News: Bosch 18 Volt-Akkupacks mit 6,0 Ah

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Redaktion
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News: Bosch 18 Volt-Akkupacks mit 6,0 Ah

Beitrag von Redaktion » 30. Sep 2014, 21:57

Längere Laufzeit für kontinuierliches Arbeiten verspricht Bosch mit den neuen 6,0 Ah-Akkus für 18 Volt-Profigeräte. Die Leinfeldener wollen die Ersten sein, die ab Januar 2015 weltweit Akkupacks mit 6,0 Ah bei Elektrowerkzeugen einsetzen.

Siehe: Bosch 18 Volt-Akkupacks mit 6,0 Ah

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Rotation
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Re: News: Bosch 18 Volt-Akkupacks mit 6,0 Ah

Beitrag von Rotation » 1. Okt 2014, 22:00

Ich bin gespannt ob die Akkus bei der max. Stromabgabe das Niveau der 4,0Ah halten.
Das wäre wirklich ein Sprung denn im Moment ist mir auf dem Markt keine Hochstromzelle mit 3000mAh bekannt.

Epiphaneia
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Re: News: Bosch 18 Volt-Akkupacks mit 6,0 Ah

Beitrag von Epiphaneia » 3. Okt 2014, 00:06

6Ah, gleiche Größe und nahezu gleiches Gewicht? Nicht schlecht!
Wenn man sich mal überlegt was sich da am Akkumarkt in den letzten beiden Jahren getan hat, schon enorm was die Firmen hier "vorlegen".

flat12
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Re: News: Bosch 18 Volt-Akkupacks mit 6,0 Ah

Beitrag von flat12 » 3. Okt 2014, 18:23

Sicher hat sich im Akku-Markt einiges getan, aber die 6,0 Ah-Packs sind bis jetzt nur eine Ankündigung ... interessant find ich wie sich das 18 Volt Segment entwickelt, wenn 6,0 Ah mal zum Standard werden.

powersupply
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Re: News: Bosch 18 Volt-Akkupacks mit 6,0 Ah

Beitrag von powersupply » 3. Okt 2014, 20:26

Rotation hat geschrieben:Ich bin gespannt ob die Akkus bei der max. Stromabgabe das Niveau der 4,0Ah halten.
Das wäre wirklich ein Sprung denn im Moment ist mir auf dem Markt keine Hochstromzelle mit 3000mAh bekannt.
Genau das ist die Angabe die Bosch in ihrer Ankündigung NICHT macht. Wo beginnt der Hochstrombereich? 3Ah Zellen die 20A liefern können gibt es bereits am Markt. Allerdings gelten dann die 3Ah nur bei einem Entladestrom von 2A und die 20A sind der Maximalwert.
Die von mir gequälten Metabozellen hatten bei 25A immerhin noch über 2Ah verfügbare Kapazität und bei 35A noch knapp darunter.
Auch ist wichtig wie weit die Spannung unter Last einbricht. Lieber eine Zelle die 200mAh weniger Kapazität hat und dafür unter volllast 0,4V mehr abgibt. Dann ist deutlich mehr gewonnen!
Also müssen wir uns überaschen lassen was am Ende drin ist.
Wenn ich mal einen Akku zum Testen zugeschickt bekommen sollte mach ich ein neues Video.

PS

powersupply
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Re: News: Bosch 18 Volt-Akkupacks mit 6,0 Ah

Beitrag von powersupply » 3. Okt 2014, 21:33

Bin grad wegen meinem letzten Beitrag per PN wegen der Zusammenhänge gefragt worden.
Hier mein Erklärungsversuch dazu. Ich will damit aber keinesfalls behaupten dass Bosch schlechte oder billige Zellen einsetzt. Auch ist mir nicht bekannt welche Zellen bei Bosch zu Einsatz kommen werden sondern anhand zweier Zellen den möglichen Unterschied aufzeigen dass mehr Ah nicht unbedingt auch ein Mehr an nutzbarer Leistung mit sich bringen muss.

Aber versuchen wir es mal.
Akku. Ein Akku, in unserem Fall der Lithiumakku, wird mit einer strombegrenzten Spannung von max 4,2V pro Zelle geladen. Wenn der Ladestrom bei 4,2V unter ein gewisses Maß gefallen ist gilt der Akku als voll.
Nach dem Trennen des Ladegerätes fällt dann die Spannung auf eine Leerlaufspannung von knapp über 4V. Dementsprechend kann man am 18V Akkupack im vollgeladenen Zustand über 20V messen(5x~4V).
Wenn man eine Akkuzelle nun physikalisch betrachtet besteht diese aus einer Spannungsquelle UND einem Widerstand. Dieser Widerstand variiert von Hersteller zu Hersteller und ist um so größer(hochohmiger) je leerer die Zelle ist. Da sich nun mal die Physik nicht austricksen lässt fällt an eben diesem sogenannten Innenwiderstand bei Belastung eine Spannung ab. Um so mehr je höher dieser ist.
Ich hab zum Verdeutlichen mal ein Diagramm verlinkt. Da sieht man, dass zunächst beide Akkus bei 4,2V starten. Dann fällt die Spannung des vermeintlich besseren 3,1Ah Akkus bei 20A Belastung sofort auf ca 3,2V zusammen(Die Differenz wird verheizt!) während der 2,5Ah Akku bei etwa 3,7V beginnt und dann bis kurz vor Kapazitätsende ständig ca 0,4V über der des 3,1AhAkkus liegt. Wenn ich nun bis zum Schnittpunkt der beiden Linien etwa durchschnittlich 0,4V annehme kommen bis dahin etwa 0,4V x 2,2Ah = 0,88Wh an für den 3,1Ah Akku verlorener Energie heraus. Damit stehen mit dem 2500mAH Akku bei hoher Belastung in etwa gleich viel an Leistung(Wh) zur Verfügung wie mit dem vermeintlich besseren 3100mAh Akku.
Dass diese Differenz bei noch größerer Belastung sich auch vergrößert sollte auch klar sein. Bezogen auf einen Akkupack mit 10 Zellen sind das 8,8Wh
Bild dazu

PS

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