Vierkantrohre verschweißen mit E-Handschweißgerät

Schweißgeräte und Know how rund ums Thema Schweißen

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WoodArt
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Vierkantrohre verschweißen mit E-Handschweißgerät

Beitrag von WoodArt » 17. Sep 2020, 09:42

Hallo Leute,
ich bin neu hier und stolper gleich mal mit einer Frage hier rein:
Ich will zwei Vierkantrohre (30 x 20 mm + 16 x 16 mm) verbinden. Ich arbeite hierbei mit einer 1,5 mm Elektrode (Rutil) und etwa 50 bis 60 A.
Winkelstahl oder auch flächiges Verschweißen klappt prima.
Nur bei diesen Rohren ist es wie verhext. Die Schweißnaht wird sehr unsauber, obwohl ich die Kehlnaht mit pendelnden Bewegungen durchführe. Die Elektroden brennen sauber ab.
Auf den Bildern sieht man, dass sich zwischen den Rohrflächen immer noch eine Fuge befindet. Warum ist das so ?
Ich habe die Rohre geschliffen und mit Aceton entfettet. Rückstände sind restlos entfernt. Die Elektroden sind neu und vorher draußen in der Sonne getrocknet.
Hat jemand von euch eine Idee, wie ich vorgehen kann ? (eventuell vielleicht lieber Hartlöten ?)

Gruß Jan
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edison
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Re: Vierkantrohre verschweißen mit E-Handschweißgerät

Beitrag von edison » 17. Sep 2020, 09:49

Moin, Polarität stimmt?
Hast Du mal versucht mit der Neigung der Elektrode zu spielen oder diese auch mal leicht ins Werkstück gedrückt?

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WoodArt
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Re: Vierkantrohre verschweißen mit E-Handschweißgerät

Beitrag von WoodArt » 17. Sep 2020, 10:13

Hallo edison,
Die Neigungen habe ich schon durchprobiert. Die Polarität stimmt auch - die Leitungen sind fest am Gerät verbunden. Das Werkstück hatte ich auch schon auf 45° Geneigt, so dass ich in einer Art Wanne schweiße, damit die Schmelze besser in die Fuge fließt. Das Ergebnis war genauso schlecht, als wenn die Schmelze gar nicht an beiden Profilen haften möchte. Entfettet ist aber alles.

Danke für die schnelle Antwort.

Jürgi
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Re: Vierkantrohre verschweißen mit E-Handschweißgerät

Beitrag von Jürgi » 17. Sep 2020, 11:16

Nicht pendeln, sondern die Elektrode in die Ecke rein drücken. Dein Lichtboden ist sonst zu lang. Etwas mehr Strom geben.

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D_Mon
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Re: Vierkantrohre verschweißen mit E-Handschweißgerät

Beitrag von D_Mon » 17. Sep 2020, 16:35

+1

Genau das wollte ich auch gerade schreiben.
Wenn man eine ausdrückliche Kehlnaht haben möchte, kann / muss man ggf. noch ein bis zwei mal drüber schweißen. Zum "normalen" halten ist es aber nicht notwendig.

Gruß
D.Mon

PS: Grüße ins Allgäu - ist meine Heimat.
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Roman W
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Re: Vierkantrohre verschweißen mit E-Handschweißgerät

Beitrag von Roman W » 17. Sep 2020, 20:24

Wie schon gesagt, solltest du Mal versucht die Elektroden in die Kahle zu drücken, so daß du auch einen Widerstand merkst, damit die Naht gut einbrennen kann und dabei nur leicht pendeln so dass sich das Schweißbad schön ansammeln kann. Am besten in Wannenlage. Aber auch nicht zu sehr, sonst brennt das Rohr durch, was mit der Elektode nur mühsam wieder verschlossen werden kann.

Gruß Roman W.

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Re: Vierkantrohre verschweißen mit E-Handschweißgerät

Beitrag von Drehmomentapostel » 17. Sep 2020, 22:59

Es gibt rutile Elektroden, welche am Pluspol verschweißt werden müssen, und welche die am Minuspol verschweißt werden müssen. Deshalb muss die Polung nicht unbedingt stimmen.
Ist es ein gleich oder Wechselstromgerät?
Es gibt Elektroden die vertragen kein AC.
Auf der Packung oder manchmal sogar auf der Elektrode müssten Zeichen zu finden sein. - heißt am Minuspol, +am Pluspol, ~ steht für Wechselstrom.
Schweiß doch außerdem doch mal zur Masseklemme hin, dann hält die Blassirkung die Schlacke zurück.
Dickere Elektroden probieren.
Grüße vom Drehmomentapostel :schlaubi:
Hannes

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Bühler
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Re: Vierkantrohre verschweißen mit E-Handschweißgerät

Beitrag von Bühler » 27. Sep 2020, 06:04

würde auf 2,5mm Elektrode gehen und mit 120-130A verschweißen,

1,5 wird nur selten gebraucht (heften)

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