Stihl Unternehmenszahlen und neue Produkte

21.09.2013

Wachstum und viele Neuheiten

Stihl-Chef Dr. Bertram Kandziora arbeitet am liebsten mit der neuen MS 661 C-M.
Messkabine für Motorsägen im Stihl-Entwicklungszentrum.
Die Timbersports WM findet dieses Jahr in Stuttgart statt.
Die Motorsäge MS661 C-M mit M-Tronic leistet 5,4 kW bei nur 7m4 kg Gewicht.
Die Akku-Kettensäge gibt es jetzt auch als Tophandle: MSA 160 T.
Das Leichtgewicht unter den Motorsensen: FS 94 C.
Hochentaster HT 56 C mit Benzinmotor.
Der Akku-Hochentaster HTA 85 mit Teleskop-Auszug reicht noch weiter und ist leise sowie abgasfrei.
Rückentragbares Sprühgerät SR 200 für den Wein- Obst-, Gemeinse- und Gartenbau.
Der neue Robotermäher iMov von Viking.
Neues Design und verbesserte Technik: Rasentraktor T6. Fotos: Stihl/Viking, Hallopress

Auf einer Pressekonferenz berichtete der Stihl-Vorstand über die Entwicklung der Unternehmensgruppe und präsentierte neue Produkte wie die neue Benzin-Motorsäge MS 661 C-M, die kleine Motorsense FS 94, das rückentragbare Sprühgerät SR 200 und die neuen iMow-Robotermäher von Viking.

In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres ist der Umsatz in der Stihl-Unternehmensgruppe um nur 1,1 Prozent auf 1.990 Millionen Euro gestiegen. Damit wird das Unternehmen das für 2013 geplante Umsatzwachstum von fünf Prozent wohl kaum mehr erreichen. Schuld daran sind vor allem Wechselkursveränderungen. Ohne sie hätte das Wachstum in den acht Monaten 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr betragen.

„Wir setzen unseren Wachstumskurs weiter fort – trotz ungünstiger Witterung und gedämpfter Konsumstimmung im Euro-Raum. 2013 wird für uns ein neues Rekordjahr“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora auf der Herbst-Pressekonferenz. „Ein Highlight von Weltklasse in diesem Jahr ist die Timbersports WM am 25. und 26. Oktober in der Porsche-Arena in Stuttgart. 10.000 Besucher erwarten spannende Wettkämpfe der 100 Top-Athleten aus aller Welt.“

Wachstum trotz ungünstiger Rahmenbedingungen

„Besonders in den letzten Monaten konnten wir den verspäteten Start beim Frühjahrsgeschäft wieder mehr als wettmachen und gut zulegen“, sagte Dr. Kandziora. „Unsere neuen Produkte kommen bei unseren Kunden hervorragend an. Außerdem überzeugt der Fachhandel mit Beratung und Service. Wir positionieren Stihl im Wettbewerb mit unserer Spitzenqualität, aber auch mit gezielter Händlerentwicklung, Verkaufsaktionen und TV-Werbung.“

Infolge des langen Winters auf der nördlichen Erdhalbkugel hatte das Frühjahrsgeschäft in diesem Jahr später begonnen. Wichtige Märkte, wie die USA, Russland und auch weite Teile Europas, waren von der ungünstigen Witterung betroffen. In Australien kam eine ausgeprägte Trockenheit hinzu. Im Euroraum war die Nachfrage der öffentlichen Hand rückläufig. Hier führte die Euro-Staatsschuldenkrise auch zu gedämpfter Nachfrage privater Kunden. Hinzu kamen Importbeschränkungen in Argentinien und Venezuela. Gleichwohl stiegen Absatz, Produktion und Beschäftigung in der Gruppe. Am Stichtag 31. August 2013 hatte das Unternehmen 12.865 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit, ein Zuwachs um 4,3 Prozent.

Den Unternehmensertrag bezeichnete Kandziora in schwäbischer Zurückhaltung als "zufriedenstellend". Etwa fünf Prozent des Umsatzes der Gruppe entfallen auf die Tochter Viking. Beim Stihl-Umsatz haben Motorsägen inklusive Schutzausrüstung einen Anteil von etwa 50 Prozent. Die andere Hälfte bringen sonstige Motorgeräte sowie Elektro- und Akkugeräte.

Im deutschen Stammhaus, der Andreas Stihl AG  & Co. KG, konnte der Umsatz von Januar bis August um 5,3 Prozent auf 632 Millionen Euro gesteigert werden. Hier arbeiteten am 31. August in diesem Jahr 4.123 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit 1,7 Prozent mehr als zum Vorjahresstichtag. Die Belegschaft zählt in Waiblingen 3.110 Beschäftigte, 346 in Ludwigsburg, 609 in Prüm-Weinsheim sowie 58 in Wiechs am Randen. „In den nächsten Jahren werden wir in Waiblingen über 60 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum und die Erweiterung unserer Entwicklung investieren“, betonte der Stihl-Vorstand. „Unser deutscher Standort hat eine Kernfunktion in der Versorgung der weltweiten Märkte mit Profiprodukten. Mit dem Entwicklungszentrum in Deutschland profitieren wir von der räumlichen Nähe zwischen unseren Entwicklern für Produkte und Fertigungsverfahren sowie den Entwicklungslieferanten hier in der Region.“

 

So bleibt das Kapital in der Firma

Das Stammhaus wurde von der Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft e.V. (AGP) 2013 für die partnerschaftliche Unternehmenskultur und die „vorbildhafte“ Mitarbeiterkapitalbeteiligung mit den „AGP Sternen 2013“ ausgezeichnet. Das Gesamtkapital der Genussrechteinhaber liegt mittlerweile bei 33,6 Millionen Euro – der höchste Wert seit Einführung des Modells im Jahre 1985. Wer Genussrechte erwirbt, erhält vom Unternehmen einen Zuschuss von zwei Dritteln des Kaufpreises. Für das Geschäftsjahr 2012 wurde das Genussrechtekapital erneut mit zehn Prozent verzinst. An der aktuellen Zeichnungsrunde der Genussrechte haben sich 69 Prozent der Beschäftigten im Stammhaus beteiligt.

Timbersports WM in Stuttgart

Am 25. und 26. Oktober 2013 findet die WM der „Königsklasse im Sportholzfällen“ mit 100 Topathleten aus aller Welt in der Porsche-Arena in Stuttgart statt. „Wir erwarten bis zu 10.000 Besucher bei diesem Kampf um den WM-Titel und rechnen mit einer einmaligen Stimmung. Die Karten sind schon fast ausverkauft“, freute sich Dr. Kandziora. Sportholzfällen ist ein Extremsport mit langer Tradition. Die Athleten kombinieren dabei die professionelle Beherrschung von Axt und Säge mit Kraft, Schnelligkeit und Präzision. 2012 errang Jason Wynyard aus Neuseeland den Weltmeistertitel im norwegischen Lillehammer.

Gute Perspektiven für den deutschen Markt

Im deutschen Markt ist es dem Unternehmen gelungen, nach dem langen Winter und dem regnerischen Frühjahr aufzuholen. Neue Produkte waren mitverantwortlich für die Absatzsteigerung. Besonders der Verkauf der Akkugeräte entwickelte sich, wenn auch noch auf sehr geringem Niveau (zirka ein bis zwei Prozent vom Stihl-Umsatz), erfreulich. „Geräte, die leise arbeiten und leicht zu starten sind, liegen voll im Trend. Der Vorteil, dass kabellos gearbeitet werden kann, und der leichte Akkuwechsel, überzeugen die Kunden“, so Kandziora. „Wir liegen mit Absatz und Umsatz hierzulande über Vorjahresniveau. Die Perspektiven für den deutschen Markt sind gut. Mit zahlreichen Produktneuheiten, starken Werbemaßnahmen und attraktiven Aktionen wollen wir im Herbst weiteres Wachstum erzielen.“

Die Vertriebszentrale im hessischen Dieburg investiert erheblich in die Qualifizierung der Fachhandelspartner und eröffnet im Herbst ein modernisiertes und erweitertes Trainingszentrum. Denn bei modernen Technologien, wie dem elektronischen Motormanagement M-Tronic oder Robotermähern, schätzen anspruchsvolle Kunden eine kompetente Beratung durch den Fachhandel.

Neuheiten bei Benzingeräten und Akkuprodukten

Die neue Benzin-Motorsäge MS 661 C-M mit M-Tronic kommt zur Saison 2013/14. Mit einem Gewicht von 7,4 kg bei 5,4 kW Leistung soll sie die leichteste Maschine ihrer Hubraumklasse sein. Sie ist sehr kraftvoll und hat gleichzeitig ein Leistungsgewicht von nur 1,37 kg/kW – bei Maschinen, die die strengen europäischen Abgasrichtlinien erfüllen, ein bislang unerreicht niedriger Wert. Die MS 661 C-M kommt auch als neue Wettkampfsäge der Timbersports Series zum Einsatz. Die neue Akkusäge MSA 160 T bringt Leistung und Komfort in die professionelle Baumpflege. Das Akku-Baukastensystem wird erweitert mit dem Hochentaster HTA 85 für alle, die Bäume mobil, leise und abgasfrei vom Boden aus in Form bringen wollen. Der neue HT 56 C ergänzt das Sortiment an Hochentastern um ein Einstiegsgerät mit Benzinmotor.

Ein Leichtgewicht unter den Motorsensen ist mit nur 4,9 kg die FS 94 C. Ausgestattet mit 2-MIX-Technik und neuartiger Ecospeed-Funktion kann der Anwender erstmals die Arbeitsdrehzahl begrenzen. Für den Schutz von Pflanzen und Bäumen bis 2,5 Meter Höhe im Wein-, Obst-, Gemüse- und Gartenbau wurde das neue rückentragbare Sprühgerät SR 200 entwickelt. Mit Neuheiten wartet auch das umfangreiche Sortiment an persönlicher Schutzausstattung auf, beispielsweise mit der hochwertigen Jacke Advance X-Shell, Funktions-, Kälte- und Windschutzjacke in einem.

Eigenentwicklung Viking-Robotermäher

Seit zwei Jahren bot das österreichische Tochterunternehmen Viking bereits Robotermäher an. Sie stammten allerdings vom israelischen Unternehmen Friendly Robotics. Nun kommt Viking mit den neuen Robotermähern iMow MI 632 und MI 632 P aus eigener Entwicklung und Produktion auf den Markt. Die Geräte sollen besonders zügig, leise und intelligent arbeiten. Die nötige Energie wird in  Lithium-Ionen-Akkus gespeichert . Überarbeitet wurden außerdem die Rasentraktoren der Serie T5 und T6. Sie erhalten ein technisches und optisches Facelifting. Die Topmodelle der Serie T6 werden mit einem neuartigen Synchronmähdeck und einem  stärkeren Getriebe ausgestattet.

Wir werden die einzelnen Neuheiten in den nächsten Wochen noch ausführlich mit Daten und Preisen vorstellen.

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