Wer kennt Rostegal-Farbe? Suche Tipps zur Verarbeitung

Schlossern, Drehen, Fräsen, aber auch die Blechbearbeitung sind einige der Fachgebiete, um die es in unserem neuen Forum für die Metallbearbeitung gehen soll.

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schoki
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Wer kennt Rostegal-Farbe? Suche Tipps zur Verarbeitung

Beitrag von schoki » Freitag 29. Juni 2007, 10:01

Hallo,
ich verwende, wenns um Rostschutz geht, mittlerweile sehr gerne Rostegal, eine Rostschutzfarbe auf Kunstharzbasis (denke Alkydhardverkochung heisst es beim Hersteller).

Einziger Nachteil (neben dem Vorteil der guten Haltbarkeit, Beständigkeit, Preis und Verarbeitbarkeit) ist die sehr lange Trockenzeit (gut 4 Wochen bis vollständig trocken).

Habt ihr da Tipps, wie ich das ganze beschleunigen könnte, ohne die Eigenschaften des Lacks zu schädigen (verknüpft sich mit dem Rost bzw. kriecht ins Material)?

Ein Landmaschinenmechaniker hat mal gesagt, ich solle ein bisschen Härterverdünnung reinfüllen.... ein anderer meinte darauf obs so gut wäre, da ja der Lack die Zeit bräuchte um den Rost umzuwandeln....

Danke und Gruß
Schoki

lattenhammerwilly
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Beitrag von lattenhammerwilly » Dienstag 3. Juli 2007, 07:23

moin
ich verwende rostegal schon seit ewigen zeiten. trocknet eben langsam weil es so dünn eingestellt ist um die poren im rost zu füllen.moderne primer trocknen in 30min liegen aber nur oben auf dem rost auf. ich streiche immer 2mal dünn in 3 tagen abstand. mit normalen lacken kannst du nach einer woche übermalen, mit 2k-lacken würd ich einen monat warten. ich habe sogar schon an alten autos roststellen abgeschliffen(flex) mit rostegal gepinselt und dann mit autospachtel abgeglättet und 2k- materialien übergespritz. es ging gut!!!
besonders hervorzuheben ist die wirksamkeit bei zusammengeschweissten karossreieteilen. ich pinsele die bleche vor!! dem zusammenschweissen und schweisse direkt die frische farbe, stinkt sehr, zischt auch, aber sie brennt erstaunlicherweise nur sehr wenig weg :shock:
nach fertigstellung zb. radläufe, versuche ich rostegal von innen auf die falze zu pinseln oder einfach reinkippen.. dann kriecht das zeug in die falz. zum schluss natürlich die klassische wachs-ölversiegelung, oder heisse fett.
rostegal ist mir als einzige farbe bekannt wo wirklich nur der lose! rost weg muss, den rest schafft die farbe durch das kriechen.
das ganze ist aufgrund der langen trocknungszeit wirtschaftlich natürlich nicht vertretbar. kein maler, beschichter, kann damit geld verdienen, welcher kunde würde wochenlange trocknungszeiten akzeptieren? daher ist die farbe auch selten im handel. heute muss es in 30min fertig sein :twisted:
aber in der oldieszene ist rostegal ein begriff. da spielt auch nur das ergebnis eine rolle, nicht die zeit. mfg willy

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Alfred
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Beitrag von Alfred » Dienstag 3. Juli 2007, 09:26

gibts da eine Bezugsquelle, Hersteller etc.?
kein Soja- Rindfleisch- und Holzimport zum Schutz der Regenwälder

lattenhammerwilly
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Beitrag von lattenhammerwilly » Mittwoch 4. Juli 2007, 07:24

artikelnummer in der bucht:160123321807
adresse: Karl-August Ohlsen, Pulser Str. 25, 25593 Reher/Holstein

Tel.: 04876/268
ansonsten einig landwirtschaftliche händler... zb. fiedler flensburg
könnte auch sein das raiffeisenmärkte die farbe noch im programm haben. mfg willy

matthias.h
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Beitrag von matthias.h » Samstag 7. Juli 2007, 11:26

Hallo!
Alfred hat geschrieben:gibts da (...) Hersteller etc.?
Hersteller ist

Lackfabrik Walter Schäfer GmbH
D-41515 Grevenbroich
Düsseldorfer Str. 26-28
Tel: 02181-41044
Homepage http://www.lack-schaefer.de funktioniert nicht >> TESTSEITE

Einziger Nachteil für Autoschrauber ist, dass es sich nicht mit nitroverdünnten oder 2K Lacken verträgt.

Viel Spaß!
Signaturen sind doof!

-FX-
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Beitrag von -FX- » Samstag 7. Juli 2007, 15:57

Sorry, wenn ich ein wenig ins Offtopic rutsche, aber das klingt für mich doch auch sehr interessant. Habe das Problem von unerreichbaren Stellen, die Falz der Radläufe von innen, die auch von innen etwas gammeln.

Zunächst war ich überzeugt, mit Fluid Film ein Lösung gefunden zu haben, jetzt klingt das aber, auch wenn es im Gegensatz zu Fluid Film wohl komplett aushärtet, nach einer echten Alternative.

Vorausgesetzt man bekommt den losen Rost da raus, aber was ist jetzt unter losem Rost zu verstehen ? Vielleicht schon das, was man mit Kompressor und Ausblaspistole rausbekommt oder müste man da schon schleifen ?

Würde sich jemand wagen, mir eine Einschätzung zu geben, was besser geeignet ist ?

lattenhammerwilly
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Beitrag von lattenhammerwilly » Mittwoch 11. Juli 2007, 20:50

moin
wenn man an den losen rost nicht rankommt ist rostegal sinnlos. es braucht schon eine feste grundlage, durchdringt aber die restporen. im radlauf würd ich dann von innen heisses fett oder kollossol naßsprühöl oder ähnliches nehmen, weil es dann schmierig bleibt und den luftsauerstoff abhält, erstmal zumindest. muss öfter wiederholt werden. am besten das vergammelte blech rausflexen und neu, gut mit rostegal vor dem verschweissen streichen und dann falls möglich etwas von innen dazukippen. das hält schonmal besser als das vom werk (opel) :D
rostegal lässt sich wohl mit kunstharz und 2-k lacken überarbeiten wenn man lange genug gewartet hat. schätze so bei 2 anstrichen im sommer 14 tage. dann gehts gut, aber nicht extra wieder anschleifen!!!
ich habe diese methoden der rostbehandlung an altopels schon seit jahren gemacht, und konnte mindestens noch 2-4 mal zum tüv eiern und den stempel holen. andere schweissen fast jedes jahr wenns wieder durch ist :lol:
ich schrecke aber auch nicht davor zurück einmal jährlich diese sauerei mit den konservierölen in den hohlräumen durchzuführen.
man selbst und das auto stinken dann erbärmlich.
schaut euch mal in der oldieszene um die wissen bestens bescheid mit der braunen pest....
mfg willy

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