Fragen zur Säulenbohrmaschine

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

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Timo1986
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Fragen zur Säulenbohrmaschine

Beitrag von Timo1986 » Donnerstag 11. Oktober 2007, 07:37

Hallo zusammen!

Kann mir jemand Helfen??Ich habe jetzt demnächst meine Prüfung zum Thema Säulenbohrmaschine und wollte fragen ob irgendwer verschiedene infos dazu hat!!


Zum Beispiel


Welche teile verschleissen am schnellsten?
Welche Teile muss man öfter wechseln!!!
Hat jemand vielleicht eine genau reparaturanleitung???

Irgendwelche infos !!wäre euch sehr dankbar für jede hilfe!!!!



Danke schon mal im vorraus!!!

Gast

Beitrag von Gast » Donnerstag 11. Oktober 2007, 08:22

Hallo
Die Markengeräte halten eigentlich mehrer Generationen durch ohne Reparatur.. Ixion, Alzmetall, Flott, ......da habe ich keinen Tip.
Bei denen aus China denke ich:
1. Schalter Wackelkontakt
2. Pinole ausgejuggelt, kein Rundlauf mehr...
3. Tischhöhenverstellungsgriff abgebrochen
4. Verbogene oder abgebrochene Hebelgriffe, Plastikknauf abgerutscht....
5. Riemenscheibe von der Welle abgeschert, Keil gebrochen...
Im Grunde liegts hier in der falschen oder unzureichenden Stahlqualität, ungenaue Produktion, schluderhafte Verarbeitung. Bedenke das wenn solche Maschine hier ab 39,95 erhältlich ist, und alle Kosten (Transport, Lagerhaltung,,) sowie der Gewinn abgezogen wird diese Maschine ab China wohl nur sooo, schlagt mich tot wenn ihr wollt, 5 euro kostet :D
Schaue doch einfach mal bei Google nach obs da technische Infos gibt., zb. Fa.Flott....

Timo1986
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Pinole!!!

Beitrag von Timo1986 » Donnerstag 11. Oktober 2007, 08:32

Das mit der Pinole hört sich schon gut an!!

danke für deine tipss!!aber bei Flott und so habe ich schon geguckt ist sehr sehr schwer was zu finden!!

bei meiner Prüfung gehts darum das ich so tun muss als wenn an der maschine was kaputt ist und dann muss ich sagen was genau kaputt ist und wie ich es repariere usw!!!


danke für deine antwort

Gast

Beitrag von Gast » Donnerstag 11. Oktober 2007, 08:38

Ziemlich Blödsinnig, haben die Ausbilder nichts besseres vor?

Timo1986
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!!!

Beitrag von Timo1986 » Donnerstag 11. Oktober 2007, 10:19

Ich ich finds auch ziemlich schwierig deswegen habe ich gehofft hier hilfe zu finden!! Muss halt eine Arbeitsplanung drüber schreiben was genau defekt ist wie ich das repariere und was für matrial ich dafür brauche wie lange das dauert etc. kann mir da irgendjemand irgendwie weiterhelfen=????


danke schon mal im vorraus

hs

Beitrag von hs » Donnerstag 11. Oktober 2007, 13:18

Hi,

kann man natürlich nicht alles so leicht vergleichen - auch bei den Industriemaschinen verschleißen die gleichen Teile wie bei den billigen - nur etwas später. Aber sie gehen auch kaputt - schließlich werden sie ganz anders, halt industriell, genutzt.
Z.B. ist bei den älteren Maschinen mit analoger Drehzahlanzeige häufig selbige kaputt - weil die Tachowelle sich zerlegt hat.
Dann kommt es auf die Antriebsvariante an : Keilriemen, Getriebe oder - wie z.B. bei Alzmetall - Lamellenkette (PIV-Getriebe). Und da sicher gleich die Frage kommen wird, was das ist ;-) PIV bzw. CVT.
Ich erinnere mich, das während meiner Lehrzeit, bei einer älteren Alzmetall eine solche Kette mal kaputt gegangen ist.
In den kleinen Flott (baugl. Metabo oder Kräku) werden wiederum Zahnriemen und Motoren mit Kohlen verwendet - also rein elektr. Regelung wie bei Handbohrmaschinen ... und schleifende Kohlen sind logischerweise Verschleißteile.
Ganz normale Verschleißteile sind auch die Wälzlager.
Was und wie schnell etwas verschleißt hängt maßgeblich an der Konstruktion, der Auslegung und ganz wichtig, dem Einsatz ab - so kann eine Billig-Importmaschine durchaus länger halten als eine Flott. Wenn man mit dem Billigteil nur dünne Kunststoffplatten bohrt ... und die Flott immer knackig an der Belastungsgrenze betreibt.
Wegen der möglichen Antriebsvielfalt kann man daher schlecht eine allgemeingültige Aussage treffen - Keilriemen verschleißen halt früher als Zahnräder oder Ketten. Aber je nachdem für wie schwere Arbeiten die Maschine gedacht ist, wählt man auch eine andere Übertragungsvariante.

Ob Hersteller extra Reparaturanleitungen erstellen, liegt wohl daran, wie komplex die Maschinen sind.
'Normalerweise' ist dieser Maschinentyp recht simpel aufgebaut, so das die Vorgehensweise recht logisch ist ... meine Interkrenn, mit Riemenantrieb, habe ich auch schon mal komplett zerlegt - da stellen sich keinerlei Fragen.
(in den Betriebsanleitungen der Flottmaschinen sind recht gute techn. Zeichnungen : http://www.flott.de/index_betriebsanleitung.shtm )

Gruß, hs

Dietrich
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Beitrag von Dietrich » Donnerstag 11. Oktober 2007, 18:53

Hs schreibt:

"In den kleinen Flott (baugl. Metabo oder Kräku) werden wiederum Zahnriemen und Motoren mit Kohlen verwendet - also rein elektr. Regelung wie bei Handbohrmaschinen ... und schleifende Kohlen sind logischerweise Verschleißteile."

Hallo Hs,

meines Wissens handelt es sich um Antriebsriemen mit der Bez. "Poly-V", die sich auch an guten Drechselbänken finden.

Ich weiß nicht ob es am Durchmesser des Motors hängt, etwa wie so eine 800g Sauerkrautbüchse, oder an der niedrigeren(?) Motordrehzahl gegenüber E-Werkzeugen, der Motor samt Antrieb ist so leise wie eine leerlaufende Drechselbank mit guter Lagerung (meine ist mal ne nacht durchgelaufen:-))

Richtig an der Alzmetall Säule an der ich schon mal was bohre, ist der mech. Drehzahlmesser kaputt, sonst hat sie nichts gehabt in den letzten 30 Jahren. Im Gegensatz zum Maschinenschraubstock, der ab und zu bei eingeschaltetem autom. Vorschub und eingelgter Pinkelpause böse Treffer abbekommt:-)))
Manchmal auch runter bis zum Maschinentisch:-(((
Gruß Dietrich

www.holz-seite.de

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hs

Beitrag von hs » Freitag 12. Oktober 2007, 08:47

Hi,
Dietrich hat geschrieben: meines Wissens handelt es sich um Antriebsriemen mit der Bez. "Poly-V", die sich auch an guten Drechselbänken finden.
ja - stimmt, Du hast Recht - es ist ein Keilrippenriemen, kein Zahnriemen.
Ich weiß nicht ob es am Durchmesser des Motors hängt, etwa wie so eine 800g Sauerkrautbüchse, oder an der niedrigeren(?) Motordrehzahl gegenüber E-Werkzeugen, der Motor samt Antrieb ist so leise wie eine leerlaufende Drechselbank mit guter Lagerung (meine ist mal ne nacht durchgelaufen:-))
einerseits vielleicht die Motordrehzahl, andererseits kein mech. Getriebe.
Auch eine Lichtmaschine im Auto läuft alleine ja sehr leise - die Kohlebürsten verursachen ja keinen relevanten Lärm.
Aber es sind halt Verschleißteile mit begrenzter Lebensdauer - darum ging es ja.

Gruß, hs

Dietrich
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Beitrag von Dietrich » Freitag 12. Oktober 2007, 13:14

Hallo Hs,

richtig, die Kohlebürsten kommen auch bei der Maschine zum Einsatz. Dennoch klang der Vergleich mit E-Werkzeugantrieben etwas negativ. Zumal es dort auch keine Bohrmaschine gibt die 4000U/min schafft und bei 400U/min noch brauchbares Drehmoment bietet, ohne Getriebe.
Gruß Dietrich

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