Güde Bandsäge gut ?

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

Moderatoren: Alfred, moto4631

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klassisch
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Beitrag von klassisch » Mittwoch 17. Februar 2010, 09:21

Habe zwar leider keine so schöne Säge, aber ich würde annehmen, daß moderne Lager und Bänder die Dauerbelastung aushalten. Und der Gewinn durch Entlasten wiegt meines Erachtens die Gefahr durch falsches Spannen nicht auf.
Ansonsten: Habe auch mal gelernt, daß man die Handbügelsäge entspannt aufbewahren sollte. Mach ich eigentlich auch nicht. Vermute mal, daß kommt noch aus einer Zeit, in der die Stähle nicht so elastisch waren und mehr Kriechneigung hatten.

felixm
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Beitrag von felixm » Mittwoch 17. Februar 2010, 09:48

Ich hab letztes Jahr eine große Bügelsäge für Holz, die bestimmt schon 20 Jahre rumlag, wieder hergenommen und gleich beim ersten Schnitt machte es *Peng*. Hoffentlich ist meine Bandsäge bald da und ich kann es da mal ausprobieren (wahrscheinlich werd ich das Band gespannt lassen)

Seeeule
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Spannen vers. entspannen.

Beitrag von Seeeule » Mittwoch 17. Februar 2010, 10:16

Erst einmal einen guten Tag. Ich verfolge dieses Werkzeugforum schon seit längerer Zeit und bin angetan von der Fachkunde bis hin zur Geduld bei der Antwort immerwiederkehrender Fragen.

Ich kann mich erinnern, daß in der Anfangszeit der Optimierung von Auto-Radlagern einige sich kaputtgestanden haben: Rastmarken in den Laufbahnen durch langen Stillstand aber auch durch den Transport per Bahn bzw. LKW.
Ich nehme mal an, daß die Empfehlung die Sägebänder zu entspannen in Hinblick auf die Auslegung der Lager gegeben wird.

Ein anderer Aspekt ist sicherlich die Verwindung des Maschinenarms, s´wäre doch mal interessant diese nachzumessen.

Einen freundlichen Gruss aus dem Norden
Seeeule

Florian 6206
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Beitrag von Florian 6206 » Mittwoch 17. Februar 2010, 18:13

moto4631 hat geschrieben:Ich sehe im Entspannen nicht nur eine überflüssige Handlung sondern auch die Gefahr daß sich das Band von der Rolle hebt.

Zumindest bei der 115er ist eine kleine Drehung zuviel schon SPOING! und das Band hängt auf halb acht.
Diese Erfahrung habe ich auch schon mit meiner MBS 115V gemacht.

Wenn ich hier Anfangen würde, die Bänder zu entspannen, muss ich dann die Sägekette von der MS auch entspannen? :roll:

Würde es bei einer MS nie machen, da man dort immer nachspannen sollte(Kette weitet sich im Betrieb) statt zu entspannen!

Florian 6206
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Beitrag von Florian 6206 » Mittwoch 17. Februar 2010, 18:15

Florian 6206 hat geschrieben:
moto4631 hat geschrieben:Ich sehe im Entspannen nicht nur eine überflüssige Handlung sondern auch die Gefahr daß sich das Band von der Rolle hebt.

Zumindest bei der 115er ist eine kleine Drehung zuviel schon SPOING! und das Band hängt auf halb acht.
Diese Erfahrung habe ich auch schon mit meiner MBS 115V gemacht.

Wenn ich hier Anfangen würde, die Bänder zu entspannen, muss ich dann die Sägekette von der MS auch entspannen? :roll:

Würde es bei einer MS nie machen, da man dort immer nachspannen sollte(Kette weitet sich im Betrieb) statt zu entspannen!

Janik
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Beitrag von Janik » Mittwoch 17. Februar 2010, 18:23

Hallo,

ich werde das Band bei längerem ! nichtgebrauch entspannen.
Aber auch nur so, dass die Querkräfte von den Lagern minimiert werden. Eine Restspannung werde ich beibehalten, so dass das Band noch auf den Rollen bleibt und ich vor dem nächsten Einsatz einfach nur ein bisschen nachspannen muss.

Zu den Kettensägen. Hier ist es tötlich eine warme Kette nach zu spannen. Während dem Betrieb wird die Kette warm und dehnt sich dabei in der Länge aus.
Spanne ich die Kette nun nach und stelle die Säge dann ins Regal, so wird die Kette wieder kalt, zeiht sich wieder zusammen und übt enormen Zug auf die Kurbelwelle aus. Der sichere Tod für eine solche Maschine.
Daher entspanne ich die Kette nach jedem Einsatz, so wie ich es mit dem bandsägeblatt auch machen werde zur schonung der Lager :wink:
Gruß Janik

Ohne Schweißer bricht die Welt zusammen :weld:

moto4631
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Beitrag von moto4631 » Mittwoch 17. Februar 2010, 18:37

Und einmal vergessen daß das Band entspannt ist, aufgesetzt und ZACK.

Nein danke, da lebe ich lieber damit daß die Säge nur 28 statt 30 Jahre hält.
Nüchtern betrachtet war es besoffen besser...

Jungschweißer
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Beitrag von Jungschweißer » Mittwoch 17. Februar 2010, 18:40

Und einmal vergessen daß das Band entspannt ist, aufgesetzt und ZACK.
Hi hi, mir gestern oder vorgestern passiert. Jetzt mache ich das gar nicht mehr so lose, dass es runterspringen kann. Ich drehe am Knauf ca. 1 Umdrehung anstatt 5. Dann passiert noch nicht viel, wenn man nicht daran denkt.

kar
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Beitrag von kar » Mittwoch 17. Februar 2010, 18:49

Wenn es tatsächlich mal die Lager beschädigen sollte: Sind das Standardlager? Wäre es ein größerer Akt, wenn man sie austauschen müsste?

Florian 6206
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Beitrag von Florian 6206 » Mittwoch 17. Februar 2010, 19:09

Janik hat geschrieben:Hallo,
Zu den Kettensägen. Hier ist es tötlich eine warme Kette nach zu spannen. Während dem Betrieb wird die Kette warm und dehnt sich dabei in der Länge aus.
Spanne ich die Kette nun nach und stelle die Säge dann ins Regal, so wird die Kette wieder kalt, zeiht sich wieder zusammen und übt enormen Zug auf die Kurbelwelle aus. Der sichere Tod für eine solche Maschine.
Daher entspanne ich die Kette nach jedem Einsatz, so wie ich es mit dem bandsägeblatt auch machen werde zur schonung der Lager :wink:
In diesem Punkt gebe ich dir nur teilweise Recht, aber eigentlich meinte ich natürlich bei kaltem Zustand und bei einer neuen Kette, wenn diese nicht gerade schon vom Werk aus Vorgereckt ist.

Enorme Zugkräfte auf die Kurbelwelle glaube ich nicht, eher wenn dann Spannkräfte auf den Umlenkstern und Antriebsritzel bzw. deren Lager. Aber solche Kräfte müsste für eine ordentliche MS kein Problem darstellen.

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