Bosch Winkelschleifer

Hier geht es um Elektrowerkzeuge und ihre Anwendung

Moderatoren: Dirk, Dominik Liesenfeld

Antworten
Benutzeravatar
Grautvornix70
Beiträge: 5
Registriert: Montag 8. Februar 2021, 21:48
Wohnort/Region: Meerbsuch

Bosch Winkelschleifer

Beitrag von Grautvornix70 » Montag 8. Februar 2021, 22:02

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe schon ein paar Berichte gelesen und bräuchte mal eure Meinung oder Erfahrungen.

Ich habe mich am Wochenende intensiv mit dem Thema Winkelschleifer beschäftigt.
Ich hatte bis jetzt noch keine eigene Maschine gehabt.

Jetzt bin ich bei zwei Maschinen hängen geblieben.
Einmal die GWS 1000 W und die GWS 9-125 S.
Welche könnt ihr empfehlen?
Bei der GWS 9-125 S kann man die Geschwindigkeit reduzieren, aber ist das überhaupt wichtig?
Welche der beiden Maschinen hat eine bessere Qualität?
Habe für beide Maschinen ein Angebot gefunden, so ca. 80 Euro inkl. Koffer und kein Karton.

Diese Aufgaben möchte ich damit machen:
Steine schneiden
Holz schneiden
Metall schneiden
Kunststoff schneiden
Schleifen für alle der o.g. Produkte.

Diese Aufgaben werden aber nur ab zu gemacht, also nur Hobby arbeiten und im Garten. Ich schätze mal so 5 - 10 mal im Jahr.
Deshalb möchte ich auch nicht soviel Geld ausgeben.

Außerdem welche Trennscheibe nimmt man für Holz? Kann man damit auch kleine Äste schneiden?

Welchen Unterschied besteht bei Metalltrennscheibe die Dicke zwischen 1mm und 2,5mm?

Sorry für die ganzen Fragen.

Danke.

Gruß
Jens

Ein_Gast
Beiträge: 1653
Registriert: Sonntag 16. Juli 2017, 01:04
Wohnort/Region: Ruhrpott

Re: Bosch Winkelschleifer

Beitrag von Ein_Gast » Montag 8. Februar 2021, 22:38

Grautvornix70 hat geschrieben:
Montag 8. Februar 2021, 22:02
Welche könnt ihr empfehlen?
Kenne beide nicht. Aber von denen würde ich trotzdem keine nehmen.
Ich finde die Geschwindigkeitseinstellung ziemlich praktisch, aber 900 W wären mir als alleiniges Modell etwas wenig. Da würde ich eher in die Richtung 1200 W gehen - gerade als Allrounder.
Bei der GWS 9-125 S kann man die Geschwindigkeit reduzieren, aber ist das überhaupt wichtig?
Für mich schon. Gerade Bürsten oder Reinigen "Negerkeks" wollen gerne auch mal eine geringere Drehzahl halben.
Steine schneiden
Beachte dabei, dass die 125er nur eine geringe Schnitttiefe haben. Einen Pflasterstein bekommst du damit (wenn überhaupt) nur von beiden Seiten durch.
Holz schneiden
Eher nicht. Es gibt zwar Holztrennscheiben, aber die würde ich eher als gefährliches Abenteuer ansehen. Wenn du wirklich Wert auf Holz legst, packe noch eine Säbelsäge drauf, damit fährst du besser. Außerdem kommt hier wieder die geringe Schnitttiefe zu tragen.
Außerdem welche Trennscheibe nimmt man für Holz? Kann man damit auch kleine Äste schneiden?
Es gibt spezielle Kreissägeblätter, die für den Trennschleifer zugelassen sind. Aber die ganzen Geräte sind nicht darauf ausgelegt.
Welchen Unterschied besteht bei Metalltrennscheibe die Dicke zwischen 1mm und 2,5mm?
Die dünnen machen dünnere Schnitte :mrgreen:
Kling blöde, aber der Vorteil ist halt, dass man damit präziser umgehen kann und außerdem leichter geschnitten wird, weil einfach weniger Material weggeschliffen werden muss. Dafür sind die breiteren stabiler.

Benutzeravatar
Dieter K
Beiträge: 584
Registriert: Donnerstag 28. November 2019, 11:54
Wohnort/Region: Franken

Re: Bosch Winkelschleifer

Beitrag von Dieter K » Dienstag 9. Februar 2021, 00:27

@Ein_Gast
Ein_Gast hat geschrieben:
Montag 8. Februar 2021, 22:38
"Negerkeks"
So kannst du den Begriff nicht stehen lassen. Du hast wohl nicht mitbekommen, die Deutsche Sprache zwischenzeitlich gegendert ist. Entweder du schreibst "Das Negergekekste" oder, mit Plural bist du immer fein raus, kling oft auch nicht so doof, "Die Negergekeksenden". Du gehst ja auch nicht zum "Bäcker", wenn du da von einer Frau bedient wirst, oder? :mrgreen:

Ein_Gast
Beiträge: 1653
Registriert: Sonntag 16. Juli 2017, 01:04
Wohnort/Region: Ruhrpott

Re: Bosch Winkelschleifer

Beitrag von Ein_Gast » Dienstag 9. Februar 2021, 00:42

Du hast natürlich völlig recht :mrgreen:

Diesen Satz von mir beurteilen wir wohl besser generell nicht nach der deutschen Sprache... (was hat mich denn da geritten???)

Brandmeister
Moderator
Beiträge: 3706
Registriert: Dienstag 7. Juli 2015, 23:25
Wohnort/Region: nördliches_Rheinland-Pfalz

Re: Bosch Winkelschleifer

Beitrag von Brandmeister » Dienstag 9. Februar 2021, 01:10

Dieter K hat geschrieben:
Dienstag 9. Februar 2021, 00:27
Du hast wohl nicht mitbekommen, die Deutsche Sprache zwischenzeitlich gegendert ist.
Negerkeks_Innen, wahlweise noch Neger_Innenkeks und Du bist auf der sicheren Seite.
Ein_Gast hat geschrieben:
Montag 8. Februar 2021, 22:38
...
Die dünnen machen dünnere Schnitte
Kling blöde, aber der Vorteil ist halt, dass man damit präziser umgehen kann und außerdem leichter geschnitten wird, weil einfach weniger Material weggeschliffen werden muss. Dafür sind die breiteren stabiler.
Die dicken sind stabiler, verlaufen weniger und haben höhere Standzeiten (falls Du das nicht mit stabil meintest). Dafür ist der Arbeitsfortschritt halt langsamer, der Schnitt breiter und der Energieeintrag ins Material höher (Mehr Fläche & mehr Zeit --> mehr Reibung --> mehr Energie). Äußert sich in Anlauffarben am Werkstück oder im dümmsten Fall verziehen. Ist auch bei manchen Stahlsorten glaube ich nicht so der Hit wegen beschleunigter Korrosion. Und bei Verzinktem Zeug (?) sowieso nicht (??)
Ein_Gast hat geschrieben:
Montag 8. Februar 2021, 22:38
Grautvornix70 hat geschrieben:
Montag 8. Februar 2021, 22:02
...
Holz schneiden
Eher nicht. Es gibt zwar Holztrennscheiben, aber die würde ich eher als gefährliches Abenteuer ansehen.
...
Gefährliches Abenteuer, beste Antwort, die man geben kann. :top:

Kunststoff, wie im Eröffnungspost erwähnt, ist auch kein Fall für die Flex. Da würde ich eher zu Säbel-, Stich- oder auch Handsäge greifen.
Die Physik gewinnt immer!
Life's a bitch and then you die!

Ein_Gast
Beiträge: 1653
Registriert: Sonntag 16. Juli 2017, 01:04
Wohnort/Region: Ruhrpott

Re: Bosch Winkelschleifer

Beitrag von Ein_Gast » Dienstag 9. Februar 2021, 01:55

Brandmeister hat geschrieben:
Dienstag 9. Februar 2021, 01:10
Die dicken sind stabiler, verlaufen weniger und haben höhere Standzeiten (falls Du das nicht mit stabil meintest).
Das trifft es ziemlich genau.
Kunststoff, wie im Eröffnungspost erwähnt, ist auch kein Fall für die Flex. Da würde ich eher zu Säbel-, Stich- oder auch Handsäge greifen.
Da möchte ich widersprechen. Bisher habe ich nichts besseres für Kunststoff gefunden als eine Flex mit einer Rhodius XTK 6. Habe damit letztens Kabelkanäle geschnitten und die Kanten waren ohne weitere Nachbearbeitung gut. Dagegen hatte ich noch keine Säge, die derart gratfrei geschnitten hat - höchstens vielleicht die Kappsäge mit Spezialblatt.

(wobei ich natürlich nicht jeden Kunststoff und auch keine ganzen Blöcke getestet habe)

Brandmeister
Moderator
Beiträge: 3706
Registriert: Dienstag 7. Juli 2015, 23:25
Wohnort/Region: nördliches_Rheinland-Pfalz

Re: Bosch Winkelschleifer

Beitrag von Brandmeister » Dienstag 9. Februar 2021, 02:00

Wow...hatte noch gar nicht mitgekriegt, dass es auch unter 1 mm gibt.
Die Physik gewinnt immer!
Life's a bitch and then you die!

Ein_Gast
Beiträge: 1653
Registriert: Sonntag 16. Juli 2017, 01:04
Wohnort/Region: Ruhrpott

Re: Bosch Winkelschleifer

Beitrag von Ein_Gast » Dienstag 9. Februar 2021, 02:14

Ja, das Ding ist dünner als eine Mini-Trennscheibe von einem Dremel. Irgendwie beängstigend...

Aber das ist genau der angesprochene Punkt: Dadurch gibt es wenig Wärmeeintrag ins Material und man schmilzt sich nicht durchs Plastik. Im Katalog ist "Kunststoff" explizit für diese Scheibe angegeben. Sonst wäre ich nie auf die Idee gekommen, eine Trennscheibe in Kunststoff zu halten.

Aber auch hier ist wieder der angesprochene Punkt mit der Schnittiefe. Es gibt schöneres, als bei einem 40er Abflussrohr einmal drumherum zu schneiden, weil man nicht in einem mal durchkommt.

Brandmeister
Moderator
Beiträge: 3706
Registriert: Dienstag 7. Juli 2015, 23:25
Wohnort/Region: nördliches_Rheinland-Pfalz

Re: Bosch Winkelschleifer

Beitrag von Brandmeister » Dienstag 9. Februar 2021, 02:26

Ein_Gast hat geschrieben:
Dienstag 9. Februar 2021, 02:14
...
Aber auch hier ist wieder der angesprochene Punkt mit der Schnittiefe. Es gibt schöneres, als bei einem 40er Abflussrohr einmal drumherum zu schneiden, weil man nicht in einem mal durchkommt.
Hmm, da kommt wohl auch noch der Punkt Verlaufen ins Spiel. Zumindest, wenn man dies freihand versucht.
Ein_Gast hat geschrieben:
Dienstag 9. Februar 2021, 02:14
...
Im Katalog ist "Kunststoff" explizit für diese Scheibe angegeben. Sonst wäre ich nie auf die Idee gekommen, eine Trennscheibe in Kunststoff zu halten.
...
Auf der verlinkten Seite steht Stahl und Edelstahl. Wäre mal interessant, herauszufinden, wie gut man mit der Scheibe eine Acrylglasplatte zerteilen kann. Denke aber, wir sollten hier langsam mal zurück zum eigentlichen Thema kommen.
Die Physik gewinnt immer!
Life's a bitch and then you die!

Benutzeravatar
powersupply
Beiträge: 15903
Registriert: Sonntag 10. April 2005, 17:25
Wohnort/Region: BB
Wohnort: BB

Re: Bosch Winkelschleifer

Beitrag von powersupply » Dienstag 9. Februar 2021, 02:52

Brandmeister hat geschrieben:
Dienstag 9. Februar 2021, 01:10
Dafür ist der Arbeitsfortschritt halt langsamer, der Schnitt breiter und der Energieeintrag ins Material höher (Mehr Fläche & mehr Zeit --> mehr Reibung --> mehr Energie).
Was im Umkehrschluß auch heißt, dass die Maschine das Mehr an Energie (=Leistung) auch bereitstellen muss.
Daher empfehlen sich für Akkumaschinen, die übrigens auch in der Leistungsklasse eines 1000- 1200W Kabelgerätes angekommen sind, ebenfalls die dünnen Scheiben.

PS

Antworten