Briggs OHV startet schlecht

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rincewind
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Briggs OHV startet schlecht

Beitrag von rincewind » 20. Mai 2019, 08:08

Hallo.

An meinem "neuen" Gebrauchtrasenmäher (Sabo 122.96 47-OHV EA TurboStar, verkauft als "startet nicht") ist ein Briggs&Stratton OHV Motor verbaut (99777 0916 A2 96032504).

Die Schwimmerkammer war total verdreckt und nach einer kleinen Vergaserreinigung läuft das Teil auch wieder.

Nur leider springt er schlecht an.
Der E-Starter dreht durch, es gibt eine kurze Zündung, der Motor schlägt zurück und steht.
Wenn ich mit der Hand anziehen will spürt man den Ruck von der Zündung im Seil und der Motor steht.
Gleiches Verhalten wenn ich versuche mit einem Hauch Bremsenreiniger zu starten.

Fühlt sich irgendwie nach Frühzündung an.

Mit etwas Überzeugungsarbeit am Seil springt er auch an und läuft danach problemlos im Leerlauf und bei Vollgas. Kein Sägen oder sonstiges.

Bisher gemacht:
Vergaser grob gereinigt
Tank gespült, neuer Sprit
Neue Zündkerze
Ventile eingestellt auf 0,015mm (kein Unterschied im Startverhalten)
Keil am Schwungrad geprüft

Hier der Keil um Schwungrad.
20190518_130410872_iOS_cr_1600.jpg

Hat jemand eine Idee?

Danke und Gruß
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Jürgi
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Re: Briggs OHV startet schlecht

Beitrag von Jürgi » 20. Mai 2019, 08:31

Mein kleines Stromaggregat mit Tecumseh Motor klopft mir auch manchmal mit einem Rückschlag auf die Flossen.
Seit ich den Vergaser richtig gründlich gereinigt habe, ist es besser. Der Schmutz in der Düse war ziemlich verkrustet. Druckluft und Bremsenreiniger haben bei der Düse wohl nicht gereicht. Erst nachdem ich die Düse mit dünnen Drähten durchstoßen habe, war der ursprüngliche Durchmesser der Düsenbohrung wieder frei.
Seither startet und läuft er deutlich besser. Bei der Gelegenheit habe ich dem Ding einen Benzinhahn verpasst.
Gruß Jürgen

rincewind
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Re: Briggs OHV startet schlecht

Beitrag von rincewind » 20. Mai 2019, 09:36

Jürgi hat geschrieben:
20. Mai 2019, 08:31
Erst nachdem ich die Düse mit dünnen Drähten durchstoßen habe, war der ursprüngliche Durchmesser der Düsenbohrung wieder frei.
Seither startet und läuft er deutlich besser. Bei der Gelegenheit habe ich dem Ding einen Benzinhahn verpasst.
OK, kann ich versuchen.
Bin mir allerdings nicht sicher ob das die Ursache ist. Bei verstopfter Düse sollte der Motor doch zumindest mit einem Spritzer Bremsenreiniger direkt starten.

Ein Benzinhahn soll auch noch dran. Ist sehr praktisch bei Wartungsarbeiten.


Gruß

villus
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Re: Briggs OHV startet schlecht

Beitrag von villus » 20. Mai 2019, 10:01

Kontrolliere mal das Ventilspiel, wenn zu wenig könnte das auch eine Ursache sein

rincewind
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Re: Briggs OHV startet schlecht

Beitrag von rincewind » 20. Mai 2019, 10:08

villus hat geschrieben:
20. Mai 2019, 10:01
Kontrolliere mal das Ventilspiel, wenn zu wenig könnte das auch eine Ursache sein
Siehe oben :)
Ventile eingestellt auf 0,015mm (kein Unterschied im Startverhalten)
Beim Einlass war vorher kaum Spiel vorhanden. 0.005mm ging nicht rein.


Gruß

Trabold
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Re: Briggs OHV startet schlecht

Beitrag von Trabold » 20. Mai 2019, 12:47

wie sieht das Messer und die Messerkuppung aus :?:
Da das Messer ein Teil der Motorschwungmasse darstellt
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Re: Briggs OHV startet schlecht

Beitrag von villus » 20. Mai 2019, 13:07

uuups - nicht genau gelesen.
Mein Ventilspiel ist immer 0,15-0,2mm auf der kalten, und 0,3mm auf der warmen Seite?

rincewind
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Re: Briggs OHV startet schlecht

Beitrag von rincewind » 20. Mai 2019, 13:20

Trabold hat geschrieben:
20. Mai 2019, 12:47
wie sieht das Messer und die Messerkuppung aus :?:
Da das Messer ein Teil der Motorschwungmasse darstellt
Gute Frage... da werd ich mal schauen und Fotos zeigen.
Zu viel Schlupf wäre da dann wohl ein Problem.


Ein anderes Problem habe ich noch vergessen zu erwähnen...
Der Generator zum Laden der Starterbatterie tut nix mehr.
Hab ihn mit einem Teil von einem Spendergerät ersetzt (sieht leider anders aus, ist vergossen), aber ich würde das Ding gerne reparieren da das Ersatzteil ein Vielfaches von dem kostet was ich für den Rasenmäher bezahlt habe...
20190518_203929495_iOS_cr_1600.jpg
Die Spule hat ca. 0,6 Ohm und scheint OK.
Der Kondensator(?) war an den zwei Lötfahnen dran und ist hinüber. Mehr ist da nicht dran.
Wenn ich das richtig sehe produziert die Spule eine pulsierende Gleichspannung, die von dem Kondensator geglättet wird. Also könnte ich einfach einen Elko mit 50V und 68 MFD (uF :kp: ) nehmen?


Gruß
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rincewind
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Re: Briggs OHV startet schlecht

Beitrag von rincewind » 20. Mai 2019, 13:23

villus hat geschrieben:
20. Mai 2019, 13:07
Mein Ventilspiel ist immer 0,15-0,2mm auf der kalten, und 0,3mm auf der warmen Seite?
Das B&S Handbuch für den Motor empfiehlt 0,13 - 0,18 mm für Ein- und Auslass.
Sollte also passen.

villus
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Re: Briggs OHV startet schlecht

Beitrag von villus » 20. Mai 2019, 13:45

Ventile eingestellt auf 0,015mm
:wink:

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