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 Betreff des Beitrags: Milwaukee M18 HSAL Baustrahler
BeitragVerfasst: 22. Jan 2018, 22:01 
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Registriert: 13. Jan 2004, 21:01
Beiträge: 12878
Wohnort: Gauting bei München
–Milwaukee M18 HSAL mit Akku M18B5
– Wann angeschafft? 1/2018
– Wo gekauft? Werkzeug-news Testaktion
– Neu/gebraucht? neu
– bezahlter Preis Werkzeug-news Testaktion
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 427,33€ + Akku 181,00 Euro

Ausstattung

Der Baustrahler wird in einem stabilen Karton 110x29x26,5 cm geliefert der nochmals in einem 2-welligen Umkarton 113x31x28 cm sehr gut mit entsprechenden Zwischenfixierungen verpackt ist. Auf der Originalverpackung ist eine bebilderte Symbolik der Aufstellmöglichleiten. Der Akku M18B5 (18Volt 5.0 Ah) wurde für den Test extra in einer Blisterverpackung geliefert, er ist ein optionales Teil der Ausrüstung aus dem Milwaukeeprogramm.
Eine Bedienungsanleitung, ein Serviceverzeichnis mit Sicherheitsvorgaben und eine Garantieregistrierung für 3 Jahre sind mehrsprachig als Papierunterlagen beigelegt.
Testergebnis: 7 Punkte

Handhabung
Die Bedienungsanleitung ist schwarz auf hellgrauen Papier gedruckt und macht einen etwas düsteren Eindruck. Sie besteht aus einem Piktogrammteil mit 11 Seiten sowie 2 Seiten der technischen Beschreibung. Die Piktogramme könnten in der Darstellung präziser und deutlicher sein, manche Handgriffe versteht man eher durch Handhabung am Gerät. Lt. Bedienungsanleitung darf das Gerät nicht von Personen bedient oder gereinigt werden die über eine verminderte körperliche, sensorische oder geistige Fähigkeiten verfügen. Das Gewicht mit Akku beträgt betriebsfertig 10,070 kg.
Die 3 LED Leuchtelemente sind eingefahren bei 1,22m Höhe in einer Schutzhülle, man muss das Teleskop beim Ausfahren von unten hochdrücken um es dann fassen zu können, die max. Höhe ausgefahren ist 2,13m. Die Feststellung der Teleskope erfolgt mit Spannhebel, diese könnten etwas fester voreingestellt sein. Die LED Elemente können einzeln in einem Winkel von ca. 165° von ganz oben bis fast senkrecht nach unten gestellt werden, der Leuchtenkopf kann um ca. 180° geschwenkt und um ca. 210° gedreht werden.
Beim Aufstellen hält man die den Strahler am Griff fest, drückt den Arretierungsknopf und zieht das ober Element noch oben wobei sich dann gleichzeitig die 3 Standfüße ausklappen.
Im unteren Teil befindet sich das Ladegerät und der Netzanschluss, als Gegengewicht sorgt es für mehr Standsicherheit, der optionale Akku wird unten seitlich eingeschoben.
Über den oberen Handgriff befindet sich der Ein/Aus Schalter für die LED’s, diese können mit einer + und – Taste in 3 Lichtstufen geschaltet werden. Die Farbtemperatur beträgt 4000 K und ist ein recht angenehmes Licht. Die Leuchtdauer betragt bei 3000 Lm 2,25 h, bei 1700 Lm 4,25 h und bei 900 Lm 8.00 h.
Die Netzleitung wird seitlich senkrecht über 2 Haken geführt und mit fest am Kabel befindlichen Klipsen gehalten, diese Lösung mit den Klipsen ist nicht sehr praktikabel, hier wäre eine eindeutige Klemmung des Netzsteckers von Vorteil.
Zum Transport des Bausstrahlers fasst man ihn am besten am Längshandgriff und kann zusätzlich noch am zweiten oberen Handgriff anfassen. Das gute 10 kg schwere, betriebsfertige Gerät ist schon ein Schwergewicht und lässt sich tragen.
Testergebnis: 6 Punkte

Leistung
Die Leistung bezieht sich auf die Leistung der Akkus, diese können lt. Beschreibung von 1.5 Ah bis 9.0 Ah Kapazität betragen, die Ladezeit beträgt entsprechend 80 min bei 5 Ah und 160 min. bei 9 Ah. Die Ladung des Akkus erfolgt sobald der Netzstecker und der Akku gesteckt ist, die rote LED leuchtet, sobald der Akku geladen ist geht das Gerät auf Erhaltungsladung und die Anzeige ist grün. Die Akkus sind hier nicht Bestandteil des Testumfanges.
Testergebnis: 7 Punkte

Umwelt
Die Angaben entsprechen weitgehend den üblichen EU Richtlinien, weltweit einsetzbare Verpackung die in englischer Sprache und vielen Symbolen aufgeführt ist.. Die Entsorgung kann über den Fachhändler erfolgen und ist außerdem herstellerunabhängig in D gelöst
Testergebnis: 7 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Der Baustrahler ist in seiner massiven Aufmachung schon ein gewaltiges Gerät und hat seinen Preis, den der Handwerker beim Einsatz schon wohl überlegen wird. Sinnvoll ab einer gewissen Nutzungshäufigkeit und Baustellengröße. Bei manchen Situationen könnten evtl. 2 leichtere Strahler mehr Ergebnis bringen.
Testergebnis: 6,5 Punkte


Ausgefallen?
nein

Besondere Kritikpunkte
das Netzkabel müsste für den Transport besser befestigt werden, speziell der Stecker.
Die Beschreibung ist nicht der hier gewohnte Standard und müsste besser ausgeführt werden, die Piktogramme alleine sind nicht immer so selbsterklärend wie sie sein sollten.

Positiv aufgefallen
Die massive und stabile Bauweise, schon eine Oberklasse in diesem Bereich.

Verbesserungsvorschläge
Eine bessere Anordnung und Unterbringung des Netzkabels, dieses mit 2,5 m könnte durchaus doppelt so lange sein. Eine Netzsteckdose im unteren Bereich des Ladegerätes wäre sicher noch für den Anschluss eines weiteren Akkuladegerätes recht brauchbar.

Mein Testurteil
Für Anwendungen im größeren Baustellenumfang ist dieser Baustrahler sicher eine gute Investition, er besticht durch seine massive Erscheinung und Leistung, ist standsicher und durch seine markenspezifische Farbe nicht leicht zu übersehen.

Mein Testergebnis
Ausstattung: 7 Punkte 25%
Handhabung: 6 Punkte 25%
Leistung: 7 Punkte 25%
Umwelt: 7 Punkte 10%
Preis u. Preis/Leistungsverhältnis: 6,5 Punkte 15%
Gesamtergebnis: 6,28 Punkte
✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ✱


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es gibt keine Probleme, nur versteckte Lösungen


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 Betreff des Beitrags: Re: Milwaukee M18 HSAL Baustrahler
BeitragVerfasst: 2. Feb 2018, 21:18 
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Registriert: 7. Jul 2006, 19:45
Beiträge: 11790
Wohnort/Region: UpperAustria -WL-
– Milwaukee M18 HSAL mit Akku M18B5
– Jänner 2018 
– Werkzeug-News Testaktion 
– Neu 
– Werkzeug-News Testaktion
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 427,33 Euro Lampe und 181,- für den Akku

Ausstattung

Die HSAL wird zweifach verpackt geliefert, einmal die Originalverpackung (Karton) und darüber noch eine Umverpackung ebenfalls aus Karton.
Das sollte sicher genug sein für den Transport, schließlich ist die Lampe ja nicht recht zerbrechlich.
Der Akku wird in einer extrem stabilen Blisterverpackung geliefert die bei Amazon niemals das „frustfreie Verpackung“-Programm bestehen würde.
Die Blisterung ist äußerst robust und widerspenstig, man muß den Akku schon raus operieren.
Dafür ist er auch sicher geschützt vor etwaigen Umwelteinflüssen oder Beschädigungen.

Weiters zählen zum Lieferumfang eine Bedienungsanleitung, ein Serviceverzeichnis und ein Folder der die Garantieerweiterung erklärt und wichtige Infos dazu liefert.
Alles in Recyclingpapier gehalten, nur ganz wenig Farbe die hier auch niemand vermissen wird da die Funktionen der Lampe selbsterklärend sind.
Insofern sind auch die Piktogramme in der Anleitung auf den ersten Blick völlig klar.

Testergebnis: 7 Punkte

Handhabung

Die HSAL ist der Nachfolger der bis dato aktuellen Akkulampe SAL. Der Kopf der SAL war nicht 360 Grad in jede Richtung sondern nur in jeweils eine Richtung drehbar.
Weiters konnte die SAL nur in eine Richtung leuchten während die HSAL in drei Richtungen gleichzeitig leuchten kann.
Die Erhöhung der Lichtleistung von 2000 auf 3000 Lumen spürt man deutlich und nebenher ist die HSAL jetzt in der Lage den Akku nicht nur zu Entleeren sondern ihn auch zu Laden.
Ausgesprochen praktisch und ein deutlicher Pluspunkt zur alten SAL.

Zusammengefasst die wichtigsten Punkte und Neuerungen der HSAL:

- heller (3000 statt 2000 Lumen)
- Kopf in 3D und 360 Grad schwenkbar
- jede der drei Leuchten kann in eine andere Richtung geschwenkt werden
- das eingebaute Ladegerät erzeugt volle Ladepower auch während dem Betrieb der Lampe.
- dafür hat sie auch etwas Speck zugelegt (8,5kg statt 6kg jeweils ohne Akku)

Die Handhabung ist beim ersten Benutzen vorerst mal gewöhnungsbedürftig hat man doch beim Tragen das Gefühl man könnte eine Türe einrennen damit.
Die HSAL erinnert im zusammengefalteten Zustand schwer an einen Rammbock.

Schon nach kurzer Zeit hat man aber den Dreh raus und ist erfreut wie einfach sich die HSAL „auseinanderfalten“ läßt.
Ein Klick am Druckknopf des Tragegeriffes und die drei ausgesprochen stabilen Standfüße fahren nach unten und rasten dort absolut sicher ein.
Anschließend je nach Gebrauchsfall die beiden Stativrohre ausfahren die jeweils von einem unübersehbaren und stabilen Schnellspanner gehalten werden.
Die Stativrohre selbst sind aus stabilen Aluminium und machen einen sehr robusten Eindruck.
Auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache das die Rohre bei geschlossener Stativschelle trotzdem leicht wackeln.
Das erzeugt erstmal den Eindruck von fehlender Stabilität, dem ist jedoch nicht so, das „Wackeln“ hat durchaus seinen Grund.
Milwaukee gibt an das die Rohre deshalb horizontales Spiel haben damit die Lampe beim Umfallen etwas federn kann.
Tatsächlich sind die beiden Rohre obwohl sie horizontal locker sind enorm fest in der Schelle verankert und lassen sich auch mit großer Mühe nicht durch die geschlossene Schelle zurückschieben.

Als etwas fummelig habe ich das Herausziehen des Lampenkopfes auf dem Schutzkorb empfunden.
Leider findet sich hier kein echter Angriffspunkt wie ein Ring oder eine Schelle etc. wo man fest zupacken könnte, man muß zwischen den drei Einzelleuchten hindurch in den Korb greifen um den Lampenkopf rauszuziehen.
Das geht zwar sehr leicht ist aber bei ständigem Gebrauch doch irgendwann lästig.
Eine simple Kunststofflasche an jeder der drei Gehäuseöffnungen würde reichen und man kann rundherum perfekt zugreifen.

Ist der Lampenkopf ausgefahren dann kommt die große Stunde der HSAL.
Denn wie schon erwähnt kann man den Kopf selbst und noch dazu jede der drei Lampen einzeln verstellen.
Herrlich!
Es gibt absolut keinen Winkel wo man mit dieser Lampe nicht hinleuchten kann, denn durch die mehrfache Möglichkeit Kopf UND Lampen zu verstellen kann man damit sofern benötigt zur gleichen Zeit den Boden, die Wand und die Decke beleuchten und das auch noch in verschiedene Richtungen.
Das ist meiner Meinung nach ganz großes Kino von Milwaukee!

Die HSAL selbst steht durch den sehr tiefen Schwerpunkt absolut sicher und fest, auch ohne Akku gibt´s hier keine Probleme da das Ladegerät und der Kabelanschluß sich im unteren Bereich befindet hinter dem Akkuschacht.

Kritisch sehe ich allerdings die Länge des Netzkabels.
Mit 2,5m Länge ist es ausgesprochen kurz (eigentlich zu kurz) und da es sehr stabil ist ist es auch noch etwas störrisch.
Mit der verbauten Länge kann man die HSAL nur in direkter Nähe einer Steckdose oder Kabeltrommel betreiben. Ein doppelt so langes Kabel wäre eine sinnvolle Ergänzung.
Zudem würde es Sinn machen den Kabelclip ins Gehäuse zu integrieren statt am Kabel zu fixieren.
Dieser ist zwar unverlierbar mit dem Kabel verbunden wird aber garantiert irgendwann abbrechen und dann wars das.
Eine entsprechende Kerbe im Gehäuse wo man das Kabel einsteckt erfüllt den Zweck viel besser und wird nie kaputt.

Testergebnis: 6 Punkte

Leistung

Die Helligkeit der HSAL ist für 3000 Lumen schon beachtlich.
In meiner Werkstatt leuchtet u.a. auch eine Festool Syslite Duo mit 8000 Lumen.
Da sich die 8000 Lumen der Festool aber auf zwei Bereiche aufteilen ist die HSAL in gebündelter Lampenstellung natürlich nicht so hell aber mehr als auf Augenhöhe mit der Syslite.
Die Syslite leuchtet bauartbedingt weiter als die HSAL dafür ist sie nicht so universell einsetzbar was die einzelnen Ausleuchtungspunkte angeht.

Positiv finde ich ebenfalls das es bei der HSAL absolut keinen Leistungsunterschied gibt zwischen Akku- und Netzbetrieb.
Egal in welchem Modus man die Leuchte betreibt die Helligkeit ist immer gleich.
Das ist technisch gesehen eigentlich eine Selbstverständlichkeit denn ein entsprechender Spannungsregler kostet nur Cent, aber man kennt das vom Mitbewerb durchaus anders…

Apropo Mitbewerb… auch hier hat Milwaukee mitgedacht und dem eingebauten Ladegerät die volle Power spendiert.
Der Akku wird mit voller Leistung geladen und nicht wie bei vielen Mitbewerbern nur mit „Halbgas“ oder so gut wie gar nicht weil das Gerät aus IP-Schutzgründen nur mit einem brustschwachem Netzteil betrieben wird.

Die Bedienung der HSAL ist selbsterklärend, das Bedienpaneel befindet sich mittig an der Leuchte und ist sehr ergonomisch und logisch aufgebaut.
Oben ein Piktogramm mit beleuchteten Symbolen die anzeigen ob man im Netz- oder Akkubetrieb arbeitet.
Darunter drei Leuchtbalken die die Leuchtstärke anzeigen (stark ,mittel, schwach).

Unübersehbar der große Power-Knopf zum Einschalten und links und rechts jeweils die Taste zur Leistungsregelung.

Testergebnis: 7 Punkte

Umwelt

Verpackung besteht völlig aus Karton, Literatur aus Recyclingpapier mit ganz wenig farbigen Seiten.
Es gibt keinen Plastikmüll der entsorgt werden müßte abgesehen vom Akku der hier nicht bewertet wird.

Die HSAL läßt sich über http://www.milwaukeetool.de zur 3-Jahres-Garantie registrieren (ebenso der Akku sofern man diesen extra kauft).

Testergebnis: 7 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis

Ein Schnäppchen ist die Lampe ganz sicher nicht.
Der Listenpreis ist ausgesprochen mutig finde ich, jedoch ist der Straßenpreis doch deutlich darunter.
Die alte SAL kostet im Netz mittlerweile nur noch knapp über 200,- und war beim Erscheinen nur geringfügig günstiger als die HSAL heute.

Testergebnis: 5 Punkte


Ausgefallen?

Nein

Besondere Kritikpunkte

- längeres Kabel plus verbesserte Kabelfixierung.
- kleine Laschen an den Lampenkopf damit man diesen besser aus dem Korb ziehen kann

Positiv aufgefallen

- sehr stabile Konstruktion
- ausgesprochen gute Lichtausbeute trotz „nur“ 3000 Lumen
- unerreichte Variabilität des Lampenkopfes
- volle Leistung des Ladegerätes
- gleiche Leistung egal in welchem Betriebsmodus

Verbesserungsvorschläge

siehe Kritikpunkte


Mein Testurteil

Milwaukee hat mit der HSAL so gut wie alle Schwächen der SAL ausgebessert.
Sie ist als klarer Nachfolger der SAL durchdachter, stärker, universeller.
Eigentlich kann man sagen das Milwaukee die Kritik der SAL-Käufer ernst genommen und diese Punkte umgesetzt hat.
Wenn jetzt noch so Kleinigkeiten wie die genannten Kritikpunkte in die nächste Generation einfliessen dann ist die HSAL mit Sicherheit eine der besten Hybrid-Baustellenleuchten auf dem Markt.


Mein Testergebnis
Ausstattung: 7 Punkte 25 % 
Handhabung: 6 Punkte 25 % 
Leistung: 7 Punkte 25 % 
Umwelt: 7 Punkte 10 % 
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 5 Punkte 15 % 
Gesamtergebnis: 6,5 Punkte
Sehr gut  ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍


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 Betreff des Beitrags: Re: Milwaukee M18 HSAL Baustrahler
BeitragVerfasst: 5. Feb 2018, 20:42 
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Beiträge: 11790
Wohnort/Region: UpperAustria -WL-
Nachtrag:

Mir ist noch etwas eingefallen das ich beim Schreiben des Testberichtes vergessen hatte.

Eine sehr gute Funktion hat Milwaukee der HSAL spendiert wenn diese im Akkubetrieb läuft.
Kurz vorm völligen Ende der Akkulaufzeit beginnt die HSAL kurz zu Blinken.
So kurz das man nur darauf aufmerksam wird aber nicht gleich von der Leiter fällt.

Gerade in Bezug auf Arbeiten auf einer Leiter im Dunkeln ist diese Funktion extrem toll, macht mich die Lampe doch dadurch darauf aufmerksam das ich mich tunlichst von der Leiter bewegen sollte um den Akku zu wechseln. :top:

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 Betreff des Beitrags: Re: Milwaukee M18 HSAL Baustrahler
BeitragVerfasst: 10. Feb 2018, 16:44 
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Moderator

Registriert: 7. Jul 2005, 15:46
Beiträge: 591
Wohnort: Rheinland Pfalz/DÜW/SÜW
– Milwaukee M18 HSAL mit Akku M1885
– Wann angeschafft? 01/2018
– Wo gekauft? Werkzeug-news Testaktion
– Neu/gebraucht? neu
– bezahlter Preis Testaktion
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 427,33 zzgl. 181 Euro Akku

Ausstattung
Die Lieferung erfolgt in einem Karton, darunter die darunter liegende Verkaufspackung. Der Akku wird separat geliefert und ist verschweißt. Ein einfaches öffnen des Akku ist nur mit viel Gewalt oder sehr scharfen Messer möglich. Der komplett montierten Lampe beiliegend, Service- /Bedienungsanleitung und Garantieerweiterung. Alles schlicht gehalten, die Lampe ist selbsterklärend. Das Papier ist aus Altpapier, hier wurde an die Umwelt gedacht .

Testergebnis: 7 Punkte

Handhabung

Die Lampe ist mit einem Gewicht von rund 8.5 kg kein Leichtgewicht. Ein massiver Fuß , in dem auch der Akku geladen wird, ähnelt eher einem Rammbock. Die Lampe kann ausgewogen am Griff waagerecht getragen werden. Mit 3000 Lumen und einem schwenkbaren Kopf mit 3 Lampen, welche sich einzeln noch verstellen lassen, kann ein Raum komplett ausgeleuchtet werden.
Die Handhabung ist denkbar einfach. Das Akkufach ist gleichzeitig das Ladegerät. Alternativ kann das Testobjekt auch via 240 Volt betrieben werden. Beide Optionen unterscheiden sich nicht hinsichtlich der Leuchtkraft. Während des Netzbetrieb wird gleichzeitig der Akku geladen.

Ein Knopfdruck und die drei Stativbeine lassen sich aufschieben. Die Lampe steht aufgrund der Beine und dem tiefen Schwerpunkt sehr stabil. In diesem Bereich das beste was ich bisher gesehen habe. Auch ein kleiner Schubser lässt die Lampe nicht kippen.

Der Lampenträger lässt sich seitlich nach oben ausziehen, 2 Teleskoprohre können mit einen Schnellspannverschluß variabel eingestellt werden. Der erste wackeliger Eindruck täuscht, die Stative sind sehr fest , obwohl Sie wackeln. Hier soll wohl ein Stoß besser abgefedert werden.
Auf dem große Bedienfeld gibt es neben dem Einschaltknopf noch die Möglichkeit die Helligkeit in 3 Stufen einzustellen. Besonders in kleinen Räumen ist die höchste Stufe nicht nötig, was sich sehr positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt.
Störend in der Handhabung ist lediglich das viel zu kurze Netzkabel. Mit 2.5 m ist man überhaupt nicht flexibel. Die Halterungen für die Kabel werden sicherlich nicht lange halten. Aufgrund der Befestigung am Kabel langt der beherzter tritt auf das Kabel und die Clips sind hinüber. Wieso bei einer so teuren Lampe an diesen zwei Punkten gespart wird, erklärt sich mir noch nicht.

Sehr angenehm sind mir die verstellbare Köpfe aufgefallen. Sehr oft hat man das Problem, das man immer wieder gezwungen wird in die Lampe direkt zu schauen, um trotzdem eine gleichmäßige Ausleuchtung zu bekommen. Durch die Verstellmöglichkeiten kann z.b. der Boden und die Decke ausgeleuchtet werden, was ein angenehmes indirektes ,Schatten-freies Arbeiten ermöglicht.

Testergebnis: 6 Punkte

Leistung

Die Leistung ist für die drei kleinen Strahler beachtlich. Mit 3000 Lumen ist eine saubere helle Ausleuchtung möglich. Es besteht kein Unterschied in der Helligkeit bei Nutzung Akku oder Netzbetrieb. Die Akkulaufzeit bei voller Stufe lag bei mir im Test mit 2.10 Stunden im Rahmen. Kurz vor dem Ende der Laufzeit blinkt die Lampe, um so den Arbeiter auf die baldige Dunkelheit vorzubereiten. Tolle Funktion, da hat sich mal jemand Gedanken gemacht.

Testergebnis: 7 Punkte

Umwelt
Umweltfreundliche Verpackung aus Karton. Auf Styropor wurde weitesten Verzichtet. Kunststoffe können über den regulären Kreislauf entsorgt werden. Die Garantie kann bei Milwaukee auf 3 Jahre verlängert werden.
Testergebnis: 7 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Die Lampe bietet von der Leistung viel. Aber für den Listenpreis ist Sie zu teuer. Zum Glück ist der aktueller Verkaufspreis bei Händlern rund 30 % günstiger. Ein Schnäppchen ist Sie nicht, aber aufgrund der Stabilität auch nicht mit einer No-Name zu vergleichen.

Testergebnis: 5 Punkte


Ausgefallen?

Nein

Besondere Kritikpunkte

Die Kabellänge ist für eine Baustellenlampe viel zu kurz. Hier sollte man wenigstens über 5 m Kabel verfügen, um auch flexibel agieren zu können.
Die Befestigung des Kabel ist schlecht gelöst.

Positiv aufgefallen

Stabiler Stand
Ladefunktion intern
Viele Möglichkeiten einer gleichmäßigen Ausleuchtung
Kein Leistungsabfall im Akkubetrieb

Verbesserungsvorschläge

siehe Kritikpunkte

Mein Testurteil

Interessante Baustellenlampe. Leider sehr teuer in der Anschaffung. Beruflich haben wir Sie viel auf grundigen Boden genutzt, hier spielt die Stabilität die Stärke der Lampe aus.
 
Mein Testergebnis
Ausstattung: 7 Punkte 25 %
Handhabung: 6 Punkte 25 %
Leistung: 7 Punkte 25 %
Umwelt: 7 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 5 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 6,5 Punkte
Sehr gut  ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍


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