Wandbelag Küche?

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Bitschubser
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Re: Wandbelag Küche?

Beitrag von Bitschubser » 7. Feb 2019, 23:49

dann bin ich wohl der Oberspießer. Mein ganzes Haus ist mit Rauhfaser tapeziert und schlicht weiß gestrichen. Die kaschiert vorzüglich die unvermeidlich unebenen Wände meines Altbaus, ist leicht zu verarbeiten und pflegeleicht, einfach überrollen. Auch nach über 15 Jahren habe ich sie mir nicht übergesehen und würde sie nicht ersetzten wollen.

Gruß

Thorsten

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Re: Wandbelag Küche?

Beitrag von J-A-U » 8. Feb 2019, 02:43

Ich hab Malervlies.

Allerdings weniger weil mir Rauhfaser nicht gefallen würde, ich komm mit Papiertapere einfach nicht zurecht.
Ich zahl lieber die 30€ fürn Eimer Spezialkleber als bei jeder zweiten Bahn dazustehen: mit den Ecken in der Hand und der Tapete aufm Boden.
Außerdem ist der Stoß einfacher. :wink:

Wobei es zwischenzeitlich auch Vlies-Rauhfaser gibt. :schlaubi:


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Re: Wandbelag Küche?

Beitrag von D_Mon » 8. Feb 2019, 16:15

Bitschubser hat geschrieben:
7. Feb 2019, 23:49
dann bin ich wohl der Oberspießer. Mein ganzes Haus ist mit Rauhfaser tapeziert und schlicht weiß gestrichen.
Tja. Jeder Jeck ist anders :).
Ich hab bei mir wochenlang im gesamten Haus (Altbau) alle Tapeten (teilweise mehrlagig übereinander)mühsam abgemacht und die Wände gereinigt und glatt gespachtelt. War sehr viel Arbeit, aber in meinen Augen ist Tapete genau das, was Du selbst schreibst: Kaschieren von Unzulänglichkeiten. Das ist für mich wie eine Frau, die zu dick geschminkt ist. Abgesehen davon sind Papier und Kleister optimale Nährböden für Schimmel. Ich hasse Tapeten, das ist aber eine sehr persönliche Abneigung.

Gruß
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Re: Wandbelag Küche?

Beitrag von Dirk » 8. Feb 2019, 17:19

D_Mon hat geschrieben:
8. Feb 2019, 16:15
Abgesehen davon sind Papier und Kleister optimale Nährböden für Schimmel.
Wenn das bei Dir so ist, solltest Du mal lüften... :rotfl: :ducken:
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Re: Wandbelag Küche?

Beitrag von Bitschubser » 8. Feb 2019, 22:31

so hart würde ich das nicht formulieren, aber die Schimmelbildung hat ihre Ursache ja nicht in der Tapete. Da stimmt was anderes nicht und die Tapete macht es nur sichtbar. Mir ist es dann auch lieber, der Schimmel setzt sich an der Tapete ab, als anderswo. Und die gute Nachricht ist, dass die Tapete sich an den Stellen sehr leicht von der Wand lösen lässt :lol:

Malervlies habe ich an die Decken gemacht, weil die sehr rissig waren. Nicht schlecht, stellt aber auch hohe Ansprüche an den Untergrund. Jedes Stück Holzspäne von der entfernten Rauhfaser und jeder Sandkorn wird deutlich sichtbar. Der Vlies zieht sich ungeheuer stramm an den Untergrund, wenn er denn erst mal aufgehört hat, sich wieder aufrollen zu wollen. Etwaige Unebenheiten bleiben aber gut sichtbar. Zum Ausgleich schaffen die breiten Bahnen ganz gut was weg und man ist bei der Arbeit nicht vollständig mit Kleister verschmiert. Die Stöße musste ich aber verspachteln, die Bahn lässt sich nicht mehr schieben, wenn sie mal sitzt.

Bei Rauhfaser sollte man nicht zu der billigsten Baumarkt Hausmarke greifen. Afair hatte ich Erfurt 70 genommen und keine Probleme mit abgerissenen Ecken. Und selbst wenn die Bahn mal einreisst kann man sie verwenden. Nach dem Streichen ist davon nichts mehr zu sehen.

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Thorsten

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Re: Wandbelag Küche?

Beitrag von D_Mon » 8. Feb 2019, 23:10

Bitschubser hat geschrieben:
8. Feb 2019, 22:31
so hart würde ich das nicht formulieren, aber die Schimmelbildung hat ihre Ursache ja nicht in der Tapete.
Hab´ ich auch nicht behauptet. Tapeten können aber im ungünstigen Fall dazu führen, dass kritische Zustände über eine gewisse Zeit unentdeckt bleiben und sich trotzdem ausbreiten können. Unter bestimmten Umständen können Tapeten den Schämmelefall sogar ausdrücklich fördern.

Tapeten und Kleister bestehen u. a. aus Zellulose und Stärke. In biochemischen Laboren werden auf ähnlichen Untergründen z. B. Schimmel- und Bakterienkulturen gezüchtet. Ich persönlich finde es unappetitlich so etwas auf die Wand zu schmieren :mrgreen: .
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Re: Wandbelag Küche?

Beitrag von J-A-U » 9. Feb 2019, 01:08

Bitschubser hat geschrieben:
8. Feb 2019, 22:31
Mir ist es dann auch lieber, der Schimmel setzt sich an der Tapete ab, als anderswo.
Auch wenn es nicht so aussieht, der Schimmel (Myzel!) sitzt dann auch immer in der Wand.
Bitschubser hat geschrieben:
8. Feb 2019, 22:31
Die Stöße musste ich aber verspachteln, die Bahn lässt sich nicht mehr schieben, wenn sie mal sitzt.
Deswegen legt man die Bahnen mit 2cm Überlappung und schneidet mittig davon einen Stoß. Überständ entfernen, eventuell Kleber nachbessern. Perfekt.


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Re: Wandbelag Küche?

Beitrag von Nichtmacht » 11. Feb 2019, 13:17

Habe mir gerade mal noch genauer die Vlies Rauhfaser angeschaut, finde ich sehr interessant :D Aber ich glaube ich werde die klassische Rauhfaser probieren in Kombination mit einer Latexfarbe für die Decke, damit die da nicht so schnell abblättert.
Hab´ ich auch nicht behauptet. Tapeten können aber im ungünstigen Fall dazu führen, dass kritische Zustände über eine gewisse Zeit unentdeckt bleiben und sich trotzdem ausbreiten können. Unter bestimmten Umständen können Tapeten den Schämmelefall sogar ausdrücklich fördern.
Das Problem hatte ich eben auch damit, weshalb ich in Zukunft ganz auf Tapeten am besten verzichten würde.

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Re: Wandbelag Küche?

Beitrag von J-A-U » 11. Feb 2019, 13:49

Wenn die Farbe von der Tapete abblättert hast du ein ganz anders Problem...

Außerdem rate ich von Latexfarbe ab. Die kann man nämlich nur wieder mit Latexfarbe überstreichen. Das ist ein Problem, speziell in Mietobjekten.
Auch im Bezug auf Schimmel ist es nicht sonderlich hilfreich.


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Re: Wandbelag Küche?

Beitrag von D_Mon » 11. Feb 2019, 13:54

J-A-U hat geschrieben:
11. Feb 2019, 13:49
Außerdem rate ich von Latexfarbe ab. Die kann man nämlich nur wieder mit Latexfarbe überstreichen. Das ist ein Problem, speziell in Mietobjekten.
Auch im Bezug auf Schimmel ist es nicht sonderlich hilfreich.
Kann mann m. E. so pauschal nicht sagen.
Echte Latexfarben sind eigentlich nicht mehr auf dem Markt.
Das was heute unter dem Begriff angeboten wird, ist eigentlich Dispersionsfarbe mit speziellen Eigenschaften und/oder speziellen Bindemitteln, wobei diese nicht einheitlich definiert sind.
Viele von können mit normaler Dispersionsfarbe überstrichen werden.

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