Statt großes Rührwerk lieber einen Trommelmischer ?

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

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Gast

Beitrag von Gast » Montag 19. November 2007, 16:59

Hallo
Ihr dürft aber nicht vergessen das beim selbermischen immer frischer Beton da ist, bei geliefertem hat man max. 3std Zeit den zu verarbeiten,,, da müssen mehrere Leute helfen,sonst könnte man sogar ganz allein dabei.Desweiteren kann ich dem Unterbeton weniger dem Oberbeton mehr Zement/Wasser beigeben. Kleine Empfehlung noch: Der Unterbeton mind 10cm dick, darauf eine Lage Bitumenschweissbahn verschweissen, sollen die Wände gegen Feuchte abgesperrt werden die Schweissbahn unter der Wand durchziehen, also aufstemmen und wieder zumauern(1 Meterweise!!). Kabel, Rohre.... möglichst nicht!! in einen Schwimmenden Betonestrich reinlegen, sondern in die Dämmung.

buddelchen333
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Beitrag von buddelchen333 » Mittwoch 21. November 2007, 23:50

dann trommelt man eben mal ein paar freunde zusammen....mit dem fliessbeton geht das so schön schnell, denn kannst Du auch alleine in 3 Std. verarbeiten...das selber mischen setzt einen noch mehr unter Zeitdruck, weil ja immer frisch in frisch gearbeitet werden sollte und die Qualität ist auch nicht konstant gut, die Verarbeitbarkeit deutlich schlechter als vom Werk und die Verarbeitungszeit mit 1h auch deutlich kürzer.

Gast

Beitrag von Gast » Donnerstag 22. November 2007, 06:49

ja sicher, wird auch direkt durch den Schornstein vom Heli aus ins Haus gekippt :D

buddelchen333
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Beitrag von buddelchen333 » Donnerstag 22. November 2007, 20:13

mit ner betonpumpe ginge das sicher auch...aber mitm schüttrohr durchs kellerfenster wäre bestimmt günstiger :roll:

henniee
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Beitrag von henniee » Sonntag 25. November 2007, 20:31

Also bei der Menge...
würde ich mich mal beim lokalen Estrichleger erkundigen. Die können meist auch Betonkies Körnung pumpen und mischen und pumpen dir die Hütte so zügig voll, dass Du große Augen machen wirst :).
Bei uns haben 2 Mann für 45m² Betonsohle rund einen halben Tag gebraucht, bis es fix und foxi war.
Da lohnt sich das Geplage mit Schubkarre und Freifallmischer wirklich nicht.

Thomas.B
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Beitrag von Thomas.B » Montag 26. November 2007, 17:26

Hallo,
also ich finde, es kommt sehr auf die Menge drauf an und wie fern man zum sparen gezwungen ist. Ich bin ganz gut ausgerüstet und setze die Mischgeräte- bzw. methoden nach Menge und Verarbeitungsart flexibel ein:
1. kleine Menge (Eimer, Kalkkasten), Fliesenkleber, Fertigputz etc.
- Rührer & Bohrmaschine - zu diesem Zweck habe ich eine alte langsam laufende DDR-Bohrmaschine, funktioniert einwandfrei

2. mittlere Menge bis wenige m³:
- Betonmischer, solides und sehr leise laufendes DDR-Gerät
- so einen Atika-Ziermischer habe ich auch - habe ich mal geschenkt bekommen, na ja... - aber ab einer gewissen Menge ist er trotzdem dem allerschönsten Rührgerät weit überlegen

3. Bodenplatte, Decken... - alles, was monolitisch betoniert werden muß und 2...3m³ deutlich übersteigt:
- da werde ich auch weich und lasse Fertigbeton fahren

@ buddelchen333:
480kg sind Kindergeburtstag. Kaum der Rede wert - das sind nur einige wenige Schubkarren voll. Das kann man nach und nach in der Karre oder dem Kalkkasten mit der Schippe mischen.

Auch nicht schlecht ist ein Stück alter PVC-Fußboden oder ein Stück Förderbandgummi: 2 Häufchen einige Male trocken umschippen, dann Kegelstumpf mit Mulde, Wasser rein, weitermischen, Feinabgleich der Wassermenge mit Kanne und Brausetülle - das haben unsere Altvordern meistens so gemacht.

Diesen Sommer habe ich mal ca. 0,5m³ betoniert - Sichtbeton und mit Dichtungsschicht. 70% der Arbeit gingen für Schalungsbau, feinstes Abglätten und katzensicherer Verbarrikadierung der Oberfläche drauf. Vorteil beim selbstmischen: Man kann Mischungsverhältnisse, Zusätze und Wasseranteil gut variieren. Im konkreten Fall: unten erdfeucht mit 0...10 + Splitt - Deckschicht 0...2 Putzsand + Dichtungsmittel. Trotz des ziemlichen technologischen Aufwandes war die Sache in wenigen Stunden ohne großen Streß vorbei.

An die Grenzen hat mich folgendes geführt:
Ringanker, ca. 4m³ in ca. 4m Höhe. Meine Frau hat den Fahrstuhlführer im Radlader gegeben - ansonsten war ich relativ alleine. Es war im November, kalt und eben auch zeitig dunkel. Ich habe eine große Straßenlampe mit auf ca. 8m teleskopierbarem Mast. Ohne das Ding hätte ich wahrs. schon aus Sicherheitsgründen aufgeben müssen. Auch ohne den Radlader wäre es alleine nicht zu schaffen gewesen. Die Aktion ist bis in die späten Abendstunden gegangen und danach war ich auch fix und alle...
Das Problem beim Ringanker wäre gewesen, daß man es ohne Betonpumpe auch nicht schnell genug hätte einbauen können. Es wäre also auf 2x 2m³ auf einem Kipper oder mindestens einen Helfer hinausgelaufen. Im nachhinein hätte ich es so machen sollen. Allerdings waren damals die Preise für Fertigbeton noch halbwegs im Rahmen.

Gruß
Thomas

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Beitrag von buddelchen333 » Montag 26. November 2007, 18:56

@Thomas: verstehe Deine Antwort nicht, das Anfangsthema des Threads ist ein anderes als, das worüber gesprochen wurde....


die 480Kg zementmörtel habe ich mit der Hand angemischt

die spätere Frage von jemand anderem war, ob er 6m³ beton selbst anmischen sollte, wovon ich abgeraten hatte, weil die Menge doch ziemlich groß ist...

henniee
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Beitrag von henniee » Montag 26. November 2007, 23:50

abgesehen davon darf hier nicht vergessen werden, dass man einen Fliesenkleber oder Leichtputz, Armierungsmörtel oder Feinputz sowieso mit dem Quirl anmachen sollte - aber so ein Freifallmischer für selbstgemischten Putz, kleine Menge Estrich, Mörtel (grenzwertig) oder Beton ein Traum ist!

Thomas.B
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Beitrag von Thomas.B » Dienstag 27. November 2007, 00:54

@ buddelchen333:
Was gibt es da denn nicht zu verstehen? Also gut, noch mal im Zeitraffer die Kernaussagen:

1. Ein Rührgerät braucht für den sporadischen Gebrauch nicht.
- eine robuste langsamlaufende Handbohrmaschine reicht
- im Zweifel mischt man eben nicht soviel auf einmal und macht mal eine Pause

2. Betonmischer: für etwas größere Arbeiten sollte man den haben oder borgen.
- für Beton macht er sich um Größenordnungen besser als ein Rührgerät - selbst ein einfaches Gerät
- Fliesenkleber etc. kann man damit nicht anrühren - deshalb braucht man den o.g. Quirl für die Bohrmaschine oder eben ein Rührgerät trotzdem

> die 480Kg zementmörtel habe ich mit der Hand angemischt

Das habe ich verstanden. Nur die dahinterstehende sportliche Leistung fand ich nicht so berauschend...

> ...6m³ beton selbst anmischen sollte, wovon ich abgeraten hatte...

Das sehe ich ganz genauso. Ebenerdig mag das die Grenze sein, die ein Mann allein mit einem gewöhnlichen Freifallmischer monolithisch schaffen kann, wenn es zum Schluß einigermaßen ordentlich aussehen soll.

@ henniee:
Zustimmung.

Gruß
Thomas

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Beitrag von henniee » Dienstag 27. November 2007, 01:01

Edit: Mit Karre, Fass usw. und Schaufel misch ich nix mehr. Da kann man mich auch bis zum Amazonas mit jagen, denn Ergebnis steht mit Kraftaufwand in keinem Verhältnis.

Zum Thema Bohrmaschine: Ich mische mit 140er Rührkorb. Das braucht Power und kann auch nicht jede Boma... 2 Gänge hin oder her.

Warum Atika Ziergerät? Ich habe auch einen geschenkt bekommen (Gott sei Dank, sonst hätte ich wahrscheinlich einen viel zu großen) - Kondensator erneuert und prompt lief das gute Teil wie am ersten Tage.

Nebenbei: Bei Freifallmischern bevorzuge ich ich einen mit Fußbremse - egal welches Fabrikat. Lescha macht auch übrigens auch schöne Dinger.

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