Güde Bandsäge gut ?

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

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chevyman
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Beitrag von chevyman » Sonntag 24. Januar 2010, 18:51

kar hat geschrieben:...dass die Skala, die am Gerätefuß festgenietet ist, um mindestens 1° verschoben ist.
Entweder Niete ausbohren und Skala versetzen, oder die Markierung am Gegenstück (den "Zeiger") modifizieren. Was gerade einfacher geht.
kar hat geschrieben:Was mich aber sehr freut, ist dass sie jetzt schon besser schneidet, als mein Metallkreissäge. Und, falls meine Ohren nicht deutlich nachgelassen haben in den letzten Jahren, scheint mir die Bandsäge auch deutlich leiser (als die MKS) zu sein.
:top:
Gruß Steffen

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Jungschweißer
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Beitrag von Jungschweißer » Sonntag 24. Januar 2010, 20:16

@kar:
Wo haste die Säge bestellt ? In der Bucht ?

Will ja nicht nerven, wäre aber auf weitere Bilder gespannt von ein paar Schnitten, die du warscheinlich demnächst machen wirst ! :lol:

kar
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Beitrag von kar » Sonntag 24. Januar 2010, 20:23

Je dicker das Material, desto mehr Zähne sind im Eingriff. Da jeder Zahn eines gewissen Andrucks bedarf, um zu schneiden statt zu schaben, muß der Andruck bei dickem Material höher werden. Da das nun nicht beliebig weit sinnvoll machbar ist, ist dies einer der Gründe dafür, weshalb man für dickes Material grobe Sägeblätter benötigt.

Der andere technische Grund ist, daß das bei dickem Material größere Spanvolumen beim Durchfahren des Querschnitts ja auch irgendwo bleiben muß. Das erfordert mehr Platz (=Abstand) zwischen den Zähnen.
Ahhhaaaaaaaaa!!!!!!!!!! :!: :!: :!: :!: :!: :!:

Das ist mein größte Aha-Erlebnis in den letzten Jahren!!!

Ich dachte immer es gäbe nur eine wichtige Regel zur Bestimmung der Zahngröße: Der Zahnabstand dürfte nicht größer sein, als das zu schneidende Material, in Schnittrichtung gesehen dick ist. Also wäre eine feinere Verzahnung nie schädlich, schlimmstenfalls langsamer. Nachdem was du oben schreibst, kann eine Zahnung aber sehr wohl zu fein sein, denn es gibt dann einfach keinen Platz mehr, um die Späne abzuführen!!!! Eigentlich sonnenklar, aber mir war das trotzdem nie bewusst. Ebenso der Unterschied zwischen Schaben und schneiden. Ich dachte immer, wenn ich weniger Druck ausübe, dann werden die abgeschnittenen Späte halt flacher, es geht also nur langsamer. Das wird wohl auch so sein, aber wenn man es übertreibt, schabt man nur noch über das Material hinweg, ohne etwas abzutragen. Die Säge wird dadurch wahrscheinlich genauso schnell (zeitbezogen) stumpf, wie wenn man höheren Druck ausübt und damit richtig Material abträgt. Also wird es auf den Materialabtrag bezogen langsamer stumpf.

Wenn ich dieses Wissen neu anwende:
1. Es gibt einen optimalen Anpressdruck, der proportional mit der Zähnezahl, die aktuell schneiden steigt. (und auch irgendwie mit der Zahnform und dem zu schneiden Material zusammenhängt)
2. Es gibt eine optimale Zahndichte für jeden zu schneidenden Materialquerschnitt. Die Zahndichte hängt mit dem abzutragenden Spanvolumen zusammen. Das optimale Spanvolumen hängt wiederum von der Schneidtiefe und dem Andruck jedes Zahnes ab.
3. Die optimale Absenkgeschwindigkeit hängt vom Anpressdruck ab (größere Spandicke) und von der Zähnezahl (Spanvolumen wird höher als der Raum zwischen den Zähnen zulässt). Diese müsste sich eigentlich automatisch vom Anpressdruck her ergeben.

Aber schafft es die hydraulische Absenkung tatsächlich, die Parameter zu erfassen und so einen optimalen Anpressdruck und optimale Absenkgeschwindigkeit zu regeln?
Oder anders gefragt: Gibt es eine Art automatische und implizite Anpressdruckregelung, wenn man mit einer hydraulischen oder sonst wie gedämpften Absenkung arbeitet.

kar
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Beitrag von kar » Sonntag 24. Januar 2010, 20:28

@JS

Ja, in der Bucht. Genau der Link, den Chevy auf Seite 2 verlinkt hat. Dort wurden zwar nur die 230V angeboten, aber auf Nachfrage haben die mir die 400V Version geschickt. Dabei habe ich nur gefragt, ob es auch MÖGLICH wäre, anstatt der angebotenen die 400V zum gleichen Preis zu bekommen. Das haben die dann nicht als Frage sondern als Auftrag verstanden. Habe mich aber nicht beschwert und werde das auch nicht tun. Vielleicht (sehr wahrscheinlich sogar) war dieses Missverständnis ganz gut so. Ein Wink des Schicksals sozusagen. :wink:

Morgen suche ich mir etwas Eisen zusammen, das ich dann extra für dich schneiden kann. Das was ich jetzt nich hier umliegen habe, ist nicht besonders fotogen, weil angerostet.

Jungschweißer
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Beitrag von Jungschweißer » Sonntag 24. Januar 2010, 20:34

Wie rum muss ich denn das Sägeblatt einlegen ? So, dass die Zähne aggresiv in das Metall stoßen, wie im obern Beispiel oder so, dass die Zähne nur so darüber schleifen wie unten ?

Bild

Übrigens kar, der Händler hat einen Onlineshop, in der die 230 V Version genausoviel kostet wie die 400V Version kostet. Dort habe ich auch bestellt. Also hast du nichts gespart.
Welche Sägeblätter hast du dir bestellt ?

Nappo
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Beitrag von Nappo » Sonntag 24. Januar 2010, 20:37

Überleg mal wie man das bei einer normalen Bügelsäge machst dann weißt du es :D
Ist im Grunde genommen nix anderes nur vllt ein wenig frisiert .

So das sie ins Material "stechen" natürlich .

Jungschweißer
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Beitrag von Jungschweißer » Sonntag 24. Januar 2010, 20:41

hhhm, nutzen sich dann die Blätter dann nicht schnell ab, wenn die Zähne stechen ?

moto4631
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Beitrag von moto4631 » Sonntag 24. Januar 2010, 20:46

Mein Gott Jungschweißer.

Laß es einfach bleiben, echt :evil:

Du kannst das Blatt gar nicht verkehrt rum einlegen, schon mal darüber nachgedacht?
Es gibt nur ein verkehrt und dann würden die Zähne nach oben stehen.

Stell doch nicht immer wieder Sachen in Frage die Dir schon von mehreren Leuten bestätigt wurden.
Nüchtern betrachtet war es besoffen besser...

Mechaniker
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Beitrag von Mechaniker » Sonntag 24. Januar 2010, 20:49

Ich habe während meiner Ausbildung ( ist schon länger her :lol: ) gelernt dass im Vorschub gesägt und im Rückhub Zeit für den Spanauswurf ist. Dementsprechend werden auch die Schneidenwinkel vorbestimmt. Nappo / Moto4632 haben also mit der Montage des Bandes Recht...
Gruß

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Beitrag von Jungschweißer » Sonntag 24. Januar 2010, 20:51

Bis jetzt hat nur Nappo was geschrieben zum einlegen des Blattes. Du hast geschrieben, dass du mir erst etwas schreibst, wenn bestellt.

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