Standbohrmaschine - Welche - wie immer

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

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jscs
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Standbohrmaschine - Welche - wie immer

Beitrag von jscs » 17. Sep 2020, 12:43

Hallo,

ich bin auf der Suche nach einer neuen Standbohrmaschine für das Hobby zuhause (primär Holzbearbeitung).
Aktuell habe ich eine RB18 vario von Rotwerk. Nix dolles, aber es tut.

Meine Liste sieht aktuell wie folgt aus:
Güde GSB 25
Güde GSB 32
Holzmann 4132SM

Wie man schon sieht, möchte ich eher einen größeren Bohrtisch sowie etwas mehr Spindelhub sowie Ausladung haben. Die Bohrleistung in Stahl ist eher nachrangig, da ich selten sowas bearbeite.

Gibt es Erfahrungen (positive wie negative) mit den Maschinen?
Worauf sollte man achten?

Ausgeben wollte ich für den Spaß max. 650€, dann ist mein Limit erreicht.

Danke
Jürgen

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chevyman
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Re: Standbohrmaschine - Welche - wie immer

Beitrag von chevyman » 17. Sep 2020, 13:59

jscs hat geschrieben:
17. Sep 2020, 12:43

Wie man schon sieht, möchte ich eher einen größeren Bohrtisch sowie etwas mehr Spindelhub sowie Ausladung haben. Die Bohrleistung in Stahl ist eher nachrangig, da ich selten sowas bearbeite.
Dann solltest du vor einer Entscheidung nochmal nach Radialbohrmaschinen suchen. Der Gewinn beim Pinolenhub fällt zwar nicht ganz so groß aus, dafür ist die mögliche Ausladung eine ganz andere Hausnummer. Eventuell ist die da im Budget verfügbare Kombination ja noch interessanter als eine normale Standbohrmaschine.
Gruß Steffen

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jscs
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Re: Standbohrmaschine - Welche - wie immer

Beitrag von jscs » 17. Sep 2020, 15:00

Hallo Steffen,

alle Radialbohrmaschinen, die ich bisher gesehen haben, haben alle nur einen Spindelhub von 80mm.
Etwas mehr wollte ich schon haben.

Gruß
Jürgen

Matchless
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Re: Standbohrmaschine - Welche - wie immer

Beitrag von Matchless » 21. Sep 2020, 08:50

kauf dir für das Geld eine gut erhaltene Industriemaschine aus Ost oder West (oder auch Schweden). Wenn du fast nur Holz machst, ist es nicht mal so wichtig, ob sie noch auf 1/100 genau läuft, oder ob es vlt. 5-6/100 sind. Die Präzision wäre dann immer noch um Welten besser als bei den Maschinen, die du dir oben rausgesucht hast. Nicht von irgendwelchen Katalogangaben blenden lassen. Bei dem Budget würde ich nicht lange überlegen.

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Re: Standbohrmaschine - Welche - wie immer

Beitrag von Senkblei » 21. Sep 2020, 15:48

jscs hat geschrieben:
17. Sep 2020, 15:00
alle Radialbohrmaschinen, die ich bisher gesehen haben, haben alle nur einen Spindelhub von 80mm.
Etwas mehr wollte ich schon haben.
Damalige Radialbohrmaschine von Waldrich Siegen oder Waldrich Coburg? IIRC war dort der Vorschubbereich der Pinole grösser als 80 mm. :)

Gewisse einfachere und zu teuer um auf CNC umzurüstende Grossmaschinen werden übrigens im Bereiche des Schrottwertes verkauft weil sie niemand will (Platzbedarf, Transportkosten, Anpassungen bzgl. Sicherheit,...).

Siehe ebenfalls aktuelle Diskussion hier:
viewtopic.php?f=24&t=44437

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jscs
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Re: Standbohrmaschine - Welche - wie immer

Beitrag von jscs » 22. Sep 2020, 07:58

Danke für die Tipps.
Von alten Großmaschinen nehme ich allerdings auch abstand, weil die Maschinen über die Kellertreppe in den Keller muss.
Sie muss also "Tragbar" sein, um den Begriff etwas zu missbrauchen.
Alles unter einen Hut zu bekommen entpuppt sich als nicht wirklich lösbar.
China ==> Leicht und wackelig
Gebrauchtmaschine ==> Stabil und nicht transportierbar

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Re: Standbohrmaschine - Welche - wie immer

Beitrag von Matchless » 22. Sep 2020, 11:48

wenn sie mit deiner erforderlichen Bohrleistung transportabel sein muss, vergiss die alten Maschinen. Meine ist ausgelegt auf (nur) 13 mm Dauerbohrleistung, 21 mm Maximalbohrleistung und wiegt 160 kg.
Allerdings sind die Angaben der China Maschinen völlig aus der Luft gegriffen, niemals schaffen die den angegebenen Bohrdurchmesser zuverlässig in Vollmaterial. Zaubern können nämlich auch die Chinesen nicht ;)
Kauf einfach die schwerste Maschine, von der du meinst, dass du sie noch an ihren Wunschort bekommst. Was die dann real an Bohrleistung schafft, musst du halt sehen. Eine andere Wahl hast du eh nicht oder?

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jscs
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Re: Standbohrmaschine - Welche - wie immer

Beitrag von jscs » 22. Sep 2020, 12:10

So gesehen ja. "Neue" Maschinen haben ja im normalfall den Vorteil, dass sie "schon" zerlegt sind.

Vollmaterial ist ja bei mir eh so eine Sache ... In Holz wird wohl kaum eine Maschine Probleme haben, wenn sie einmal 20mm Bohren muss.

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Re: Standbohrmaschine - Welche - wie immer

Beitrag von burnie86 » 22. Sep 2020, 19:27

Hallo Jürgen,

auch die "alten Dinger" kann man zerlegen, und in dem Zusammenhang häufig noch etwas reinigen, schmieren und, meiner Meinung nach am Wichtigsten, kennenlernen.

"DIE" Maschine zu suchen halte ich für nicht zielführend, allgemein Augen offen halten und dann nehmen was es gibt und was sich anbietet. Wenn man sich auf ein explizites altes Modell festlegt, wird das vermutlich die nächsten Jahre nirgendwo akzeptabel verkauft ;)

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Re: Standbohrmaschine - Welche - wie immer

Beitrag von jscs » 22. Sep 2020, 20:45

Okay.
Ich gebe zu, dass ich mich mit den "alten Dingern" nicht so besonders gut auskenne.
"Kennen" tue ich eigentlich nur Flott und Altmetall, aber das sind ja meistens Maschinen, die eher in Tonnen als Kilogramm gewogen werden ...

Was sind denn sonst noch so die üblichen Verdächtigen?

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