ca. 15-18m hohe Kiefer fällen: welche Säge?

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RST Driver
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ca. 15-18m hohe Kiefer fällen: welche Säge?

Beitrag von RST Driver » 9. Nov 2016, 01:33

Hallo zusammen,

im Garten meiner Großeltern steht eine ca. 15-18m hohe Kiefer, die gefällt werden soll. Das ist mit dem zuständigen Amt bereits abgesprochen und genehmigt. Der Baum muss mangels Zufahrtmöglichkeiten von Hubwagen etc. und wegen des Standortes scheibchenweise abgetragen werden.

Da sich der Kostenvoranschlag der dortigen Firmen auf ca. 600-700€ zzgl. Entsorgung (rund 100€) beläuft, habe ich überlegt den Baum selbst zu fällen.

Schnittschutzhose, Jacke und Helm sind für rund 150€ zu haben, dazu kommt die Säge und diverses Zubehör. Zwar sehe ich keine Möglichkeit direkt Geld zu sparen, allerdings wären wir dann im Besitz einer hübschen Säge und passender Ausrüstung.

Sicherlich ist es nicht das ideale Anfängerobjekt im Umgang mit einer Kettensäge, aber genügend Holz für erste Gehversuche ist auch so vorhanden.

Was schlagt ihr vor? Hirnrissiges Vorhaben oder mit guter Vorbereitung zu bewerkstelligen?

Ich hatte vor die obersten Äste mit einer Handsäge zu entfernen und danach den Hauptstamm bis auf kurze Aststücke zurechtzustutzen. Ist das ganze Astwerk entfernt, kann ich den Stamm zerlegen. Je nach Resthöhe lässt sich dieser dann auch umlegen (bis. ca. 10m müsste gehen).

Nun die Frage: welche Säge? Elektrosägen gibt es mit 40er oder 45er Schwert bis 2kw für höchst unterschiedliche Beträge, Benzinkettensägen von Dolmar (PS35) z.B. haben 1,6kw und ein 40er Schwert für rund 300€:
https://www.amazon.de/Dolmar-700125002- ... 5E38AVTBR0

Ist eine solche Säge einem derartigen Baum gewachsen?

Die Fällaktion eines solchen Baumes wird ziemlich einmalig sein, ansonsten fallen eher kleinere Äste oder Bäume bis schätze ich 30cm Durchmesser an.

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.

Gruß,
Phil

henniee
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Re: ca. 15-18m hohe Kiefer fällen: welche Säge?

Beitrag von henniee » 9. Nov 2016, 01:46

RST Driver hat geschrieben: Da sich der Kostenvoranschlag der dortigen Firmen auf ca. 600-700€ zzgl. Entsorgung (rund 100€) beläuft, habe ich überlegt den Baum selbst zu fällen.
...Hirnrissiges Vorhaben
Hirnrissiges Vorhaben!

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, sein und andere Leben (Eigentum mal außen vor) zu gefährden - wegen diesem (incl. Entsorgung) lächerlichen Betrag?

Das ist bis jetzt die, sorry, dümmste Idee die ich von Dir in diesem Forum lese - und gleichzeitig auch die unwirtschaftlichste.

Wenn Du mir deine PLZ sendest, schaue ich mal wen ich da aus der Szene kenne.
PN an mich, bitte.

NOCH MAL: NICHT NICHT NICHT machen!!
Viele Grüße,
Henniee

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Re: ca. 15-18m hohe Kiefer fällen: welche Säge?

Beitrag von AndreB » 9. Nov 2016, 01:53

Hey Phil,

wenn du das noch nicht gemacht hast, dann würd ich eher davon abraten. Ich hab schon des Öfteren Problembäume mit meinem Dad gefällt und in Nähe von Wohnhäusern ist das alles nicht so easy. Einfach Säge kaufen und dann los, kann da gewaltig in die Hose gehen.

Nicht, dass ich dir nicht gönnen würde nen Baum zu fällen, aber das Unterfangen ist mit vielen Risiken (Personen- oder Sachschaden, evtl. Knast, etc.) verbunden.

Das portionierte Abtragen eines Baumes erfolgt normalerweise (wenn zugänglich) mit einer Seilwinde. Wenn's gar nicht anders geht, dann lässt sich auch mit Strick und Personen hantieren, allerdings sollten die das auch schon mal gemacht haben.

Auf den Baum kraxeln ist ebenfalls nicht ohne und ist i. d. R. mit einer Ausbildung verbunden. Zudem ist zwischen normalem Klettern und dem Sägen in 15m Höhe ein Riesenunterschied.

Also summa summarum... Lass das lieber machen (auch wenn's teuer ist), schreib noch etwas hier im Forum mit und kauf dir trotzdem 'ne Säge :).

45er Schwert ist allerdings auch too much :) . 37er find ich optimal, wobei man damit eigentlich gut fällen, aber trotzdem auch ausasten kann. Die 1,6 kw dürften sich da eigentlich auch nicht unbedingt über 45er Schwert freuen.

Zur Dolmar selbst kann ich dir leider net viel sagen, da ich totaler Stihl-Fan bin. Hab schon mit vielen Stihl-Sägen hantiert, wobei mein absoluter Favorit die alte 026 mit 2,6 kw ist. Sehr gut fand ich auch die Husqvarna von nem befreundeten Baumsteiger.

Wie geschrieben... echt nicht böse gemeint, aber ich hab das schon sehr oft gemacht und weiß, was alles passieren kann. Den ersten Baum sollte man auf jeden Fall im Wald fällen, wobei auch da stets abgesichert, etc. werden muss.

Gruß!

Andre
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Re: ca. 15-18m hohe Kiefer fällen: welche Säge?

Beitrag von AndreB » 9. Nov 2016, 01:54

henniee hat geschrieben:NOCH MAL: NICHT NICHT NICHT machen!!
Hennie war schneller :mrgreen:
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Re: ca. 15-18m hohe Kiefer fällen: welche Säge?

Beitrag von H.-A. Losch » 9. Nov 2016, 01:55

RST Driver hat geschrieben:Ist eine solche Säge einem derartigen Baum gewachsen?
Die Frage ist wohl eher, bist du einem solchen Baum gewachsen? Ohne einen ausführlichen Kurs für Baumkletterer solltest du deiner Gesundheit zu Liebe eines solches Projekt wohl besser nicht angehen, wobei eine Kiefer auch nicht gerade der ideale Übungsbaum ist.

Engagier dir lieber einen erfahrenen Baukletterer und bleib gesund.
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Re: ca. 15-18m hohe Kiefer fällen: welche Säge?

Beitrag von henniee » 9. Nov 2016, 02:00

Mit dem entsprechendem Team und dem KnowHow (das impliziert für mich auch eine Versicherung) - kann man damit eine Menge Geld verdienen.
Mache ich jeden Winter, auch mit und ohne schwerem Gerät:
hiek12.JPG
Da haben wir schon ne Menge Erfahrung in unserem Team, sei es mit Vollernter, SKT, Hebebühne oder was auch immer.

Aber der Preis ist super - und steht in keinem Verhältnis zu einem Experiment!
Melde Dich, evtl. können wir ja mal vorbeikommen ;) - wenn es nicht in der Nähe ist, nimm den Typen für 600€, mach den Preis fix. Das Holz würde ich aufarbeiten und bei den Kleinanzeigen verticken, bringt evtl 200€ Cashback für die Entsorgung.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Viele Grüße,
Henniee

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Re: ca. 15-18m hohe Kiefer fällen: welche Säge?

Beitrag von RST Driver » 9. Nov 2016, 02:17

henniee hat geschrieben:Das ist bis jetzt die, sorry, dümmste Idee die ich von Dir in diesem Forum lese - und gleichzeitig auch die unwirtschaftlichste.
Das ist gut möglich, da ich von der gesamten Thematik - wie eingangs erwähnt - nicht den Hauch einer Ahnung und ebenso keine Erfahrungen habe. Einen Baum zu fällen scheint auf den laienhaften Blick offenbar deutlich einfacher und ungefährlicher zu sein als es ist, trotz Sicherungsgeschirr, Hose, Jacke und Helm.

Danke für eure offenen Worte, Thema abgehakt, wird von Fachleuten gemacht. :top:
Wenn der Preis in Ordnung ist - ok. Ich leide nur am T.A.S. (tool aquisition syndrome; eine schweren Krankheit, die hier sicherlich der ein oder andere kennt :mrgreen: ) und rechne daher Arbeitsleistungen immer gegen Materialbeschaffungskosten und Eigenleistung. Mit körperlicher Unversehrtheit zu bezahlen wäre aber ein zu teurer Preis. Dann könnte ich gar nicht mehr z.B. Andre's schöne Projekte bestaunen... :D

Die Entsorgungskosten habe ich auch schon überlegt durch den Holzverkauf zu decken. Was gibt es schon an gesundem Kiefernholz zu entsorgen? Sicherlich findet dafür jemand Verwendung.

Rein interessehalber; was kann alles schief gehen, wo man im ersten Moment gar nicht drüber nachdenkt?

Gruß,
Phil
Zuletzt geändert von RST Driver am 9. Nov 2016, 02:25, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: ca. 15-18m hohe Kiefer fällen: welche Säge?

Beitrag von henniee » 9. Nov 2016, 02:19

Du kannst dabei sterben. Und schneller als Du es kommen siehst, da habe ich schon erfahrene Waldarbeiter dran verloren (also gute Bekannte) - Polentrupp zieht mit 10 Mann los und 9 kommen wieder etc., glaub mir, es ist nicht ohne Grund einer gefährlichsten Jobs der Welt.

Und was das Werkzeugsammelsyndrom angeht...
Mein Helm kostet, mit allen extras, allein 250€.
(Freakfaktor: Dafür mit persönlicher Unterschrift auf dem Zertifikat der Person die ihn kontrollierte. Danke Jenny :D )
Viele Grüße,
Henniee

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Re: ca. 15-18m hohe Kiefer fällen: welche Säge?

Beitrag von RST Driver » 9. Nov 2016, 02:27

Na dann sind wir doch mal froh, dass ich hier immer gerne um Rat frage, bevor ich etwas in die Tat umsetze. :thx:

Gruß,
Phil

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Re: ca. 15-18m hohe Kiefer fällen: welche Säge?

Beitrag von henniee » 9. Nov 2016, 02:30

kurz nachgerechnet, ist sogar mehr...
http://tinyurl.com/p8u9xa9
http://tinyurl.com/pfaybp4
http://tinyurl.com/pavqg87

...
Schei*** - andere kaufen dafür ne Kettensäge :mrgreen: :crazy:

Es gibt aber wirklich imho keinen bessern.

Das anfallende Astwerk könntest du mit einem gemieteten Häcksler (>=18PS) auch häckseln und im Garten verteilen - muss man nachrechnen, hier kostet so ein Häcksler regülär >50€.
Die Äste wirst Du wohl kaum veräußern können. Schon vom Volumen wird da auch ein "gib mir 200€ und nimm alles mit" extrem schwer. Aber jeden Tag soll einer aufstehen ... :mrgreen:
Viele Grüße,
Henniee

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