Kaminholz Lagerplatz bauen

Von der kaputten Dachrinne bis zum Loch im Zaun soll euch hier geholfen werden.

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M.vom.Fach
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Kaminholz Lagerplatz bauen

Beitrag von M.vom.Fach » 6. Apr 2006, 10:25

Hi, um unser Kaminholz trocken und vor Witterungseinflüssen zu schützend zu lagern, wollten wir ein Lagerplatz bauen. Gibt es Baupläne für Vorschläge oder so?

Wäre sehr dankbar

Thomas.B
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Beitrag von Thomas.B » 7. Apr 2006, 13:10

Hallo,
da muß ich erst einmal eine Menge Gegenfragen stellen:
- Holz schon trocken oder soll es erst trocknen?
- Wieviel Holz?
- Wie schön muß es sein?
- Was ist ggf. vorhanden? Garage / Nebengelaß mit (erweiterbarem) Dachüberstand, Carport mit Platzreseven...
- Was willst Du ausgeben?

Das Holz muß zum trocknen luftig liegen. Im wesentlichen tun es ein paar Holzpaletten als Unterlage und eine Abdeckung von oben. Etwas seitlicher Regen dann und wann ist kein Problem. Als preiswerte obere Abdeckung kommen z.B. Bitumenwellplatten in Frage. Bereits gehacktes Holz trocknet sehr viel schneller.

Ab einer gewissen Größenordnung stellt sich die Frage einer Baugenehmigung. Selbst wenn man sie ohne weiteres bekommt, kostet es dann in Beamtistan richtig Geld. Dagegen gibt es verschiedene Ansätze.

1. Es ist gar kein Bauwerk.
Mein Großvater hat sogen. Holzkegel gebaut. Die waren rund und ca. 2m im Durchmesser und 3m hoch. Als Nässeschutz von unten dienten alte Ziegelsteine etc. Die Holzscheite wurden ringsum so aufgestappelt, daß sich oben eine Spitze ergab. So konnte das Wasser nach außen ablaufen. Es gab immer einige dieser Kegel (eigentlich eher Zylinder mit Spitze). Nach ca. 2 Jahren ist das Holz voll durchgetrocknet und wurde dann meistens vor dem Winter in der Keller verfrachtet. Es kann aber auch viel länger stehen bleiben und sieht gar nicht mal schlecht aus, wenn es gut gemacht ist. Zusätzliches Material braucht mal nicht bzw. kaum - vielleicht ein paar Bretter oder Dachlatten und etwas Spanndraht, denn das Kunstwerk etwa durch ungleichmäßige Trocknung und Setzung etwas schief wird.

2. Das Bauwerk hat temporären Charakter und ist transportabel.
Deswegen muß es noch lange kein Zelt sein. Eine ideale Sache ist eine Blechgarage. Ich hatte da mal Glück: für wenig Geld zum selber abbauen, weil sie an ihrem alten Standort verschwinden mußte. Die Garage steht nun auf Straßenplatten und ist daran festgebolzt. Ein Fundament braucht man so nicht. Wenn mir mal das Bauamt auf den Keks gehen sollte, kann ich sie notfalls innerhalb eines Tages umsetzen. Holz trocknet darin sehr gut, weil die Luft durch alle Ritzen pfeift und keine Nässe reinkommt. Im Sommer kann man zudem das Schwenktor offen lassen.
Ich weiß nicht, was so etwas in vertretbarer Qualität neu kostet. Es wird wahrscheinlich den Rahmen sprengen. Wenn ich schon sehe, was primitive Gerätehäuschen aus verzinktem Stahlblech kosten - und die haben nicht einmal ein vernünftiges Tor. Bei iBäh stehen aber immer mal wieder Blechgaragen zum Selbstabbau drin. Vielleicht hast Du Glück und auch den Platz dafür. Meine Blechgarage (DDR-Modell mit Alublechbeplankung) paßt zerlegt auf einen etwas größeren PKW-Anhänger. Das Tor ist das größte und schwerste Teil. Wenn es nicht allzu weit weg ist, muß man also vor dem Transport keine große Angst haben - natürlich vorher abklären bzw. ansehen. Beim Abbau sollte man alle Teile kennzeichnen - das hilft beim Zusammenbau erheblich.

Gruß
Thomas

M.vom.Fach
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Beitrag von M.vom.Fach » 10. Apr 2006, 07:49

Erstmal vielen Dank für eure Anregungen und Ideen.

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