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 Betreff des Beitrags: DeWalt Akku-Bohrschrauber DCF680
BeitragVerfasst: 18. Mai 2014, 21:59 
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DeWALT Akku-Bohrschrauber DCF680

– Wann angeschafft? Dezember 2013
– Wo gekauft? Werkzeug-News Testgerät
– Neu/gebraucht? Neu
– bezahlter Preis Testgerät
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät k.A.

Ausstattung
Der Akku-Knickschrauber wird im DeWalt-üblichen HDPE-Koffer geliefert. Die Verschlüsse bestehen aus Metall. Die Standsicherheit des Koffer ist - leider - wie üblich nur als mäßig zu bezeichnen. Der Koffer hat am Deckel einen breiten, mittig angeordneten Fuß und am Boden zwei seitlich angeordnete Füße, dementsprechend kippelig steht er. Im Koffer ist noch Platz für noch zwei zusätzliche Akkus und eine optional zukaufbare Taschenlampe.
Im Lieferumfang sind Akkuschrauber, zwei Akkus (7,2V/1,0Ah), Ladegerät und Bedienungsanleitung.

Die Bedienungsanleitung ist dick, vergleichbar einem "Groschenroman".
Sie behandelt 13 Sprachen, wobei jede Sprache ein eigenes Kapitel hat. Man kann also die eigene Sprache am Stück lesen, allerdings besteht sie wie zu erwarten mehrheitlich aus technischen Daten, Beschreibungen und Sicherheitshinweisen. Das Testergebnis diesbezüglich fällt entsprechend aus, weil sich gg. früheren Geräten nichts geändert hat.
Testergebnis: 1 Punkt

Handhabung
Der Akkuschrauber ist ein Knickschrauber. Man kann ihn, wie schon den DW920, in zwei Positionen benutzen: geknickt als Knickschrauber oder gestreckt als Stabschrauber. Der Schrauber liegt in beiden Stellungen gleichermaßen gut in der Hand.
Betrieben wird er mit einem 7,2V Lithium-Ionen-Akku. Es gibt keine Gangschaltung, das Gerät hat eine 15-stufige Drehmomenteinstellung und eine Stufe, in welcher die Drehmoment-Kupplung außer Kraft gesetzt ist, sie wird "MAX" genannt.
Das Gerät wiegt betriebsbereit 509gr inkl. Akku (Akku allein ca. 79gr). Der DCF680 hat wie der DW920 eine automatische Spindelarretierung, so daß er wie ein Schraubendreher verwendet werden kann. Auch hier kommt eine genormte 6,35mm Bit-Aufnahme als "Futter" zur Anwendung, und auch hier verschwinden 25mm-Bits (durchaus normgerecht) sehr tief in der Aufnahme, so daß man auf 50mm-Bits zurückgreifen sollte. Die Verwendung eines zusätzlichen (Magnet-) Bithalters ist empfehlenswert.
Das Eckmaß des Gerätes beträgt von oben betrachtet 2cm, von der Seite betrachtet 3cm, man kann es mit Recht als "schmal" bezeichnen.
DeWalt hat die Bitaufnahme geändert, man muß die Hülse zum Entriegeln jetzt nach vorne schieben, kann ein Bit also nicht mehr versehentlich beim Schrauben lösen.
Man muss das Gerät beiseite legen, Hinstellen ist aufgrund der Bauform logischerweise nicht möglich.

Die Beleuchtung der Schraubstelle wird auch hier bauformbedingt über LED nahe der Spindel gelöst, aber man hat sich Gedanken gemacht und zwei gegenüberliegende LED verbaut. Die Beleuchtung der Schraubstelle ist damit absolut ausreichend gewährleistet.

DeWALT hat bei diesem Gerät ein gänzlich neues Bedien-Konzept eingeführt, die gyroskopische Steuerung. Was bedeutet das? Ganz einfach:
Um den Schrauber zu aktivieren, muss man wie üblich einen Griffschalter drücken und festhalten. Damit wird die Beleuchtung aktiviert und er brummt leicht. Dreht man ihn jetzt (wie einen Schraubendreher) nach rechts, so beginnt er mit Rechtsdrehung der Spindel - je stärker man das Handgelenk dreht, desto mehr Geschwindigkeit nimmt er auf. Dreht man das Handgelenk zurück, so wird er wieder langsamer und bleibt stehen, wenn man es in die ursprüngliche Position dreht oder den Griffschalter losläßt. Ebenso, wie man mit Rechtsdrehung Schrauben einschraubt, dreht man Schrauben aus, in dem man den Schrauber nach links dreht. Das funktioniert aus jeder Position heraus.
Das Konzept, bei welchem es keinen "Gasgebe-Schalter" mehr gibt, ist neu und anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, aber wenn man ein paarmal damit geschraubt hat, klappt es ganz wunderbar. Das Gerät ist gut für den Möbel- oder Schaltschrankbau geeignet, weil es klein und handlich ist und somit "immer dabei".
Testergebnis: 5 Punkte

Leistung
Leistungsmäßig kann man von so einem kleinen Schrauber sicher keine Wunder erwarten.
Ein zwischengeschaltetes Drehmoment-Messinstrument ergab beim weichen Schraubfall (Einschrauben einer Schraube in Holz) ein maximal anliegendes Drehmoment von 2,5Nm. Das ist ganz sicher kein überraschend hervorragender Wert, aber für den gedachten Anwendungszweck vollkommen ausreichend. Mehr aber auch nicht - ich hätte mir dann doch etwas mehr Drehmoment gewünscht, denn mit der Hand schafft man auch höhere Werte.
Testergebnis: 4,5 Punkte

Umwelt
Unauffällig, nicht anders als bei anderen Herstellern.
Testergebnis: 7 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Ausgewogen.
Testergebnis: 6 Punkte

Ausgefallen?
-/-

Besondere Kritikpunkte
-/-

Positiv aufgefallen
Der haptische Eindruck ist wertig, das Gerät liegt angenehm in der Hand.

Verbesserungsvorschläge
Koffer endlich den Anforderungen anpassen, im Koffer Platz für Zubehör schaffen. Etwas mehr Kraft wäre auch nicht schlecht.

Mein Testurteil
Das Gerät ist DeWalt-typisch sehr gut verarbeitet, man leistet sich keine Patzer, was Haptik oder Design angeht.
DeWalt wagt sich vor und probiert ein vollkommen neues Bedienkonzept aus. Das ist ihnen auf jeden Fall gelungen! Nach kurzer Eingewöhnungszeit ist die gyroskopische Bedienung eine tolle Sache, über die man nicht weiter nachdenkt - man benutzt sie einfach. Ich würde das Gerät noch viel häufiger benutzen, wenn es denn etwas mehr Drehmoment vorweisen könnte. So bleibt seine Anwendung für mich auf das Zusammenschrauben von Möbeln, das Einschrauben von Steckdosen oder Bastelarbeiten am PC beschränkt - Dinge, die man nicht täglich
erledigt.
Somit kann ich das Gerät mit der Einschränkung empfehlen, daß man sich vorher bewußt sein muß, daß die Leistung Grenzen hat.

Ein Gesamtergebnis lässt sich dann mit folgender Standardbewertung berechnen:

Mein Testergebnis
Ausstattung: 1 Punkte 25 %
Handhabung: 5 Punkte 30 %
Leistung: 4,5 Punkte 20 %
Umwelt: 7 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 6 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 4,3 Punkte
Befriedigend ✱ ✱ ✱ ✱ ❍ ❍ ❍


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Akkuschrauber Auswahlhilfe

Dortmunder Union


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