Toleranzen bei Führungsschienen

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Dirk
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Re: Toleranzen bei Führungsschienen

Beitrag von Dirk » 15. Aug 2018, 09:55

benn0r hat geschrieben:
14. Aug 2018, 19:41
TASTATUR ist heile, ich handhab das eben auch etwas eigenwillig ;)
Wir "handhaben" das hier nicht eigenwillig, sondern ganz allgemein: deutsche Rechtschreibregeln haben Gültigkeit!
Ich habe Dich schon via Verwarnung höflich darauf hingewiesen, dich doch bitte daran zu halten. Wenn Du das nicht willst, wird das Konsequenzen haben.
Akkuschrauber Auswahlhilfe
Mein Freund der Baum braucht CO2, drum setz' ich's aus dem Auspuff frei :D

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hamme
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Re: Toleranzen bei Führungsschienen

Beitrag von hamme » 17. Aug 2018, 19:42

michaelhild hat geschrieben:
14. Aug 2018, 19:16

Dafür hab ich schon genug Bewusstsein, um zu sagen, dass ist vernachlässigbar. Selbst 2/10tel mm stört nicht weiter. Zudem wenn es ums präzise arbeiten geht, koppelt man keine zwei Schienen, das führt zwangsläufig zu Ungenauigkeiten.
Ich wage zu bezweifeln, dass man so etwas als vernachlässigbar bezeichnen kann, wenn man es noch nicht selbst erlebt hat. Denn nur etwas an einer Toleranzangabe festzumachen, ohne die Funktionserfüllung zu berücksichtigen, wird der Sache nicht gerecht. Die Toleranz sollte immer so gewählt sein, dass der Kunde diese nicht bemerkt.
Wenn die aktuelle Größe des Toleranzbereiches so unbedeutend für die Funktion ist, hätten wir es ja gar nicht bemerken dürfen.
Wenn man die Messungen von benn0r berücksichtigt, liegt die Toleranz wahrscheinlich bei 16 mm +/-0,25 mm oder sogar größer. Das kommt mir für eine Gleitführung schon recht groß vor.

Übrigens bei mir hat das Schleifen des Führungsstegs zu dem gewünschten Ergebnis geführt. Also ich kann ohne Probleme zwischen den Schienen wechseln und sie auch verbinden, ohne beim Übergang zwischen jenen ein merkwürdiges Gefühl zu haben. Nur schade, dass das bei diesen Preisen notwendig war.

moto4631
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Re: Toleranzen bei Führungsschienen

Beitrag von moto4631 » 17. Aug 2018, 20:49

@ hamme

Das hast Du sehr verständlich geschrieben und grundsätzlich geb ich Dir Recht.
Was Du aber nicht vergessen darfst ist die Tatsache das wir hier nicht bei den Metallern unterwegs sind.
Wir erzeugen beim Arbeiten Staub und Späne die nicht gerade klein sind im Vergleich zu Metallabrieb.

Meiner Meinung nach sind die Toleranzen bei den Schienen durchaus auch sinnvoll damit die Säge überhaupt noch gleitet.
Wären die Toleranzen zu eng würde die Säge nach den ersten paar Spänen schon sehr schlecht gleiten und nach kürzester Zeit komplett festsitzen.

Meine Schienen (ich hab insgesamt 5) kann ich untereinander alle verbinden wie ich lustig bin und habe in keiner Konstallation ein Problem damit beim Sägen den Übergang zu spüren.
Gekauft hab ich die Schienen auch nicht alle auf einmal sondern im Laufe der Jahre, sie stammen also aus lauter verschiedenen Chargen.
Scheinbar gibts wirklich ein paar Ausreißer bei den Schienen, ich glaube aber fest daran das der Großteil völlig in Ordnung ist und die "Probleme" auch schon mal herbei gemessen werden. :ducken:
Nüchtern betrachtet war es besoffen besser...

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benn0r
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Re: Toleranzen bei Führungsschienen

Beitrag von benn0r » 17. Aug 2018, 21:52

moto4631 hat geschrieben:
17. Aug 2018, 20:49
Meiner Meinung nach sind die Toleranzen bei den Schienen durchaus auch sinnvoll damit die Säge überhaupt noch gleitet.
Wären die Toleranzen zu eng würde die Säge nach den ersten paar Spänen schon sehr schlecht gleiten und nach kürzester Zeit komplett festsitzen.
von was für toleranzen reden wir denn hier?
ich glaube hier liegt ein verständnisproblem vor.
leider fehlen mir die worte, kann mal jemand das erklären?...

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hamme
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Re: Toleranzen bei Führungsschienen

Beitrag von hamme » 17. Aug 2018, 21:53

Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass dies bei einer großen Anzahl an Schienen der Fall ist, sonst würde es viel mehr Beschwerden geben.
Aufgrund der fehlenden Datenbasis kann man dabei leider nur über Ursachen mutmaßen.
Meine Messungen auf jeweils einer Schiene haben, wenn ich es noch recht im Sinn habe, keinerlei messbare Abweichungen aufgewiesen. Man könnte also vermuten, dass die Stegbreite an verschiedenen Messpunkten auf einer Schiene nur minimal abweicht.
Probleme mit Staub hatte ich bisher nie gehabt, selbst wenn man mal den Staubsauger vergessen hatte. Man sieht finde ich sogar sehr schön, wie die Maschine den Staub auf der Schiene vor sich herschiebt.
Ich vermute, die Charge dürfte dabei gar keine so große Rolle spielen. Viel mehr dürften die Schienen Probleme bereiten, die kurz vor bzw. beim Überschreiten der Eingriffsgrenze gefertigt sind. Ich nehme dabei einfach mal an, dass der Sublieferant eine SPC hat.
Wie gesagt, hätte ich nicht diesen starken Unterschied im Gleitverhalten, beim Übergang von einer Schiene zur anderen, bemerkt, hätte ich niemals nachgemessen.

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benn0r
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Re: Toleranzen bei Führungsschienen

Beitrag von benn0r » 17. Aug 2018, 21:54

hamme hat geschrieben:
17. Aug 2018, 21:53
Wie gesagt, hätte ich nicht diesen starken Unterschied im Gleitverhalten, beim Übergang von einer Schiene zur anderen, bemerkt, hätte ich niemals nachgemessen.
geht mir ebenso!!!

matches
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Re: Toleranzen bei Führungsschienen

Beitrag von matches » 17. Aug 2018, 23:00

moto4631 hat geschrieben:
17. Aug 2018, 20:49
Meiner Meinung nach sind die Toleranzen bei den Schienen durchaus auch sinnvoll damit die Säge überhaupt noch gleitet.
Wären die Toleranzen zu eng würde die Säge nach den ersten paar Spänen schon sehr schlecht gleiten und nach kürzester Zeit komplett festsitzen.
Etwas Spiel braucht es zum Gleiten, logisch. Aber, wenn wir vom gleichen reden, wird es eh eingestellt oder? Die Säge passend zur Schiene.
In dem Fall wäre keine Toleranz bei dem Steg ideal, weil dann an jeder Stelle die EInstellung der Säge die gleiche ist.
moto4631 hat geschrieben:
17. Aug 2018, 20:49
Scheinbar gibts wirklich ein paar Ausreißer bei den Schienen, ich glaube aber fest daran das der Großteil völlig in Ordnung ist und die "Probleme" auch schon mal herbei gemessen werden. :ducken:
Naja...
Ich sehe das eher andersrum. Wenn es ein Problem gibt, ist das Nachmessen eine Möglichkeit der Fehlersuche. Ich hätte es ja auch gerne mal genauer als es für den ein oder andern nachvollziehbar ist. Aber sofern ich kein Problem vermute oder feststelle lass ich das.

Ich habe keine 5 Schienen aber dennoch zwei, die einen deutlichen Übergang haben. Das fällt dann bei der Trockenübung auf. Säge schön auf die erste Schiene eingestellt und dann bleibt sie hängen.

Wenn ich das weiß kann ich eben auf die Reihenfolge auspassen um überhaupt den langen Schnitt machen zu können.

Die Bosch/Mafell Schienen haben in der Hinsicht einen Vorteil, zumindest glaube ich, dass es daran liegt.
Dort ist für die Führung nur ein 2,4 mm schmaler Steg. Ich glaube, dass sich hier einfacher kleinere Toleranzen relisieren lassen, als bei einer C-Form, die 16 mm breit ist.
In die 2,4 mm bekommt man halt leider keine Hebelzwinge mehr rein :ducken:

Grüße
Martin

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HeikoB
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Re: Toleranzen bei Führungsschienen

Beitrag von HeikoB » 17. Aug 2018, 23:13

Moin,
das sind Strangpressprofile die nicht gefräst oder geschliffen werden, die Toleranzgrenze hier ist recht hoch. Hab glaube weiter vorne schon was zu geschrieben. Normalerweise stellt man die Säge auf den dicksten Steg ein und richtet die Schienen beim verbinden auf einer Stegksnte aus. Wenn man die Säge dann mit leichten Druck dagegen führt gibt es keinerlei Probleme. Ich habe noch ein paar Mafellsägen ohne Einstellmöglichkeiten des Spiels da muss ich auch einseitig gegen den Steg drücken damit es möglichst genau wird.
Gruß Heiko
Edit: din en 12020-2 ist die passende Norm

Dev
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Re: Toleranzen bei Führungsschienen

Beitrag von Dev » 17. Aug 2018, 23:35

HeikoB hat geschrieben:
17. Aug 2018, 23:13
din en 12020-2 ist die passende Norm
Und was steht da wohl drin?
Für Nennmaße von 15 bis 30 mm: +/- 0,25 mm. :wink:

Was ich aber ehrlich gesagt nicht verstehe: Wenn Festool schon die Möglichkeit bewirbt, dass die Schienen miteinander verbunden werden können, sollte das dann nicht plug-and-play möglich sein, ohne erst die dickste Schiene zu ermitteln, die Gleitführung der Säge darauf einzustellen und dann erst zu sägen?
So groß wäre der Aufwand nun wirklich nicht, das Strangpressprofil an der Stelle 3/10 dicker zu machen und einmal sauber spanend nachzubearbeiten.
Das wäre vermutlich für 1-2 € pro Schiene möglich und bei dem Verkaufspreis auch angemessen.

Man braucht diese Genauigkeit vielleicht nicht für die Werkstücke (es ist immer noch eine mobile Handsäge, keine Formatkreissäge), aber es vereinfacht das Handling beim Verbinden der Schienen deutlich.

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Re: Toleranzen bei Führungsschienen

Beitrag von J-A-U » 18. Aug 2018, 06:01

Ich finde es etwas befremdlich wenn davon ausgegangen wird das eine Schiene die, ohne Fräsarbeiten, 60€ kostet die zusätzliche Bearbeitung nur 2€ kosten soll.


mfg JAU
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