Die Qual der Wahl: Neuanschaffung Schutzgasschweißgerät

Schweißgeräte und Know how rund ums Thema Schweißen

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Timo81
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Die Qual der Wahl: Neuanschaffung Schutzgasschweißgerät

Beitrag von Timo81 » 13. Feb 2010, 12:54

Moin liebe Forumgemeinde,

ich stehe für mich vor einer schweren entscheidung, nachdem mein Elektroden-Schweißgerät in Flammen aufgegangen ist benötige ich Ersatz.

Ich suche ein Allround-Talent und setze dabei auf Mig-Mag, ich habe zwar schon ein Schutzgasschweißgerät von Einhell mit 190A aber ich persönlich nenne es die "KRANKHEIT". Jetzt muß etwas vernünftiges her.

Bitte helft mir!!!!!!!!!!!!!!!!

Anforderungen an das neue Gerät:
-Wird zwar nur zu Hobbyzwecken benutzt muß dabei aber tadellos laufen.
-Soll für Dünnblech als auch für Baustähle bis 10mm benutzt werden (was halt so kommt).
-Vernünftiges Preis-Leistungs Verhältnis.
-Einfache Bedienung.
- soll am besten ein leben lang halten

Zur Auswahl stehen:

-Lorch M-Pro 250 1630€
Vorteile: Lorch hat einen guten Ruf, solide, 4Rollen Antrieb Händler in der nähe.
Nachteile: Hoher Kaufpreis, geringe ED.

Rehm Synergic.Pro 230-2 1550€ (Weldingtool.eu)
Vorteile: Rehm hat auch einen guten Ruf, solide, gute Bedienung.
Nachteile: muß für den Preis online gekauft werden, nur 230A in meiner Preisklasse, 2 Rollen antrieb, Hoher Kaufpreis.

Metabo MIG/MAG 250/60 XT 1530€
Vorteile Händler in der nähe, hohe ED
Nachteile: Metabo stellt die Produktion von Schweißanlagen ein, habe noch nicht viel über die Anlagen gehört und gelesen.

D+L 270 A-IP 1400€
Vorteile: Händler in der nähe, 270A, günstiger Kaufpreis.
Nachteile: taugen die was? habe ich noch nichs drüber gehört.

Erfi Ergoline 250 1055€ Ebay
Vorteile: sehr günstig für 250A
Nachteile: taugen die was? kauf über Ebay, ED

Tja, wie ihr wahrscheinlich schon gemerkt habt fällt mir die Wahl sehr schwer. Es könnte evtl. auch daran liegen das ich etwas geizig bin :roll:

Für alle Tips und anregungen bin ich sehr dankbar.

mit freundlichen Gruß

Timo

pragmatiker
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Beitrag von pragmatiker » 13. Feb 2010, 14:14

Ich würde mich an deiner Stelle nach einem guten Gebrauchten Markengerät umschauen.
Die gibt es schon für weniger Geld und halten im Hobbybetrieb bestimmt ewig.
Letztens ging ein Kemppi Kempomat 3000 für 600€ in der Bucht weg. :shock:

mirk
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Beitrag von mirk » 13. Feb 2010, 14:45

Was man auch noch versuchen kann ist die Örtlichen Schweißfachhändler anrufen und fragen ob sie was gebrauchtes da haben. Habe so mein Cloos erstanden, war zwar teurer als ebay dafür mit 1/2 Jahr Garantie und Überholt.

Marken die mir noch so einfallen wären ESAB (Große Geräte gehen meisten gebraucht recht günstig auf eBay weg) Merkle, MAHE, ESS, EWM, Cloos

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chevyman
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Beitrag von chevyman » 13. Feb 2010, 15:40

Jäckle ist auch noch eine sichere Bank für solide Geräte mit gutem Preis/Leistungs-Verhältnis.
Gruß Steffen

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kar
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Beitrag von kar » 14. Feb 2010, 12:44

Ich habe ein Rehm Synergic Pro^2 230AM und finde es richtig gut. Freue mich jeden Tag, wenn ich es sehe, oder damit bruzzle. Habe dafür nach zähen Verhandlungen in einem sehr großen Werkzeugfachmarkt in Neuwied (Interfer) 1400€ inkl Binzelbrenner und inkl MwSt bezahlt und selbst dort abgeholt. Quasi gratis dazu gab es eine ziemlich gute telefonische Beratung. Kann den Laden und das Gerät nur empfehlen. Würde ich mir heute nochmal eins kaufen, würde ich mir allerdings auch die Jäckle-Geräte anschauen.

D&L hat mir ein anderer Autoteilehändler gezeigt, als wir über MIG-Löten gesprochen haben. Wollte halt mal wissen, was die den Werkstätten versuchen anzudrehen. Die Geräte, die er mir gezeigt hatte, lagen zwischen 10000 und 20000€ + MwSt. Die Preise haben mich dann aber dermaßen vom Hocker gehauen, dass ich das Thema schnellstmöglich auf ein anderes gelenkt habe. :lol:
Entweder sind das Phantasiepreise, zu denen die nie was verkaufen unter 90% Rabatt, oder das ist eine absolute Profimarke für Werkstätten, bei denen Geld keine Rolle spielt, dafür aber das allerletzte Quäntchen Qualität herausgekitzelt werden soll.

Timo81
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Beitrag von Timo81 » 14. Feb 2010, 19:12

@kar

hast Du schon mal etwas stärkere Bleche (8-10mm) mit dem Gerät geschweißt? bin mir nicht sicher ob sich die 20A zu den 250A Geräten bemerkbar machen....
Hast du es schon mal bereut keinen 4Rollen Vorschub gekauft zu haben?
ich persönlich tendiere auch zu den Rehm Geräten.

Du schreibst die Jäckle-Geräte für dich eine option wären, liegt dies am günstigeren Preis oder an den 4 Rollen Drahtvorschub?

kar
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Beitrag von kar » 14. Feb 2010, 19:41

hast Du schon mal etwas stärkere Bleche (8-10mm) mit dem Gerät geschweißt? bin mir nicht sicher ob sich die 20A zu den 250A Geräten bemerkbar machen....
Öhem, ehrlich gesagt nein. :oops: Das dickste, was ich damit jemals geschweißt habe - und das auch nur versuchsweise - waren 5mm. Natürlich nicht mit der stärksten Schweißstufe, sondern bis maximal Stufe 4 oder 5.

Hast du es schon mal bereut keinen 4Rollen Vorschub gekauft zu haben?
Also NOCH hatte ich keine Probleme mit durchrutschendem oder gequetschten Draht, aber ich habe auch noch keine kritischen besonders weichen Drähte drin gehabt. Wenn ich mich nochmal entscheiden müsste, würde ich trotzdem vielleicht den 4-Rollen-Vorschub kaufen, hauptsächlich wegen des besseren Gefühls, das ich hätte, wenn ich genau diese Frage beantworten müsste.
Du schreibst die Jäckle-Geräte für dich eine option wären, liegt dies am günstigeren Preis oder an den 4 Rollen Drahtvorschub?
1. Die vier Rollen-Version ist günstiger als ein ansonsten vergleichbares Rehm-Gerät.
2. Jäckle ist auch eine echte deutsche Marke
3. Weil Chevy schon mehrfach Jäckle empfohlen hat.

Der Hauptgrund für mich, das Rehm zu kaufen war zu diesem Zeitpunkt eine Empfehlung eines anderen Forumsmitgliedes des Ladens in Neuwied, bei dem er ein ähnliches Gerät außergewöhnlich günstig bekommen hat. Und die verkaufen schwerpunktmäßig Rehm und Gys.

Timo81
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Beitrag von Timo81 » 14. Feb 2010, 20:08

Danke, Kar für die schnelle Antwort.:D

Werde mir die Jäckle-Geräte mal anschauen, da sie hier auch schon von chevyman empfohlen wurden.
Leider kenne ich kein Jäckle-Händler in meiner Nähe, deshalb habe ich mal bei Ebay geschaut und eins für 1240€ +74€ Versand gefunden. Finde das Angebot garnicht schlecht obwohl ich keine vergleichsmöglichkeit habe.
Ich werde wohl Jäckle direkt um ein Händlerverzeichnis bitten um einen Händler in meiner Nähe zu finden.

MFG
Timo

kaizerfranz
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Beitrag von kaizerfranz » 17. Feb 2010, 17:22

Hallo!

Meine Meinung:
- ED würde ich nicht überbewerten. Lorch macht da scheinbar sehr korrekte Angaben. Als Privatanwender wirst du wahrscheinlich mit der ED eines Markengerätes keine Probleme haben, wenn doch, dann machst du eben eine kurze Pause.
- Wenns ewig halten soll, dann würde ich zu einem „einfachen“ Gerät greifen und zb. auf digitale Bedienung verzichten und ein herkömmliches stufengeschaltenes nehmen (wo weniger ist, da kann weniger kaputt werden; besagt zumindest die Theorie ...)
- Ich würde in der Nähe kaufen (am besten Verkaus-/Serviceniederlassung). Damit bleibt zumindest das Know-How in der Nähe. Außerdem bekommt man fast immer auch beim „Offline“-Händler Rabatt oder Naturalien. Bedenkt man noch Versand und die meist doch komplizierte(re) Abwicklung bei einem evtl. Problem, dann hat sich der Online-Vorteil oft schnell verflüchtigt bzw. gar umgekehrt.

Evtl. kannst auch noch bei Merkle, Fronius und EWM schauen.
lg,
Franz

henniee
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Beitrag von henniee » 17. Feb 2010, 17:25

kaizerfranz hat geschrieben:auf digitale Bedienung verzichten und ein herkömmliches stufengeschaltenes nehmen (wo weniger ist, da kann weniger kaputt werden; besagt zumindest die Theorie ...)
Die Praxis sagt: Als erstes verreckt der Stufenschalter.
Eine stufenlose elektronische Regelung (resp. Leistungssteller) hält schon eine ganze Weile. Und wenn nicht, dann repariert man es halt (zumal da meist Standardbauteile drin sind, die nur ein "paar" Euro kosten).
Wohl ein Grund, warum ich auf ein stufenloses umgestiegen bin.
Viele Grüße,
Henniee

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