Sind Elektroautos die Zukunft?

Alles, was nun wirklich nichts mit Werkzeugen und dem Arbeiten damit zu tun hat.

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Dirk
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Re: Sind Elektroautos die Zukunft?

Beitrag von Dirk » 7. Dez 2018, 11:24

THG? Was ist das für eine Abk?
Akkuschrauber Auswahlhilfe
Mein Freund der Baum braucht CO2, drum setz' ich's aus dem Auspuff frei :D

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Re: Sind Elektroautos die Zukunft?

Beitrag von J-A-U » 7. Dez 2018, 13:02

TreibHausGas


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Re: Sind Elektroautos die Zukunft?

Beitrag von J-A-U » 7. Dez 2018, 14:13

Dietrich hat geschrieben:
6. Dez 2018, 18:52
Und mal ehrlich Strom in größeren Dimensionen in Akkus speichern, den Strom will niemand ernsthaft mehr bezahlen, völliger Irrweg.
Denke ich auch. Den eh schon teuer erzeugten Strom so noch zusätzlich veredeln kann nicht wirklich die Lösung sein.
Besonders schräg find ichs ja wenn potentielle Nutzer ihr EV aus dem Hausakku laden wollen.
powersupply hat geschrieben:
6. Dez 2018, 20:19
Wie soll jedoch das Nachladen von zig Laternenparkern funktionieren die keine eigenen Stellplätze bzw Tiefgaragenplätze haben?
Hab ich mich auch schon gefragt. Ist ja schön das man z.b. in Stuttgart mit EV kostenfrei parken darf. Aber das hilft nix wenn man da nicht mehr weg kommt.
powersupply hat geschrieben:
6. Dez 2018, 20:55
Dietrich hat geschrieben:
6. Dez 2018, 18:52
dazu müssten sich aber erst mal 10000de Leute finden die bereit sind sich ein kleines BHKW in den Keller zu stellen und diese nicht wärmegeführt selbst zu steuern sondern es stromgeführt von anderen regeln zu lassen,
Dazu sag ich, warum nicht? Zumindest wenn die Einspeisevergütung ordentlich ausfällt, womöglich eh gerade eine neue Heizung fällig ist und ein Erdgasanschluss vorhanden ist.
Weil so ein Ding nicht nur teuer in der Anschaffung sondern auch deutlich teurer im Betrieb ist.
Möchte man zuverlässig warm haben ist dringend anzuraten eine sekundäre Wärmequelle zu installieren, man hat bei der Anschaffung also nicht mal die Kosten für die Therme gespart.

Dann haben wir auch das Problem das es nur Geld für eingespeisten Strom gibt. Das System bevorzugt all jene die durch hohe Laufzeiten den Invest auf mehr kWh aufteilen können.
Dabei läge der große Vorteil kleiner Kraftwerke (<200kW) in ihrer Flexibilität. Für positive Regelenergie gibts aber keinen finanziellen Anreiz.
Das führt dazu das Betreiber zwar möglichst stromgeführt fahren, dabei aber nur den Stromeinkauf substituieren.
Und selbst dann bekommt man von staatlicher Seite fast jedes Jahr neue Knüppel zwischen die Beine geworfen (EEG-Umlage für selbst verbrauchten Strom).

Das beschreibt im Grunde auch warum Lichtblick sich nicht durchsetzen konnte: Die Rechnung ging nicht auf.
powersupply hat geschrieben:
6. Dez 2018, 20:55
Die meisten "modernen" Autos laden ihre Batterie fast nur noch im Schubbetrieb nach.
Jain.
Ich gebe dir recht das man aktuell, gerade in Verbindung mit Start-Stop-Automatik, die LiMA auch stark zum rekupieren her nimmt.
H.-A. Losch hat geschrieben:
6. Dez 2018, 20:35
Es wird bestimmt noch 10 bis 15 Jahre dauern, bis die Mehrheit der Fahrzeuge in Deutschland auf unseren Straßen elektrisch unterwegs sein wird.
Absolute Zustimmung. Aktuell haben wir von Herstellerseite stark gewachsenes Interesse an 48V Hybrid (als Startergenerator).
Hintergrund dabei: Effizient sind Verbrenner nicht beim daherschleichen sondern eher bei Belastung. Durch Lastpunktverschiebung (bei geringer Fahrlast wird die Generatorlast hochgefahren) kann man den Verbrauch etwas reduzieren und die Abgaswerte aufhübschen.
powersupply hat geschrieben:
6. Dez 2018, 21:09
Von intelligenter Ladetechnik wird immer nur geschrieben und gesprochen. Gesehen hab ich noch keine und in den Medien, außer dass diese benötigt wird, auch noch nichts darüber gelesen.
Neben der Kostensache gibts da noch ein anderes Problem das bei uns nur seeeehr zaghaft voran kommt: SmartMeter finden in DE noch fast keine Verbreitung. Vor 8 Jahren war Italien damit fertig (30% "Verlust" im Stromnetz), da startete bei uns gerade mal die Pilotphase.
Hab gehört in AT gehen sie jetzt schon in die vollen: Abschalteinrichtung am Zähler die vom Gateway gesteuert werden kann. Möchte man jetzt auch nicht unbedingt haben...

Wobei das auch vom Datenschutz her nicht ganz ohne ist. Ein 15-Min Profil (wie es im Entwurf vorgesehen war) genügt schon um einen Nutzer interpretieren zu können.


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Re: Sind Elektroautos die Zukunft?

Beitrag von J-A-U » 7. Dez 2018, 14:47

Aus dem anderen Thread:
powersupply hat geschrieben:
15. Feb 2017, 05:46
Oder liegt es vielleicht auch ein wenig an der Kundschaft die nicht bereit ist ein paar tausender extra für eine Elektrokutsche hinzulegen.
Teilweise.
powersupply hat geschrieben:
15. Feb 2017, 05:46
Auch vor dem Hintergrund, dass man nach 8 Jahren möglicherweise mal eben 15000€ für einen Batteriesatz in ein altes Auto investieren muss.
Wen das schreckt der least sich bei Renault den Akku. Und trotzdem seh ich die Dinger hier nicht massenweise rumkurven...

Übrigens: bei der Lebensdauer, die aktuelle Akkutechnik auch schon langsam nachweist, fährt man als Besitzer langfristig günstiger wenn man den Akku doch kauft.
MrDitschy hat geschrieben:
15. Feb 2017, 08:44
So schauts eher aus, denn die Autoindustrie hätte sicher schon längst alles auf E-Antrieb umgestellt, wenn Kundschaft und Infrastruktur dazu bereit wäre .... sonst ging es ihnen wie mit dem A2 und Co, den wollte niemand kaufen und hatten ihn eingestampft (und zum Schluß muß das Fahrzeug-Design noch passen).
Ich sehe die Hersteller da durchaus ein Stück weit als Ursache. Es hat nämlich keiner den Arsch in der Hose den ersten Schritt zu tun weil halt auch keiner auf die Nase fallen will. Keiner möchte der Depp sein der als erster das große, spezielle Akkuwerk auf den Boden stampft und Gefahr läuft dabei auf die falsche Zellchemie (oder Bauform) zu setzen.

Hab hier glaub schon mal erwähnt: Was Tesla sich getraut hat war vor allem den Schritt weg vom elektrifizierten Cityflitzer zum teuren Sportwagen. Einer Fahrzeugklasse wo die Besitzer tatsächlich gewillt sind Big$ zu setzen.
Statt bei einem Auto das (in den Köpfen) nur als Zweitwagen taugt...
Dirk hat geschrieben:
14. Feb 2017, 23:23
und die Post bzw. DHL hat mal eben ein StartUp aus Aachen aufgekauft ("Streetscooter") und baut seine E-Autos selbst, weil unsere ach-so-tollen "Marktführer" nicht in der Lage sind, ein den Bedürfnissen angepasstes E-Fahrzeug anzubieten.
Allerdings auch zu einem Preis der sich gewaschen hat. Für den Preis bekommst du 2 Sprinter.

Mir wäre jetzt aber auch nicht bekannt das da schon Ex-Postler als Gebrauchtwagen am Markt unterwegs sind...


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Re: Sind Elektroautos die Zukunft?

Beitrag von Schlorg » 7. Dez 2018, 15:36

Allerdings auch zu einem Preis der sich gewaschen hat. Für den Preis bekommst du 2 Sprinter.

Mir wäre jetzt aber auch nicht bekannt das da schon Ex-Postler als Gebrauchtwagen am Markt unterwegs sind...
Ich habe zumindest in der letzten Zeit schonmal vermehrt "zivile" in weiß gesehen... bei einer freien Autowerkstatt stand mal ein weißer mit BN Kennzeichen am Hof, bei unserem Erdinger Ford Händler steht einer in weiß mit der Werbung des Autohauses im Verkaufsraum (Preis weiß ich nicht) und ab und an sehe ich einen eines, ich glaube, Hausmeisterservices herumkurven...

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Re: Sind Elektroautos die Zukunft?

Beitrag von J-A-U » 7. Dez 2018, 16:03

Das es die als "zivile" Version gibt ist mir bekannt. Daher ja auch das Wissen um den Preis.
Grundsätzlich würde mir so einer ganz gut reinpassen, fahr eh die meiste Zeit mit umgeklappter Sitzbank durch die Gegend. Aber >55k€ ist leider nicht meine Kragenweite.


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Re: Sind Elektroautos die Zukunft?

Beitrag von norinofu » 7. Dez 2018, 16:46

J-A-U hat geschrieben:
7. Dez 2018, 14:47
Wen das schreckt der least sich bei Renault den Akku. Und trotzdem seh ich die Dinger hier nicht massenweise rumkurven...
Das Problem bei Renault ist, der Stromer ist trotz Akkumiete immer noch deutlich teurer als ein Verbrenner.
Wir haben uns vor ca. 1 Jahr mal einen Zoe und Clio rechnen lassen, da waren ca. 10.000 EUR Unterschied in der Anschaffung und die Batterie lag bei 60 EUR im Monat, das ist schonmal fast eine Tankfüllung für den Benziner.
MrDitschy hat geschrieben:
15. Feb 2017, 08:44
So schauts eher aus, denn die Autoindustrie hätte sicher schon längst alles auf E-Antrieb umgestellt, wenn Kundschaft und Infrastruktur dazu bereit wäre .... sonst ging es ihnen wie mit dem A2 und Co, den wollte niemand kaufen und hatten ihn eingestampft (und zum Schluß muß das Fahrzeug-Design noch passen).
Ich sehe die Hersteller da durchaus ein Stück weit als Ursache.
Ein weiteres Problem seh ich bei der bereits vorhandenen Infrastruktur. Da muss jeder sein eigenes Süppchen kochen. Kundenkarte hier, App da, unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten.
Warum ist es nicht möglich, ein bereits seit Jahren etabliertes Abrechnungsmedium zu verwenden - Die Kreditkarte und Girocard? Aber damit ist es ja nicht so einfach Kundenprofile zu erstellen.

Was ich weiterhin nicht verstehe, dass man nun auf 100% batterieelektrische Fahrzeuge aus ist.
Serielle Hybride halte ich für die nächsten 10 - 15 Jahre für den besseren Weg. Einen Verbrenner, der nur dafür da ist mit optimiertem Wirkungsgrad den Akku während der fahrt Laden zu können.
Dann hat man Zeit um die Elektroinfrastruktur sinnvoll auszubauen und hat so lange ein etabliertes Netz an Energiestationen (Tankstellen) um die Langstrecke zu bedienen.
Irgendwann könnte man den Verbrenner dann ja gegen die Brennstoffzelle tauschen.
Alle Menschen sind schlau - die Einen vorher, die Anderen hinterher

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Kony
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Re: Sind Elektroautos die Zukunft?

Beitrag von Kony » 7. Dez 2018, 18:58

Ich denke mal, es wird so wie mit den Gas und Wasserstoff Fahrzeugen werden...in den nächsten +10 Jahren gibt es weder die Stromversorgung noch die Ressourcen für die Batterien für alle her.
Gruß
Kony

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Re: Sind Elektroautos die Zukunft?

Beitrag von J-A-U » 7. Dez 2018, 20:47

norinofu hat geschrieben:
7. Dez 2018, 16:46
Das Problem bei Renault ist, der Stromer ist trotz Akkumiete immer noch deutlich teurer als ein Verbrenner.
Ein EV ist halt nicht zwingend billiger als ein Verbrenner. Das Maximalgewicht eine Clio entspricht etwa dem Leergewicht eines Zoe.
Und es ist auch eine Frage der Stückzahl. Ums mal in Raum zu werfen die Zulassungszahlen 2017 in DE:
Zoe 4322, Clio 23340

Aber ich weiß was du meinst. Mein Senior ist vom EV fasziniert und fährt immer mal wieder welche Probe. Aber zum Kaufen hats noch nicht gereicht. Der Neuwagen 2018 wurde ein Dokker. Vollausstatung ist drin, LPG nicht. :oops:
norinofu hat geschrieben:
7. Dez 2018, 16:46
Was ich weiterhin nicht verstehe, dass man nun auf 100% batterieelektrische Fahrzeuge aus ist.
Serielle Hybride halte ich für die nächsten 10 - 15 Jahre für den besseren Weg.
Weil das die Komplexität erhöht und das Kostenproblem eher noch verschärft.
Es gibt eine ganze Reihe von Komponenten auf die man einfach nicht verzichten kann, die mit einem kleineren Motor aber auch nicht mehr billiger werden. Da ist der Unterschied zwischen einem 40kW und einem 80kW Motor nicht mehr groß. Und der Elektrokram kommt ja dann auch noch dazu. Da kann ich schon verstehen das man geneigt ist eher ganz drauf zu verzichten.

Sieht man bei den Hybriden die da wohl kommen werden auch: Die Hersteller machen das nicht aus Spaß an der Freude sondern weils von den Grenzwerten einfach nicht mehr geht.
Im ganz großen Stil zu mogeln ist wohl grad keine Option mehr. :crazy:


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-Zoli-
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Re: Sind Elektroautos die Zukunft?

Beitrag von -Zoli- » 7. Dez 2018, 21:54

Dev hat geschrieben:
6. Dez 2018, 22:40
Ich finde ehrlich gesagt, dass die Diskussionen zum Thema Umweltschutz immer sehr fokussiert auf einzelne Themen geführt werden, ohne auch einmal den echten Blick von oben zu wagen.

KFZ-Verkehr stellt sicherlich einen sehr großen Anteil bei der Gesamtemmission von CO2, Stickoxiden und Feinstaub. Zwei weitere Giganten auf dem Gebiet sind Heizungen und Flugreisen.

Was mich persönlich über die Jahre immer wieder gestört hat, war die stark auf Elektroautos ausgerichtete Politik. Bei E-Autos gibt es (noch) echte Probleme: Eine begrenzte Reichweite und damit verbunden bei vielen Menschen eine schlechte Akzeptanz, einen massiven notwendigen Ausbau der Ladeinfrastruktur und damit verbunden auch der Energienetze, Ressourcenaufwändige Akkupacks mit begrenzter Lebensdauer und zumindest bisher schlechtem Recycling.
Wenn man stattdessen den Fokus auf Wärmepumpen gelegt hätte, um bestehende Ölheizungen zu ersetzen, hätte man einen vergleichbaren Umweltnutzen bei den Emissionen erzielen können, aber viele der Probleme von E-Autos vermeiden können.
Die Infrastruktur ist de facto vorhanden und müsste allenfalls an wenigen Schwachpunkten ausgebaut werden - jeder Haushalt hat einen Stromanschluss und die Leistungsaufnahme von Wärmepumpen ist überschaubar, da sie kontinuierlich ist und nicht in kürzester Zeit ein Akku mit brachialer Gewalt geladen werden muss. Akkus werden nicht benötigt - und es gibt nichts besseres als nicht benötigte Ressourcen.
Ein Akzeptanzproblem gibt es meines Erachtens nicht in dem Umfang wie bei E-Autos, denn man merkt praktisch nicht mal den Unterschied zu einer Ölheizung.

Wo die Emissionen herkommen (aus dem Auspuff oder aus dem Schornstein) ist der Umwelt egal. Hätte man sich hier auf die Schornsteine konzentriert, hätte man mit weniger Aufwand und bei besserer Akzeptanz der Bevölkerung gleichwertige Ergebnisse erzielen können.
(Und dass Wärmepumpen bereits über die KfW gefördert werden, ist mir bekannt. Trotzdem hätte ich gerne verstärkten Fokus auf dieses Thema gesehen - gemessen an dem Schwerpunkt, den E-Autos in der öffentlichen Wahrnehmung spielen.)

Die zweite große Lücke sehe ich bei den Flugreisen.
Wenn ich einen dicken SUV fahre, stoße ich im Jahr etwa 3 Tonnen CO2 aus (15.000 km zu je 200 g CO2).
Fliege ich im Urlaub 1x nach New York und zurück, sind es (je nach Quelle) 3,5 bis 4,5 Tonnen CO2.
Ja, der umweltbewusst lebende Dauer-Fahrradfahrer stößt auf das Jahr gesehen mehr CO2 aus, wenn er sich zwei Urlaube mit dem Flugzeug gönnt, als der böse SUV-Fahrer, der seinen Urlaub in Dänemark oder im Schwarzwald verbringt und mit dem Auto anreist. Im Fokus steht trotzdem der SUV-Fahrer.

Dass SUVs unnötig viel Kraftstoff benötigen und somit auch einen höheren CO2-Ausstoß als kleinere Fahrzeuge haben, ist offensichtlich und dies sollte auch entsprechend besteuert werden. Wenn wir aber der Umwelt etwas Gutes tun wollen, sollten wir CO2-Emissionen unabhängig von ihrer Quelle gleich behandeln - egal ob sie aus dem Auspuff eines Autos kommen oder aus der Turbine eines Flugzeugs.

Wenn man es fair angehen will, gibt es eine feste CO2-Steuer und es ist egal, auf welche Art und Weise das CO2 freigesetzt wird - Heizung, Auto, Flugzeug, Schiffsreise, ...

Wenn man jetzt noch Feinstaub und Stickoxide mit betrachtet, wird das Problem wieder komplexer, weil anders als bei CO2 nicht nur die Menge sondern auch der Ort der Entstehung relevant ist. Während bei CO2 nur die absolute Menge relevant ist und nicht, wo es freigesetzt wird, kann es bei Feinstaub darüber hinaus sinnvoll sein, die räumliche Verteilung anzupassen, auch wenn die absolute Menge sich dadurch nicht oder nur geringfügig ändert.
(Und das soll keinesfalls eine Legitimation von Straßensperrungen auf Längen von 200m sein, die ich nicht nur als sinnlos sondern sogar als schädlich ansehe.)
Da stimme ich voll zu, aber es ist auch nicht schlecht wenn beide (Autos und Heizung) angegangen werden.
Aber es wäre tatsächlich einfacher erst auf die Heizung zu Fokusieren, aber viel mehr grüner
Strom wäre dafür auch benötigt.

Und daß der Luftverkehrindustrie nichtmal Mehrwertsteuer für das Kerozin bezahlt, ist unfassbar.
(Siehe Meldung von Verkehrsclub Österreich)

Globale CO2 Steuer... wäre ideal, aber siehe den Pariser Klimaabkommen. Auch ein großes nichts.

Die Politiker bewegen sich nur wenn die Wähler auch bereit sind sich zu bewegen. Aber scheinbar
ist niemand bereit auf etwas zu verzichten.

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