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 Betreff des Beitrags: DeWalt Flexvolt-Akkus mit 18 und 54 Volt
BeitragVerfasst: 22. Jun 2016, 11:52 
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Mit seinen neuen 54V-XR-Flexvolt-Akkus will nun auch DeWalt den Akkubetrieb fü extrem leistungsstarke Werkzeuge möglich machen. Der Flexvolt-Akku kann als ganz normaler 18 Volt-Akku mit 6,0 Ah in den vorhandenen 18 Volt-Maschinen von DeWalt genutzt werden. In die neuen 54 Volt-Maschinen eingeschoben, liefert er 54 Volt.

Siehe: DeWalt Flexvolt-Akkus mit 18 und 54 Volt

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 Betreff des Beitrags: Re: DeWalt Flexvolt-Akkus mit 18 und 54 Volt
BeitragVerfasst: 1. Jul 2016, 14:02 
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Und wie zu erwarten war, ist ein 3P5S Akku (3 Zellen parallel / 5 Zellen seriell) mit den 3000Ah Zellen geplant oder evtl. schon fertig.
Etwas "aufgerundet" kommt man da auf Werte von 9,3Ah oder einen Energiegehalt von über 160Wh. Diese Akkus sind vom Aufbau/Zellenwahl praktisch gleich den Milwaukee HighDemand Akkus mit 9Ah. Die 6Ah Akkus dürften extrem hohe Stromlieferfähigkeiten (60A/3x20A oder 20A bei 54V) bieten und die 9Ah Akkus sehr hohe Ströme (ca. 45A/3x15A oder 15A bei 54V) bei maximaler Energiemenge.
Eine kleine Revolution sind die 54V für mich schon. Alles was die Ströme nach unten bringt halte ich für vorteilhaft.

Diese Bauarten und Zellenwahl der Akkus hatte ich letztes Jahr bereits in meine Tabelle "TheBigBatterySheet - Leistung und Kapazität der Akku-Systeme" aufgenommen (als Vorhersage). Und wie damals bin ich immer noch der Meinung, dass diese Lösung sehr gut und nützlich ist.
Das Metabo LiHD-Konzept ist damit, wie zu erwarten, nur noch die 2. beste Wahl. Ich benutze seit geraumer Zeit Makita 2x18V mit 3P5S 4,5Ah Akkus aus China. Es werden jedoch auch schon 3P5S 6Ah Akkus angeboten und 9Ah sollten eigentlich auch folgen. Einen Nachteil haben diese "billigen fremd-Akkus" beim Laden. Aus Sicherheitsgründen (eine Vermutung) schaltet das Ladegerät bei "dummen/alten Akkus" nach etwa 3 bis 4Ah ab. Deshalb muss mehrfach geladen werden.
Dateianhang:
DeWalt_XR_Flexvolt_SDS-plus_Kombihammer_9300mAh-Akku.png


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 Betreff des Beitrags: Re: DeWalt Flexvolt-Akkus mit 18 und 54 Volt
BeitragVerfasst: 1. Jul 2016, 15:10 
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manfred_herrmann hat geschrieben:
Alles was die Ströme nach unten bringt halte ich für vorteilhaft ...
Das Metabo LiHD-Konzept ist damit, wie zu erwarten, nur noch die 2. beste Wahl.

Da stellen sich mir die Fragen, warum Bosch nun auch den Zug aufspringt (EneRacer) und wenn höhere Spannung ggü. hoher Stromstärke von Vorteil ist, warum ist dann das Angebot von 36V Maschinen Hersteller übergreifend überschaubarer als das 18V System?

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 Betreff des Beitrags: Re: DeWalt Flexvolt-Akkus mit 18 und 54 Volt
BeitragVerfasst: 1. Jul 2016, 16:28 
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manfred_herrmann hat geschrieben:
ine kleine Revolution sind die 54V für mich schon. Alles was die Ströme nach unten bringt halte ich für vorteilhaft.....Das Metabo LiHD-Konzept ist damit, wie zu erwarten, nur noch die 2. beste Wahl


Das ist aber sehr schmal gedacht.

54V: Ich gebe dir recht, daß höhere Spannungen und geringere Ströme von Vorteil sind. Allerdings nur bei den Geräten, davon auch profitieren.
Generell wird das 18V System nicht von 54V abgelöst werden. Erstens benötigen nicht alle Geräte die hohen Ströme und zweitens wird kaum ein Anwender für kleinere Schräubchen oder für eine Stichsäge so ein Akkutrümmer anbauen wollen. Nicht umsonst bieten Bosch, Metabo u.a. nach wie vor einreihige 18V Akkus an.
Und da sind wir auch schon bei LiHD: Der einreihige mit 3,1Ah dürfte immer noch Sieger in der Strom pro Gewicht Disziplin sein.

54/18V: Ist eine geniale Idee von DeWalt. Man hat auf der einen Seite einen Starken Akku für Winkelschleifer & Co und auf der anderen Seite kann man ihn immer noch mit bestehenden 18V Systemen betreiben.

Also alles in allem gibt es kein eindeutigen Sieger. Je nach Anwendungsfall hat man mit dem einen oder anderen Vorteile.


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 Betreff des Beitrags: Re: DeWalt Flexvolt-Akkus mit 18 und 54 Volt
BeitragVerfasst: 1. Jul 2016, 18:37 
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manfred_herrmann hat geschrieben:
Das Metabo LiHD-Konzept ist damit, wie zu erwarten, nur noch die 2. beste Wahl.
Da bin ich jetzt aber mal auf die Begründung gespannt. :popcorn:

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 Betreff des Beitrags: Re: DeWalt Flexvolt-Akkus mit 18 und 54 Volt
BeitragVerfasst: 2. Jul 2016, 11:34 
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norinofu hat geschrieben:
...warum Bosch nun auch den Zug aufspringt (EneRacer) und wenn höhere Spannung ggü. hoher Stromstärke von Vorteil ist, warum ist dann das Angebot von 36V Maschinen Hersteller übergreifend überschaubarer als das 18V System?
Das Angebot an 18V Akku-Maschinen ist nur bei "Handwerkzeugen" praktisch ein de-facto Standard geworden. Von der 36V-Heckenschere bis zur 80V-Schneefräse wird das Angebot doch immer größer, oder?

Warum Bosch da aufspringt ... möglicherweise Tesla/Panasonic-Strategie?
:popcorn:
Das 20700 Zellen-Format wurde für die Produktion in der Tesla Gigafactory optimiert. Und damit möchte Tesla die Produktionskosten pro kWh um bis zu 30% senken. Panasonic und Tesla versuchen nun diese Zellen in alle Märkte und Anwendungsfälle zu bringen. Diese Riesenfabrik muss laut Plan in wenigen Jahren die "heutige Weltproduktion" auswerfen.
Wenn wir nun 30% weniger für einen Akku bezahlen, dann ist der wesentlichste Vorteil beim Kunden angekommen. Sollte dieser Vorteil nicht ankommen, dann ist zumindest das kleinere 18650 Zellen-Format etwas flexibler.

MSG hat geschrieben:
...Das ist aber sehr schmal gedacht.
54V: Ich gebe dir recht, daß höhere Spannungen und geringere Ströme von Vorteil sind. Allerdings nur bei den Geräten, davon auch profitieren...
Und da sind wir auch schon bei LiHD: Der einreihige mit 3,1Ah dürfte immer noch Sieger in der Strom pro Gewicht Disziplin sein.
54/18V: Ist eine geniale Idee von DeWalt. Man hat auf der einen Seite einen Starken Akku für Winkelschleifer & Co und auf der anderen Seite kann man ihn immer noch mit bestehenden 18V Systemen betreiben.
Also alles in allem gibt es kein eindeutigen Sieger. Je nach Anwendungsfall hat man mit dem einen oder anderen Vorteile.
Absolut richtig ... der einreihige (1P5S) 20700 Akku ist Sieger in der Disziplin "leichtester Akku für 15...25A Strombedarf".
Natürlich unabhängig davon ob Metabo ... Bosch ... und alle die noch folgen werden.
Und aktuell ist halt wieder der dreireihige (3P5S) 18650 Akku Sieger in der Disziplin "höchste Leistung und/oder höchste Energiemenge im 18V Einzelakku".

Zitat:
kein eindeutiger Sieger
Genau das möchte ich damit sagen. Diese ganzen Akku-Systeme haben ein paar Vorteile und ebenso Nachteile. Für den Anwender der Akku-Maschinen ist das aber von relativ geringer Bedeutung. Die Hersteller überschlagen sich aber mit einer "Übertreibung...Sensation...Revolution" nach der anderen.

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 Betreff des Beitrags: Re: DeWalt Flexvolt-Akkus mit 18 und 54 Volt
BeitragVerfasst: 2. Jul 2016, 19:59 
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manfred_herrmann hat geschrieben:
Das Angebot an 18V Akku-Maschinen ist nur bei "Handwerkzeugen" praktisch ein de-facto Standard geworden. Von der 36V-Heckenschere bis zur 80V-Schneefräse wird das Angebot doch immer größer, oder?

Das passt irgendwie aber nicht zur zweiten Wahl. LiHD / EneRacer / wie auch immer ... haben in der etablierten 18V Klasse für einen Leistungsschub gesorgt und evtl. sogar das eine oder andere Gerät in der 36V Klasse überflüssig gemacht.
Dass es Geräte gibt, die von einer höheren Voltklasse profitiert oder sogar weitere Geräte mit Akku sinnvoll werden, mag sein, Beispiel die Akku TKS von DeWalt. Das ist also ein anderer Ansatz. Aus der Logik würde auch das 10,8V System die schlechtere Wahl ggü, einem 18V System sein.
Warum ist LiHD also zweite Wahl? Stell dir mal vor, was mit einem 56V LiHD Akku möglich wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: DeWalt Flexvolt-Akkus mit 18 und 54 Volt
BeitragVerfasst: 2. Jul 2016, 23:41 
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Maximale Leistung berechnet mit Nennwerten der bekannten Powertool-Zellen:
  • DeWalt 6Ah = 1350 Watt
  • Metabo LiHD 5,5/6,2Ah = 1152 Watt

Wobei die praktisch nutzbaren Dauer-Leistungen deutlich niedriger sind.
Die 56V LiHD oder EneRacer gibts doch nicht, oder? DeWalt hat dagegen schon einmal Prospektmaterial für die 54V Maschinen gedruckt. Und 2x18V gibt es auch schon seit Jahren in verschiedenen Formen und von mehreren Herstellern. Milwaukee hat einen 9Ah Akku der Leistungen auf dem LiHD/EneRacer Niveau bietet und DeWalt hat sowas schon auf dem Prospektfoto abgebildet.

Welche Maschine kann eigentlich die Leistung der LiHD/EneRacer schon voll ausnutzen? Hat Metabo schon einen Liefertermin für den berühmten Winkelschleifer genannt? Wurde bei Bosch schon etwas gezeigt oder angekündigt?

Ein Panasonic Datenblatt zur 20700A Zelle zeigt zudem bei 30A Entladung einen sehr hohen Verschleiß der Zelle (nur noch ca. 55-60% Lebensdauer). Bei den verwendeten 18650 Zellen ist das bei 20-25A nicht der Fall.

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 Betreff des Beitrags: Re: DeWalt Flexvolt-Akkus mit 18 und 54 Volt
BeitragVerfasst: 2. Jul 2016, 23:54 
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Du hast aber schon auf dem Schirm dass das DeWalt Teil mit 3 parallelen Zellen auf 6Ah kommt und Metabo mit 2 (OK, etwas größeren) Zellen?


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 Betreff des Beitrags: Re: DeWalt Flexvolt-Akkus mit 18 und 54 Volt
BeitragVerfasst: 3. Jul 2016, 00:02 
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Hier gehts um nichts anderes "3 dünne statt 2 dicke" oder "3P5S statt 2P5S". 8)

Und in meiner Signatur ist der Link auf das "TheBigBatterySheet" ... eine Tabelle in der alle möglichen Werte zu diesen verschiedenen Akku-Systemen aufgelistet und verglichen werden.
Meine Aussagen beruhen auf den Berechnungen in dieser Tabelle. Die Werte sind zum Teil aus dem Akkuquälthread von powersupply und aus Datenblättern der Zellenhersteller.

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