T.I.P. Profimig 140

Schweißgeräte und Know how rund ums Thema Schweißen

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obarok9
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T.I.P. Profimig 140

Beitrag von obarok9 » 14. Jul 2012, 11:37

Hi!

ich hab hier ein T.i.p. 140 Schutzgasschweißgerät bekommen.
das Ding hat eine Schweißdrossel aus Kupfer (wie der Haupttrafo auch) und ich wollte einen ELKO zur zusätzlichen Glättung einbauen.

Ich denk, der kommt dann an den Gleichrichter an + und -, also vor die Glättungsdrossel. Ich hab hier einen großen ELKO von F & T mit den Parametern: 47000uF / 63V / 85C .
Kann ich den bedenkenlos einsetzen? Die Spannungsstabilität müsste ausreichen und die Kapazität auch, aber wollte lieber erstmal anfragen, nicht daß der Trafo dabei schaden nimmt. Dann noch die Frage, ob es spezielle durch die Bauform bestimmte ELKOs sein müssen, welche hierbei eingesetzt werden, wzB. bei Elektra Beckum.

Als Entladewiderstand was soll da rein? 2kOHM / 5W ?
Ich möchte ein besseres Zündverhalten damit erreichen und einen stabileren Lichtbogen, das Gerät schweißt soweit zumindest Punkte ganz o.k. Verwende 0,8mm SG2 Draht und reines CO², da bereits eine fast volle 20Kg Flasche beim Gerät dabei war.
Kommt hauptsächlich bei meinem 25 Jahre alten Nissan Patrol an der Karosserie ( Schweller, Radläufe, Unterboden) zum Einsatz.

Gruß
obarok

obarok9
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Re: T.I.P. Profimig 140

Beitrag von obarok9 » 14. Jul 2012, 12:11

hier der ELKO:

Bild

DomiAleman
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Re: T.I.P. Profimig 140

Beitrag von DomiAleman » 14. Jul 2012, 12:21

Moin..

Der Elko muss zwischen + und - des Gleichrichters sitzen.

Du wirst dadurch eine enorme Verbesserung des Lichtbogens erreichen, allerdings auch eine Leistungserhöhung, so dass dir evtl. die kleinste Stufe dann zu stark ist. Die Leistungserhöhung führt zu einer noch geringeren Einschaltdauer als das Gerät eh' schon hat. Deshalb solltest du über den Einbau eines starken Lüfters ebenfalls nachdenken.

Der Entladewiderstand sollte möglichst KLEIN sein, wenn er dauerhaft am Elko angeschlossen ist, sind dem Wert nach unten hin jedoch Grenzen gesetzt. (47 Ohm 20W wäre im Dauerbetrieb möglich, besser mehrere davon parallel. Das verringert das Nachblitzen.

Besser ist es jedoch, wenn der Entladewiderstand nur in den Schweißpausen mit dem Elko verbunden ist.

Hat dein Gerät evtl DAUERSTROM? Das gibt es bei preiswerten Geräten gelegentlich, in dem Fall wäre ein Entladewiderstand überflüssig, bzw. 1K 5W wäre OK.


DoMi

obarok9
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Re: T.I.P. Profimig 140

Beitrag von obarok9 » 14. Jul 2012, 12:48

Moin!

Super, danke für die schnelle Antwort!

Das gerät hat keinen Dauerstrom, also wenn ich eingeschaltet gegen Masse gehe, blitzt nichts!
Es klickt ein Relais und dann geht's erst los bei Brennertasterbetätigung, allerdings hat das Mig auch kein Magnetventil, sondern ein mechanisches, welche ich bei Brennerbetätigung ohne Strom deutlich höre, wenn das Gas aufgedreht ist.

Die T.i.P. RofiMig 140 (schwarz) hat schon einen Ventilator zur Zwangskühlung eingebaut, welcher die Strömungsluft von unten saugend nach hinten durch Schlitze bei der Gasboddel ausbläst.
Hab aber noch einen Papst 3050 hier, der gut und leise ist, den könnte ich zusätzlich von unten ans Gehäuse gebaut auf den Haupttrafo blasen lassen.

Bild
Bild

anbei ein Schaltpan, sorry für bad quality, hab den hier ausm ungarischen Forum gezogen.

Bild

"Besser ist es jedoch, wenn der Entladewiderstand nur in den Schweißpausen mit dem Elko verbunden ist."

wie könnte ich dies realisieren, Elektronikkiste in der Garage wird gerade gesucht! :thx:

obarok9
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Re: T.I.P. Profimig 140

Beitrag von obarok9 » 14. Jul 2012, 22:37

Nabend! :wink:

sooo!

also, die Leistung ist in allen Bereichen deutlich höher, Stufe 1 geht so mit 0,8er Blech. Ging vorher nicht, auf 3 schweiße ich plötzlich 3er Winkeleisen sogar stumpf, auf 4 gehen unerhörte 4mm sogar im direkten Auftrag, also echt heftig!

Allerdings sowohl mit 470 Ohm als auch mit 1,2kOhm jeweils 5Watt parallel zum Elko brennt der Draht mit an und hinterher bei Kontakt ohne Brennertast-Betätigung immer ein leichtes Blitzen, geht gar nicht.
KO Kriterium zusätzlich der Drahtvorschub ist heftigst flotter als vorher :shock: , was zuerst bspw. @Stufe 3 per Poti 2,5 war ist jetzt bei 1,5 schon zu flott, bei Stufe 4 hatte ich vorher 3 und nun 2, bei Stufe 3 auf 2mm Vierkant hatte ich vorher keine 2 und nun ist 1 schon zu schnell. :idea:

Irgendwie wird die Spannung krass erhöht im kompletten System, ausserdem hatte ich den Eindruck nach Fingerprobe, dass nun der Trafo nach wenigen Schweißungen schon warm ist nicht am Kern, aber die Wicklung.

Ich weiß nicht so Recht, die 4 oder bestimmt gar 5mm!! schweißen zu können reitzt, aber Dünnblech ist nun auf 1 mit Draht @0,5 per Poti gewöhnungsbedürftig und das nicht Entladen des Elkos auf alle Fälle, ich glaub der Kondi ist eine Nummer zu krass für das kleine Mig. Wieso sich die Modifikation parallel auch auf den Vorschub auswirkt???

Kleineren Elko besorgen? 5 - 10kOhm Widerstand versuchen? oder bleiben lassen?

Gruß
obarok

DomiAleman
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Re: T.I.P. Profimig 140

Beitrag von DomiAleman » 15. Jul 2012, 12:11

also, die Leistung ist in allen Bereichen deutlich höher,
Ja...das war vorhersehbar


Allerdings sowohl mit 470 Ohm als auch mit 1,2kOhm jeweils 5Watt parallel zum Elko brennt der Draht mit an

Das hat nichts mit dem Entladewiderstand zu tun. Brennt der am Werkstück oder an der Stromdüse fest?
"Richtige" Geräte haben deswegen eine einstellbare Freibrennzeit. Das heißt: Beim loslassen des tasters wird zunächst der Drahtvorschub, und DANACH der Schweißstrom abgeschaltet. Die Zeitspanne dazwischen ist einstellbar.


Irgendwie wird die Spannung krass erhöht im kompletten System, ausserdem hatte ich den Eindruck nach Fingerprobe, dass nun der Trafo nach wenigen Schweißungen schon warm ist nicht am Kern, aber die Wicklung.

Ja...beides logisch, da durch den Elko der Strom erhöht wird Einbau eines Lüfters ist da sehr hilfreich

...ich glaub der Kondi ist eine Nummer zu krass für das kleine Mig.

Nicht unbedingt, aber für ein PERFEKTES Ergebnis müssten eine Menge anderer Sachen mit angepasst werden.

Wieso sich die Modifikation parallel auch auf den Vorschub auswirkt???
Weil die Motorspannung aus der Schweißspannung gewonnen wird. Du könntest einen kleinen extra Gleichrichter zur Erzeugung der Motorspannung einbauen, und diesen OHNE Elko lassen.

Kleineren Elko besorgen? 5 - 10kOhm Widerstand versuchen? oder bleiben lassen?

WENN Du Spaß am Experimentieren hast, kannst du kleinere Elkos versuchen. Das Ergebnis wird irgendwo dazwischen liegen. Experimente mit dem Entladewiderstand sind der falsche Weg.

DoMi

RST Driver
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Re: T.I.P. Profimig 140

Beitrag von RST Driver » 15. Jul 2012, 16:37

Spaß am Experimentieren habe auch ich.

Ob ein solcher zusätzlicher Elko auch was für mein Iskra MIG 210 wäre?

Gruß,
Phil

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Re: T.I.P. Profimig 140

Beitrag von DomiAleman » 15. Jul 2012, 16:52

RST Driver hat geschrieben:Spaß am Experimentieren habe auch ich.

Ob ein solcher zusätzlicher Elko auch was für mein Iskra MIG 210 wäre?

Gruß,
Phil
210A dürfte ein Drehstromgerät (3-phasen) sein. So ein Gerät hat von Haus aus schon einen ziemlich glatten Strom, so dass ein Elko nicht so eine krasse Auswirkung wie bei dem T.I.P. 140 von obarok9 haben wird. Es gibt sogar Geräte OHNE Drossel, bei denen wäre der Elko sogar eher störend. Ich kenne das ISKRA MIG 210 nicht. hast du einen Schaltplan?

DoMi

edit: sehe gerade, dass das Gerät umschaltbar 230/400V ist. Dann ist es also ein 2-phasen Gerät und die 210A übertrieben.

Da bringt ein Elko schon was.

DoMi

RST Driver
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Re: T.I.P. Profimig 140

Beitrag von RST Driver » 15. Jul 2012, 17:52

Hallo Domi,

nein, ich habe leider keinen Schaltplan. Die 210A stehen nur bei entsprechendem Starkstromanschluss zur Verfügung, bei einem 230V Anschluss ist bei rund 160A Feierabend.

Ich bin zwar mittlerweile wirklich zufrieden mit dem Gerät, allerdings ist der Lichtbogen teilweise etwas unruhig. Bist du der Meinung, dass ein solcher Elko hier Abhilfe schaffen würde?

Gruß,
Phil

DomiAleman
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Re: T.I.P. Profimig 140

Beitrag von DomiAleman » 15. Jul 2012, 18:02

[quote="RST Driver"...allerdings ist der Lichtbogen teilweise etwas unruhig...
[/quote]

Das kann viele Ursachen haben, z.B. auch unregelmäßiger Drahttransport, falsches Gas oder schlechter Draht.

Sieh mal nach, ob es in deinem Gerät eine DROSSEL gibt.
(Nur wenn eine Drossel vorhanden ist, kannst du Kondensatoren nachrüsten)
Oder ob evtl schon Kondensatoren eingebaut sind, die defekt sind.

(oder mach mal ein Foto von innen)

DoMi

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