Stihl Werk Qingdao

16.09.2006

Stihl eröffnet neues Werk in China

Dr. Bertram Kandziora (Bildmitte) überreicht die erste Motorsense aus chinesischer Montage an Sun Shou pu, den Vizegouverneur der Provinz Shandong (links). Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis die China-Stihl auch bei uns im Laden steht. Foto: Stihl

Stihl produziert Motorsensen für den Weltmarkt in China. Später sollen auch Heckenscheren und Motorsägen aus dem Reich der Mitte kommen.

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach Beginn der Bauarbeiten eröffnet der Motorsägenhersteller Stihl die neue Fabrik in Qingdao, 600 Kilometer nördlich von Shanghai. Damit erweitert Stihl seine weltweiten Fertigungskapazitäten für das Einstiegssegment. Am 15. September eröffnete der Stihl-Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora gemeinsam mit dem Vertreter der deutschen Botschaft, Helmut Lüders, und dem Vizegouverneur der Provinz Shandong, Sun Shou pu, sowie dem Parteisekretär von Qingdao, Du Shicheng, und dem Bürgermeister von Qingdao, Xia Geng, die neue Fabrik. Auf einer Gesamtfläche von 22.500 Quadratmetern beherbergen die neuen Gebäude eine Motorsensenmontage, von der aus der Weltmarkt beliefert werden soll. Später sollen im Werk Qingdao auch Heckenscheren und Motorsägen hergestellt werden. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 27 Millionen Euro. „Die Fertigstellung unserer neuen Fabrik ist ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Fertigungsverbundes der Stihl-Gruppe“, so Dr. Kandziora in seiner Festansprache.

Kompromisslose Qualität an allen Fertigungsstandorten

Bereits zu Beginn der 70er Jahre hat der Motorsägen-Hersteller mit dem Aufbau eines internationalen Fertigungsverbundes begonnen und damit nach eigenen Aussagen eine marktnahe und kosteneffiziente Produktion ermöglicht sowie das Risiko von Währungsschwankungen gemindert. Der Schritt nach China ist die konsequente Fortsetzung der internationalen Fertigungsstrategie. Durch die Senkung der Produktionskosten in der Unternehmensgruppe würden alle Standorte der Stihl-Gruppe profitieren, da sie ein breites und wettbewerbsfähiges Produktsortiment ermögliche. Dabei soll die hohe Stihl-Qualität garantiert sein – unerheblich, an welchem Standort gefertigt wird. Dr. Kandziora: „Im neuen Werk wird unter deutscher Leitung und mit bewährter Fertigungstechnologie produziert. Natürlich haben wir auch die lokalen chinesischen Zulieferer auf Herz und Nieren geprüft und solche ausgewählt, die unsere hohen Qualitätsanforderungen erfüllen.“

Dennoch sollen in China vorerst nur einfache Eintiegsgeräte mit Zwei-Takt-Motoren produziert werden. Die aufwendigeren 4-Mix-Motoren kommen wohl vorerst weiterhin aus europäischer Fertigung. Es ist nicht geplant, die Einsparungen durch die extrem niedrigen Lohnkosten in China (Monatslohn ca. 200 Euro) an die Käufer der in China produzierten Stihl-Geräte weiterzugeben.

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