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 Betreff des Beitrags: Drill Doctor 500X
BeitragVerfasst: 26. Mär 2013, 21:17 
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Registriert: 14. Mär 2011, 16:51
Beiträge: 395
Wohnort/Region: B
– Drill Doctor 500X
– Wann angeschafft? 9/2008
– Wo gekauft? Sears
– Neu/gebraucht? neu
– bezahlter Preis 100 $
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät ~225 Euro

Ausstattung
Im Koffer sind:
• das Gerät selber,
• das Spannfutter,
• Nabenschlüssel,
• Bedienungsanleitung und eine
• Bedienungs-DVD
Da ich das Gerät anlässlich eines USA Aufenthalts gekauft habe und der Kauf schon einige Zeit zurückliegt, kann es ein, dass die Bedienungsanleitung abweicht. Aber warum lesen, wenn eine DVD mit einer anschaulichen Erklärung mitgeliefert wird? Je nach Einsatzhäufigkeit muss man aber dann doch einmal nachlesen, wie der Bohrer nun ausgerichtet oder das Spannfutter eingeführt wird. Dies ist nicht nur mit Worten, sondern auch mit verständlichen Bildern erklärt. Und zwar Schritt für Schritt. Danach folgt eine Frage/Antwort Auflistung falls mal etwas nicht geklappt hat. Gut gemacht! Die Anleitung umfasst die Sprachen Englisch, Spanisch und Französisch was sinnvoll erscheint für ein Gerät, das in Nordamerika vertrieben wird.
Untergebracht ist alles in einem Billigkoffer, der aber sämtliche Komponenten sicher an seinem Platz hält. Der Platz ist ausreichend für zusätzliches Zubehör: ein weiteres Spannfutter (für Bohrer von 13 – 19 mm) und weitere Schleifräder (mit 100er Körnung, standardmäßig ist eins mit 180er Körnung eingebaut).
Der mitgelieferte Schlüssel zum Wechsel der Schleifräder ist ein billiges Blech-Stanzteil – aber wenigstens ohne scharfe Kanten.
Testergebnis: 6 Punkte

Handhabung
Umständlich ist es schon – aber kein Vergleich zum Schärfen eines Bohrers per Hand. Wenn man, wie ich, nur alle paar Monate mal einen Bohrer nachschärft, muss man nachlesen, wie es geht. Macht man es einmal pro Woche geht es schnell von der Hand. Die Bedienung ist logisch und nahezu narrensicher. Zwar kann man ab 2,5 mm Durchmesser anfangen zu schärfen, doch die sind ja im 10er Pack so billig, dass es sich kaum lohnt. Aber die Größen, die schon etwas kosten lassen sich leicht – und richtig gut – nachschleifen. Wer es gelernt hat, braucht keinen Drilldoctor. Wer es nicht kann, hat kaum eine Chance, einen Bohrer am Schleifbock ordentlich nachzuschärfen. Es gibt zwar auch wesentlich billigere Schleifhilfen, angefangen von diesen unseligen „Plastikbechern“, die man auf der Bohrmaschine befestigt und dann die Bohrer nur noch in eine passende Öffnung einführen muss. Funktioniert nicht, damit habe ich in der Jugend mal den Bohrervorrat meins Vaters auf Vordermann bringen wollen. Der hat die wichtigsten Größen anschließend neu gekauft.
Das Schleifrad kann man bei Abnutzung auswechseln, da es diamantbestückt ist, hat es aber eine hohe Standzeit. Ersatz ist für unglaublich 52 Euro (stellenweise werden sogar 70 Euro verlangt) erhältlich, in den USA kostet das Rad knappe 15 $.
Testergebnis: 6 Punkte

Leistung
Bohrer werden wieder scharf und Bohrungen gelingen danach rund und maßhaltig!
Wer größere Bohrer nachschleifen will/muss, muss ein weiteres Spannfutter kaufen oder gleich den „großen Bruder“ den 750X kaufen, dort gehört es zum Lieferumfang.
Der Motor ist nicht besonders kräftig, aber selbst mit meinem vorgeschalteten Transformator von der Leistung ausreichend.
Wichtig ist noch, dass man mit diesem Gerät nicht nur Standard 118° Bohrer anschleifen kann. Man kann Bohrer auch umschleifen (bis 135°) und Betonbohrer können ebenfalls nachgeschliffen werden.
Testergebnis: 6 Punkte

Umwelt
Ich habe mein Gerät aus den USA – da brauche ich über Garantie nicht nachzudenken. Die wäre aber ohnehin schon abgelaufen – und es ist zu keinem Zwischenfall gekommen. Hier in Deutschland gibt es die übliche Garantie.
Um den Koffer war beim Kauf noch eine (aus meiner Sicht überflüssige) Papphülle gestülpt. Zwar ist der Koffer kein High-End Behälter, aber ein paar Rempler verträgt er auch, ohne gleich unansehnlich zu werden.
Testergebnis: 5 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Kauf in den USA ist natürlich nur machbar, wenn man eh dort ist und noch Platz im Koffer hat. Der Preis ist unschlagbar. Als ich ihn gekauft habe, sollte er in Deutschland noch über 250 Euro kosten. Aber auch der Preis kann gerechtfertigt sein. In dem Bereich gibt es kein vergleichbares Gerät.
Testergebnis: 5 Punkte

Ausgefallen?
nein

Besondere Kritikpunkte
nichts

Positiv aufgefallen
Bohreranschliff auch für „Ungelernte“

Verbesserungsvorschläge
Eine Kurzanleitung als laminiertes DIN A4 Blatt könnte ich mir sinnvoll vorstellen – werde ich mir wahrscheinlich mal selbst machen, jetzt wo ich auf die Idee gekommen bin.

Mein Testurteil
Nie wieder Bohrer kaufen – ein Satz reicht für das ganze Leben. Zumindest für Hobbyanwender und bei mittleren Größen. Und nie wieder stumpfe Bohrer – ein ständiges Ärgernis in der Vergangenheit.

Mein Testergebnis
Ausstattung: 6 Punkte 25 %
Handhabung: 6 Punkte 25 %
Leistung: 6 Punkte 25 %
Umwelt: 5 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 5 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 5,8 Punkte
Sehr gut ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍


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