922_125010.jpg
IMG_20180922_125025.jpg
Hier noch ein paar Bilder des Akkus
IMG_20180922_125048.jpg
IMG_20180922_162435.jpg
IMG_20180922_162513.jpg
Die Akkupacks haben je einen Klicksonschalter und einen 22kOhm NTC-Widerstand verbaut
An den Zellen ist keinerlei Information oder Aufdruck angebracht.
IMG_20180922_162554.jpg
IMG_20180922_163114.jpg
Die Zellenverbinder sind 0,15mm dick und 9mm breit. Für LiIon wäre das mit 1,35mm² und Hilumin als Werkstoff herzlich wenig! Beim etwa 5-Fachen Widerstand von Kupfer sollte damit jeder Verbinderstreifen auf ca 1,5 - 1,6mOhm kommen. Und 9 Stück davon sind verbaut. Rechne ich damit weiter haben die Streifen in Summe etwa 13 - 14mOhm was bei einer Last von 20A einen Spannungsabfall von 280mV verursacht. Geht eigentlich.
Da werd ich bei Gelegenheit mal den Widerstand eines Streifens ausmessen...
IMG_20180922_163545.jpg
Während ich das hier tippe und nachrechne ist die allererste Entladung mit 3A auf dem Modellbaulader fertig geworden und brachte bist zur Entladeschlußspannung von 9V insgesamt 1008mAh auf die Uhr.
Das kann nur noch besser werden :mrgreen:
Der Akku ist außen fühlbar handwarm. Einen Temperaturfühler zum Bestimmen der Temperatur ist noch nicht drin.

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Re: Neuer 12V Ni-Cd Akku für Makita

Beitrag von powersupply » 22. Sep 2018, 17:50

Noch schnell einige Fotos...
Ich habe eben noch schnell einen Temperaturfühler in den Akku eingesetzt um während dessen erneuter Ladung mit 2A dessen Temperatur beobachten zu können.
IMG_20180922_173832.jpg
Weiters finde ich den direkten Größenvergleich zwischen 12V NiCD und 10,8V LiIon, bei gleicher Nennkapazität wohlgemerkt, schon beeindruckend.
IMG_20180922_164456.jpg
IMG_20180922_164515.jpg
IMG_20180922_163545.jpg
Die Temperatur ist zwischenzeitlich von ca 41° auf 38,5° ( ca 10min)abgesunken.

PS
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Re: Neuer 12V Ni-Cd Akku für Makita

Beitrag von m_karl » 22. Sep 2018, 18:17

Detail am Rande, der Temperaturschalter mit dem breiten, "Um die Ecke" Hilfskontakt füllt mit seiner Breite den Kontakt für NiCd Akkus _und_ NiMH Akkus beim Makita Ladegerät aus. Kann mir grad nicht erklären welchen Sinn das haben sollte? Es gibt ja eigentlich kein reines NiMH-Ladegerät...

EDIT:
links NiMH; rechts NiCd
3.jpg
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Re: Neuer 12V Ni-Cd Akku für Makita

Beitrag von powersupply » 22. Sep 2018, 22:18

Vor gut einer halben STunde kam ich wieder nach Hause.
Da hatte der Akku 67° und befand sich nach der letzten von 3 Lade-Entladezyklen (2A bzw. 3A)im Leerlauf.
Nun habe ich ihn noch etwas liegen lassen und eine erneute Ladung gestartet.
Mal sehen wie warm der bei der nächsten Entladung wieder wird.

PS

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