Welches Leitungssystem Trinkwasser + Heizung für Selbermache

Fragen zur Elektro-, Wasser- und Abwasserinstallation sind hier ebenso willkommen wie die Themen Heizungsmodernisierung, Lüftungsanlagen und alternative Energien. Auch wenn die Waschmaschine nicht mehr läuft oder der Geschirrspüler nicht abpumpt, könnt ihr hier Hilfe finden.

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-FX-
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Re: Welches Leitungssystem Trinkwasser + Heizung für Selberm

Beitrag von -FX- » Montag 19. März 2018, 23:31

Dirk hat geschrieben:Mich würde aber auch interessieren, was denn Deiner Meinung nach gegen Kupfer spricht!? !
Kupfer zählt nicht gerade als gesundheitsfördernd. Natürlich bleibt man mit einer Installation aus Kupferleistungen unter der Vorraussetung passender Wasserwerte unter den Grenzwerten, aber wer weiß schon genau, ob die Grezwerte so angemessen sind. Jedenfalls wurden sie schon einmal nicht grundlos angepasst.

-FX-
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Re: Welches Leitungssystem Trinkwasser + Heizung für Selberm

Beitrag von -FX- » Montag 19. März 2018, 23:36

Iggy hat geschrieben:Ich werfe jetzt einfach mal TECTITE in den Raum.
Steckfittingsystem für Kupfer und auch für VA erhältlich.
VA nur in wieder lösbar, Cu in wieder lösbar erhältlich, aber m.W. auch in einer nicht wieder lösbaren Version.
Hersteller ist SEPPELFRICKE.


Grüße

Iggy
Stellt sich mir die Frage, wenn denn die Schraubklemm-System so in der Kritik stehen, warum dann ein wieder lösbares Stecksystem besser sein soll.
Aber vielleicht ist auch gar nichts dran. Ich kann leider nicht beurteilen, ob leckende Schraubverbindungen wirklich des Öfteren vorkommen oder ob das doch eher ein Hirngespinst von Profis und Lehrenden ist, die es unter Umständen gar nicht gerne sehen, dass jeder Hinz und Kunz ohne besonderes Werkzeug selber kleinere Installationen durchführen kann.

flat12
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Re: Welches Leitungssystem Trinkwasser + Heizung für Selberm

Beitrag von flat12 » Montag 19. März 2018, 23:47

Dumme Frage, was spricht eigentlich gegen alt bewährtes verzinktes Stahlrohr ...

Gewindeschneider und Rohrschneider oder Winkelschleifer sind teils vielleicht schon vorhanden; Tempergussfittings sind quasi überall erhältlich und preisgünstig.

Jürgi hat schon recht, einiges ist wieder verschwunden, gerade deshalb verwenden die meisten mir bekannten Firmen Geberit oder Viega. Ähnlich schaut's ja auch bei Abwasserleitungen aus. Als Profi will ich mich wirklich nicht bezeichnen aber Schraubverbindungen sind mir auch unsympathisch.

Jürgi
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Re: Welches Leitungssystem Trinkwasser + Heizung für Selberm

Beitrag von Jürgi » Dienstag 20. März 2018, 10:30

Der Zink im Rohr löst sich je nach Wasserqualität mehr oder weniger schnell auf. Dann hast du braunes Wasser und irgendwann Lochfraß im Rohr.
Auf der anderen Seite gibt es genug Installationen, die jetzt 60 Jahre gut überstanden haben. Den Arbeitsaufwand will heute niemand mehr bezahlen, aber wenn du es selber machst, warum nicht.

Iggy
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Re: Welches Leitungssystem Trinkwasser + Heizung für Selberm

Beitrag von Iggy » Dienstag 20. März 2018, 12:37

Verzinktes Rohr:
Ich habe vor etwa 3 Jahren bei mir so einige Meter verzinktes Wasserleitungsrohr aus dem Jahr 1982 demontiert.
Grund war primär ständig rostiges Wasser nach kurzen Stillstandszeiten, etliche tote Stichleitungen und eine massive Überdimensionierung der vorhandenen Leitungen.

Das Rohrinnere hat, nett formuliert, alles andere als appetitlich ausgesehen.

Jetzt trinke ich das Leitungswasser sogar mit Genuß.

Viele Sanitärinstallateure sagen, ich kann es nicht selber verifizieren, daß heutzutage die Qualität der neu kaufbaren verzinkten Rohre um Welten schlechter als früher wäre.
Gründe seien sinkender Marktanteil, deshalb nicht mehr wirtschaftliche Produktion, Produktionsverlagerung ins Ausland ...


Grüße

Iggy

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Re: Welches Leitungssystem Trinkwasser + Heizung für Selberm

Beitrag von mirk » Dienstag 20. März 2018, 15:35

-FX- hat geschrieben:...., denn die Schraubklemm-System so in der Kritik stehen, warum dann ein wieder lösbares Stecksystem besser sein soll.
Aber vielleicht ist auch gar nichts dran. Ich kann leider nicht beurteilen, ob leckende Schraubverbindungen wirklich des Öfteren vorkommen oder ob zuas doch eher ein Hirngespinst von Profis und Lehrenden ist, die es unter Umständen gar nicht gerne sehen, dass jeder Hinz und Kunz ohne besonderes Werkzeug selber kleinere Installationen durchführen kann.
Das Problem bei den Schraubverbindungen ist, zumindest von denen die ich kenne das sie Fachlich korrekt verarbeitet werden müssen. Dazu muss ich aber sagen dass ich solche Verbindungen in der Industrie kennen gelernt habe für Kupfer und VA. Bei diesen verschraubungen hatten wir bei richtiger Ausführung nie undichtigkeiten. Troz vibrationen und drücken um die 100bar und Temperaturen von bis zu 300 °C.
Wenn ich mir dann die Verschraubungen im Sanitär bereich ansehe und mit denen von Swagelock und Ermetro vergleiche kann ich schon die Zweifel an dem System verstehen, da sind Welten zwischen im Preis so wie in der Quaität.
Das Rohr schnell Steck System finde ich sehr intressant erinnert mich immer an die Pneumatik verbinder.

Send by Handy...
Grüße Mirko

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powersupply
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Re: Welches Leitungssystem Trinkwasser + Heizung für Selberm

Beitrag von powersupply » Dienstag 20. März 2018, 17:25

Iggy hat geschrieben:Verzinktes Rohr:
Ich habe vor etwa 3 Jahren bei mir so einige Meter verzinktes Wasserleitungsrohr aus dem Jahr 1982 demontiert.
Grund war primär ständig rostiges Wasser nach kurzen Stillstandszeiten, etliche tote Stichleitungen und eine massive Überdimensionierung der vorhandenen Leitungen.

Das Rohrinnere hat, nett formuliert, alles andere als appetitlich ausgesehen.
Genau das Selbe Problem kommt über Kurz oder Lang auch beim Haus meines Vaters auf mich zu. Der hat noch Leitungen aus den 60ern drin. Da wollten wir kürzlich einen Druckspüler tauschen was dazu geführt hat, dass ich den Neuen Druckspüler gleich wieder ausbauen und zum Reinigen zerlegen konnte. Anschließend gabs einen Spülkasten bei dem das Wasser nur noch langsam einläuft.

Ich habe noch einen Gedanken oder eher eine Frage wegen den Kunststoffleitungen:
Irgendwo ist kürzlich rumgegeistert, dass sich an Kunststoffen schneller irgendwelche Bakterienbeläge bilden als an Metalloberflächen. Wie ist das bei den Kunststoffleitungen zu sehen?

PS

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Re: Welches Leitungssystem Trinkwasser + Heizung für Selberm

Beitrag von powersupply » Dienstag 20. März 2018, 19:05

-FX- hat geschrieben:
Dirk hat geschrieben:Mich würde aber auch interessieren, was denn Deiner Meinung nach gegen Kupfer spricht!? !
Kupfer zählt nicht gerade als gesundheitsfördernd. /quote]

Die Kupferleitungen werden, zumindest bei uns in der Region, im laufenden Betrieb mit einem feinen Kalkfilm überzogen so dass das Kupfer an sich gar keinen Wasserkontakt mehr hat.
Allerdings, und das wird es sein was Du meinst, gibt es auch Regionen wo sich das Kupfer durch chemische Prozesse auflöst und so ins Trinkwasser gelangt.

Nochmal die Frage nach "FUD"
Lasst mich bitte nicht dumm sterben! :(

PS

Iggy
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Re: Welches Leitungssystem Trinkwasser + Heizung für Selberm

Beitrag von Iggy » Dienstag 20. März 2018, 19:32

powersupply hat geschrieben:...
Ich habe noch einen Gedanken oder eher eine Frage wegen den Kunststoffleitungen:
Irgendwo ist kürzlich rumgegeistert, dass sich an Kunststoffen schneller irgendwelche Bakterienbeläge bilden als an Metalloberflächen. Wie ist das bei den Kunststoffleitungen zu sehen?

PS
Ich bin weiß Gott nicht vom Sanitär-Fach und kann deshalb nur für mich persönlich sprechen.

Für mich kämen Kunststoffrohre und Mehrschichtverbundrohre, die ja ebenfalls innen mit Kst. ausgekleidet sind, wegen der möglichen Biofilmbildung nicht in die Tüte.
Frage jedoch 3 Installateure und Du bekommst 4 Antworten.
Unabhängig von o.g. Problematik verarbeiten viele Installateure Mehrschichtverbundrohr deshalb so gerne, weil schnell und kostensparend verarbeitbar, werkzeuglos biegbar, deshalb auch weniger Fittings usw.
Bei der Mehrzahl solcher Rohrsysteme hat man im Fittingbereich eine deutliche Querschnittsverringerung, da hier die Fittings IN das Rohr gesteckt werden. Das kann, wenn man rechnerisch mit dem Rohrdurchmesser grad so an der Grenze ist, durchaus mal ein Problem darstellen. Ergo muß man ggf mit einer Rohrgröße größer kompensieren.

Wenn Cu, dann würde ich löten, da bei sämtlichen Preßfittingsystemen, wie auch Steckfittingsystemen, Toträume (der Ringspalt!) vorhanden sind.

Wenn VA, dann bleibt eh nur Pressen oder Steckfittingsystem mit dem Wermutstropfen "Ringspalt".

Ich persönlich habe mich nach langem Überlegen für VA, verpreßt, entschieden.
In Bereichen, wo die Installation u.U. erstmal nur provisorisch durchgeführt wird, halte ich Steckfittings für eine geniale Sache.


Grüße

Iggy

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Re: Welches Leitungssystem Trinkwasser + Heizung für Selberm

Beitrag von Iggy » Dienstag 20. März 2018, 19:37

powersupply hat geschrieben:...
Allerdings, und das wird es sein was Du meinst, gibt es auch Regionen wo sich das Kupfer durch chemische Prozesse auflöst und so ins Trinkwasser gelangt.

Nochmal die Frage nach "FUD"
Lasst mich bitte nicht dumm sterben! :(

PS
Diesen Umstand kann/muß man von seinem Wasserwerk erfragen.
Auf die Schnelle: Das ist m.W. primär abhängig vom pH-Wert des Wassers. Die Werte müßten leicht im www zu finden sein.
Unabh. davon mal auf den Internetseiten vom "Kupferinstitut" suchen.
Klar sollte dabei natürlich sein, daß die eine gewisse "Kupferbrille" aufhaben. ;-)


Grüße

Iggy

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