Gartengerätemarkt ist 2011 geschrumpft

15.02.2012

Marktführer Gardena verbessert seinen Marktanteil

Der Gardena PowerMax 32 E war 2011 der meistverkaufte Elektro-Rasenmäher in Deutschland. Foto: Gardena

Die Verkäufe von Gartengeräten sind  von Januar bis Oktober 2011 im Wert um 1,9 Prozent gesunken. Die abgesetzte Menge war sogar 6,2 Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum. Das berichtet der Gartengeräte-Hersteller Gardena unter Berufung auf GfK-Zahlen (Gesellschaft für Konsumforschung).

In fast allen Produktgruppen wurden im letzten Jahr weniger Geräte verkauft. Lediglich bei Astsägen, Kettensägen, Handgartengeräten, Handrasen­mähern, Trimmern und Motorsensen sind die Umsätze gestiegen. Allerdings wurden nur bei Astsägen und Handrasenmäher auch mehr Geräte verkauft. In den anderen Fällen war die Umsatzsteigerung auf höhere Durchschnittspreise der Geräte zurückzuführen.

Dies zeigen auch die Verkäufe von elektrischen und benzinbetriebenen Rasenmähern. Obwohl die Verkäufe um 4,9 Prozent zurückgingen, verringerte sich der Umsatz nur um ein Prozent.

In den einzelnen Vertriebskanälen für Gartengeräte verlief die Entwicklung durchaus unterschiedlich. In den Baumärkten verringerten sich Menge und Wert um 7,4 Prozent. Die Gartencenter büßten fast 50 Prozent ihres Umsatzes mit Gartengeräten bei sogar leicht gestiegener Menge ein.

Verbessern konnten sich die Motoristen (3,9 Prozent mehr Umsatz), Haushalts- und Eisenwarenhandel (plus 10,8 Prozent Wert) und vor allem die Gruppe Warenhäuser/Versender (plus 35 Prozent Umsatz, plus 48,2 Prozent Menge). Hier kommen die Umsatzzuwächse aber wohl kaum aus dem stationären Handel, sondern vor allem aus dem Online-Geschäft, das bisher noch nicht als eigenständiger Vertriebskanal erfasst ist.

Die Husqvarna-Tochter Gardena hat ihren Anteil am Endverbrauchermarkt für Gartenprodukte im letzten Jahr (Jan. bis Okt. 2011) um einen Prozentpunkt auf 38,7 Prozent steigern können Allerdings lag dies nicht an Umsatzzu­wächsen, sondern daran, dass die Händler mit Gardena-Produkten im letzten Jahr geringere Umsatzverluste als mit Wettbewerbsgeräten hatten.