220/380V mit Adapter anschließen?

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

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sepp00
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Re: 220/380V mit Adapter anschließen?

Beitrag von sepp00 » 1. Mai 2014, 15:22

Er hat mir das vorhin kurz gemacht.

Die Problemlösung war:
Schuko Stecker an das Kabel anschließen.

In einem Vorraum in dem die Montiermaschine steht, konnte man einfach mit vorhandenen Leitungen eine 400V Dose anbringen (die Maschine zieht eh kaum Leistung).
Der Drehstrom hat 3 Phasen gegenüber dem Lichtstrom mit einer.
Dazu kommen bei beiden der Neutralleiter (was ich versehentlich ebenfalls als Phase bezeichnet habe) und die Schutzerde.

Im Hauptraum wird mehr Leistung benötigt, daher wird er die nächsten Tage Leitungen direkt ab Sicherung legen für div. Maschinen >20kW.

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H. Gürth
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Re: 220/380V mit Adapter anschließen?

Beitrag von H. Gürth » 1. Mai 2014, 16:29

für div. Maschinen >20kW.
Na, wenn die dann aber anlaufen, geht in Darmstadt und Umgebung das Licht aus. :ducken:
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

XLII
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Re: 220/380V mit Adapter anschließen?

Beitrag von XLII » 1. Mai 2014, 18:14

Klingt soweit schonmal ganz gut ;)

Wenn du wirklich Maschinen mit 20kW und mehr hast solltest du dich aber am besten mal mit deinen EVU (also deinen Stromanbieter) in verbindung setzen.

Bei knapp 30Amper pro Phase (und im anlaufmoment nochmal gerne das 5-8Fache davon) gibt es da durchaus Auflagen wie sowas anzuklemmen ist damit das Netz nicht zu Start belastet wird.

€dit: hab mal kurz nachgeguckt. Solltest auf jeden fall mal beim EVU Anrufen bevor du etwas in der größen Ordnung mahcne lässt.

http://www.vnb-rmn.de/fileadmin/user_up ... b_2007.pdf

Die wichtigen sachen hierfür stehen auf Seite 16 ^^

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Re: 220/380V mit Adapter anschließen?

Beitrag von leibea00 » 1. Aug 2020, 11:24

Hallo Zusammen ich lese hier im Forum eifrig mit, als Laie nicht immer alles verständlich, aber ich komme langsam rein! Vielen Dank für alle die gutgemeinten Hinweise und Ratschläge.

Könnte eine Tischbohrmaschine erwerben mit folgendem Typenschild, im Prinzip habe ich verstanden, das nur Steinmetz Schaltung oder Frequenzumrichter aus einem wechselstrom Anschluss einen Gleichstrom Anschluss macht.

Wieso aber steht dem Typenschild beide Angaben mit den Leistungsdaten? Kann mir jemand das erklären?
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Re: 220/380V mit Adapter anschließen?

Beitrag von H. Gürth » 1. Aug 2020, 11:57

Wieso aber steht dem Typenschild beide Angaben mit den Leistungsdaten? Kann mir jemand das erklären?
Vermutlich weil es die Maschine sowohl in Wechselstrom 220 V als auch in Drehstrom 380 V gegeben hat.
Wichtiger wäre das Typenschild vom E-Motor.
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Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

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powersupply
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Re: 220/380V mit Adapter anschließen?

Beitrag von powersupply » 1. Aug 2020, 14:20

H. Gürth hat geschrieben:
1. Aug 2020, 11:57
Wieso aber steht dem Typenschild beide Angaben mit den Leistungsdaten? Kann mir jemand das erklären?
Vermutlich weil es die Maschine sowohl in Wechselstrom 220 V als auch in Drehstrom 380 V gegeben hat.
Das ist, den bisher bekannten Angaben zufolge, die einzige Möglichkeit.
Denn ein 380V Drehstrommotor hätte an 220VDrehstrom nur noch eine Leistung von 0,58PS.
Was ich damit sagen will: das Verhältnis der Zahlen passt nicht wenn der Motor derselbe bliebe.
Wichtiger wäre das Typenschild vom E-Motor.
Im Hintergrund erkennt man mindestens vier Stifte am Stecker. Von daher dürfte jetzt momentan eher ein Drehstrommotor montiert sein. :glaskugel:

PS

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Re: 220/380V mit Adapter anschließen?

Beitrag von Senkblei » 1. Aug 2020, 22:32

CH Typ 15 (3LNPE 10 A 230/400 V 50 Hz Netz) Stecker, also Drehstrom, nur für Wechselstrom (also 1-phasig) setzt kaum jemand einen T15 Kabelstecker als einen viel billigeren T12 (LNPE 10 A 230 V 50 Hz Netz) Kabelstecker ein.

Nullleiter ist vorhanden obwohl er bei drehstromgespiesenen Maschinen nur mit der Zustimmung des Betreibers erforlderlich sein darf.

In schweizer Wohnungen, insbes. älferen, sind oft 3x230/400 V 3LNPE Anschlüsse vorhanden, da üblich in Küche sowie Waschküche.

Eine Abbildung der Typenschilds des Motors wäre hilfereich.

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Re: 220/380V mit Adapter anschließen?

Beitrag von powersupply » 1. Aug 2020, 23:45

Senkblei hat geschrieben:
1. Aug 2020, 22:32
CH Typ 15 (3LNPE 10 A 230/400 V 50 Hz Netz) Stecker, also Drehstrom, nur für Wechselstrom (also 1-phasig) setzt kaum jemand einen T15 Kabelstecker als einen viel billigeren T12 (LNPE 10 A 230 V 50 Hz Netz) Kabelstecker ein.
Ah, Danke für die Info mit dem Stecker,

Eine Abbildung der Typenschilds des Motors wäre hilfereich.
Die zum EInen und zusätzlich noch eine Information welche Netzform und -spannung im neuen Zuhause der Maschine vorliegt.
Wenn Drehstrom vorliegt brauchts weder Steinmetz noch FU.

PS

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Re: 220/380V mit Adapter anschließen?

Beitrag von Senkblei » 2. Aug 2020, 14:46

Welche Anschlussart (1- oder 3-phasig, ausserhalb Europa z.T. auch 2-phasig ohne Nullleiter) üblich ist, kann von Land zu Land stark variieren.
In Australien wird glaub vereinzelt sogar 1-phasig ohne Rückleiter gespiesen (abgelegene kleine Onjekte, die keine Mittelspannunsversorgung rechtfertigen), dort wird der Nullleiter durch eine lokale Erdung ersetzt, k.A. wie gut sowas bei sich verämderdem Erdungswiderstand (Regen/Dürre) bewährt. :)

Die Schweizer Steckdosen und Stecker sind hier erläutert:
https://de.wikipedia.org/wiki/SEV_1011

Gewisse Typen wurden wegen Fehlsteckbarkeit mit den aktuellen 400(/230) V 6-uhr.-codiert rot CEE Stecker verboten.

Die altem robusten sog. "J" Typen (vormals CMC 15, 25, 40 und 75 A in 3LNPE (5-polig, 3L+N+PE) oder 3LPE (4-polig, 3L+PEN) sind übrigens oft 500 V angeschrieben obwohl fast immer bei üblichem 400 V 50 Hz Netz im Einsatz.

In vereinzelten grossen Industrieanlagen wie u.a. Chemie sowie Zementwerke findet man jedoch noch 500 V Netze, zusammen mit 400 V. Dort muss man genau schauen, ob z.B. ältere Motoren noch am 500 V Netz sind. Die neueren Anlagenteile wurden mit 400 V (vormals noch 380 V), sowie ggf. 690 V für grössere Antriebe, ausgebaut.
Beim Kauf alter Motoren und Maschinen, Ventilatoren, usw. von Chemie und Zementwerke solte man sicher sein, dass die nicht für 500 V sind. Auch sehr kleine (sprich unter 1 kW) Motoren wurden mit 500 V gespiesen.
Keine Ahnung welche "historische" Netzspannungen in Deutschland früher üblich waren.
Im Untertagbau werden noch Niederspannungen im oberen Bereich (ca. 1 kV) eingesetzt.

Für Bemessungsdauerströme oberhalb 125 A können herstellerspezifische Steckverbindersysteme eingesetz werden, die sind i.d.R. recht teuer und bedürfen ggf. voreilende Pilotkontakte für die Freischaltung damit nur lastlos (oder auch ggf. spannungslos) gesteckt werden kann.

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Re: 220/380V mit Adapter anschließen?

Beitrag von powersupply » 2. Aug 2020, 17:06

Das mit den verschiedenen Motornennspannungen ist mir bekannt und wie man damit umgehen muss bekannt. So werkelt an meinem Dunstabzug ei Lüfter mit 500V Motor in Dreieckschaltung an einem passend parametrierten FU.

PS

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