Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

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Brandmeister
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Brandmeister » 5. Apr 2020, 21:23

Benderman hat geschrieben:
5. Apr 2020, 21:14
Freuen wir uns doch, das wir nicht auch noch die Möglichkeit haben,
unser Geld bei Heckler&Koch und ähnlichen Firmen auszugeben.
Was nicht ist, kann ja noch werden. Auch Jäger und Sportschützen haben Ansprüche :mrgreen:
Die Physik gewinnt immer!
Life's a bitch and then you die!

Matchless
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Matchless » 5. Apr 2020, 21:59

Ich muss noch mal auf das schwächste Glied in der Kette eingehen. Von der Sache absolut richtig, jedoch habe ich heute mal eine positive Überraschung erlebt.
Es begab sich, dass ich heute relativ spontan eine Tischbohrmaschine kaufte. MK2, darin ein Mk2 auf B16 Konus, auf dem Konus ein chinesisches Bohrfutter (aber schon sehr alt, der Verpackung nach zu urteilen aus D-Mark-Zeit, jedoch nie genutzt) 1-13 mm. Darin habe ich einen Lehrdorn eingespannt und das Spiel etwa 40 mm unterhalb des Zahnkranzfutters gemessen. 7/1000....
Ich war erstaunt. Die Frage ist natürlich, wie lange das Futter dies beibehalten wird beim Einsatz.

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moggafogga
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von moggafogga » 6. Apr 2020, 10:42

Mark 303 hat geschrieben:
5. Apr 2020, 08:17
Nun, ich kann mir gut vorstellen, dass bei der Maschinen Auswahl / Kaufentscheidung im Hobby-Segment auch eher nach dem Gedanken gekauft wird, gemäß dem Motto " für die paar Anwendungen im Jahr" reicht es oder "für meine Bedürfnisse reicht es vollkommen aus".
Das ist vermutlich der Anfang eines Lernprozess. So ähnlich habe ich eine Zeit lang auch argumentiert. Wenn man aber bestimmte Werkzeuge nur für ein paar Anwendungen nutzt und genau in dem Moment versagt dann der ja ach so günstige Kram, dann frustiert das ohne Ende. Man bekommt sein Projekt nicht fertig, die Frau ist ggf. genervt und am Ende ist man unglücklich. Irgendwann hat dann ein Umdenken eingesetzt. Mittlerweile freue ich mich irgendwie richtig darauf das Werkzeug allein schon herauszuholen. Ich gestehe, dass ich auch manchmal abends einfach nur dasitze, um es anzufassen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die gesteigerte Wertschätzung der Werkzeuge, wodurch ich allein schon in die Vorbereitung und Recherche viel mehr Zeit investiere. Wie schon angemerkt kann man es sich als Hobby-Handwerker leisten für ein kleines Projekt auch mal ein paar Stunden zu verbraten.

Was ich sehr zu schätzen gelernt habe, ist die brutale Ehrlichkeit der Präzision der verwendten Werkzeuge/Maschinen. Die eigenen Unzulänglichkeiten lassen sich hierbei mal absolut nicht verschleiern und es wird einem direkt ins Auge fallen an welcher Stelle die eigenen Defizite liegen. Dadurch lernt man nochmal dazu wie ich finde.

my 2 ¢ und Grüße

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MrDitschy
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von MrDitschy » 6. Apr 2020, 14:13

Eigentlich ist es bei vielen Sachen ähnlich, geht nichts über Erfahrungen und gute Recherche … also egal ob Werkzeug, Elektronik, Klamotten, Urlaub, usw. … denke zumindest recht selten Schlägt doch jemand gleich beim teuersten Produkt zu.

moggafogga hat geschrieben:
6. Apr 2020, 10:42

Mittlerweile freue ich mich irgendwie richtig darauf das Werkzeug allein schon herauszuholen.
Ich gestehe, dass ich auch manchmal abends einfach nur dasitze, um es anzufassen.
Jetzt im ernst? …. :respekt:
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Matchless
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Matchless » 6. Apr 2020, 15:30

MrDitschy hat geschrieben:
6. Apr 2020, 14:13
Eigentlich ist es bei vielen Sachen ähnlich, geht nichts über Erfahrungen und gute Recherche … also egal ob Werkzeug, Elektronik, Klamotten, Urlaub, usw. … denke zumindest recht selten Schlägt doch jemand gleich beim teuersten Produkt zu.

moggafogga hat geschrieben:
6. Apr 2020, 10:42

Mittlerweile freue ich mich irgendwie richtig darauf das Werkzeug allein schon herauszuholen.
Ich gestehe, dass ich auch manchmal abends einfach nur dasitze, um es anzufassen.
Jetzt im ernst? …. :respekt:
Mir geht es da häufig ähnlich :D

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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Ein_Gast » 6. Apr 2020, 16:01

Deshalb sind wir doch hier :bierchen:
MrDitschy hat geschrieben:
6. Apr 2020, 14:13
Jetzt im ernst? …. :respekt:
Bei Makita lohnt das halt nicht. :ducken:

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MrDitschy
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von MrDitschy » 6. Apr 2020, 20:34

:rotfl: … mache ich aber auch nicht bei Metabo!
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von D_Mon » 7. Apr 2020, 08:26

Tja, jeder Jeck is anners. :mrgreen:
--
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GiovanniB
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von GiovanniB » 12. Apr 2020, 03:09

MrDitschy hat geschrieben:
6. Apr 2020, 20:34
:rotfl: … mache ich aber auch nicht bei Metabo!
Hab mich schon dabei erwischt. Das waren dann aber die richtig geilen Sachen wie der BS 18 LTX BL Q I.

Allerdings nicht nur um es anzufassen, sondern um es besser kennenzulernen.

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kberg10
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von kberg10 » 31. Jul 2020, 20:23

Für meinen (Un)Ruhestand hab ich mir ein paar gebrauchte Maschinchen zugelegt.
Unter anderem eine CORDIA 17 MK2 Tischbohrmaschine gesch. ca 200kg. Hab sie schon
2 Jahre und bin immer noch angetan. Neulich mit einem 2 mm Bohrer 20 mm tiefes Loch
gebohrt. Hätte ich früher mit einem Wackelding von Bohrmaschine Bohrständer nie geschaft.
Allerdings sollte das Preis - Leistungsverhältnis schon auch passen, deshalb entscheid ich mich
lieber für Bohrfutter von Röhm als von Albrecht vergleichsweise.
Sollte jemals in meinem Leben der Fall eintreten das diese oder jene Maschine nicht die Präzision
erbringt die zumal von meinem Können abhängt, dann kann ich mir getrost was besseres kaufen.
Mit anderen Worten, wann muss ich so hochpräzise Arbeiten ausführen dass das Argument
Präzision schlagend wird, wird wohl eher selten vorkommen. Dann könnt ich immer noch mehere
Versuche starten oder gleich zum geeigneten Fachmann gehen.
Einfach ein teueres Bohrfutter einzuspannen ist zuwenig. Da hängen mehrere Faktoren dran um
zu einem guten Ergebniss zu kommen, mal ganz von der Qualität des Bohrfutters abgesehen.
Wenn der Rundlauf passt dann ist schon mal viel getan.
Gruß Matthias

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