Magnum Programm von Metabo - tot?

Alles über Holzbearbeitung, Holzarten, fachgerechte Verbindungen und praktische Tipps für die Werkstatt. Darüber wird hier diskutiert.

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Magnum Programm von Metabo - tot?

Beitrag von Dietrich » Donnerstag 29. Januar 2004, 19:02

Hallo Forum,

gerade habe ich gelesen, Metabo lässt die Magnum Reihe sterben!

Wenige Typen werden noch als blaue Elektra-Beckum angeboten, die Bandsäge und die Formatsäge 1693.

Werden die dann auch in Meppen bei E-B gebaut, oder kommen die weiterhin aus Nürtingen?

Trotzdem die Meldung ist ein Alptraum. Wenn man bedenkt das man vor kaum 6 Jahren ein komplettes Holzbearbeitungprogramm von Metabo bekommen konnte, Tischkreissäge, Abricht u. Dickenhobel, Tischfräse, Bandsäge, Kappsäge, und Tischbohrmaschinen.
Und warum das Alles, wahrscheinlich sind die verkauften Stückzahlen stark zurückgegangen, so das die Fertigung nicht mehr rentabel war.
Das erste "Geiz ist geil" Opfer in der Werkzeug und Maschinenbranche!

Gruß Dietrich

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Alfred
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Beitrag von Alfred » Donnerstag 29. Januar 2004, 22:41

Hallo,
ich habe eine TKU 1693 D und habe vor einigen Jahren Verbesserungsvorschläge an Metabo geschickt. Damal wurde mir schon erklärt das die Linie nicht mehr weiterentwickelt wird (eben Zukauf Elektra Beckum). Ich habe bei der Säge erhebliche Probleme mit der Hubspindel gehabt, diese wurde 3x von Metabo kostenlos ersetzt, einmal sogar das halbe obere Gehäuse und die Absaugteile weil der Querschnitt vergrößert wurde. Ich säge übrigens z.Zt. viel Kupfer auf der Säge - geht wunderbar.
Gruß
Alfred

Dietrich
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Beitrag von Dietrich » Donnerstag 29. Januar 2004, 23:02

Hallo Alfred,

ich hab noch die Vorgängermaschine die 1688, die wurde von 1984 an gebaut und ist mehrfach verbessert worden, ich habe eine der letzten, die im Auslaufjahr gebaut wurde.
Bin auch sonst von den Magnum Maschinen sehr überzeugt, nur nicht von den neuen Kleinen der 1066 und der 225. Die stammen von E-B, und die können gut Hobelmaschinen (vor allem die 333 und die 410) und Tischfräsen bauen, aber nach meiner Einschätzung keine Tischkreissägen.
Hast Du noch mehr Magnum Maschinen? Und wie bist Du mit denen zufrieden?

Gruß Dietrich

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Alfred
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Beitrag von Alfred » Freitag 30. Januar 2004, 11:46

Hallo,
nein nur diese, eigentlich habe ich mir am Anfang die große Elu Zugkreissäge gekauft mit dem 300er Blatt und 400 Volt Anschluss. Da diese Maschine nicht richtig funktionierte habe ich diese zurückgegeben und die Metabo gekauft. Man muss sich mal vorstellen, da hat die Elu einen Seitenschlag von 2 mm, wird eingeschickt, kommt zurück und hat immer noch 2mm Schlag, naja bei der Metabo gings erst ähnlich. Normal wird der seperate Schlitten (ich habe den langen) im Werk zu den jeweiligen Maschinenuntebau justiert, nummeriert und dann so ausgeliefert dass immer der richtige Schlitten zum Gehäuse passt. Fehlanzeige, bis ich die Einstellanweisung (ich glaube 40 Seiten) gelesen und umgesetzt habe war schon mal der Nachmittag rum. Man muss praktisch die Parallelität zum Blatt erstmal einstellen damit der Schnitt nicht zwickt, dann die Winkligkeit in der Höhe zum Tisch und dann vom Anschlag. Zum Glück hatte ich damals einige Buchenstücke zum testen.
Dann hatte ich noch ein Erlebnis, am Anfang hat die Maschine wegen Überhitzung im Leerlauf abgeschaltet, es war die Drehstromverlängerung vom Obi, die war nicht gedreht aufgelegt sondern parallel.
Gruß
Alfred

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Beitrag von Dietrich » Samstag 7. Februar 2004, 15:58

Hallo Alfred,

man wundert sich schon warum solche E-Verlängerungen im Fachhandel so wahnsinnig teuer sind und im Baumarkt recht günstig angeboten werden. Normalerweise sind meine Erfahrungen bei gleicher Produktqualität eigentlich so, das der Fachhandel fast immer günstiger ist, es scheint also so zu sein, das die Baumärkte bei solchen Standardteilen auch auf Billigprodukte zugreifen.
Noch haben wir eine eigene E-Werkstatt im Betrieb, und Material können wir auch kaufen, wenn man sich mit einem Elektriker einigermaßen versteht, oder denen auch mal ein Stein über die Mauer wirft, bekommt man für kleines Geld Verlängerungen in Top-Qualität. Da sind die Häuslebauer echt froh drum:-)

Was ich Dich noch fragen wollte, wie bist Du mit der Schnittqualität, der Präzision, und der Empfindlichkeit bei Stößen, der 1693 zufrieden?

Nutzt Du oft die Zugeinrichtung, taugt der Schlitten zum Besäumen?

Verwendest Du die Doppelgehrungsschablone?

Gruß Dietrich

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Beitrag von Alfred » Samstag 7. Februar 2004, 20:43

Hallo Dietrich,
mit der 1693 bin ich recht zufrieden, meine Erfahrungen habe ich ja schon geschrieben. Die Genauigkeit ist von der Einstellerei abhängig, man muss immer Probeschnitte machen. Ich nehme dann alte Spanplatten zum schneiden und messe mit einem großen Zimmererwinkel nach. Momentan schneide ich ja mehr Kupfer, Profile von 50x20mm meistens quer, habe aber auch schon 200mm Längsschnitte gemacht. Da gibts meistens Probleme mit der Hitze. die Teile muss ich auf 1/10 mm genau schneiden und das gehr nur mit Probeschnitte. Manchmal fliegt ein Teil nach hinten raus (die Teile sind in der Regel 50 oder 60mm), ich habe mit schon eine Fangeinrichtung überlegt (Karton), die Späne sind extrem heiß. Mit dem Doppelgehrungsanschlag habe ich keine Erfahrung (war zu teuer und brauche ich nicht 900.-DM). Der ist glaube ich für Gehrungen mit unterschiedlich breiten Teilen? Auf alle Fälle bringts der Drehstrom Motor, ob Plexiglas, Nylon, Kupfer, Alu, Pom und natürlich jede Holzart. Was nichts taugt war das Originalblatt von Metabo mit 2,8mm Breite, ich habe viele von Hawera mit 3,2 mm und darauf auch die Anschläge eingestellt. Die Besäumeinrichtung ist recht gut, damit haben wir schon viele Teile auch sozusagen frei Augem, also mit durchpeilen geschnitten. Als Absaugung habe ich von Westfalia das Gerät mit den beiden Stoffsäcken mit 100 mm Schlauch. Da ich unter chronischen Platzmangel leide muss ich die Säge immer aufbauen und in die mitte stellen, also Querstütze einhängen mit Queranschlag, die Tischverbreiterung habe ich auch, nehme sie aber selten her.
Gruß
Alfred

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Beitrag von Dietrich » Samstag 7. Februar 2004, 20:53

Hallo Alfred,

Metallteile fliegen nach hinten weg, oh je :-(

Wenn Du am Queranschlag des Schiebetisches Profile anschneidest, und nutzt als Längenbegrenzung den Paralellanschlag, dann zieh den beweglichen Teil des Paralellanschlags so weit vor, das das Werkstück den Anschlag verlässt wenn es das Sägeblatt berührt.

Dann bleibt Dein Werkstück wie von Zauberhand neben dem Sägeblatt liegen, wirklich es funktioniert!

Das Fliegen ist auch nicht ungefährlich, und Du solltest es unterbinden.

Gruß Dietrich

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Beitrag von Alfred » Sonntag 8. Februar 2004, 17:02

Werde ich heute gleich mal probieren.
Gruß
Alfred

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Beitrag von Alfred » Sonntag 8. Februar 2004, 21:45

Hallo Dietrich,
hat sich gut gemacht der Tipp.
Heute habe ich die Tku wieder an die Grenze gebracht mit Alu
AlMgSi 0,5 Profil 40x50 mm gesägt, 20 mm gehen noch prima, bei 40 mm hat sie ziehmlich gerattert, nja ist ja auch für Holz gedacht.
Gruß

Alfred

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Beitrag von Dietrich » Sonntag 8. Februar 2004, 22:36

Hallo Alfred,

sind diese Profile aus Vollmaterial?

Denn das wär wirklich der Grenzbereich für die Maschine!

Vielleicht könntest Du auch ein Blatt mit mehr Zähnen einsetzen, ansonsten wünsche ich Dir viel Freude mit der 1693.

Gruß Dietrich

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