Umweltverschmutzung und moderne Sklavenhaltung?

Probleme und Erfahrungen mit Billigwerkzeugen von Aldi, Lidl und Co findet ihr hier

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Karsten Bernhardt
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Beitrag von Karsten Bernhardt » 18. Feb 2004, 07:34

Hallo

Also das alles Schrott ist aus dem Osten das sollte man wirklich nicht behaupten.
Das die Billigwerkzeuge uns ganz schön zu schaffen machen das ist aber Fakt., sonst wären nicht so viele Firmen in den Osten gewandert bzw. kaufen dort ein.
Man bekommt also auch Deutsche? Ware mit "Billig Inside".
Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren noch fortsetzen und immer mehr Unternehmen müssen sich überlegen ob sie nicht einen Teil oder die gesamte Fertigung in den Osten verlegen.
Wer also dran zweifelt das die billige Konkurrenz aus den Nachbarländern, die wir uns selbst geschaffen haben, oder die Taiwan/ Chinaimporte uns hier Arbeitsplätze kostet liegt meiner Meinung nach voll daneben.
In der neuen MM steht unter "Standort Deutschland" , "Die Produktion verlässt das Land".
Weiter wird erläutert, das wir nur deswegen Exportweltmeister sind weil viele Unternehmen im Osten produzieren lassen.
Wir Exportieren also das was zu eienm großen Teil im Osten hergestellt wurde. Na ja, das ist ja nichts neues, wissen hoffentlich die meisten.

Meine Meinung zum Thema ist klar :
Günstige Angebote brauchen wir, auch wenn sie importiert ist, denn nicht alle können sich die teureren Werkzeuge leisten.
Billigramsch gehört zu "Dinge die der Mensch nicht braucht"
da die Nachteile erheblich schwerer wiegen als der Preisvorteil.
Karsten Bernhardt
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markus
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Beitrag von markus » 18. Feb 2004, 12:40

Dietrich hat geschrieben:Natürlich nimmt auch Metabo marktübliche Preise, wie andere Hersteller auch. So unverschämt wie DeWalt sind sie aber nicht.
Gruß Dietrich
gehört zwar nicht ganz zum thema - aber irgendwie doch:
du meinst die reparatur-/servicepreise?

Dietrich
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Beitrag von Dietrich » 18. Feb 2004, 20:53

Hallo Markus,

nein, bzw. kann ich nicht sagen.
Die haben gemerkt das sie unter dem Namen B&D in ganz Europa kein Fuss mehr auf den Boden bekommen.
Da haben sie die Firma ELU gekauft, um an Know How zu kommen, und lassen den Kram Gott weiß wo fertigen, verlangen aber weiter ELU-Preise.
Deren Aussendienstler machen Druck auf die Händler, wie sie das schaffen weiß ich nicht, und bekommen im Handel die besten Ausstellungsplätze.
Ich sage nur: Verdrängungswettbewerb amerikanischer Machart!
Noch nicht ein Bit nehme ich von Denen:-)

Gruß Dietrich
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Alfred
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Beitrag von Alfred » 19. Feb 2004, 10:59

Hallo,
mein erster kleiner Winkelschleifer (100 er Scheibe) war von B&D in der 70er Jahren, da die 100er Scheiben imens teuer habe ich ihn gleich wieder verkauft und bin seitdem auf Metabo. Dazwischen hatte noch mal eine 230er Makita, die sind nicht schlecht aber die teuren Ersatzteile haben dies Firma bei mir auch verdrängt.
Heute lese ich in der Zeitung zum Dollar Kurs: Bush lässt den Dollar auf Talfahrt gehen und schafft somit Arbeitslose im Ausland weil sich die amerikanischen Waren jetzt natürlich besser verkaufen und die Importe teurer werden. Nach der Wahl wird alles wieder retour gehen und wir werden an der Zapfsäule wieder abgezockt. Die Europäischen (Politiker, Kommisare, Schwachköpfe oder was auch immer) erwägen vielleicht etwas zu unternehmen, was genaues weis man nicht (Stützungkäufe).
Und so sehen wir zu wie bei uns alles den Bach runter geht. Erst die Rente dann die Krankenversicherung, dann die soziale Absicherung, die Arbeitsplätze und dann die Firmen, dann lassen wir uns von Bush wieder sagen "Ihr müsst mal was machen". Aber bei uns reist ja schon die Oposition durch die Länder und kümmert sich um Politik wie Türkei, dabei wäre es sinnvoller mal für die EU eine Neuregelung zu finden
Gruß
Alfred
(bevor ich mich wieder aufrege)

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Beitrag von Dietrich » 30. Okt 2005, 03:00

Hallo,

hab da was gefunden:

Zitat: - Eine schöne Geschichte über Herrn Müller:

Das hier, das ist der Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden.
Der Herr Müller ist ein Unternehmer und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart. Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht werden. Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, daß sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.

Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, daß sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat. Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten.

Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.

Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld. Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug. Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt.

Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt.

70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld.
Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.

Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt. Hurra, Herr Müller. Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, daß er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.

Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewußt, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das gewußt, es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben.

Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so. Also was hat er gemacht, der Herr Müller? In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik.

Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft. Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren.

Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, daß der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen habt, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.

Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen, dann wißt ihr, daß der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat.

Da lacht er, der Herr Müller. Natürlich nur, wenn niemand hinsieht. Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht.

Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, daß es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller.

Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurden. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern.

Die sind praktisch, weil man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus. Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe. Da spart er was, der Herr Müller. Und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.

Wenn ihr jetzt fragt, warum solche ekelhaften Schmarotzer wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muß Ich euch sagen, daß man so etwas einfach nicht tut.

Wenn ihr aber das nächste mal im Supermarkt seid, dann laßt doch einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff "soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat. - Zitatende


Passt doch in den alten Fred, oder?
Gruß Dietrich

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Re: Umweltverschmutzung und moderne Sklavenhaltung?

Beitrag von Pepper Ann » 30. Okt 2005, 06:33

Hallo,

um den wirtschaftlichen Sinn und Unsinn von Billigwerkzeugen will ich nicht diskutiren, da es bei der ganzen sache noch einen weitaus wichtigeren aspekt gibt. die arbeitssicherheit. ich habe mir vor einiger zeit beim versuch mit einem billigen schraubendreher eine schraube zu lösen ganz böse die hand verletzt. der griff ist einfach geplatzt, und einer der splitter hat sich tief in meine handfläche gebohrt. bald 2 monate lang konnte ich mit der hand nicht so zugreifen, wie ich es eigendlich gewollt hätte.

fakt ist, dass gerade in meiner zunft am werkzeug nicht gespart werden sollte, da man sonst zu spüren bekommen kann, was 230 Volt in der Lage sind anzurichten.

in letzter zeit habe ich aber vermehrt beobachtet, dass der billigheumerwahnsinn doch etwas nachlässt. viele verbraucher sind offenbar selbst mittlerweile auf den gedanken gekommen, gerade beim werkzeug nicht nur zu sparen. so fängt langsam an, sich ein mittleres preisfeld zu etabliren.

ich meine, der heimwerker, der ab und zu ne steckdose auswechselt, braucht nicht unbedingt nen Duspuol Digital + mit drehfeldanzeige und so, für ihn tut es auch der Duspol Classic vollkommen. der spannungsprüferschraubendreher, auch unter dem namen Lügenstift bekannt, ist doch zu wenig.
guck ma in mein yahoo-Profil http://de.profiles.yahoo.com/pepperann1985

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Beitrag von Alfred » 30. Okt 2005, 21:22

Hallo,
den "Classic" kenne ich nicht, wohl schon älter? :cry:
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Beitrag von Pepper Ann » 30. Okt 2005, 21:53

Hallo Alfred,

die genaue modellbezeichnung kenne ich nicht, aber was ich meine ist der mit der tauchspule auf der einen, und der glimmlampe auf der anderen seite. mit dem teil, kann man wunderbar FI's testen *g*
guck ma in mein yahoo-Profil http://de.profiles.yahoo.com/pepperann1985

hs

Re: Umweltverschmutzung und moderne Sklavenhaltung?

Beitrag von hs » 31. Okt 2005, 02:00

Hi,
Pepper Ann hat geschrieben: der griff ist einfach geplatzt, und einer der splitter hat sich tief in meine handfläche gebohrt. bald 2 monate lang konnte ich mit der hand nicht so zugreifen, wie ich es eigendlich gewollt hätte.
solche Hartkunststoff-Griffe gibt es doch auch bei billigen Schraubendrehern schon recht lange nicht mehr .... oder doch ?
Zumindest was so in letzter Zeit bei den Discountern angeboten wurde, besitzt keine solchen Griffe.

Manchmal findet man solche Teile noch als 'Bordwerkzeug' von irgendwelchen Maschinen o.ä. - allerdings auch bei 'renommierten' Herstellern. Bei Hoffmann gibt es z.B. Gewindeschneidzeug-Sätze. Kosten bis zu knapp €650 ... und der beiliegende Schraubendreher sieht so aus, wie von der Sorte, wie ich denke der zu Deiner Beschreibung passt.

Gruß, hs

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Beitrag von Alfred » 31. Okt 2005, 16:54

Pepper Ann hat geschrieben:Hallo Alfred,

die genaue modellbezeichnung kenne ich nicht, aber was ich meine ist der mit der tauchspule auf der einen, und der glimmlampe auf der anderen seite. mit dem teil, kann man wunderbar FI's testen *g*
Hallo,
das war der "Analog" mit der Taste zum Last simulieren, den habe ich auch noch :wink:
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