Reparatur-/ Wartungsanleitung für eine FEIN DSc 648

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green_cobalt
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Reparatur-/ Wartungsanleitung für eine FEIN DSc 648

Beitrag von green_cobalt » 20. Sep 2017, 10:09

Hi!

Suche eine Reparaturanleitung für ein altes Schätzchen.
Eine FEIN DSc 648.
Laut Aufkleber war der nächste Prüftermin irgenwann 2005 vorgesehen.
Hab ich erst kürzlich erstanden und wollte die mal überholen.
Lager checken, Fett erneuern und aufpolieren halt.

Vielleicht hat jemand noch ein Tipp für mich, wie ich das alte Fett da raus bekomme, ohne dosenweise Bremsenreiniger?

Mein Dank im Voraus!

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H. Gürth
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Re: Reparatur-/ Wartungsanleitung für eine FEIN DSc 649

Beitrag von H. Gürth » 20. Sep 2017, 10:40

wie ich das alte Fett da raus bekomme, ohne dosenweise Bremsenreiniger?
Mit Waschbenzin oder zunächst mit Heissluftgebläse gut anwärmen.
Wegen der Anleitung schau ich mal.

Zu dem anderen Posting:
Die Maschine läuft auch ohne Elektronik bezw. mit Vorschaltregler.
Einfache Anschnittsteuererung.
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

green_cobalt
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Re: Reparatur-/ Wartungsanleitung für eine FEIN DSc 649

Beitrag von green_cobalt » 20. Sep 2017, 11:03

WOW!

Das ist ja mal ne flotte Antwort.

Muss leider eingestehen, dass ich nich vom Fach bin,
eigentlich von gar keinem Fach.
Leider nie ne Lehre gemacht,
weshalb ich manchmal etwas Begriff stutzig bin.
H. Gürth hat geschrieben:Die Maschine läuft auch ohne Elektronik bezw. mit Vorschaltregler.
Einfache Anschnittsteuererung.
Was heisst was genau?
Über einen Widerstand im Poti wird die Drehzahl also nicht geregelt...?
Kann ich das Gerät also verkabeln, als wäre der Regler gar nicht da?
Bei FEIN.de haben die beiden Varianten in der Ersatzteilzeichnung verschiedene Polschuhe.


Bitte keine Panik wegen meinem Laientum.
Bevor ich mich selbst zerlege frag ich lieber nochmal nach.
Hab nen Werkzeugmacher griffbereit und auf Arbeit die Werkstatt.

MSG
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Re: Reparatur-/ Wartungsanleitung für eine FEIN DSc 649

Beitrag von MSG » 20. Sep 2017, 11:13

green_cobalt hat geschrieben:Über einen Widerstand im Poti wird die Drehzahl also nicht geregelt...?
Nein, da müsste viel zu viel Leistung am Widerstand verheizt werden...

Schau mal hier https://de.wikipedia.org/wiki/Phasenanschnittsteuerung

powersupply
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Re: Reparatur-/ Wartungsanleitung für eine FEIN DSc 649

Beitrag von powersupply » 20. Sep 2017, 11:50

Moin
Manche wachen eben erst etwas spät auf... 8)
Was heisst was genau?
Über einen Widerstand im Poti wird die Drehzahl also nicht geregelt...?
Das ist wie ein Dimmer bei dem vordergründig ein Potentiometer betätigt wird und im inneren ein elektronisches Schaltelement den Strom nur noch häppchenweise durchlässt.
Kann ich das Gerät also verkabeln, als wäre der Regler gar nicht da?
Bei FEIN.de haben die beiden Varianten in der Ersatzteilzeichnung verschiedene Polschuhe.
Der etwas andere Anschluß ist wohl der zwischengeschalteten Elektronik geschuldet.

PS

green_cobalt
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Re: Reparatur-/ Wartungsanleitung für eine FEIN DSc 649

Beitrag von green_cobalt » 20. Sep 2017, 17:06

MSG hat geschrieben: Schau mal hier https://de.wikipedia.org/wiki/Phasenanschnittsteuerung
Diesen Link habe ich befürchtet!
:ducken:
Les mich schon den halben morgen durch Triac´s,
Frequenzwandler und gestapelte Blechkern Transformatoren...
:crazy: :crazy: :crazy:

Also...
:lichtauf:
Wenn ich das nu richtig verstehe,
muss ich den Kondensator erstmal raus nehmen.
Und dann die Polschuhe tauschen, damit der Motor weiter asynchron läuft.
Wird vorher wohl die Elektronik nebenbei geregelt haben...?
Hab gesehen, dass die Modelle auch leicht verschiedene Werte haben.
(siehe Fotos)

Oder lauf ich jetzt in die total falsche Richtung?
:kp:

Naja, reicht mir für heute an Theorie.
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H. Gürth
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Re: Reparatur-/ Wartungsanleitung für eine FEIN DSc 649

Beitrag von H. Gürth » 20. Sep 2017, 20:06

Ähem..........
um welche Maschine gehts denn jetzt ?
Ast(e) 649-1 oder wie auf den, nicht lesbaren, Bildern ? Astlx(e) 649
Das 1. ist eine Stichsäge, das 2. eine Rohrsäbelsäge !

Die Aste 649 kann auch ohne Elektronik betrieben werden. Sie läuft dann halt ständig mit höchster Dreh/Hubzahl.
Unterschiedliche ET-Nummern kommen daher, dass Fein für jeden Modelltyp die passende Wicklung liefert. Also bei unterschiedlichem Anschluss Schalter/Elektronik haben die Wicklungen versch. Nummern, obwohl von den Wickeldaten die gleichen Werte bestehen.
Da der Elektronikbaustein vergossen ist, besteht kaum Möglichkeit zur Reparatur.
Mit einem Vorschalt-Drehzahlregler kann die Maschine geregelt werden.
So etwas wäre geeignet. http://www.elosal.de/waren/steuerungen/ ... uerung.php
Allerdings nicht weit vom Ersatzteilpreis entfernt.
Und dann die Polschuhe tauschen, damit der Motor weiter asynchron läuft.
Wie kommt man denn auf solche Ansichten :glaskugel:
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

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Re: Reparatur-/ Wartungsanleitung für eine FEIN DSc 649

Beitrag von green_cobalt » 20. Sep 2017, 23:17

Upps!

Die Bilder sind ja sehr schwammig geworden.
:oops: Ich bitte dies zu entschuldigen...

Es geht hier um die Rohrstichsäge.
AStxe 649.jpg
(Die andere hab ich zwar auch im Keller, aber die tut gute Dienste, abgesehen von einem Problem mit der Sägeblattaufnahme.
Damit werd ich vielleicht später mal nerven.)

H. Gürth hat geschrieben:Zitat:
Und dann die Polschuhe tauschen, damit der Motor weiter asynchron läuft.

Wie kommt man denn auf solche Ansichten :glaskugel:
Hab gelesen, dass der Anker nicht synchron zum Drehfeld des Stators laufen darf, weil sich sonst nix mehr dreht.
(keine magnetische Flussänderung = kein Drehmoment) :schlaubi:
Und, dass manchmal ein Bauteil (hier der Dz-Regler) vorgeschaltet wird um dies über die Statorspannung zu regeln, ansonsten wird meist der Schlupf schon im Vorfeld angepasst. :schlaubi:
Da hier der Dz-Regler wegfällt, schien es mir nur logisch,
dass man am Anker oder Stator etwas ändern muss.
Damit die Leistung in etwa gleich bleibt, in dem Fall ein schnelleres Drehstromfeld mit 60 Hz.
:schlaubi:
Lieg ich in etwa richtig?
Oder mehr so...:rotfl: :rotfl:
War eventuell zuviel input auf einen Schlag.
:crazy:


Nichtsdestotrotz...
Werd mir wohl bei Zeiten ein neuen Regler bestellen,
eilt nicht so sehr, hab noch andere Geräte die ich erstmal auf vordermann bringen will.
Das wird auch noch was dauern.


Die Elektronische Drehzahlregelung aus der Steckdose werd ich mir auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.
Vielleicht zieh ich die Investition auch ertmal dem Ersatzteil vor.
Das Teil ist halt NUR für die Säge, die Drehzahl-Dose vielseitig zu verwenden.

Danke für Geduld und Verstand mit denen man mir hier begegnet ist!
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Re: Reparatur-/ Wartungsanleitung für eine FEIN DSc 649

Beitrag von green_cobalt » 20. Sep 2017, 23:30

H. Gürth hat geschrieben:Ähem..........
um welche Maschine gehts denn jetzt ?

Ohh!
Eigentlich gehts hier um die FEIN DSc 649 Schlagbohrmaschine!

Bräuchte hierfür die Werkstattunterlagen,
damit ich die mal überholen und säubern kann.

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Re: Reparatur-/ Wartungsanleitung für eine FEIN DSc 649

Beitrag von powersupply » 21. Sep 2017, 14:40

Hi

Schöne robuste Maschine... :top:
Hab gelesen, dass der Anker nicht synchron zum Drehfeld des Stators laufen darf, weil sich sonst nix mehr dreht.
(keine magnetische Flussänderung = kein Drehmoment) :schlaubi:
Und, dass manchmal ein Bauteil (hier der Dz-Regler) vorgeschaltet wird um dies über die Statorspannung zu regeln, ansonsten wird meist der Schlupf schon im Vorfeld angepasst. :schlaubi:
Da hier der Dz-Regler wegfällt, schien es mir nur logisch,
dass man am Anker oder Stator etwas ändern muss.
Damit die Leistung in etwa gleich bleibt, in dem Fall ein schnelleres Drehstromfeld mit 60 Hz.
:schlaubi:
Lieg ich in etwa richtig?
Oder mehr so...:rotfl: :rotfl:
War eventuell zuviel input auf einen Schlag.
:crazy:
Für Dich scheinbar schon. :mrgreen: Aber es stimmt alles irgendwie ein bisschen nur eben nicht so auf einem Haufen und nicht bei jedem Motor. Ich verklaube das oben zitierte daher nochmal.
Hab gelesen, dass der Anker nicht synchron zum Drehfeld des Stators laufen darf, weil sich sonst nix mehr dreht.
Der Drehstromasynchronmotor, als jeder Standard Drehstrommotor kann nicht synchron laufen weil sonst im Rotor kein sich änderndes Magnetfeld mehr befindet. Dagegen können Drehstromsynchronmotoren auschließlich synchron laufen. Beim in der Fein verwendeten Universalmotor treffen beide Aussagen nicht zu da es hier keinen Synchronlauf gibt.
Hier ist die sogenannte GegenEMK maßgeblich. Wenn so ein Universalmotor dreht wird im Anker, bedingt durch die Drehung in einem Magnetfeld, eine Spannung erzeugt die der ursprünglichen Spannung entgegengerichtet ist. Diese erzeugte Spannung ist um so größer je schneller sich der Anker dreht. Sind die von außen angelegte Spannung und die innen erzeugte Spannung gleich groß kann kein Strom mehr fließen und der motor somit auch nicht mehr schneller drehen. Das hat aber nichts mit Frequenzsynchronität zu tun sondern ist von der Windungszahl im Anker und der Größe des Statormagnetfeldes abhängig.

PS

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