Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Fundstücke aus dem Netz rund ums Werkzeug und sonstige nicht immer ganz ernst zu nehmende Themen findet ihr hier.

Moderator: MrDitschy

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the_black_tie_diyer
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Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von the_black_tie_diyer » Montag 21. September 2020, 10:13

Hi!

Folgende Ausgangssituation:

Ihr bietet in einer größeren, urbanen Metropole/ Metropolregion "haushaltsnahe handwerkliche Dienstleistungen" an. Teilweise gegen Bezahlung, teilweise "pro bono". Die Stadt stellt ein kostenloses Ticket für den ÖPNV bereit, das ihr, gegen Bezahlung eines, um das Stadtgebiet, ermässigten Satz zu einem vollwertigen ÖPNV Ticket für den Verkehrsverbund eurer Region "upgraden" könnt. Der ÖPNV ist in euerer Region so gut ausgebaut, dass ein solches Vorhaben vernünftig umsetzbar ist. Zusätzlich besteht die Möglichkeit bei Bedarf - und unter separater Abrechnung - auf Car-/Bike-Sharing zurückzugreifen.

Um dieser Tätigkeit nachgehen zu können benötigt ihr eine kompakte Zusammenstellung von Handwerkzeugen und mindestens einen Akku-Bohr-Schrauber (evtl. "Flexi-Click") mit einem soliden Umfang an unerlässlichem Zubehör. Je nach Bedarf müssen eine oder 2 weitere Maschinen mit notwendigem Zubehör transportiert werden - und natürlich eine Grundausstattung von üblichem Verbrauchsmaterial.

Die Frage:

Wie/womit transportiert ihr das Werkzeug & die Grundausstattung üblichen Verbrauchsmaterial?

Einschränkungen:

- Muss in üblichen ÖPNV-Situationen mitzuführen sein.
- Kein Turm System-Boxen auf Rollbrett oder Trolley. (Lässt sich unter Umständen nur außerhalb des Sicht-/ bzw. Zugriff-Bereich im Zug transportieren = NoGo. Treppen wären ein großes Hindernis, (...))
- Kaputter Aufzug/Rolltreppe darf kein größeres Hindernis darstellen.
- Es muss daraus effektiv gearbeitet werden können: Keine Doppel- und/oder Dreifach-Belegung von Täschchen und Fächern.
- Ihr liefert hochwertige Arbeit mit hochwertigem Werkzeug ab: empfindliches Zubehör kann nicht einfach zusammengeschmissen werden.
- Das ganze muss 365/7/24 einsetzbar sein. Egal ob es gerade der "heißeste Tag des Jahres" ist, man im Regen fasst ersäuft, droht im Schnee stecken zu bleiben oder auf einem vereisten Gehweg alle viere von sich streckt.
- Nach Möglichkeit so kompakt, dass man es in der Rushhour auch auf den Schoß nehmen kann.

Mir geht es einzig um die - potentielle - Transportlösung, NICHT um die Zusammenstellung des Werkzeug o.Ä. .

Disclaimer:

Es steckt von meiner Seite keine kommerzielle Absicht/ Geschäftsidee hinter diesem "Planspiel"/"Brainstorming". Ich stehe nur evtl. demnächst vor der Situation eine vergleichbare Werkzeug-Ausstattung - für einen gewissen Zeitraum - regelmässig im ÖPNV transportieren zu "müssen".

Bisher habe ich keinen praktikablen Lösungsansatz finden können, und bin daher nach wie vor - ausschließlich - beim PKW.

Aufgrund von Distanz und körperlicher Verfassung kommt ein Lastenrad o.Ä. nicht in Frage.

Versucht bitte dabei den "grünen Ansatz" zu erkennen und meine grundsätzliche Bereitschaft mich hier mal - mehr oder weniger völlig - außerhalb meiner Komfortzone zu "bewegen". Wenn das nicht umsetzbar ist, packe ich halt meine Systainer und meinen Werkzeugkoffer ins Auto - und vergesse diesen Ansatz.

Ob Rucksack, Tasche oder Koffer ... Ich bin auf konkrete Produktvorschläge und Ideen gespannt.


Viele Grüße,
Oliver
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Oliver aka @the_black_tie_diyer

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H. Gürth
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von H. Gürth » Montag 21. September 2020, 10:23

die Grundausstattung üblichen Verbrauchsmaterial?
Hm, was ist eine Grundaustattung und was ist übliches Verbrauchsmaterial ?
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

Ein_Gast
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von Ein_Gast » Montag 21. September 2020, 10:30

the_black_tie_diyer hat geschrieben:
Montag 21. September 2020, 10:13
- Kein Turm System-Boxen auf Rollbrett oder Trolley. (Lässt sich unter Umständen nur außerhalb des Sicht-/ bzw. Zugriff-Bereich im Zug transportieren = NoGo. Treppen wären ein großes Hindernis, (...))
Die ganzen Systemboxen nehmen viel zu viel Platz weg. In den meisten ist ja noch eine Menge Stauraum um die Maschiene herum, der ungenutzt bleibt. Ich würde da tatsächlich über ein Haufenprinzip im Rucksack nachdenken. Schrauber lose, dann kleine Boxen für Bits, Schraubenschlüssel etc. und alles sensible wie Messgeräte in eine eigene, möglichst enge Verpackung. Es darf aber nur so wenige Boxen geben, dass man sich nicht zu Tode sucht - aber gleichzeitig keinen Stauraum verschwendet und auch innerhalb einigermaßen Ordnung herrscht.

Alternativ wäre eine einzige Box mit individuell angepasstem Innenraum - also sowas wie ein eigenes Tiefziehteil.

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Dirk
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von Dirk » Montag 21. September 2020, 10:33

Ganz ehrlich: Interessante Fragestellung, mal schauen, ob dabei was herumkommt.

Ich bin für mich zu der Überzeugung gekommen, dass das, was Du dir wünschst, nicht geht.

Werkzeug ordentlich verpacken bedeutet, einen Koffer (damit meine ich Systainer/L-Boxx) zu verwenden. Oder eine Tasche mit Fächern. Ähnliches gilt für die Akkuwerkzeugsituation. Ich habe das für mich Notwendige Handwerkzeug schon seit Jahren in einer hohen L-Boxx verstaut. Ich habe sie noch nicht gewogen, aber alleine die wiegt geschätzt ca. 15kg. Wenn Du dann noch einen Akkuschrauber und einen Bohrhammer benötigst (Flexiclick halte ich für nicht ausreichend; zusammengeclipste Koffer auf der anderen Seite tragend, denn man hat nunmal nur zwei Arme), dann liegst Du bei insgesamt geschätzt 25 mehr oder weniger handlichen Kilogramm. Treppe rauf, Treppe runter. Sorry, aber da stinkt man schon nach Schweiß und steht im eigenen Saft, bevor die eigentliche Arbeit überhaupt begonnen hat.

Dazu kommt: musste mal nen Mauerdurchbruch machen, z.B. für ein Netzwerk- oder Sat-Kabel, kommt nochmal mindestens ein 50cm-Bohrer hinzu. Muss irgendwo ein Ausschnitt gemacht werden, so fehlt der Multimaster. Bei Löchern braucht man eine Auswahl an Dübeln und Schrauben, um das passend und vor allem haltbar im Loch zu versenken.

Meine Handwerkzeugkiste ist immer nahezu gleich ausgestattet, aber egal wo ich mobile Tätigkeiten ausführe, es muss immer ein Akkuschrauber mitsamt Akku (Ladegerät nehme ich selten mit), mindestens eine L-Boxx mit Dübeln und Bohrern.

Und, wie gesagt, ich habe L-Boxx und Systainer, anders geht es einfach nicht. Und dabei habe ich das Problem, dass z.B. der Akkubohrhammer mit Absaugung in einem "normalen" Koffer kommt, weil er überhaupt nicht in einen Systainer passt. Und der ist ideal für solche "Service-Arbeiten".
Selbiges gilt für 3D-Laser, passendes Stativ (als Deckenklemmsäule in einer Schultertasche, als Stativ ganz ohne Tasche), Akku-Kartuschenpresse oder vergleichbar sperriges Werkzeug.

Will sagen: wenn Du einen Trolley von vornherein kategorisch ablehnst, sehe ich Schwarz. Du kannst die Ausrüstung sicherlich für jede Aufgabe individuell eindampfen, so daß sie tragbar ist, aber die Nachteile wären so gravierend und so enervierend, weil man ständig nicht weiterkommt aufgrund fehlenden Werkzeug - für mich nicht vorstellbar.

Und wenn dann noch eine Leiter nötig wird... :kp:

Und, wo ich das gerade lese: das Argument mit dem ungenutzten Stauraum zieht bei mir nicht. Ich habe meine Systainer oder L-Boxxen so mit Zubehör vollgestopft, daß ich das erst rauspopeln muss, bevor ich an die Maschine komme. Geht problemlos. Dann hat halt nicht jedes Bit seinen eigenen Steckplatz, wen interessiert's... Alles in einen Sack oder eine Tasche zu werfen, halte ich aber nicht für zielführend, das wäre mir nicht nur zu unaufgeräumt, da müsste man viel zu viel suchen, sondern da würde Werkzeug auch Schaden erleiden, wenn der Schraubendreher sich im Lüftungsschlitz vom Akkuschrauber verkeilt o.ä..

Aber vielleicht denke ich auch nur zu weit, und die Rahmenbedingungen sind viel enger gesteckt, Du verrätst sie uns nur nicht.
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the_black_tie_diyer
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von the_black_tie_diyer » Montag 21. September 2020, 10:46

H. Gürth hat geschrieben:
Montag 21. September 2020, 10:23
die Grundausstattung üblichen Verbrauchsmaterial?
Hm, was ist eine Grundaustattung und was ist übliches Verbrauchsmaterial ?
Hi!

Grundausstattung Werkzeug:

Hammer, div. Zangen, Schraubendreher, Innensechskantschlüssel, Rollgabelschlüssel oder Zangenschlüssel, Doppel-Ring-Ratschen-Schlüssel in den üblichen Schlüsselweiten als 4er Set, aufs wesentliche reduzierter Steckschlüsselsatz 3/8", Elektriker-Meißel, Durchtreiber, Zollstock, Maßband, kleine Wasserwaage, (...)

Verbrauchsmaterial:

Schrauben, Nägel, Dübel, Wago-Klemmen, (...) Unterschiedliche Typen, jeweils "eine Hand voll".

Aber bitte wirklich nicht zu sehr an dem Werkzeug oder dem Material "aufhängen". Stell Dir einfach vor Du musst mit möglichst "wenig", dafür "universellem" Werkzeug und einer "eisernen Reserve" an Verbrauchsmaterial ein möglichst großes Einsatzspektrum abdecken können.

Im Vordergrund steht wirklich das Transportmittel. Welche Kompromisse ich auf der Werkzeug-/Material-Seite eingehe (eingehen kann), werde ich dann sehen.

Viele Grüße,
Oliver
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von Ein_Gast » Montag 21. September 2020, 10:49

Dirk hat geschrieben:
Montag 21. September 2020, 10:33
Und, wo ich das gerade lese: das Argument mit dem ungenutzten Stauraum zieht bei mir nicht. Ich habe meine Systainer oder L-Boxxen so mit Zubehör vollgestopft, daß ich das erst rauspopeln muss, bevor ich an die Maschine komme. Geht problemlos.
Meine Multitool-Kiste quillt auch aus allen Nähten. Aber wenn man alles rausschmeist, was nicht ständig in Gebrauch ist, dann bleiben vielleicht 2-3 Sägeblätter für Holz und Metall, eine HM-Raspel, ein Spachtel und eine Schleifplatte mit vielleicht 10 Schleifpapieren übrig. Und dann ist der Kasten fast leer. Eine Absaugung wird es wohl eh nicht geben in diesem Szenario. Und ähnlich sieht es bei den meisten anderen Maschienen auch aus.

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Dirk
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von Dirk » Montag 21. September 2020, 10:51

the_black_tie_diyer hat geschrieben:
Montag 21. September 2020, 10:46
Hammer, div. Zangen, Schraubendreher, Innensechskantschlüssel, Rollgabelschlüssel oder Zangenschlüssel, Doppel-Ring-Ratschen-Schlüssel in den üblichen Schlüsselweiten als 4er Set, aufs wesentliche reduzierter Steckschlüsselsatz 3/8", Elektriker-Meißel, Durchtreiber, Zollstock, Maßband, kleine Wasserwaage, (...)
Klingt sehr nach meiner Kiste, wobei ich mir die ganzen Stecknüsse und Schlüssel (egal ob Maul- oder sonstwas) schon lange spare, die brauche ich nie. Hatte ich früher alles bei, in so einem roten Bauhaus-Blechwerkzeugkoffer mit drei Ebenen. 25kg+, das Dinge konnteste nur mit beiden Armen heben.
Verbrauchsmaterial:
Schrauben, Nägel, Dübel, Wago-Klemmen, (...) Unterschiedliche Typen, jeweils "eine Hand voll".
Reicht nicht. Sind bei mir sortiert zwei L-Boxxen mit Insets.
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von the_black_tie_diyer » Montag 21. September 2020, 10:56

Dirk, Mauerdurchbrüche oder der Transport einer Leiter fallen weg.

Ansonsten sind wir - mal wieder - sehr nahe beieinander. Deine Überlegungen entsprechen meinen Versuchen mit vorhandenen Koffern, Taschen, System-Koffern - und daraus resultiert die Ratlosigkeit.

Ich stehe hier: https://vetopropac.com/tech-pac-black-out/

Und überlege wie weit ich damit tatsächlich käme.

Viele Grüße,
Oliver
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von Dirk » Montag 21. September 2020, 11:04

Uuund mal kurz gegoogelt:
Hier hast Du sogar selbst mal geantwortet.
Hier sind auch ein paar Bilder.

Und hier siehst Du etwas, was ich mal als "Interimslösung" hatte, was sich dann aber so schnell überfüllt hat (wie man auf dem Foto gut erkennen kann), daß das auch irgendwann nicht mehr akzeptabel war.

Der Rucksatz ist nett anzusehen, der wäre aber schon mit meinem E-Werkzeug voll...
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Re: Werkzeugtransport in urbanen Metropolen mit/im öffentlichen Nahverkehr: Brainstorming.

Beitrag von H. Gürth » Montag 21. September 2020, 11:05

Wenn schon, sollte die Ausrüstung auf einzelne Gewerke abgestimmt sein. Universell für "Alles" wird wohl nicht in kompakter Form möglich sein.
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

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