Hermann HER-MAG 420 MIG/MAG Gerät mit diversen Problemen...

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powersupply
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Re: Hermann HER-MAG 420 MIG/MAG Gerät mit diversen Problemen...

Beitrag von powersupply » 28. Jun 2019, 20:28

Hallo Dave

Du kannst den Stecker doch mal abziehen und einschalten.
Wie ich der Stückliste entnehmen konnte ist doch, zusätzlich zum Transduktor, ein gesteuerter Gleichrichter eingebaut. Daher enden die vielen roten und weisen Drähte auch am Gleichrichter.

Hast Du einen Schaltplan? Kannst Du mir den mal zukommen lassen?

PS

Schlorg
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Re: Hermann HER-MAG 420 MIG/MAG Gerät mit diversen Problemen...

Beitrag von Schlorg » 28. Jun 2019, 23:43

Servus PS,

nein, Schaltplan habe ich leider noch nicht.


Folgendes... war heute nochmal 2 Stunden beim Hermann in der Garage... Hab damit begonnen den oberen Deckel abzunehmen und die Kiste vorsichtig mit Sauger, Pinsel und Druckluft weiter vom Staub zu befreien... Im oberen Teil des Geräts war dann erstmal nichts weiter auffälliges zu finden.
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Im unteren Teil hat mir der Sauger dann unter dem Trafo folgendes Bauteil angesaugt... Keine Ahnung was des ist und wo es herkommt... glaube eher nicht, dass ich des beim reinigen irgendwo runtergerissen hab, des lag bestimmt schon ne Weile unter dem Trafo... :kp:

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003.jpg


Habe dann zuerst mal alle Glas-Feinsicherungen überprüft. Hier war alles in Ordnung. :top:


Im Drahtvorschubkoffer habe ich dann mal die Abdeckung abgenommen... da war ziemlich viel Staub drin... habe ich ebenfalls gereinigt...

009.jpg

Mich hatte es gestern schon irritiert, dass ich den Schütz im Gerät beim betätigen des Brennertasters nicht schalten höre... als ich dann im Vorschubkoffer den Schütz gesehen habe, isses mir dann wie Schuppen von den Augen gefallen... dachte erst, dass der Schütz vielleicht verklebt ist und deswegen dauerhaft geschlossen ist... als ich dann das Teil nochmal angeschaut habe, dachte ich mir ich seh nicht recht... Da hat jemand mitten in den Schütz ne Schraube gedreht und ihn so dauerhaft geschaltet... Schraube also mal entfernt... wied aber wohl schon einen Grund gehabt haben, dass mal jemand auf diese Idee gekommen ist.... :crazy:

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007.jpg


Okay... also... habe dann mal das Gerät eingeschaltet, ohne dass ein Draht drin war... ohne Schraube im Schütz bleibt die Spannung im oberen Display bei 0V stehen und drehen am roten Poti ändert auch nix... Nur folgende Beobachtung: Wenn ich den Poti über ca. 30 drehe, dann schließt der rot eingekreiste Kontakt und öffnet bei selber Position auch wieder, wenn ich retour drehe. Könnte genau die Position gewesen sein, in welcher das Phänomen mit dem Sprung von 18V auf 41V aufgetreten ist, muss aber nicht.

001.jpg

Wie auch immer.... wollte dann mal sehen, ob denn evtl. ein Problem mit der Phasenfolge besteht und habe mal 2 Phasen gewendet... Problem blieb aber das gleiche... Brennertaster wird betätigt, Drahtvorschub läuft, lässt sich aber nicht regeln und Error Lampe leuchtet.... Genau... und dann hab ich mal den Rücklaufschlauch vom Brenner weggemacht und hab die Kiste laufen lassen... da kam nix, überhaupt nix... Blick auf die Pumpe... läuft überhaupt gar nicht... Phasenfolge egal, Pumpe steht still...

An dem Punkt war ich vor ca. 20 min, muss jetzt ins Bett und werde morgen mal weitersehen... Die Pumpe ist ein ganz gewöhnliches 230V Modell, werde morgen mal messen, ob die überhaupt Strom bekommt bzw. werd die mal seperat anklemmen und schauen ob se anläuft... oder fest ist...


So.... gewagte Theorie des Schlorgs:

Das Problem mit der Pumpe besteht schon länger.... Wie wir aus der Anleitung wissen, gibt der Durchflusswächter den Schweißstrom nicht frei, wenn was nicht passt, der Drahtvorschub läuft jedoch... irgend ein findiger "Elektriker" hat kurzerhand das Problem analysiert und mit der nächstbesten Schraube den Schütz blockiert, dass man wieder schweißen kann... Daher die Problematik mit dem Dauerstrom....

Ich hau mich hin, guad nacht! :?
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powersupply
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Re: Hermann HER-MAG 420 MIG/MAG Gerät mit diversen Problemen...

Beitrag von powersupply » 29. Jun 2019, 04:57

Ins Bett um diese Zeit?
Da laufen andere zur Höchstform auf :mrgreen:

Das angesaugte Teil könnte der Deckel eines axial kontaktierten Elkos gewesen sein. Möglicher Einbauort eines solchen Bauteils könnte zwischen Drossel und Ausgang gewesen sein. :glaskugel:

Das mit der Phasenfolge kannst Du ganz easy am entsprechenden Relais überprüfen bzw überbrücken . Das befindet sich rechts vom Hauptschütz.

PS

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AndreB
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Re: Hermann HER-MAG 420 MIG/MAG Gerät mit diversen Problemen...

Beitrag von AndreB » 29. Jun 2019, 05:10

Sers ihr zwei,

seid ihr euch wirklich sicher, dass das über/hinter dem mintgrünen Widerstand nur etwas Metallstaub ist? Ich find immer noch, dass es auf der Platine - zumindest von 237km Entfernung aus - komisch aussieht.

LG!

Andre
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Re: Hermann HER-MAG 420 MIG/MAG Gerät mit diversen Problemen...

Beitrag von powersupply » 29. Jun 2019, 08:06

Von mir dürfte es nicht minder weit weg sein :crazy:
Aber in der Tat. Jetzt fällt mir auf was Du meinst. Da sieht man mal wieder wie robust so eine FR4 Platine gegenüber einer aus Pertinax gefertigten ist.
Warum der Widerstand so heiß wurde ist wohl zu klären. Normal ist das eher nicht. Aber zunächst würde ich mal die Lötstellen in dem Bereich bzw insbesondere an dem Widerstand checken und pauschal nachlöten. Funktionieren tut er ja anscheinend noch.
Dann würde ich mir noch Gedanken zum Tausch der beiden daneben stehenden Elkos machen bzw diese pauschal tauschen. Die wurden ja wohl lange Zeit extrem beheizt und dürften, wenn überhaupt nur noch gering wirksam sein. Den roten Kondensator würde ich auch mittauschen.
Interessant finde ich auch den Sicherungssockel mit eingelöteter Diode. Hab ich auch noch nie gesehen. :shock:

PS

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Re: Hermann HER-MAG 420 MIG/MAG Gerät mit diversen Problemen...

Beitrag von Schlorg » 29. Jun 2019, 09:24

Das angesaugte Teil könnte der Deckel eines axial kontaktierten Elkos gewesen sein. Möglicher Einbauort eines solchen Bauteils könnte zwischen Drossel und Ausgang gewesen sein. :glaskugel:
Alles klar, such ich mal... :top:

Heute Abend schau ich nach der Pumpe/Durchflusswächter und bau hernach dann mal die beiden Platinen aus zwecks genauerer Begutachtung....

Danke euch! :thx:

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Re: Hermann HER-MAG 420 MIG/MAG Gerät mit diversen Problemen...

Beitrag von Schlorg » 29. Jun 2019, 10:05

Jetzt weiß ich was Ihr meint mit der Brandstelle... hab mich da zu sehr auf den Staub ringsrum konzentriert ohne genauer hinzuschauen... war gerade wegen was anderem in der Garage und hab nochmal einen schnellen Blick auf die Platine geworfen... da ist unter dem Widerstand definitiv irgendwas nicht ganz gut... Auf der Rückseite der Platine ist mir auch etwas aufgefallen... heute Abend bau ich die beiden Platinen zur genaueren Analyse und für bessere Fotos aus....


Bis dann!

Viele Grüße,

der Schlorg

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Re: Hermann HER-MAG 420 MIG/MAG Gerät mit diversen Problemen...

Beitrag von AndreB » 29. Jun 2019, 10:47

Einwas noch Dave... den Durchflusswächter kannst du bestimmt auch einfach brücken, um zu testen. Ist mit ziemlicher Sicherheit nix anderes als ein einfacher Schließerkontakt.

Gruß!

Andre
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Re: Hermann HER-MAG 420 MIG/MAG Gerät mit diversen Problemen...

Beitrag von powersupply » 29. Jun 2019, 15:40

Hallo

Noch was zum Phasenfolgerelais:
Oben am Relais liegen, direkt vom Hauptschütz kommend, die drei Phasen an.
An der Unterseite sind, meine ich, fünf angeschlossene Drähte zu erkennen. Drei oben an Klemme 21 und zwei an Kl 24. Dieser Kontakt ist geschlossen wenn die Phasenfolge korrekt erkannt wird.
Eine Ebene tiefer ist ein blauer Draht an 14 angeschlossen. Dort müsste, den Bezeichnungen zufolge, auch ein Schließer in Betrieb sein.
AndreB hat geschrieben:
29. Jun 2019, 10:47
Einwas noch Dave... den Durchflusswächter kannst du bestimmt auch einfach brücken, um zu testen. Ist mit ziemlicher Sicherheit nix anderes als ein einfacher Schließerkontakt
Das bliebe auszumessen. Ich würde einen Öffnerkontakt vorsehen. Dann wird auch bei Drahtbruch ein Fehler angezeigt. Allerdings muss es auch einen entsprechenden Schalter geben.

PS

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Re: Hermann HER-MAG 420 MIG/MAG Gerät mit diversen Problemen...

Beitrag von Schlorg » 29. Jun 2019, 17:37

Oiso.... kurzer Zwisschenstand, bevors gleich mit der Family in den Biergarten geht... :bierchen:

Durchflusswächter hat bei ausgeschaltetem Gerät keinen Durchgang, hab ne Brücke gebaut und siehe da, des eine Problem ist weg... Wenn ich jetzt den Brennertaster betätige, zieht der Hauptschütz im Gerät an und der Drahtvorschub läuft ohne Fehlerlampe. Kommt der Schweißdraht jetzt mit dem Werkstück in Berührung zündet der Lichtbogen, aber irgendwas passt noch nicht mit dem Verhältniß von Spannung zu Vorschub...

Dauerstromproblem wie zu erwarten durch das beseitigen der Schraube im Hauptschütz beseitigt... Es wird mir so langsam schon immer klarer, warum das ganze so hingepfuscht wurde... :crazy:

Wie auch immer... folgende Beobachtungen habe ich jetzt zwischenzeitlich noch gemacht:

1. Die Spannungsanzeige im Display zeigt nichts mehr an... steht immer bei 0,0V, trotzdem ändert sich der Lichtbogen sichtbar, wenn ich am roten Poti drehe.. zwischendrin hat das Display dann mal wieder was angezeigt, nach dem an und abschalten dann aber wieder 0,0V

2. Mich irritiert der Poti mit der Beschriftung " + Motor - " im Vorschubkoffer... der taucht bei mir in der Anleitung nirgends auf. Ist der Poti abgesteckt läuft auch der Drahtvorschub logischerweiße nicht. Bin mir nicht sicher, ob der mal nachträglich eingebaut wurde... der verwendete Schrumpfschlauch und die Beschriftung würde jedoch zu vielen anderen Bauteilen passen die definitiv original von Hermann so verbaut wurden...

Der Drahtvorschub Poti an der Vorderseite hat absolut keinen Effekt auf die Vorschubgeschwindigkeit... irgendwie könnte man meinen, dass da jemand mal den Poti auf die Rückseite als Ersatz für den DV Poti auf der Vorderseite reingebastelt hat... Keine Ahnung...

Noch was zwecks Drahtvorschub... Wenn ich den Brennertaster drücke läuft zwar der Drahtvorschub und lässt sich in einen gewissen Bereich mit dem Mysteriösen Poti regeln, der der Schütz im Drahtvorschubkoffer zieht jedoch nicht an.

Nur wenn ich den Taster auf der Rückseite der Drahtvorschubeinheit drücke, der lt. Anleitung zum Stromlosen einfädeln des Drahts ist, dann zieht der Schütz an und der Drahtvorschub fetzt mit voller Geschwindigkeit dahin... Diese Vorschubgeschwindigkeit bekomme ich so nicht hin, selbst, wenn ich mittels dem grünen Regler die Schweißspannung auf das maximum stelle und den "+ Motor -" Poti ganz aufdrehe fährt der Draht da nur relativ gemütlich dahin...


Bis denn mal! :-)
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