Erfahrungen mit Rohrkamera

Messwerkzeuge, wie sie auf der Baustelle oder in der Werkstatt gebraucht werden: vom Meterstab bis zum Laser-Entfernungsmesser

Moderatoren: Dirk, Alfred

Antworten
hansdruck
Beiträge: 307
Registriert: 12. Apr 2009, 23:59
Wohnort/Region: OS-Land

Erfahrungen mit Rohrkamera

Beitrag von hansdruck » 6. Okt 2019, 14:10

Hallo,
ich muss das Rohrsystem eines Pools auf Leckage untersuchen und möchte dafür eine wasserdichte Kamera benutzen. Hat jemand das schon mal gemacht und kann Tipps geben, worauf man beim Kauf achten sollte?
Anschluss an Laptop wäre ok, oder auch per wlan oder usb.
Grüße Richard

powersupply
Beiträge: 13845
Registriert: 10. Apr 2005, 17:25
Wohnort/Region: BB
Wohnort: BB

Re: Erfahrungen mit Rohrkamera

Beitrag von powersupply » 6. Okt 2019, 15:12

Es gibt doch solche einfachen Inspektionskameras mit halbstarrem Schlauch an dessen Ende eine Kamera angebracht ist. Die sind in der Regel alle Wasserdicht. Ich meine diese schon mit mehreren Metern Länge gesehen zu haben.
Wie weit man die neben vorhandenen Rohren irgendwo eingeschoben bringt weis ìch nicht.
Professionelle Rohrinspektionsfirmen haben einen ca 2-3cm dicken kleinen Kamerakopf welcher von der Ferne am Rohreinlauf durch einen Antrieb vorwärtsgeschoben wird. Der kommt sogar nach einem Bogen im 125er Rohr 3m nach oben und dann wieder in der Horizontalen weiter.

Wenns nur um den Nachweis der Dichtigkeit geht. Hast Du schon mal Abdrücken in Betracht gezogen? Dürfte natürlich auch aufwändig werden... :?

PS

hansdruck
Beiträge: 307
Registriert: 12. Apr 2009, 23:59
Wohnort/Region: OS-Land

Re: Erfahrungen mit Rohrkamera

Beitrag von hansdruck » 6. Okt 2019, 15:24

Hallo,
abdrücken ist nicht notwendig, es kommt auf die Position der Unrichtigkeit an. Damit man an der richtigen Stelle graben bzw. flexen kann.
Die Rohre sind DN50, genauer Flexschläuche. Die enden einseitig oberhalb des Wasserspiegels.
Daher ist die Führung nicht ganz so problematisch.
Mir wäre auch Erfahrungen mit einem ganz konkreten Modell oder "Marke" wichtig.
Grüße Richard

Benutzeravatar
Dirk
Beiträge: 12482
Registriert: 19. Jan 2004, 16:54
Wohnort/Region: Westfalen

Re: Erfahrungen mit Rohrkamera

Beitrag von Dirk » 6. Okt 2019, 16:22

Falls Du so ein USB-Ding, z.B. von pearl.de, in betracht ziehst: USB ist, soweit ich weiß, nur bis 5m zulässig. Alles darüber kann noch funktionieren, muß aber nicht.
Akkuschrauber Auswahlhilfe
Mein Freund der Baum braucht CO2, drum setz' ich's aus dem Auspuff frei :D

MSG
Moderator
Beiträge: 5186
Registriert: 16. Sep 2009, 10:21
Wohnort/Region:
Wohnort: 20km rechts von Darmstadt

Re: Erfahrungen mit Rohrkamera

Beitrag von MSG » 6. Okt 2019, 16:42

hansdruck hat geschrieben:
6. Okt 2019, 15:24
Die Rohre sind DN50, genauer Flexschläuche.
Hallo Richard,

meinst Du, dass man da von innen Leckagen sehen kann? Bin da etwas skeptisch.

LG, Mathias

hansdruck
Beiträge: 307
Registriert: 12. Apr 2009, 23:59
Wohnort/Region: OS-Land

Re: Erfahrungen mit Rohrkamera

Beitrag von hansdruck » 6. Okt 2019, 16:49

Hallo,
ja, das machen Profis auch so. Flexschläuche sind sehr eben von innen. Man sieht jede Fehlstelle.
Ich vermute, dass da irgendwo eine Muffe ist, wo der Schlauch sich gelöst hat.
Richard

Benutzeravatar
the_black_tie_diyer
Beiträge: 366
Registriert: 29. Aug 2018, 16:24
Wohnort/Region: ME

Re: Erfahrungen mit Rohrkamera

Beitrag von the_black_tie_diyer » 6. Okt 2019, 23:37

Hi!

Aus leidiger Erfahrung: Vergiss die ganzen USB “Endoskope”/Inspektionskameras mit den flexiblen Kabeln. Die kriegst Du nicht eingeführt, bzw. nur mit Hilfsmitteln, die Auflösung ist schlecht, der Fokus passt nur mit Glück mal an ein paar stellen und ansonsten ist das Bild matsche.

Ich hatte so ein Teil gekauft um etwas ähnliches zu überprüfen, das ist einfach nur Spielzeug.

Ich habe mir dann ein (semi-)professionelles Modell gekauft (Snap-On BK 5600 Dual 55) das ist aber für Dich vermutlich nicht ausreichend, die Kamerasonde hat nur einen Meter Länge. Das funktioniert zuverlässig und macht was es soll. Und ist durch den flexiblen/biegsamen aber relativ festen Kameraschlauch auch entsprechend handlebar.

Für eine Inspektion der Abwasserrohre hatte ich einen Profi hier, der hatte ein Gerät von Rothenberger dabei - das hat ebenfalls wie erwartet performed!

Mein konkreter Rat: (Semi-)Professionelles Gerät im Verleih besorgen. Man(n) macht sich das Leben damit sehr viel leichter.

Da hat mann dann evtl. auch einen steuerbaren Kamerakopf etc. ...

Viele Grüße,
Oliver
Viele Grüße,
Oliver aka @the_black_tie_diyer

Dev
Beiträge: 816
Registriert: 10. Sep 2009, 21:50
Wohnort/Region: Segeberg

Re: Erfahrungen mit Rohrkamera

Beitrag von Dev » 6. Okt 2019, 23:46

the_black_tie_diyer hat geschrieben:
6. Okt 2019, 23:37
Mein konkreter Rat: (Semi-)Professionelles Gerät im Verleih besorgen. Man(n) macht sich das Leben damit sehr viel leichter.
Das hängt davon ab, ob man ein Gerät das in seinem Leben schon viele Abwasserrohre von innen gesehen hat und ausreichend Reste dieser Tätigkeit anhaften hat, gerne mit dem selben Poolwasser reinigen möchte in dem man anschließend badet... :mrgreen:

Alternativ: Eine Abdichtblase kaufen. Die kosten nicht viel, so dass man ein ungebrauchtes Exemplar erwerben kann. Einen etwas längeren Druckschlauch montieren, in das Rohr schieben, aufblasen, das Rohr abdrücken. Dann die Abdichtblase einen Meter weiter schieben, wieder aufblasen und erneut das Rohr abdrücken. Solange bis die undichte Stelle erreicht ist. Dann die Schlauchlänge an der Abdichtblase messen und schon weißt Du auf ungefähr einen Meter genau, wo die Undichtigkeit ist.
Der einzige Haken bei der Sache: Ich kenne Abdichtblasen erst ab DN100. Ob es sowas auch für DN50 gibt, müsstest Du einmal prüfen oder alternativ eine aus geeignetem Material selbst bauen. :)

Batasaa
Beiträge: 195
Registriert: 3. Jul 2009, 15:52
Wohnort/Region: Hamburg

Re: Erfahrungen mit Rohrkamera

Beitrag von Batasaa » 6. Okt 2019, 23:53

the_black_tie_diyer hat geschrieben:
6. Okt 2019, 23:37
Aus leidiger Erfahrung: Vergiss die ganzen USB “Endoskope”/Inspektionskameras mit den flexiblen Kabeln. Die kriegst Du nicht eingeführt, bzw. nur mit Hilfsmitteln, die Auflösung ist schlecht, der Fokus passt nur mit Glück mal an ein paar stellen und ansonsten ist das Bild matsche.
Kann ich aus ebenso leidiger Erfahrung nur bestätigen. Ich habe die Kamera (siehe Link) und die ist ehrlicherweiser für nichts zu gebrauchen!

https://www.amazon.de/USB-Endoskop-Insp ... B00GMXTXTI

Benutzeravatar
the_black_tie_diyer
Beiträge: 366
Registriert: 29. Aug 2018, 16:24
Wohnort/Region: ME

Re: Erfahrungen mit Rohrkamera

Beitrag von the_black_tie_diyer » 7. Okt 2019, 00:33

Dev hat geschrieben:
6. Okt 2019, 23:46
the_black_tie_diyer hat geschrieben:
6. Okt 2019, 23:37
Mein konkreter Rat: (Semi-)Professionelles Gerät im Verleih besorgen. Man(n) macht sich das Leben damit sehr viel leichter.
Das hängt davon ab, ob man ein Gerät das in seinem Leben schon viele Abwasserrohre von innen gesehen hat und ausreichend Reste dieser Tätigkeit anhaften hat, gerne mit dem selben Poolwasser reinigen möchte in dem man anschließend badet... :mrgreen:

(...)
Dann gehöre ich wohl zu der aussterbenden Art von Menschen die geliehene Gerätschaften gereinigt, und in hygienisch einwandfreiem Zustand zurückgeben. :schlaubi:

Aber auch da kann man sich ja behelfen: Handschuhe, Putzeimer, Reinigungsmittel - und wenn der Ekel ganz, ganz schlimm ist: Nochmal mit nem Desinfektionstuch bzw. Sterilium (o.Ä.) nach wienern. :allesgut:

Was dann evtl. noch dranhängt sollte ein Körper mit intaktem Immunsystem verkraften. Zumal ich mal davon ausgehe dass das Wasser im Pool dazu eh noch behandelt ist. :crazy:

Viele Grüße,
Oliver
Viele Grüße,
Oliver aka @the_black_tie_diyer

Antworten