Dachziegel Übergang mit ungünstigem Versatz un Dichtheit

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-FX-
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Dachziegel Übergang mit ungünstigem Versatz un Dichtheit

Beitrag von -FX- » Samstag 19. Oktober 2019, 11:44

Hallo,

ich habe nochmal ein Problem mit dem Erneuern eines Dachteils. Es handelt sich um eine Verlängerung mit flachen Neigung von etwa 20°, welche aus einem Steildfach hervorgeht.

Wie das bei alten EIndeckungen so ist, waren bereits ein paar Ziegel halbwegs defekt, noch mehr hat es beim Abdecken getroffen. Es handelt sich um Doppelfalzmuldenziegel von diesem Typ: http://dachziegelarchiv.de/seite.php?ka ... i_id=52283

Die gibt es natürlich nicht mehr zu kaufen, dabei ist auch noch die Gesamtfläche mit nicht mal ganz 10m² zu klein, dass sich eine Sonderbestellung im Baustoffhandel wirtschaftlich darstellen lässt.
Nehme ich nun aber Lagerware haben die am ehesten passenden Ziegel ca. 5mm mehr Deckbreite.

Das führt bei ursprünglich 27 Ziegeln in der Reihe dazu, dass natürlich die unteren Nasen der oben liegenden Eindeckung nicht mehr passen, doch selbst wenn ich sie abschneide ergibt sich die Situation, dass das Wasser teilweise von Mulden direkt in die Falze läuft.
Ich fürchte, dass die Mengen an Wasser, die nun mal in die Mulden passen zu einem Wassereintritt an den darunterliegenden Falzen führen könnten.

Ist die Sorge begründet oder unbegründet? Wie kann man das Problem lösen?

Danke
Chris

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D_Mon
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Re: Dachziegel Übergang mit ungünstigem Versatz un Dichtheit

Beitrag von D_Mon » Samstag 19. Oktober 2019, 11:59

-FX- hat geschrieben:
Samstag 19. Oktober 2019, 11:44
...
Wie kann man das Problem lösen?
- ganze Fläche neu eindecken
- unteren Bereich mit Blech eindecken
- Übergang oben / unten mit einem Blechkantteil
- Übergang oben / unten mit Wakaflex

alles andere, was mir einfällt, ist doch eher übertrieben aufwändig.

Gruß
D.Mon
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MrDitschy
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Re: Dachziegel Übergang mit ungünstigem Versatz un Dichtheit

Beitrag von MrDitschy » Samstag 19. Oktober 2019, 12:27

-FX- hat geschrieben:
Samstag 19. Oktober 2019, 11:44
Das führt bei ursprünglich 27 Ziegeln in der Reihe dazu, dass natürlich die unteren Nasen der oben liegenden Eindeckung nicht mehr passen, doch selbst wenn ich sie abschneide ergibt sich die Situation, dass das Wasser teilweise von Mulden direkt in die Falze läuft.
Ich fürchte, dass die Mengen an Wasser, die nun mal in die Mulden passen zu einem Wassereintritt an den darunterliegenden Falzen führen könnten.

Ist die Sorge begründet oder unbegründet? Wie kann man das Problem lösen?
Selbst bei Sturmregen oder Schneeschmelze läuft einiges an Wasser in den Falz und muss aus dem Falz ablaufen. Wenn dies nicht reicht und dennoch durchdrückt, läuft der Rest über die Unterspannbahn ab.

Sonst könnte man neben D_Mon Infos evtl. in die betroffenen Falze der ersten Reihe, Dichtmittel einbringen und dann kommt ja wieder der im Versatz verlegte Ziegel. Also da gibt es Kartuschen Kleber-Silikonart-Zeugs (Namen kenne ich nicht mehr), das bringst nicht mehr auseinander. Die Dachdecker hatten mal einen gebrochenen alten Ziegel damit repariert, die Klebestelle schaut nach 20 Jahren noch wie damals aus.
Vielleicht kann da D_Mon weiterhelfen?
Ditschy
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-FX-
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Re: Dachziegel Übergang mit ungünstigem Versatz un Dichtheit

Beitrag von -FX- » Samstag 19. Oktober 2019, 13:33

Vielen Dank.

Ich sehe in den Übergängen mit Blech / Wakaflex ehrlich gesagt jetzt die großen Vorteile nicht. Die Entwässerung erfolgt damit ja immer noch nicht Mulde in Mulde.

Das mit dem Abdichten des ersten Falzes klingt als Notlösung interessant. Dafür müsste das Ganze dann aber im Verbund eingedeckt werde, das war es vorher nicht. Aber klar, ginge.

Ich glaube aber ich lasse mich von meiner besseren Hälfte nicht stressen und schaue Anfang der Woche nochmal in Ruhe, ob ich nicht doch noch einen Händler/Dachdecker mit adäquatem, lagernden Ersatz finde.

"Laumanns Muldenvariabel" klingt gut, wenn ich für den unteren Teil auf Einzelfalz umschwenke kommt noch Creaton Rustico in Frage.
Notfalls hat sich noch eine Quelle für Koramic Tradi 15 aufgetan, aber der liegt immer noch 2-3mm daneben.

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D_Mon
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Re: Dachziegel Übergang mit ungünstigem Versatz un Dichtheit

Beitrag von D_Mon » Samstag 19. Oktober 2019, 14:24

-FX- hat geschrieben:
Samstag 19. Oktober 2019, 13:33
Vielen Dank.

Ich sehe in den Übergängen mit Blech / Wakaflex ehrlich gesagt jetzt die großen Vorteile nicht.
Das muss nach dem Schuppenprinzip Z-förmig ausgeführt werden
Der obere Teil des Blechs greift unter die darüber liegede Reihe ein, ähnlich wie ein Traufblech unter die unterste Reihe.
Der untere Teil wird hochgeführt (gekantet) und liegt übder der darunterliegende Reihe, ähnlich wie z. B. ein Brustblech an einem aufgehenden Bauteil.

Schau Dir mal Standardanschlüsse (Traufe, Ortgang, Firstbleche, Gaube oben, seitlich, unten) an.
Daraus kann man ableiten, wie das gelöst werden könnte.

Ich kenne Deine genaue Eibausituation nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass es am einfachsten ist, den unteren, flacheren Teil des Daches bis zur Traufe mit Blech (z. B. Doppelstehfalz) zu machen. Wenn das handwerklich ordentlich gemacht ist, funktioniert das einwandfrei, ist wirtschaftlich und sieht auch gut aus.

Gruß
D.Mon
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powersupply
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Re: Dachziegel Übergang mit ungünstigem Versatz un Dichtheit

Beitrag von powersupply » Samstag 19. Oktober 2019, 14:38

Ohne jetzt die genannten Ziegel im Detail zu kennen.
Vielleicht passt ja der Falz in der Länge sauber ineinander. Dann könntest Du ja in der Länge eine Spalte ersetzen. :glaskugel:

PS

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