Neue Standbohrmaschine muss her

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

Moderatoren: Alfred, moto4631

Antworten
pragmatiker
Beiträge: 400
Registriert: 1. Jan 2010, 15:22
Wohnort/Region:
Wohnort: Hüttenberg (Hessen)
Kontaktdaten:

Neue Standbohrmaschine muss her

Beitrag von pragmatiker » 26. Jul 2020, 17:39

Guten Abend,

meine Güde GTB 16 ist etwas schwach auf der Brust.
Nach ca. 120 Löcher 21mm in Stahl, waren die Lager im Motor und Pinole hin.

Ich habe mir heute ein gebrauchte Siemens Schuckert angeguckt.
Die möchte ich mit anderen Riemenscheiben, in der Drehzahl weit genug runterbringen um 25mm in Stahl bohren zu können. Robust genug dafür ist die allemal, der Tisch alleine, wiegt doppelt soviel wie die Güde.

Ich muss wissen ob die Maschine einen Konus in der Spindel hat, mit dem ich meine MK2 Bohrer verwenden kann. Das Problem ist, Ich bekomme das Bohrfutter nicht ab. Es ist kein Langloch in der Spindel für einen Keil. Über dem Bohrfutter is eine Hülse über der Pinole, mit einer Madenschraube drin, die lässt sich nach entfernen der Schraube aber per Hand weder verdrehen noch verschieben. Hat jemand eine Idee?

Auf dem Motor steht Siemens Schuckert, auf der Maschine steht nur "30-13-164", was auch immer das bedeutet.
$_57.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Matchless
Beiträge: 452
Registriert: 3. Apr 2017, 00:21
Wohnort/Region: Leipzig

Re: Neue Standbohrmaschine muss her

Beitrag von Matchless » 27. Jul 2020, 07:50

Hallo, ich kenne deine konkrete Maschine nicht, aber verabschiede dich vom Gedanken, damit dauerhaft 25 mm Löcher zu Bohren. Das Gewicht ist ein Anhaltspunkt, aber sicher nicht kein hinreichendes Kriterium, um die Bohrleistung zu bestimmen.
Ich habe eine Heckert BT2, die Maschine wiegt 163 kg und ist für eine wirtschaftliche Bohrleistung bis 13 mm ausgelegt. Die maximale Bohrleistung wird mit 21 mm angegeben. Es handelt sich um eine äußerst robuste Getriebebohrmaschine.

Ich kenne deine genaue Anforderung nicht. Wenn es sich um ein einmaliges Projekt handelt, ok. Aber Dauerbohrleistung: eher nicht. Du wirst früher oder später die gleichen Probleme haben, wie mit deiner Güde. Wenn ich höre, dass die Riemenscheibe angepasst werden soll, ist schon klar, dass die Maschine dafür nicht ausgelegt ist. Hast du eine Möglichkeit, die niedrigste Drehzahl zu ermitteln? Daraus könnte man halbwegs genau auf die Bohrleistung schließen (konstruktive Auslegung).

VG
Julius

Benutzeravatar
powersupply
Beiträge: 14920
Registriert: 10. Apr 2005, 17:25
Wohnort/Region: BB
Wohnort: BB

Re: Neue Standbohrmaschine muss her

Beitrag von powersupply » 27. Jul 2020, 08:08

Moin
Die "Siemens" Maschine erinnert mich stark an die alte, damals(~35Jahre) schon auf regelbaren (Gleichstrom)Antrieb umgebaute Tischbohrmaschine in unserer Werkstatt. Die hatte einen B16 Konus auf der Pinole.
Das war ein sehr robustes Teil, aber 21 - 25mm Serienbohrungen? Never ever!
Mit dem ollen Siemens Motörchen sowieso nicht und das Motörchen mit FU gleich zweimal nicht! Der wird mit voller Drehzahl vielleicht 500W haben.

Antworten