Reparaturversuch Esseti Query 350i

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powersupply
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Re: Reparaturversuch Esseti Query 350i

Beitrag von powersupply » 30. Aug 2017, 17:16

Hi

So hab ich mir das gedacht, dass auch Du das gebacken bekommst mit dem Berechnen der Größen. :top:
Shunt hab ich natürlich keinen, wobei ich so etwas wieder mal bestellen müsste. Denkst du, dass es für eine grobe Testung auch ohne geht?
Einen Shunt brauchst Du erst mal nicht. Die knapp 10A kannst Du ja mit dem Multimeter messen. Wahrscheinlich genauer als Du einen Shunt messen könntest. Außerdem kannst Du ja zur Kontrolle den Spannungsabfall an deinem einigermaßen bekannten Kabel nachmessen.

PS

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AndreB
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Re: Reparaturversuch Esseti Query 350i

Beitrag von AndreB » 31. Aug 2017, 21:35

Servus PS!

Hat leider ein bisschen gedauert mit der Antwort.

Hab gestern Abend noch den Netzteilbehelf entsprechend mit Kabel und weiteren Gimmicks (alte Steckdose, abgeschnittener Stecker,...) durchgemessen. Anfangs lief das Netzteil auch schön an, nach 9-15 Versuchen war dann aber Ende mit dem Netzteil. :?

Gemessen hab ich nur rund 900 mA (natürlich im großen A-Modus). Spannung hatte mich mit entsprechendem Umstecken am Mulit sowie einem weiteren Kabelhelferchen mit zwei Steckern auch mal parallel gemessen und das waren nur sowas um die 0,006. Kann das sein, dass der Spannungsabfall über die 30m so groß ist?

Multimeter funktioniert noch tadellos. Nur mal nebenbei. :)

Hab mir heute dann ein neues Netzteil besorgt (Wertstoffhof) und wollte das eigentlich dann umbauen. Wie der Zufall so wollte, war heute aber ein Kumpel von mir da und hat sein Labornetzgerät sowie sein Multi mitgebracht.

Konnten mit dem Labornetzteil konstant 3A durch das Kabel schicken (immer simultan mit dem anderen Multimeter gemessen) und dann hab ich einfach mal die Anzahl der Wicklungen wieder verändert.

Dabei ergaben sich folgende Messungen:

5 Wdg. -> 15A -> 230mV
6 Wdg. -> 18A -> 261mV
7 Wdg. -> 21A -> 286mV
8 Wdg. -> 24A -> 320mV
9 Wdg. -> 27A -> 367mV
10 Wdg. -> 30A -> 401mV
11 Wdg. -> 33A -> 423mV
12 Wdg. -> 36A -> 458mV
13 Wdg. -> 39A -> 492mV
14 Wdg. -> 42A -> 534mV
15 Wdg. -> 45A -> 572mV
16 Wdg. -> 48A -> 608mV
17 Wdg. -> 51A -> 647mV
18 Wdg. -> 54A -> 683mV
19 Wdg. -> 57A -> 721mV
20 Wdg. -> 60A -> 757mV

Ich blättere später mal im Thread zurück und gucke, wie das mit den von dir weiter vorne geschriebenen Werten sowie der Berechnung übereinstimmen würde.

Muss grad leider fix weiter.

LG!

Andre
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Re: Reparaturversuch Esseti Query 350i

Beitrag von AndreB » 31. Aug 2017, 23:51

Servus PS!

Also... Hab mit der Formel noch mal durchgerechnet und auch wenn ein paar Abweichungen (denke, dass das auch von der Messung kommen kann) da sind, glaube ich, dass der HAL300 aus dem Esseti okay ist.

Hab die Auszüge noch mal mit den nach Rechnung zu erwartenden Werten (in Klammern) versehen, wobei das generell ja einfach 0,04er-Schritte nach Berechnung sind.

4V : 300A x XA = YV.

5 Wdg. -> 15A -> 230mV (0,20V)
6 Wdg. -> 18A -> 261mV (0,24V)
7 Wdg. -> 21A -> 286mV (0,28V)
8 Wdg. -> 24A -> 320mV (0,32V)
9 Wdg. -> 27A -> 367mV (0,36V)
10 Wdg. -> 30A -> 401mV (0,40V)
11 Wdg. -> 33A -> 423mV (0,44V)
12 Wdg. -> 36A -> 458mV (0,48V)
13 Wdg. -> 39A -> 492mV (0,52V)
14 Wdg. -> 42A -> 534mV (0,56V)
15 Wdg. -> 45A -> 572mV (0,60V)
16 Wdg. -> 48A -> 608mV (0,64V)
17 Wdg. -> 51A -> 647mV (0,68V)
18 Wdg. -> 54A -> 683mV (0,72V)
19 Wdg. -> 57A -> 721mV (0,76V)
20 Wdg. -> 60A -> 757mV (0,80V)

Wenn du dein Okay zum HAL300 gibst, dann würde ich den HAL als Fehlerquelle ausschließen und mich wieder dem weiteren Platinenstudium, etc. widmen, sprich dort wieder auf Fehlersuche gehen.

LG!

Andre
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Re: Reparaturversuch Esseti Query 350i

Beitrag von powersupply » 1. Sep 2017, 00:24

AndreB hat geschrieben: Hab gestern Abend noch den Netzteilbehelf entsprechend mit Kabel und weiteren Gimmicks (alte Steckdose, abgeschnittener Stecker,...) durchgemessen. Anfangs lief das Netzteil auch schön an, nach 9-15 Versuchen war dann aber Ende mit dem Netzteil. :?
Die Konstruktion mit dem Stecker sieht auf den ersten Blick sehr abenteuerlich aus, ist aber wenn man den Hintergrund weis gut gelöst. :top:
Das Netzteil hat es aber wohl zwischenzeitlich hinter sich... :?
Die im zweiten Bild angezeigten 8,93A entsprachen ja etwa dem was wir berechnet hatten.
Spannung hatte mich mit entsprechendem Umstecken am Mulit sowie einem weiteren Kabelhelferchen mit zwei Steckern auch mal parallel gemessen und das waren nur sowas um die 0,006. Kann das sein, dass der Spannungsabfall über die 30m so groß ist?
Htten wir je berechnet. Bei ~10A fallen etwa die 3,3V alleine im Verlängerungskabel ab. Das ist so nebenbei auch der Grund warum so mancher Hochdruckreiniger an einem 50m Verlängerungskabel nicht mehr will. Da fehlen dann schon mal mehr als 20V die im Kabel verheizt werden.
Hab mir heute dann ein neues Netzteil besorgt (Wertstoffhof) und wollte das eigentlich dann umbauen. Wie der Zufall so wollte, war heute aber ein Kumpel von mir da und hat sein Labornetzgerät sowie sein Multi mitgebracht.
Genau so erklärt sich warum ich mittlerweile so viel Krempel herumstehen habe und weswegen immer wieder noch ein Gerätchen dazukommt :mrgreen:

Dabei ergaben sich folgende Messungen:

5 Wdg. -> 15A -> 230mV
6 Wdg. -> 18A -> 261mV 31mV
7 Wdg. -> 21A -> 286mV 25mV
8 Wdg. -> 24A -> 320mV 34mV
9 Wdg. -> 27A -> 367mV 47mV
10 Wdg. -> 30A -> 401mV 34mV 171
11 Wdg. -> 33A -> 423mV 22mV 162
12 Wdg. -> 36A -> 458mV 35mV 172
13 Wdg. -> 39A -> 492mV 34mV 172
14 Wdg. -> 42A -> 534mV 42mV 167
15 Wdg. -> 45A -> 572mV 38mV 171 342
16 Wdg. -> 48A -> 608mV 36mV 185 347
17 Wdg. -> 51A -> 647mV 39mV 189 361
18 Wdg. -> 54A -> 683mV 36mV 191 363
19 Wdg. -> 57A -> 721mV 38mV 187 354
20 Wdg. -> 60A -> 757mV 36mV 185 356
Wenn man die Zahlen in Relation zueinander anschaut kommen die so uuungefähr hin.
Allerdings vermute ich, dass ihr am Anfang einen Fehler gemacht habt bzw. aus Unwissenheit für die erste Windung schon zweimal durch den Kern gefädelt hattet. :glaskugel:
Das würde nämlich erklären weswegen bei 5Wdg. bereits über 200 und bei 10Wdg 400Mv angezeigt werden während die Differenz pro 10Wdg nur etwa nur um 350mV ergab.
Ich hab dazu mal in der ersten extra Spalte jeweils die Differenz zum vorigen Wert und in der zweiten Spalten die Differenz von 5 Windungen und in der dritten von 10 Windungen mit dazu geschrieben.

PS

Edit: Du hast, während ich meinen Roman verfasste auch einen abgeschickt. :bierchen:
Werde meinen aber deswegen nicht mehr komplett ändern. :wink:

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Re: Reparaturversuch Esseti Query 350i

Beitrag von AndreB » 1. Sep 2017, 00:53

powersupply hat geschrieben:Das Netzteil hat es aber wohl zwischenzeitlich hinter sich... :?
Ach, so schlimm isses nicht. Hat ja nix gekostet. Wenn dann ärgert mich nur die Zeit, die ich zum Auslöten der Kabel, etc. reingesteckt hab. Mal gucken. Evtl. geh ich auch irgendwann mal drüber. Denke, das ein paar der Varistoren durch den Kurzschlussstrom auf der 3,3V-Schiene verreckt sind. Evtl. auch ein paar Dioden. So genau hab ich mir das Teil nach dem Defekt noch nicht angeguckt. Mal schauen... vielleicht löte ich mir auch nur ein paar Teile aus und schmeiß den Rest weg. Den DC-Stepdown kann ich ja auch an dem anderen Netzteil betreiben bzw. mit diesem kombinieren. Alles aber nach dem Query. :)
Htten wir je berechnet. Bei ~10A fallen etwa die 3,3V alleine im Verlängerungskabel ab. Das ist so nebenbei auch der Grund warum so mancher Hochdruckreiniger an einem 50m Verlängerungskabel nicht mehr will. Da fehlen dann schon mal mehr als 20V die im Kabel verheizt werden.
Das hätte ich nicht gedacht, dass das so krass ist. Aber auf jeden Fall gut zu wissen.

Wenn man die Zahlen in Relation zueinander anschaut kommen die so uuungefähr hin.
Allerdings vermute ich, dass ihr am Anfang einen Fehler gemacht habt bzw. aus Unwissenheit für die erste Windung schon zweimal durch den Kern gefädelt hattet. :glaskugel:
Jep. :) War aber mein Fehler... da kann mein Kumpel nix für.
Ich hab dazu mal in der ersten extra Spalte jeweils die Differenz zum vorigen Wert und in der zweiten Spalten die Differenz von 5 Windungen und in der dritten von 10 Windungen mit dazu geschrieben.
Cool, dank dir!
Wenn man die Zahlen in Relation zueinander anschaut kommen die so uuungefähr hin.
Gut, dann würd ich den HAL300 mal ausschließen und mit der Platine weitermachen. Gibts noch genug zum Checken (Relais, Dioden, und, und, und :)).

LG und danke!

Andre
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Re: Reparaturversuch Esseti Query 350i

Beitrag von AndreB » 3. Nov 2017, 00:12

Servus zusammen! :)

ging ja lange nicht weiter im Reparaturversuch-Thread, wobei ich trotzdem nicht auf der faulen Haut gelegen hab. In der Zwischenzeit hab ich versucht möglichst viel über die Steuer- und Vorschubplatine rauszufinden und einen Großteil der Leiterbahnen der Steuerplatine (in etwa 70%) sowie alle Leiterbahnverläufe auf der Vorschubplatine nachgezogen.

Für die beiden Platinen wurden einige Zeichnungen in Paint sowie nummerierte Platinenpläne angefertigt, sodass man die einzelnen Bauteile im Original fix wiederfinden kann. Für die Leiterbahnverläufe und Platinenpläne hab ich mal eine Dropbox erstellt, da trotzdem einige Bildchen zusammenkamen und der Thread ohnehin schon recht lang ist. Spezifische Bildchen, wie die Beispielbilder im Anhang, würde ich dann zu spezifischen Fragen posten. Die Leiterbahnverläufe wurden alle x-mal mit dem Multimeter auf Durchgang geprüft und passen auf jeden Fall.

Langfristig will ich die Zeichnungen in Eagle "übersezten", sodass eine Art Teilmanual entsteht und evtl. auch andere Leute, die mit einer defekten Query konfrontiert sind, etwas davon haben.

Gelohnt hat sich das Nachziehen der Leiterbahnen insofern bereits jetzt, als dass ich nun zumindest eine grobe Vorstellung hab, wer bzw. was mit wem zusammenwirkt und welche Funktion in etwa damit verbunden sein könnte.

Dank vieler Tipps von PS (wieder mal ein ganz großes Danke an dieser Stelle! :thx: ) konnte ich auch noch einiges über die Funktionsweise einiger Bauteile (ICs, etc.) rausfinden und ein paar weitere Dinge auf den beiden Platinen checken, wodurch es zumindest ein wenig mit der systematischen Fehlersuche voranging.

Hier noch die Links zu den einzelnen Rubriken der Dropbox, falls jemand bereits jetzt Lust und Zeit hat sich die Verläufe reinzuziehen (oder aber diese braucht):

Leiterbahnverläufe der Steuerplatine

Platinenpläne der Steuerplatine

Leiterbahnverläufe der Vorschubplatine

Platinenplan der Vorschubplatine

Gruß!

Andre
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Re: Reparaturversuch Esseti Query 350i

Beitrag von AndreB » 3. Nov 2017, 00:29

So... Was hab ich bisher "Praktisches" mit der Hilfe vom PS gemacht?...

Konkret wurden alle Tantalelkos auf der Steuerplatine einseitig ausgelötet und auf Herz und Nieren geprüft, wobei letztendlich nur eine Perle (auf der 12V-Schiene) getauscht wurde, da diese trotz vorherigem Formieren durch das Multimeter bei einem Widerstandswert von 1,9 MOhm stehen blieb, wobei alle anderen nach dem Laden von einigen MOhm schließlich auf OL umkippten. Die Kapazitäten der Tantalelkos waren durch die Bank okay und der eine wurde eher prophylaktisch getauscht. (Bilder: tantals 1 u. 2)

Dann hab ich alle Widerstandswerte auf den beiden Platinen gecheckt, 2 Tabellen erstellt und mit den aufgedruckten Werten verglichen. Auf der Vorschubplatine waren alle Werte voll okay und stimmten mit den „Ringwerten“ 1:1 überein.

Auf der Steuerplatine gibt’s ein paar Wertabweichungen im eingelöteten Zustand (z.B. haben die beiden Widerstände unter den beiden Omron-Relais in der Schaltung gerade mal 0,002 Ohm bzw. sogar Durchgang im ausgelöteten Zustand passen die Werte mit 22 kOhm und 39 kOhm aber exakt), weshalb ein paar Bauteile eben einseitig aus der Schaltung gelötet und geprüft wurden. Bei den geprüften Bauteilen (2 Dioden, und 4 Widerstände) konnte ich im ausgelöteten Zustand nichts feststellen. Die verbleibenden Dioden auf der Steuerplatine dürften vom ersten Eindruck/Messen her alle funktionstüchtig sein, wobei sich die Abweichungen auf weitere 9 Widerstände (alles weniger Ohm als eigentlich angegeben) beziehen würden. Nachdem die letzten Auslötaktionen nix für die Fehlersuche brachten und ich nicht auf blöd auf der Steuerplatine rumlöten würde, denke ich, dass bei der Fehlersuche zunächst andere mögliche Problemursprünge verfolgt werden sollten. Ich lasse mich aber gerne korrigieren. :)

Die LED, die bisweilen noch nie leuchtete, wurde ebenfalls geprüft und die funktioniert. Leider sieht mans nicht auf dem Foto, aber die Leuchtdiode glimmt sogar ganz leicht beim Diodentest mit dem Multimeter. (Bild 1 u. 2)
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Re: Reparaturversuch Esseti Query 350i

Beitrag von AndreB » 3. Nov 2017, 00:42

Nachdem die „großen“ Elkos auf der Steuerplatine ja bereits getauscht wurden (einer lief ja aus), hab ich mir auch noch mal die kleineren 470-uF-Elektrolytkondensatoren genauer angeguckt, wobei einige Elkos (5 von 7) nach 16 Jahren doch ein wenig an Kapazität verloren hatten (30 – 50 uF). Als zentrale Fehlerquelle würde ich aber auch das ausschließen, wobei die neuen Elkos bestimmt nicht schaden, auch wenn ich mir mal angewöhnen muss, dass ich neben Kapazität und Spannungsfestigkeit beim Bestellen auch auf Rastermaß und Bauteilgröße gucken sollte. :) (Bilder: elkos 1 u. 2)

Dann hab ich alle Widerstandswerte auf den beiden Platinen gecheckt, 2 Tabellen erstellt und mit den aufgedruckten Werten verglichen. Auf der Vorschubplatine waren alle Werte voll okay und stimmten mit den „Ringwerten“ 1:1 überein. Die 1N4007 Diode sowie der verkohlte 470-Ohm-Widerstand auf der Vorschubplatine, die bereits weiter vorne im Thread schon mal Thema waren wurden einseitig ausgelötet und ebenfalls geprüft. Der Widerstand wurde – nachdem eh schon gelötet wurde - gleich durch einen neuen ersetzt hab, auch wenn der 470-Ohm-Wert noch passte. Weiterhin wurde der OP07 auf der Vorschubplatine getauscht. (bauteile-vorschub 1-3)

Zudem hab ich auf der Vorschubplatine einen Riss in der negativen Leiterbahn vom großen Elko (1000 uF / 200V) entdeckt, welcher mithilfe von PS, ein paar abgezwickten Bauteilbeinchen/Abfall und etwas Lötzinn wieder repariert wurde. Durchgang war zwar bereits vor dem Flicken noch vorhanden, da links und rechts noch ein ganz klein wenig Leiterbahn stand, aber ich denke, dass die Leiterbahn nicht umsonst so breit gehalten wurde. Evtl. bringts später ja was für den Drahtvorschub. (leiterbahn 1 bis 4)
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Re: Reparaturversuch Esseti Query 350i

Beitrag von AndreB » 3. Nov 2017, 01:32

Okay, also um weiter mit der Fehlersuche voranzukommen zunächst mal eine mittlerweile konkretisierte Problembeschreibung...

Weiter vorne im Thread dachte ich ja, dass der HAL300 die Fehlerquelle sein könnte, wobei das Gerät bei den Schweißversuchen ja u.a. 550A anzeigte. Mittlerweile weiß ich, dass die 550A kein gemessener Wert, sondern ein einstellbarer Modus/Arbeitspunkt (Arbeitspunkte ist der Begriff, der in der BDA verwendet wird. Auf der in den Drahtvorschubkoffer integrierten Steuerung selbst werden die Arbeitspunkte als Parameter deklariert → siehe Bild 1). Insgesamt gibt es 7 dieser Parameter/MAG-Modi (I0 bis I7, wobei I0 = free MIG wäre) und den Stickmodus.

Gut... Wenn das Gerät läuft (bin mal gespannt obs grad läuft), dann lässt sich zunächst alles auswählen und ich kann mich normal durch die Modi klicken, wobei auch zwischen MMA und MAG hin- und hergeschalten werden kann, was auch hörbar tatsächlich erfolgt, da bei MMA umgehend der Inverter arbeitet, während das bei MAG (ohne zu schweißen) eben nur bei Tasterdruck erfolgt. Die Leerlaufspannung steigt dabei von auf die weiter vorne im Thread erwähnten 60 V an.

Sobald ich schweiße schaltet das Gerät eigenständig von MMA (Stick) auf "Free" (MIG bzw. MAG) um und klickt sich dann mit direkt proportional zur Anzahl der Schweißversuche durch die einzelnen Parameter bis zum Arbeitspunkt I7) bis das Gerät letztendlich abschaltet. Selbiges erfolgte bei beiden vollständigen Abschaltungen, weshalb ich glaube, dass ich mit meinem Brücken nicht unbedingt etwas kaputt gemacht habe, da das Gerät auch nach dem Brücken an den LMs zuverlässig zumachte. Das Problem mit dem Umschalten an sich sowie dem nicht erfolgten Einschalten beim Betätigen des Hauptschalters erfolgte ja bereits vor dem Brücken der beiden Pins.

Gut... jetzt ist die Frage, wie ich das Problem weiter eingrenzen kann?

[*]Durch das Nachziehen der Leiterbahnen hab ich herausgefunden, dass u.a. zwei Flip Flops (M74HC377) sowie ein Latch (M74HC373) in Verbindung mit zwei CMOS Octal Bus Buffern (M74HC541) zuständig sind. Eine Option wäre jetzt die hier angeführten ICs auf der Steuerplatine zu tauschen, wobei ich die bereits da hätte.

[*]Weiterhin konnte ich rausfinden, dass für die Speicherung der Arbeitspunkte 3 EEProms (93C46) zuständig sind (Bild 3). An dem mittleren der 93C46 hat irgendjemand bereits in der Vergangenheit versucht mit einer Zange zu lupfen (Bild 2), weshalb auch evtl. da der Hase im Pfeffer liegen könnte (evtl. Schreibzyklen überschritten?). Die 93C46 hätte ich auch da, hier wäre allerdings die Frage, ob der Prof die EEProms möglicherweise einfach neu beschreibt bzw. was im schlimmsten Fall passieren könnte, wenn ich testweise die 93C46 durch neue ersetze?

[*]Ein weiterer Lösungsversuch, der mir evtl jetzt noch spontan gekommen wäre, wäre evtl. ein weiterer Defekt der Inverterplatine. PS hat ja bereits weiter vorne schon angedeutet, dass die eigentliche Regelung vermutlich direkt auf der Inverterplatine stattfindet. Zudem hat Zoli bereits die schlechten Kondensatoren auf der Inverterplatine (siehe Bild 4) moniert, wobei die Folienkondensatoren u.a. dirket in der dualen +12V/-12V-Versorgungsspannungslinie für den auf der Inverterplatine befindlichen LM224 liegen dürften (ähnelt auf Anhieb der Verschaltung der LMs auf der Steuerplatine).

Nach den endlosen Romanen und vielen Bildern, wollte ich euch fragen, womit ihr zunächst evtl. weitermachen würdet? Inverter wieder rausreißen und betreffende Bauteile checken bzw. ggf. tauschen? Oder es evtl. mal mit den 93C46 probieren? Oder an den Flip Flops ansetzen?

LG und vielen Dank an jeden, der sich die langen Texte und versuchten Fehlereingrenzungsversuche durchliest!

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Re: Reparaturversuch Esseti Query 350i

Beitrag von AndreB » 3. Nov 2017, 01:58

[*]Durch das Nachziehen der Leiterbahnen hab ich herausgefunden, dass u.a. zwei Flip Flops (M74HC377) sowie ein Latch (M74HC373) in Verbindung mit zwei CMOS Octal Bus Buffern (M74HC541) zuständig sind.
Sollte heißen, dass die für die Programmumschaltung zuständig sind. :oops:
Wenn sich deine Schulter bewegt, dann seh ich das.

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