Linienlaser - nur welcher

Messwerkzeuge, wie sie auf der Baustelle oder in der Werkstatt gebraucht werden: vom Meterstab bis zum Laser-Entfernungsmesser

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norinofu
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Re: Linienlaser - nur welcher

Beitrag von norinofu » 16. Apr 2018, 22:32

Nachdem die Eingangsfrage noch immer offen ist, hab ich meine bisherigen Eindrücke mal sortiert.

Das ursprüngliche Budget von ca. 200 Euro hab ich mit beiden Geräten gerissen. Allerdings muss ich das wohl in Kauf nehmen, wenn ich drei Linien möchte. Der Sprung vom GLL 3-50 zum 3-80P ist ausstattungsbereinigt dann auch nicht mehr so groß (ca. 50 EUR), dafür gibt es dann 360° Linien. Gerade bei der horizontalen Linie ist das bei mir in den vier Wänden schon mal extrem vorteilhaft und ich brauch ggf. nicht umsetzen.

Hier mal eine Bewertung für mich relevanter Punkte

Stanley X3G:
+ sehr gut sichtbare Linie
+ praktische Universalhalterung
o etwas rustikal verarbeitet
o Brille dabei
o robust wirkender Koffer und Einlage
- eingebauter Akku
- recht großes Gerät
- je nach Winkel große Lücken in der Linie

Bosch GLL 3-80P
+ gut sichtbare Linie
+ in L-Boxx
+ ca. 60 Euro günstiger als X3G
o auf dem Papier höhere Reichweite (40/80m vs. 35 / 60m)
o Brille nicht dabei
o besser verarbeitetes Gerät
- Universalhalterung Verstellung Y-Achse

Zu einem abschließenden Ergebnis bin ich allerdings noch nicht gekommen und ja, einer muss wieder gehen :)
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Dirk
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Re: Linienlaser - nur welcher

Beitrag von Dirk » 17. Apr 2018, 08:17

Das "ca. 60Euro günstiger" des Bosch muss man aber differenziert betrachten: bereinigt um den roten Laser (den kann man nicht wie mitgeliefertes Zubehör einfach nachrüsten) wäre der Bosch erheblich sehr viel teurer als der Stanley.
Ich finde, bei der derzeitigen Marktpreisdifferenz zwischen Grün und Rot darf man das keinesfalls unter den Tisch fallen lassen und müßte den Bosch preislich eher mit dem X3R vergleichen. Oder den Stanley mit dem GLL 3-80CG.
Und die von Dir erwähnte sagen wir mal "nicht ganz so gute" Verarbeitung des X3G kann ich anhand meines nicht bestätigen. Da muß man schon mit der Lupe drangehen, um Fehlstellen zu finden. Und ich bin da vermutlich genauso pingelig wie Du. :crazy: :bierchen:
Ach ja: bei einer fairen Bewertung kann man die L-Boxx auch nicht als Pluspunkt werten, Stanley liefert ja auch in der Systembox "T-Stak". Anders wäre es, wenn Stanley nur im Karton oder billigem Koffer liefern würde.
Und bei drei "Lücken" im Laser ist die Wahrscheinlichkeit, eine ebensolche störend zu treffen, natürlich entsprechend geringer als bei vier Lücken.

Bitte versteh' mich nicht falsch, ich will Dir nix aufschwatzen, hab' ich ja nix von. Aber Deine Auflistung hat, von außen betrachtet, schon was von "mit Bosch-Brille auf der Nase"... :wink:
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Re: Linienlaser - nur welcher

Beitrag von norinofu » 17. Apr 2018, 09:42

Die Farbe des Lasers ist mir grundsätzlich egal. Weiter vorne war ich mit der Sichtbarkeit des geliehenen B&D Lasers ja auch ganz zufrieden und hatte im Freien sogar schlechtere Sichtbarkeit erwartet.
Dass es nun ein grüner Laser in die Auswahl geschafft hat, liegt allein am Preis.
Den X3R hatte ich mir auch angeschaut, aber dann aufgrund des Straßenpreises verworfen, ebenso den Stabila LAX400. Da hat Bosch einfach etwas mehr im Lieferumfang oder ist bei ähnlichem Umfang günstiger.

Das Grüne Licht des X3G lass ich nicht einfach unter den Tisch fallen, denn es ist eben doch besser sichtbar. Ob es der Faktor 4 ist, wie manche Hersteller meinen, weiß ich nicht.
Sonst wäre der Stanley schon wieder auf dem Weg zurück zum Buchhändler.

Was den Systemkoffer betrifft, ohne Rücksicht auf irgendwelche vorhandenen Koffer geb ich dir recht. Daher ja auch für mich relevante Punkte. Ich hab meine Werkzeuge überwiegend in L-Boxxen, daher lass ich schon ein Stück weit die Art des Koffers mit einfließen wenn die richtige Box schon dabei ist. Evtl. war das + etwas zu stark und es hätte auch ein o gereicht. Ich veranschlage ich für die vorhandene L-Boxx einfach mal 20 EUR die ich auf den Stanley noch draufhauen müsste. Die T-Stak Box müsste ich ja auch erstmal wieder loswerden.

Über die Verarbeitung kann wan hinwegsehen, es ist schließlich ein Werkzeug. Aber dennoch ist es eben ein Punkt der mit einfließt.

Größter Störfaktor für mich ist am Bosch der recht lockere Drehteller an der Universalhalterung.

Beim Stanley stört mich der integrierte Akku, nicht weil der irgendwann mal kaputt gehen kann, sondern weil das Ding dann leer ist, wenn man es nicht brauchen kann. Ebenso die doch recht großen Lücken im Strahl.
Die sind mir gestern Abend noch aufgefallen, als ich eine Höhe über eine größere Fläche festlegen wollte. Da haben dann zwischendrin ca. 25 cm gefehlt. Beim Bosch waren es nur ca. 10 cm die gefehlt haben.

Achso, die Brille war in beiden Fällen übrigens von Stanley :)
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Re: Linienlaser - nur welcher

Beitrag von norinofu » 18. Apr 2018, 21:35

Unterm Strich hat mich der grüne Laser doch überzeugt. Ich hab die beiden nochmal in einem Kellerraum mit weißen Betonwänden und zwei 18 Watt LED Wannenleuchten an der Decke getestet. Da lagen schon Welten dazwischen. Die grüne Linie war ohne Probleme selbst direkt neben einer der Leuchten zu erkennen, die Rote nicht. Auch an der gegenüberliegenden Wand, also Blick durch den Lichtkegel der Deckenleuchte aus ca. 4m Entfernung war die grüne Linie klar und deutlich zu erkennen, die Rote musste man schon etwas suchen.
Daher darf der Stanley bleiben.
Normalerweise haben meine Werkzeuge keinen Namen, aber dem Laser hab ich Willi verpasst, er ist gelb-schwarz und etwas pummelig :mrgreen:

Falls jemand Interesse an dem GLL3-80P hat, gerne per PN, ansonsten geht der die Tage zurück an den Händler.
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Re: Linienlaser - nur welcher

Beitrag von Dirk » 20. Apr 2018, 20:31

Soo. Ich hatte ja die Tage schon Bilder der Laser gepostet, um einen Eindruck von der Helligkeit zu bieten. Jetzt nochmal, fotografiert ca. 19.35h, das ist hier im Moment eine Stunde vor Sonnenuntergang.
Man kann deutlich erkennen, daß der Flex ALC 3/1 der "dunkelste" der drei Laser ist, während sich der rote LT56 und der grüne X3G kaum was tun.
Abstand bei den reinen Horizontallinienfotos ca. 2,71m, bei den Kreuzlinien zwischen 77cm (Bildrand) und 1m (Bildmitte).

Horizontallinien der Reihe nach:
- Unterste rote Linie Flex ALC 3/1
- mittlere rote Linie Spectra Precision LT56
- obere grüne Linie Stanley X3G

Vertikallinien der Reihe nach:
- Linke rote Linie Flex ALC 3/1
- Rechte rote Linie Spectra Precision LT56
- Grüne Linie Stanley X3G
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