Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Fundstücke aus dem Netz rund ums Werkzeug und sonstige nicht immer ganz ernst zu nehmende Themen findet ihr hier.

Moderator: MrDitschy

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Dirk
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von Dirk » Montag 21. September 2020, 11:07

Das wird nicht gehen. Meiner Erfahrung nach gibt es immer Überschneidungen. Ich bin auf noch keiner Baustelle ausschließlich mit E-Werkzeug oder ausschließlich mit Klempner-Werkzeug ausgekommen.
Daraus resultiert, daß ich mittlerweile für alle Schraubarbeiten VDE-Schraubendreher nutze. Schraubendreher mit Schlagkappe vermisse ich nicht, dafür habe ich einen kleinen Elektriker-Meißel.
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H. Gürth
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von H. Gürth » Montag 21. September 2020, 11:09

Um was gehts hier eigentlich ?
Um Baustellen, im Sinne von Bau oder um Service/Kundendienstarbeiten ?
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

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the_black_tie_diyer
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von the_black_tie_diyer » Montag 21. September 2020, 11:22

the_black_tie_diyer hat geschrieben:
Montag 21. September 2020, 10:13

"haushaltsnahe handwerkliche Dienstleistungen"
Ich zitier mich mal schnell selbst und konkretisiere im folgenden:

- Bilder aufhängen
- Gardinenstangen montieren
- Armatur tauschen/anschließen
- Drücker-Garnitur/ Schloß austauschen
- Steckdose/Schalter/Netzwerkdose/Telefondose wechseln
- Aufbau von Kleinmöbeln
- Ausschnitt in eine Sperrholzrückwand üblicher Kleinmöbel
- Trittleisten montieren
- Briefkasten anbringen
- Topfband/Beschlag tauschen
- Reparatur an Zaunelementen
- Fenster/Türen nachstellen
- (...)


Im Grunde der ganze "Kleinscheiß" für den z.B.

- handwerklich unbegabte
- ältere Menschen ohne Angehörige
- Menschen in schwierigen wirtschaftlichen Situationen

sich äusserst schwer tun, wenn überhaupt, einen Handwerker dafür zu bekommen.

Das ist die Ausgangssituation/ der Umfang den das zu transportierende Werkzeug-Set mehr oder weniger abdecken soll.

Aber nochmal, das ist die Grundlage zur besseren Vorstellung. Ich will sowas nicht anbieten, ich will Werkzeug, kompakt, im ÖPNV transportieren - sollte es eine vernünftige Lösung geben.

Lösungen bei denen "von außen" auf das Werkzeug zugegriffen werden kann, scheiden z.B. aus. Das geht im ÖPNV nicht.


Viele Grüße,
Oliver
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Dirk
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von Dirk » Montag 21. September 2020, 11:29

Und genau das hatte ich auch im Auge. Da ist jede Situation so unsicher, daß man für "Gardinenstangen montieren" vom 6er Dübel mit kurzer Schraube bis hin zu Injektionsmörtel alles gebrauchen kann - je nach Untergrund eben.
Und das gilt für fast jeden Deiner aufgezählten Punkte.
Wie die Pralinenschachtel von Forrest Gump.

Und in so einer Situation haste dann genau zwei Möglichkeiten:
Wenn Du es richtig machen willst und nicht das passende Material hast: wiederkommen.
Wenn es fertig werden soll: hinfuckeln und hoffen, dass es hält.

Beides sorgt nicht gerade für eine gute Mundpropaganda.
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H. Gürth
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von H. Gürth » Montag 21. September 2020, 11:42

Wenn bekannt ist was anliegt ists ja OK.
Kleines Beispiel: Samstagabend: SMS einer älteren Dame/Nachbarschaft. Im Bad tropft es aus dem Spülkasten. Mein Rat, das Eckventil zudrehen und mit Wassereimer behelfen. Also, einige SMSen später kein Eckventil vorhanden. Doch hingefahren. Das Eckventil sitzt innerhalb des Kastens. Warum ? Vielleicht früher mal ein Druckspüler da gewesen.
Also der Panzerschlauch vom Eckventil zur Füllgarnitur porös und spritz gegen den Kastendeckel.
Ventil abgestellt, Schlauch demontiert. Den besorg ich nun heute. Wer hat schon in solchen Fällen ein kpl. Sortiment an Schläuchen mit oder die passenden Röhrchen für ordentliche Reparatur ?
Nur ein Beispiel...................
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the_black_tie_diyer
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von the_black_tie_diyer » Montag 21. September 2020, 13:33

Ich verstehe eure grundsätzlichen Einwände bezgl. ungewisser/ sehr unterschiedlicher Ausgangsbedingungen.

Im übrigen/ nebenbei bemerkt, in Frankreich gibt es etwas ähnliches zu dem von mir skizzierten Beispiel:

Link 1 https://www.deutschlandfunkkultur.de/lu ... _id=384061

Link 2 https://www.deutschlandfunk.de/menschli ... _id=375404

Da gab es auf Arte auch einen Video-Beitrag, das Werkzeug was die Helfer verwendet haben war tatsächlich recht übersichtlich.

Scheitert in Deutschland wahrscheinlich schon an Behörden, Finanzamt und HWK. ...

Edit: Da war ich etwas vorschnell, die Evangelische Luther Kirchengemeinde Erding, bietet etwas ähnliches an: https://www.ev-kirche-erding.de/der-mob ... zeugkoffer


Ich werde jetzt einfach mal etwas shoppen und dann experimentieren - vielleicht gelingt es mir ja (m)ein Werkzeug-Set entsprechend und praktikabel zu verpacken.


Viele Grüße,
Oliver
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von Dirk » Montag 21. September 2020, 14:47

Ich drück Dir die Daumen - bei mir wächst der Bestand nach jedem Einsatz :D
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von Brandmeister » Montag 21. September 2020, 14:50

the_black_tie_diyer hat geschrieben:
Montag 21. September 2020, 10:13
...
Der ÖPNV ist in euerer Region so gut ausgebaut, dass ein solches Vorhaben vernünftig umsetzbar ist. Zusätzlich besteht die Möglichkeit bei Bedarf - und unter separater Abrechnung - auf Car-/Bike-Sharing zurückzugreifen.
...
OK, was den ÖPNV angeht, kann ich nur sehr bedingt mitreden, aber als routinierter Kofferschlepper kann ich Dir folgenden Lösungsansatz anbieten:

Grundsätzlich genau den Auftrag beschreiben lassen und dann möglichst bedarfsgerecht das benötigte Material zusammenstellen.
Für Handwerkzeuge und Kleinscheiß: Rucksack --> Beispiel
Bisschen unhandlicheres Zeug und E-Werkzeug: Trolley. Keinen Boxenturm auf Sackkarre, sondern so etwas wie im folgenden Beispiel: Beispiel

Eine wirkliche Abdeckung aller Unwägbarkeiten wirst Du niemals haben. Kannst Du im Zug nicht neben der Gepäckablage sitzen, dann such Dir einen freien Platz zwischen zwei Wagons und setz Dich auf Deinen Trolley (mach im ICE fast immer so mit dem Koffer). Gegen nicht vorhandene Aufzüge oder stillstehende Rolltreppen wirst Du nie ganz gefeit sein. Da hilft nur dickes Fell wachsen lassen, Ohren auf Durchzug und ignorieren, dass jemand hinter Dir drängelt. Und Fluchen, das macht's erträglicher... :mrgreen:

Nachtrag:
Ich hatte gelesen, dass Trolley nicht gewünscht ist. Aber bedenke, dass Du von Bahnhof zu Bushof, Taxi, Baustelle auch mal ein Stück zu laufen haben wirst.
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von Alfred » Montag 21. September 2020, 16:03

ich kann nur aus meiner Erfahrung beim Repair-Café schreiben wo wir auch immer jede Menge Zeugs mitbringen.
Auf einer klappbaren Sackkarre alles aufgestapelt und mit Gummispinnen verzurrt, allerdings nur vom Auto bis zum Gebäude. Mit dieser Sackkarre kann man auch bedingt langsam Treppen bezwingen.
https://www.bueromarkt-ag.de/sackkarre_ ... 0MEALw_wcB
Kollegen verwenden als unterste Kiste z.T. eine große (Zarges)Alubox und packen darauf dann den Rest (u.A. Peliboxen) etc. Für den angefragten Einsatz (die berühmte Nachbarschaftshilfe) sollte man dann schon je nach Anforderung die entsprechenden Sachen/Werkzeuge einpacken.
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von Senkblei » Montag 21. September 2020, 17:29

IMO spielen da Organisation und Erfahrung eine wesentliche Rolle, insbes. was die jeweils einsatzspezifische Auswahl der Werkzeuge betrifft. Wie bereits Brandmeister es erläuterte, muss man entsprechend ein Wahl treffen. Nur spielt leider auch Murphy mit, so dass man dann vorort halt doch stets was vermisst.

Rucksack + Kleiner Trolley (auch vorübergehend am Griff tragbar) sind sicher zu testen. Problematisch ist leider, dass robuste Trolleys (usw.) schwer sind, während bei mir Spielzeuge à la Stanley (siehe oben) bereits beim Ansehen auseinanderfallen. Die bereits kürzlich diskutierten Pelican-ähnlichen Trolleys sind zwar recht robust, jedoch leider auch entsprechend schwer. Hatte dutzende Trolleys in der Hand und vom leichten Zeug habe ich null und nichts als (zumindest für mich) am geringsten brauchbar eingestuft. STANEX Alukisten sind wiederum einfach zu schwer für sowas. Rako-Kisten (Georg Utz) wären auch denkbar, nur muss man ggf. die Verschlusssysteme anpassen (bei den Wez (Konkurrent von Utz) Koffern öffnete sich der Deckel sogar systematisch von selbst).

Sehr wichtig ist eine optimale Auswahl der Werkzeuge nur gilt leider auch hier oft, dass was leichtes auch tendenziell (zu?) wenig robust ist, oder eben halt unerschwinglich wenn man Richtung Titan und Carbon-Composite geht.

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