Balkongeländer

Hier könnte ihr sehenswerte und interessante Bauprojekte vorstellen. Ganz egal, welche Projekte ihr realisiert habt, ob aus Holz oder Metall, Umbaumaßnahmen im Innen- und Außenbereich oder die Verbesserung/Aufarbeitung von Maschinen, alle Projekte sind willkommen.

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Dirk
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Re: Balkongeländer

Beitrag von Dirk » 9. Jan 2019, 07:45

Bitschubser hat geschrieben:
9. Jan 2019, 02:31
Sorge die Teerpappenabdichtung oben zu beschädigen. Dann könnte ich es erheblich leichter haben und die Pfosten gleich von oben setzen und zusehen, wie ich DAS wieder dicht bekomme. Das hatte ich jahrelang, dass mir das Parkett im Zimmer hochgekommen ist und ich bin froh, dass das jetzt trocken ist.
Ich kenne jetzt speziell Dein Gebäude nicht, aber einen Balkonfußboden mit Teerpappe abdichten, damit das Parkett im Zimmer sich nicht löst? Klingt nach Problem-Verschiebung, nicht nach korrekter Lösung! Ich habe jedenfalls noch kein "normales" Efh gesehen, wo das notwendig gewesen wäre.
Und wenn Deine Bodenplatte wirklich nur 100mm stark ist, fällt die angedachte Lösung aus, denn wie geschrieben, Überdeckung und Mindeststärke hat man sich sicherlich nicht aus Spaß ausgedacht. Andere Befestigungsarten wie Spreizdübel, Betonschrauben (von letzteren weiß ich nicht 100%ig, ob überhaupt dafür zugelassen) o.ä. musst Du dann auch gar nicht erst drüber nachdenken, weil die noch mehr Material zur Verankerung benötigen. Verbundmörtel ist schon ziemlich geil, vergleichsweise einfach zu verarbeiten und "das Mittel der Wahl" bei sowas.
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powersupply
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Re: Balkongeländer

Beitrag von powersupply » 9. Jan 2019, 08:57

Dirk hat geschrieben:
9. Jan 2019, 07:45
Und wenn Deine Bodenplatte wirklich nur 100mm stark ist, fällt die angedachte Lösung aus, denn wie geschrieben, Überdeckung und Mindeststärke hat man sich sicherlich nicht aus Spaß ausgedacht.
Balkone in der Dimension soll es geben. Und selbst da wurde teilweise noch am Eisen gespart.
Mein Vater geht zuhause jedenfalls rein wenn wir zu mehreren auf dem Balkon sind. Irgendwas verschweigt der uns ... :ducken:

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Re: Balkongeländer

Beitrag von Bitschubser » 9. Jan 2019, 13:09

nun ja, es ist eben kein klassischer, angesetzter Balkon. Auf dem Foto im ersten Post ist zu erkennen, dass es sich vielmehr um einen umlaufenden Dachüberstand handelt und die Giebelwand etwas zurückgesetzt ist, um den Balkon zu schaffen.
Ich hätte auch gleich drauf kommen können, seitlich an der Regenrinne kann ich die Stärke genau messen, es sind nur 90mm :o. Diese geschüttete Platte ist durchgehend und somit auch gleichzeitig die Zimmerdecke im EG. Da drauf sind meiner ganz dunklen Erinnerung nach sowas wie Hohlblocksteine und es könnte sein, dass dann gleich der Estrich folgt. Also irgendwie nicht so richtig schwimmend. Seltsam nur, dass meines Wissens die Zimmerdecke nie von eindringender Feuchtigkeit betroffen war.

Wie auch immer, ich kann dann nur noch 50/M8 Anker verwenden, die aber immer noch bis 9kN belastbar sein sollen. Der Halter bietet aber locker Platz für 8 Schrauben.
Plan B wäre die Verankerung an der Hauswand, da wäre es auch einfacher zu bohren. Die besteht aus einem 10er Vollklinker und ist auf Stoß an die Tragwand aus sehr harten Hohlblocksteinen gesetzt.

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Re: Balkongeländer

Beitrag von J-A-U » 9. Jan 2019, 13:28

Kenn mich mit Klinker nicht sonderlich aus, würde mich aber überraschen wenn die eine Reihe mehr hält als nur sich selbst.
Da müsstest du schon durch und in der Mauer dahinter verankern.


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Re: Balkongeländer

Beitrag von Dirk » 9. Jan 2019, 21:13

J-A-U hat geschrieben:
9. Jan 2019, 13:28
Da müsstest du schon durch und in der Mauer dahinter verankern.
Ich kann mir gerade die Mauer nicht so ganz vorstellen, aber auf diesen Vorschlag würde das wohl hinauslaufen. Ich würde das auch mit Chemie machen - man muss nur schnell arbeiten, das Zeug bindet wirklich schnell ab!
Davon ab muss ja dennoch irgendwo zwischendrin befestigt werden, 12m will man kein freischwebendes Geländer haben.

@Bitschubser:
Egal wie, das mit einer durchgehenden Bodenplatte, die auch gleichzeitig Balkon ist, war (bzw. ist) ja durchaus normale Bauweise. Insofern darf ein Balkon, außer bei Baufehlern, nicht dazu führen, daß der angrenzende Baguetteboden nass wird.
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Re: Balkongeländer

Beitrag von D_Mon » 20. Jan 2019, 11:52

Zufällig habe ich neulich auf dem Dach Hauses (Höhe über 12 m) eine Geländerkonsole gesehen.
Um mal zu zeigen, wie dezent so etwas aussehen kann, habe ich schnell ein Foto mit dem Handy gemacht.
Die Grundplatte ist ca. 100x100x6, Die Anker schätze ich auf M8.

Bild

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Re: Balkongeländer

Beitrag von J-A-U » 20. Jan 2019, 13:08

Ist nur ein Bild, aber ausgehend von dem Stehfalz im Hintergrund (der kaum kleiner als 1cm sein wird) schätze ich da mindestens SW17, also M10.

War das Geländer weiter oben nochmal befestigt?


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Re: Balkongeländer

Beitrag von D_Mon » 20. Jan 2019, 13:25

Nein, war weiter oben nicht mehr befestigt.
Ist übrigens das Dach von einem Staatlichen Bauamt.
Wenn ich wieder mal dort bin, nahm ich was zum Messen mit.
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Re: Balkongeländer

Beitrag von powersupply » 20. Jan 2019, 18:14

Ein Steher macht ja noch kein Geländer. Die Anzahl, der Abstand zueinander und die Steifigkeit des Handlaufes machen das stabil.
Ich tippe angesichts der Platte spontan auch auf eine M10 Schraube.

PS

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Re: Balkongeländer

Beitrag von HAL242 » 22. Jan 2019, 17:44

Ein Steher macht ja noch kein Geländer. Die Anzahl, der Abstand zueinander und die Steifigkeit des Handlaufes machen das stabil.
Genauso ist es und 6 mm ist trotzdem unterdimensioniert, die Achsabstände der Befestigungen zueinander zu gering.
Auch nur 2 Verankerungspunkte, an denen die Konsole kippeln kann.
Ob das der Lastaufnahme eines öffentlichen Gebäudes (sofern da öffentlicher Zugang besteht)entspricht und das bei über 12 m Höhe, wo die Geländerhöhe auch nochmal anders ist?
Frag mich, wer das beim Bauamt abgenommen hat...
Sind die verwendeten Verbindungs- und Befestigungsmittel wenigstens feuerverzinkt?
Das kann man auf dem Bild so genau leider nicht erkennen.

Btt: Gut, daß ich mal zwecks Bauteildicke zwischendurch fragte, das hätte der erste Punkt der Überlegungen sein müssen. Dann hätte sich der TE sicher einige Zeit mit dem Grübeln über und Zeichnen der Konsolen gespart. Nichts für ungut.

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