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 Betreff des Beitrags: Re: Columbo-Junior-Metallbügelsäge noch zu retten?
BeitragVerfasst: 25. Nov 2016, 00:20 
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Mal wieder ein Update von der Columbo-Front...

Beim Säubern der Transmission einen weiteren Gussriss entdeckt. Hat zwar noch gehalten, nachdem ich der Geschichte aber trotzdem nicht ganz getraut habe und keinen Bock habe die Maschine sofort wieder komplett zu zerlegen, wurde der Riss mit der von Jürgi vorgeschlagenen Flanschlösung behoben.

Sägearm wurde zerlegt, gereinigt, von den lustigen DDR-Umbauten auf eine nicht passendes Sägeblattformat rückgebaut (neue Gewinde schneiden, etc.) und ist jetzt beinahe wieder für den Zusammenbau aufgearbeitet. Da wir hier schon in rincewinds Schweißwagen-Thread über die Qualität von Hammerite-Rostschutz diskutiert haben... Die mit Abstand schlechteste Deckkraft hätte nach meinen Studien dann wohl das Rot. Nur dreimal Streichen (trotz vorheriger Rostschutzgrundierung in einem hellen Grau) und schon deckt's. :)

Dann noch die verbleibenden Schraubstockteile von der Arbeitsfläche der Säge entfernt. Jetzt wären noch 4 Schrauben in SW 32 für die Füße über und dann wäre tatsächlich jede Schraube aus der Maschine gedreht worden. :)

Bleibt noch viel zum Saubermachen... :)

Bestes!

Andre


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 Betreff des Beitrags: Re: Columbo-Junior-Metallbügelsäge noch zu retten?
BeitragVerfasst: 25. Nov 2016, 00:49 
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Ach... zwei Fragenstellungen noch.

Problem mit dem gebrochenen Deckel besteht noch. :? Hab mir mittlerweile eine Welle in 65 mm besorgt (allerdings noch nicht abgedreht), aber aktuell tendiere ich trotzdem wieder zu einer anderweitigen Lösung.

Problem ist, dass die lichte weite zwischen den beiden Lagersitzen am Deckel selbst 230 mm (also im geschweißten/reparierten Zustand) wäre. Ohne größeren Aufriss würde ich für den Rückbau auf den Lagersitz der Transmission allerdings 260 mm benötigen. Zum Hintergrund... Den rechten Lagersitz (siehe Bilder oben) könnte ich vermutlich ohne größere Probleme aus der Transmission entfernen. Somit hätte ich dann die 260 mm. Um auf die 230 mm zu kommen, müsste ich allerdings auch den linken aus der Transmission bugsieren, was jedoch mit einem Entfernen der durchgehenden Antriebswellle, die wiederum links und rechts gezapft ist, verbunden wäre. Also bräuchte ich beim Entfernen der Antriebswelle für den Sägearm dann evtl. eine neue Antriebswelle und jemanden, der mir die neu (im erneut eingebauten Zustand) zapft. Was glaube ich durch eine Presse erfolgt.

Um das Theater jetzt zu vermeiden, habe ich mir gedacht, dass ich evtl. eine 5-mm-Platte (evt. auch 8 mm, wobei 10 mm leider schon zu stark wäre, da dann der Deckel an der Transmission anstehen würde) von innen an die beiden Teile flanschen könnte (also ähnlich wie bei der Transmission). Dazu müsste ich allerdings zumindest zwei der Gussstege (den mittleren will ich weitgehend stehen lassen und von selbigem nur ein Stück nivellieren, sodass die Platte trotzdem durchgehend geflanscht wäre) wegnehmen. Geschraubt soll dann von außen werden, sodass ich außen nur die Schrauben sehen würde. Den außen sichtbaren Riss wollte ich dann im zusammengebauten Zustand (also auf dem eigentlichen Lagersitz) peu a peu zuschweißen.

Was meint ihr? Wäre das so machbar? Oder wäre der Schweißverzug für das 5 mm Blech zu krass?

Die zweite Fragestellung. Auf den Gleitkufen für den Sägearm befanden sich auf den geschraubten Flächen (also zwischen gebrochenen Deckel und den Kufen) eine Art Trennpapier (siehe unten), um so vermutlich einem Festoxidieren vorzubeugen. Bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich Papier ist und aus Googeln bin ich auch nicht ganz schlau geworden.

Also zur eigentlichen Frage. Weiß jemand, woraus so eine Trennschicht bestehen könnte oder was sollte ich denn am besten für so etwas verwenden?

Bestes!

Andre


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 Betreff des Beitrags: Re: Columbo-Junior-Metallbügelsäge noch zu retten?
BeitragVerfasst: 25. Nov 2016, 12:39 
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Noch 'ne Frage... Wenn die Deckelreparatur mit der angedachten "Von-innen-mit-5-mm-Eisen-flanschen-von-außen-schweißen-Lösung" aus eurer Sicht machbar wäre, könnte ich das evtl. auch mit dem Schutzgasgerät und dem Böhler-Thermanit-GE-316-L-Si-Draht (Datenblatt) vorsichtig zuschweißen? Wäre für mich vermutlich einfacher als das Schweißen mit Gusselektroden.

Danke u. Gruß!

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 Betreff des Beitrags: Re: Columbo-Junior-Metallbügelsäge noch zu retten?
BeitragVerfasst: 26. Nov 2016, 02:27 
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Hi Andre,

schau mal hier wegen dieser Gleitbeläge:
http://kleben.3mdeutschland.de/produktk ... -5453.html
http://youtool.de/epages/0c1502f0-2260- ... cale=de_DE

Ich habe nur mal einen Bohrständer mit GG20 reparaturgeschweißt. Edelstahldraht 308 hat nicht funktioniert, der war noch spröder (die Nähte sind sofort aufgerissen) als der normale G3Si1, mit dem ich es dann letztlich gemacht habe. Ein hoher Si Gehalt ist schon mal gut, entscheidend ist aber die Vorwärmtemperatur - je heißer, desto besser. Und zwischendurch immer wieder mit einem Hämmerchen Druckeigenspannungen in die Naht einbringen!
Aber was spricht jetzt gegen geeignete Nickelelektroden?

Gruß,
Phil


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 Betreff des Beitrags: Re: Columbo-Junior-Metallbügelsäge noch zu retten?
BeitragVerfasst: 26. Nov 2016, 09:32 
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Hi Phil,


RST Driver hat geschrieben:
schau mal hier wegen dieser Gleitbelägel


Die Schicht war nicht auf der Gleitfläche/Lauffläche selbst, sondern auf dem jeweils verbleibenden Streifen neben der eigentlichen Lauffläche (also dort wo die Kufen an den Gussdeckel geschraubt werden). Denke mal, dass Sinn und Zweck nur das Verhindern eines Festrostens war/ist, sodass die Kufen auch mal gewechselt werden könnten. Hab mir überlegt, dass ich 2 Streifen aus Dichtung zum Selbstschneiden anfertigen und die mit etwas Öl vor dem Zusammenschrauben beträufeln könnte.

Trotzdem vielen Dank für deine Recherche!

RST Driver hat geschrieben:
...als der normale G3Si1, mit dem ich es dann letztlich gemacht habe.


Hat mein Vadder auch gemeint, dass ich mich da nicht so anstellen soll und das mit ganz normalen SG2 schweißen kann. Allerdings muss ich hierzu auch sagen, dass mein Dad auch gegen die Säge und eigentlich auch gegen meine Werkstatt an sich ist. :)

RST Driver hat geschrieben:
entscheidend ist aber die Vorwärmtemperatur - je heißer, desto besser. Und zwischendurch immer wieder mit einem Hämmerchen Druckeigenspannungen in die Naht einbringen! Aber was spricht jetzt gegen geeignete Nickelelektroden?


Naja, anwärmen, mit dem Schweißhammer die Spannung wegnehmen und zentimeterweise Schweißen müsste ich ja auch mit den Elektroden. Irgendwie - auch wenn ich mir das erst dieses Jahr beigebracht habe - fühle ich mich mit der Röwac sicherer. Das Ding ist halt, dass die Säge beim Schweißen dann schon komplett gereinigt, lackiert (bis auf den Deckel) und zusammengebaut wäre. Insofern es also nicht klappt, wäre alles für den A... gewesen. :) Wenn's einfach ein kleines Gussteil wäre, hätte ich weniger Hemmungen das erstmals mit Gusselektroden zu versuchen. Aber so... :|

Bestes!

Andre

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 Betreff des Beitrags: Re: Columbo-Junior-Metallbügelsäge noch zu retten?
BeitragVerfasst: 9. Dez 2016, 22:50 
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Nachdem es im Thread jetzt längere Zeit ruhig war, an der Säge jedoch gut was weiterging, hier wieder mal ein paar Bilder vom bisherigen Fortschritt.

Bin heilfroh, dass jetzt endlich alles gereinigt und die meisten Teile bereits aufgearbeitet sind. Konnte den Schmier-Rost-Öl-Dreck der letzten 80 Jahre so langsam echt nicht mehr sehen.

Aktuell wird schon wieder zusammengebaut und es kommen die Tage auch wieder ein paar Bilder.

Spannende Frage mit dem gebrochenen Deckel bleibt auch noch offen, bin aber zuversichtlich. :)

Heute waren die von rincewind verlinkten Klappdeckelöler auch in der Post. Danke noch mal für's Posten.

Bestes!

Andre


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 Betreff des Beitrags: Re: Columbo-Junior-Metallbügelsäge noch zu retten?
BeitragVerfasst: 10. Dez 2016, 10:30 
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Cool. Ich drück die Daumen, daß die Reparatur vom Deckel hinhaut.

Ich glaube alleine aus dem Gestell deiner Columbo könnte man drei meiner Klaegers gießen...
:mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Columbo-Junior-Metallbügelsäge noch zu retten?
BeitragVerfasst: 11. Dez 2016, 13:44 
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rincewind hat geschrieben:
Ich glaube alleine aus dem Gestell deiner Columbo könnte man drei meiner Klaegers gießen...


Jo, das Ding bringt schon ein paar Zentner auf die Waage, was den Zusammenbau im Alleingang ab und an durchaus interessant macht. :)

Heute am Vormittag konnte ich wieder etwas basteln. Dann noch kurz einen weiteren Probelauf des Motors und des Notaus und dann war der Vormittag auch schon rum. Auf jeden Fall ganz schick die Maschine wieder zusammenzubauen und nicht nur auseinanderzulegen. Ist fast ein klein wenig wie bei der Haussanierung, bei der ich mich nach ca. 9 Monaten Abrissarbeiten auch über die ersten konstruktiven Geschichten riesig gefreut habe. :)

Bestes!

Andre


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 Betreff des Beitrags: Re: Columbo-Junior-Metallbügelsäge noch zu retten?
BeitragVerfasst: 11. Dez 2016, 14:10 
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Also das hat mal wirklich Stil, sehr sehr schöne Arbeit :top:

Schon fast zu schade, um damit später wieder zu arbeiten :oops:

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Gruß Janik

Ohne Schweißer bricht die Welt zusammen :weld:


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 Betreff des Beitrags: Re: Columbo-Junior-Metallbügelsäge noch zu retten?
BeitragVerfasst: 12. Dez 2016, 00:03 
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Hi Janik,

danke für's Lob. :oops:

Hoffe nur, dass die Geschichte mit dem Deckel hinhaut, weil sonst alles für die Katz war. Bin grad wirklich am Überlegen, ob ich nicht trotzdem einfach eine schöne Flanschplatte anfertige und die beiden Teile verschraube. Denke, dass so die Erfolgchancen am größten wären. Mal sehen... :)

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