Empfehlung für Kettensäge

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Moderator: dolmar-sammler

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D_Mon
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Empfehlung für Kettensäge

Beitrag von D_Mon » 2. Apr 2017, 08:21

Hallo zusammen,

ich bin vor Jahren auf eine Kettensäge aus dem Billigst-Sektor hereingefallen. Ich dachte, ich brauch die nicht so oft, da wird´s die schon tun. Hat sie auch für einige Zeit, jetzt aber nicht mehr, da kaputt.

Deswegen meine Frage:
Welche Motor-Kettensäge könnt Ihr mir empfehlen. Ich brauch die hauptsächlich zum Zerkleinern von Stämmen bis Durchmesser 30, gelegentlich auch mal bis 40 cm. In seltenen Fällen auch mal für kleinere Fällaktionen.

Da es sich wirklich nur um gelegentliche Aktionen handelt, brauch ich keine Luxus- oder Komfortfunktionen sondern das preiswerteste was man für eine brauchbare Qualität ausgeben muss.

Gruß
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AndreB
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Re: Empfehlung für Kettensäge

Beitrag von AndreB » 2. Apr 2017, 09:12

Was is denn dein Preislimit? Hast du einen Händler in der Nähe, der dir bei evtl. Instandsetzung auch mal unter die Arme greifen kann (wenn du es selbst nicht hinbekommst)? Wenn ja, was vertreibt denn der (Stihl, Husquvarna, etc.)?

Ich selbst hab nur Stihl (026 u. 034). Die sind zwar jetzt schon nen Zacken älter, allerdings auch robust (wir machen 140 Festmeter Brennholz im Jahr + ggf. Langholz) und man kann an denen gut selbst rumschrauben.

Wenn für dich was Gebrauchtes in Frage kommt, dann würde ich in Richtung Stihl 026 oder MS 260 suchen. Die reichen für deine Anwendungszwecke bei Weitem und du hättest Luft nach oben.

Wenn es ne Nummer kleiner Ausfallen darf, dann könnte evtl. die Stihl MS 180 (würde für den von dir beschriebenen Bereich ebenfalls reichen) evtl. ne Option sein. Link

Husquvarna baut ebenfalls sehr gute Sägen. Da kannste auch mal gucken. Hab bisher nur mit größeren Huski-Sägen von Bekannten gearbeitet, aber evtl. käme ja so etwas für dich in Frage.

Von Solo halt ich persönlich nicht so viel...

Gruß!

Andre
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MSG
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Re: Empfehlung für Kettensäge

Beitrag von MSG » 2. Apr 2017, 10:23

Für dein Fall würde ich mir eine Dolmar kaufen, wenn da ein Händler in der Nähe ist. Ansonsten Stihl oder Husqvarna sind besser, aber auch teurer. Zumindest deren Profiversionen. Die Stihl MS 170 o.ä. ist ein billiges Plastikding...

Ich hab seit 25 Jahren eine 26er Stihl, da gibt es heute noch Teile dafür. Das aktuelle Modell ist glaube ich die 260.

Gebrauchte sind oft ausgelutscht, würde ich mir nicht kaufen.

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Re: Empfehlung für Kettensäge

Beitrag von D_Mon » 2. Apr 2017, 10:38

Danke für Eure Tipps.

Das mit dem Preislimit ist immer so eine Sache.
Ich frag lieber anders herum: Wie viel muss ich ausgeben um eine vernünftige Qualität zu bekommen? Warum ich auf die Billigsäge hereingefallen bin, versteh´ich heute auch nicht mehr. Ist sonst nicht meine Art.

Die Husqvarna 135 für 205 Euro inkl. Versand schaut doch gut aus.
Mit Stihl und Huskis habe ich früher mal täglich gearbeitet, wenn auch ne gute Nummer größer und vor langer Zeit.

Dolmar hab´ich auch gesehen, aber viel günstiger, komme ich da wahrscheinlich auch nicht weg, oder?

Gruß
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Re: Empfehlung für Kettensäge

Beitrag von MrDitschy » 2. Apr 2017, 11:39

D_Mon hat geschrieben: Warum ich auf die Billigsäge hereingefallen bin, versteh´ich heute auch nicht mehr. Ist sonst nicht meine Art.
Man stellt dabei halt immer den Preis und dessen Anwendungsbedarf gegenüber, denn normalerwiese geht man schon davon aus, dass selbst ein Billigprodukt bei 1-2x im Jahr Gebrauch, auch ca. um die 10-20 Jahre halten sollte ....

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Re: Empfehlung für Kettensäge

Beitrag von AndreB » 2. Apr 2017, 12:55

D_Mon hat geschrieben:Das mit dem Preislimit ist immer so eine Sache.
Ich frag lieber anders herum: Wie viel muss ich ausgeben um eine vernünftige Qualität zu bekommen?
Hmmm... ist schwer zu sagen. Selbst für ne gute und kräftige Gebrauchtsäge (da hat Mathias schon Recht, wobei viele von den im Netz angebotenen ziemlich runter sind) wirst du um 350,- hinlegen müssen. Die aktuelle Version der 026 ist - glaub ich-
die MS 261, wobei du da mit ca. 700,- am Start bist. Insofern du was Gebrauchtes in Betracht ziehst, würde ich tatsächlich mal einen Händler aufsuchen, wobei unser Stihl-Fritze immer verschiedene Gebrauchtsägen da hat. Die Sägen sind dann auf jeden Fall gecheckt und wenn was nicht hinhaut, dann nimmt er es auf seine Kappe. Im Netz würde ich da was Gebrauchtes auf jeden Fall nicht kaufen.

Das, was Mathias zur 170er geschrieben hat, kann ich nur bestätigen. Die 180er ist mit Sicherheit auch nicht so die Wucht und die kleine Huski ist bestimmt auch nicht der Überkracher.

Wie Ditschy das schon geschrieben hat. Ist einfach die Frage, wie häufig du die Säge eben nutzt und wie stark du das Ding beanspruchst. 5x im Jahr 20 kurze Stämme mit 30cm Durchmesser durchfieseln, das kann ich auch mit einer mittleren McCulloch. Da brauch ich keine Griffheizung und 4,5 PS dazu.

Generell würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall mal einen Händler (egal ob Husquvarna, Stihl oder Dolmar) aufsuchen und mir dort mal ein paar Sägen anschauen.
Dolmar hab´ich auch gesehen, aber viel günstiger, komme ich da wahrscheinlich auch nicht weg, oder?
Für ne vernünftige Säge... nein.
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Re: Empfehlung für Kettensäge

Beitrag von Janik » 2. Apr 2017, 13:53

Die von dir angedachte Husqvarna 135 ist für das Geld eine sehr sehr gute Säge. Mehr Säge bekommt man für das Geld nicht.
Sie hat halt nur 1,8 PS, allerdings aus knapp 41ccm Hubraum, was sich auch positiv bemerkbar macht. Wenn man eine scharfe Kette drauf hat und sich etwas Zeit nimmt, kommt man damit schon ziemlich weit :top:
Gruß Janik

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Re: Empfehlung für Kettensäge

Beitrag von powersupply » 2. Apr 2017, 15:19

Hi

Ich würde nicht gerade die kleinste Säge kaufen.
Bei einem 36er Schwert kommst Du kaum auf einmal durch einen 30er Stamm hindurch. Auch finde ich die Motorleistung doch ein wenig schwach. Ich würde daher eher zur 435 greifen. Die hat dann schon über 2kW und auch schon eine halbprofessionelle 0325er Kette und ist nur ca 100g schwerer.

PS

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Re: Empfehlung für Kettensäge

Beitrag von D_Mon » 2. Apr 2017, 21:11

Vielen Dank für Eure ausführlichen Tipps.

Allerdings hat mich heute Nachmittag irgendwann der Rappel gepackt.
Ich hatte die Huski schon im Warenkorb, da dachte ich mir, es kann doch nicht sein so eine [Ironie]erstklassige Säge[/Ironie] einfach wegzuhauen.

Nach dem Sonntagsausflug mit der Familie bin ich also in die Garage und hab´ angefangen, die Säge noch mal durchzuchecken:
Luftfilter sauber; Zündkerze trocknend auch sonst in Ordnung (rehbraun), Funke gut; Benzinfilter sauber; dann ewig am Vergaser rumgefummelt. Neues Benzin von der Tanke geholt und neu Mischung gemacht, usw. usf. Säge weiter zerlegt, bis ich endlich gesehen habe, dass der Benzinschlauch so komisch aussieht.

Lange Rede, kurzer Sinn.
Benzinschlauch im Eimer, porös, ablagereif.
Ich hab zwar gemerkt, dass die Säge etwas Benzin verliert, dachte aber, das läge an der defekten Deckeldichtung. Deswegen hatte ich auch nie richtig vollgetankt.
Erst als ich das endlich gemacht hatte, war klar, dass da noch was sein muss.

Wie dem auch sei. Ich werde jetzt, so einen Schlauch auftreiben und ne Dichtung für den Tankdeckel und werde dann der Säge noch ne Chance geben, jetzt, wo wir quasi per Du sind.
Ist ne Stenson YD 52, die mal mit 2,3 mal mit 3 und mal mit 4,5 PS angegeben wird - 50er Schwert. Ich hoffe, die Arbeit ist nicht für A...

Gruß
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Re: Empfehlung für Kettensäge

Beitrag von MSG » 2. Apr 2017, 21:50

Und bevor du die Mischung inhalierst, nimm Aspen o.ä. Macht weniger Kopfweh

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