Entscheidung für Metallbandsäge

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

Moderatoren: Alfred, moto4631, ChristianA

Benutzeravatar
Alfred
Moderator
Beiträge: 13152
Registriert: 13. Jan 2004, 21:01
Wohnort/Region:
Wohnort: Gauting bei München

Re: Entscheidung für Metallbandsäge

Beitrag von Alfred » 14. Aug 2019, 08:42

ich habe auch so eine Heimwerkersäge wie noch einige Kollegen hier.....
https://www.westfalia.de/shops/werkzeug ... dsaege.htm
man muss dann schon immer den richtigen Druck für das Material finden damit der Schnitt nicht verläuft.
Will man Geld damit verdienen so ist eine andere Preisklasse gefragt, da nützt es auch nichts sich mit Basteleien Kühlvorrichtungen zu bauen.
kein Soja- Rindfleisch- und Holzimport zum Schutz der Regenwälder

Benutzeravatar
ellhel
Beiträge: 93
Registriert: 19. Aug 2012, 11:22
Wohnort/Region: Nordpfalz

Re: Entscheidung für Metallbandsäge

Beitrag von ellhel » 14. Aug 2019, 21:25

Hallo,

habe als Tischbohrmaschine schon eine Artec Maschine. Die TB 20/24. Die ist Top. Allein schon die niedrige Umdrehungszahl von 60 U/min ist der Hammer.
Also warum auch nicht die Artec RF-128. Hatte die schon auf dem Schirm. Aber nur 375 Watt hatte mich etwas abgeschreckt. Ist schon etwas schwach.

Denke die Epple oder die Metallkraft wird es. Nur die OPTIMUM Metallbandsäge OPTI S 131 GH könnte mich weichmachen. Aber wollte ne Grenze bei 600 Euro ziehen.

Oder?..?

Liebe Grüße
Helmut

Benutzeravatar
H. Gürth
Beiträge: 11944
Registriert: 3. Feb 2004, 00:07
Wohnort/Region:
Wohnort: MKK

Re: Entscheidung für Metallbandsäge

Beitrag von H. Gürth » 14. Aug 2019, 22:07

Aber nur 375 Watt hatte mich
Dabei sollte man aber auf die Art des Motors achten. Die Artec hat offensichtlich einen Kurzschlussläufermotor. Entweder 230 V mit Kondensator oder aber 400 V Drehstrom
Die anderen in der Auswahl haben durchweg Universalmotore (mit Kohlebürsten) wobei dann die Abgabeleistung rd. 50% der angeführten Nennaufnahme ist. Dort ist die Drehzahl über einen Elektroniksteller regelbar. Bei der Artec ist ein Riemenvorgelege vorhanden.
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

Herter
Beiträge: 219
Registriert: 31. Mai 2019, 20:31
Wohnort/Region: CH

Re: Entscheidung für Metallbandsäge

Beitrag von Herter » 14. Aug 2019, 23:24

Bei üblichen Motoren (IEC Norm-/Transnormmotoren, usw.) beziehen sich die normierten Leistungsangaben in kW stets auf die an der Motorwelle verfügbare Leistung (Drehmoment in [Nm] mal Winkelgeschwindigkeit in [rad/s]), weshalb man im Handwerkzeugbereich die effektiv an der Welle verfügbare Leistung nicht angibt, ist unlogisch.

Interessanterweise wird im Akkugerätebereich die Motorleistung meist gar nicht angegeben. Wäre interessant zu wissen, welche Leistung z.B.bei einer Akku-Flex vorhanden ist.

Eine kleine Metallbandsäge hatte ich auch mal für mich kaufen wollen, Bandführung, Plastik-Motorgehäuse, schwacher Plastikgriff, usw., haben mich dann nicht überzeugt und für gelegentlichen Einsatz wollte nicht so viel investieren und auch gewisse teurere (angeblich?) "Profi" Modelle fand ich vom Aussehen her (konnte die nicht testen) nicht soviel besser.

Irgendwie würde ich da eher sehen, was in der Praxis vorort eingesetzt wird. Oft sind es allerdings bereits etwas schwerere Geräte, die ich nicht mehr als so tragbar betrachte.

Benutzeravatar
ellhel
Beiträge: 93
Registriert: 19. Aug 2012, 11:22
Wohnort/Region: Nordpfalz

Re: Entscheidung für Metallbandsäge

Beitrag von ellhel » 15. Aug 2019, 06:46

Hallo,

sehr informativ alles hier. Dann heißt das, das die Artec RF-128 mit, 0,37kw ausreichend wäre.
Artec Metallbandsäge RF-128, wahlweise in 230oder 400 Volt
Robuste Konstruktion ermöglicht ruhiges und vibrationsfreies Sägen

Doppelgehrungsschneiden möglich (-45° bis + 60°)
Stufenlose, hydraulische Absenkung des Sägebügels
Automatische Endabschaltung
Verwindungsfreier, stark dimensionierter Sägearm
3 Geschwindigkeiten mit Keilriemen einstellbar
Gehrungseinstellung über Sägebügel
Inklusive Schnellspannschraubstock mit Werkstückanschlag
Technische Daten:



Schnittbereich rund 90° Ø 125 mm
Schnittbereich flach 90° 100 x 150 mm
Schnittbereich rund/ flach 45° Ø 95 mm/ 95 x 76 mm
Schnittbereich rund/ flach 60° Ø 50 mm/ 50 x 56 mm
Sägebandabmessung 638 x 13 x 0,6 mm
Motorleistung 230 V oder 400 V


Lieferumfang:

Sägeblatt

Schraubstock

Untergestell
Dann könnte ich ja sogar die PAULIMOT mit Kühlung ins Auge dassen, da die auch Kühlung mit dabei hat. Wiegesagt, die geringe Leistung hatte mich da immer abgeschreckt.
https://www.paulimot.de/maschinen/bands ... inrichtung

Mit Versand wäre die bei 700 Euro. Wobei die Artec in Ihrem unauffälligen Maschinengrün gut in meine Werkstatt passen würde. Und eine Artec Maschine hab ich ja schon, mit der ich höchst zufrieden bin. Desweiteren wäre Sie mit 499 Euro recht günstig. Und mit dem Support von Artec bin ich auch absolut zufrieden.

Könnt jemand nochmal erklären was genau der Unterschied bei den Motoren mit Riemenscheibe, und den elektronisch regelbaren ist. Ziehen die mit Riemenscheibe also auch gut durch?

Liebe Grüße
Helmut

Benutzeravatar
ellhel
Beiträge: 93
Registriert: 19. Aug 2012, 11:22
Wohnort/Region: Nordpfalz

Re: Entscheidung für Metallbandsäge

Beitrag von ellhel » 15. Aug 2019, 08:18

villus hat geschrieben:
13. Aug 2019, 19:38
zur Minimalmengenschmierung:

Im Prinzip reicht ein SMC M5 Mini - Öler dazu aus, ABER:
Pass auf Deine Gesundheit auf, 80% des Öl's hast Du auf diese Art in der Atemluft!
Hi... kannste das etwas genauer beschreiben, oder gibt es da ein kleines "How-To" im WWW.

Gibt es eigentlich auch ne' Lösung für die Minimalmengenschmierung ohne Kompressor. Mit einer el. Unterdruckpumpe bspw.

LG
Helmut

villus
Beiträge: 140
Registriert: 28. Mär 2007, 10:55
Wohnort/Region: Günzburg

Re: Entscheidung für Metallbandsäge

Beitrag von villus » 16. Aug 2019, 17:48

Gab da mal vor > 25 Jahren eine "billig" - nachrüst-lösung, die haben sowas verbaut.
Die besseren dosierten das Öl aber damals erst kurz vor dem Sägeblatt zu.
Alles veraltetes Wissen - zu lange her...

HAL242
Beiträge: 1821
Registriert: 28. Apr 2011, 21:51
Wohnort/Region: Thueringen

Re: Entscheidung für Metallbandsäge

Beitrag von HAL242 » 16. Aug 2019, 19:19

Hatte das schonmal in einem anderen Thread geschrieben, ich hatte vor einiger Zeit auch nach einer kleinen mobilen Säge für die Baustelle gesucht.
Ich entschied mich letzten Endes für das Vorgängermodell der Flex SBG 4910.
Ja, auch die muss man erstmal nachjustieren, damit sie sauber läuft/schneidet, ging zumindest mir so und ganz hundertprozentig wirds doch nicht hinsichtlich der vertikalen, da die Lager etwas mehr justiert werden dürften, als machbar. Auch die Gradzahl musste etwas nachjustiert werden, die Bänder werden nur über einen Schnellspannhebel gespannt, auch da dürfte es etwas mehr "Zug" vertragen, um weniger Spiel zu haben. Wird bei den anderen Sägen sicher kaum besser gelöst sein (zumindest den ganz kleinen ohne Untergestell).Kommt letzten Endes auch aus China, wie all die kleinen Sägen, egal, welcher Name draufgepackt wurde.
Für mich ganz klarer Entscheidungsgrund war, daß man diese sowohl mit Sägetisch verwenden kann, aber eben auch vom Tisch ent- bzw. abkoppeln kann, was ich bei all den anderen kleinen Sägen nicht entdecken konnte. Vielleicht geht das mittlerweile auch bei anderen, k.A. 2 Sägegeschwindigeiten können eingestellt werden, je nachdem, welches Material zu sägen ist.
Warum die von dir verlinkte Noll so einen Sprung nach oben macht, sollte die so viel besser als die anderen sein? Ich kanns mir bald nicht vorstellen. :kp:

Benutzeravatar
H. Gürth
Beiträge: 11944
Registriert: 3. Feb 2004, 00:07
Wohnort/Region:
Wohnort: MKK

Re: Entscheidung für Metallbandsäge

Beitrag von H. Gürth » 16. Aug 2019, 21:37

Kommt letzten Endes auch aus China,
Hört sich etwas abwertend an. Ob die inzwischen auch in China gerfertigt werden ? Wer lässt da nicht fertigen.
Die Maschine kommt im Ursprung von Porter-Cable. Ich habe noch die "Uralt" Version als reine Handsäge. Dazu ein Untergestell wo die Maschine fest eingebaut wird.
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

Benutzeravatar
ellhel
Beiträge: 93
Registriert: 19. Aug 2012, 11:22
Wohnort/Region: Nordpfalz

Re: Entscheidung für Metallbandsäge

Beitrag von ellhel » 17. Aug 2019, 10:23

Moin,

bin jetzt bei den Sägen mit automatischer Absenkung gelandet. Paulimont bietet ja schon serienmäßig die Kühlung mit an. Die anderen könnte man nachrüsten. Bei SWM ist gleich ein gutes M42 Sägeblatt mit dabei und die ist echt günstig.
Das mit der automatischen Absenkung ist schon verlockend. Man kann halt Sägeblattschonend arbeiten ohne ständig dabeizubleiben.
Die haben ja alle den gleichen Motor denke ich, da ja alle mit Riemenantrieb ausgestattet sind. Die Artec ist ja da auch fast baugleich, oder hat die wirklich den besten Motor?
Leistungsunterschiede gibt es noch bei der Optimum. Stolze 1,1kw.

Die letzte der manuellen Bandsägen wäre noch die Metallkraft. Die geben folgendes an:
-Garantierte Schnittgenauigkeit von max. 0,3 mm Verlauf auf 100 mm Schnittlänge
-Zwei bewegliche, einstellbare Sägebandführungen mit Späneabstreifer aus Metall
-Guss-Bandlaufräder mit geschliffener Lauffläche ohne Gummiauflagen, dadurch für den Trocken- und Nassschnitt geeignet
-DC-Antriebsmotor mit niedriger Drehzahl und Carbon-Bürsten für eine bis zu 10-fach höhere Lebensdauer
Hat die vielleicht wirklich bessere Lager mit weniger Spiel. Gibt es da doch Unterschiede die man so nicht gleich sieht?
Bandsägen.jpg
Liebe Grüße
Helmut
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Antworten