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 Betreff des Beitrags: Akku-Bohrschrauber Festool C 15 Li-Ion
BeitragVerfasst: 26. Mär 2013, 00:59 
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Registriert: 14. Mär 2011, 16:51
Beiträge: 395
Wohnort/Region: B
– Festool Akku-Bohrschrauber C 15 Li-Ion
– Wann angeschafft? 01/2013
– Wo gekauft? privat
– Neu/gebraucht? gebraucht
– bezahlter Preis „sag ich nicht“
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 635,46 Euro

Dirk: da es sich um einen Festool handelt, sollte das auch ruhig in der Typenbezeichnung genannt werden. Hab's korrigiert.
H.-A. Losch: Jetzt stimmt auch noch die Reihenfolge.


Ausstattung
Der große Pistolengriff Schrauber von Festool – ich habe ihn ursprünglich in der erweiterten Set Version bekommen – kommt mit:
• Exzenter- und Winkeladapter,
• dem Ladegerät TRC 3,
• einem Centrotec Werkzeugfutter,
• einem Bithalter Centrotec,
• dem Standard Bohrfutter mit FastFix bis 13 mm,
• einem zweiten Akkupack Li-Ion 3,0 Ah und ist im
• Systainer SYS 1 T-LOC verpackt.

Bei mir war noch der Tiefenanschlag DD-DC dabei; die Bedienungsanleitung fehlte, kann aber problemlos bei Festool heruntergeladen werden. Mit einem PDF Editor kann man dann direkt die nicht benötigten (13/14) Sprachen löschen und sich das Dokument, falls gewünscht, selbst ausdrucken. Hier finden sich, neben den üblichen Hinweisen zur Abwehr von Schadenersatzansprüchen klagewütiger Hobbyanwender, doch auch eine Reihe nützlicher Hinweise: So werden unter anderem die akustischen Signale des Schraubers und die Leuchtzeichen des Ladegeräts erklärt. Warum man allerdings beim Wechseln des Centrotec-Werkzeugfutters Schutzhandschuhe tragen soll kann ich nicht nachvollziehen.
Vom T-LOC Systainer bin ich überzeugt, sodass ich inzwischen nach und nach alle meine Werkzeuge in diese Koffer verfrachte.
Seit kurzem gibt es ein geändertes Ladegerät. Dessen einzige für mich erkennbare Verbesserung besteht darin, dass man das Anschlusskabel nun ordentlich um das Gehäuse wickeln kann.
Ach ja, ein Bit der Größe PZ2 wird auch noch mitgeliefert – damit man direkt losschrauben kann. Bei dem Preis fände ich es eigentlich anständig, wenn wenigstens ein kleines Bit Sortiment mitgeliefert würde. Immerhin bekommt man für den Preis ja fast 20 Billigschrauber-Sets, die dieses Zubehörteil immer dabei haben.
Testergebnis: 6 Punkte

Handhabung
Da ich mich seit etwa zwei Jahren auf den CXS beim Schrauben und Bohren verlassen kann, wusste ich, was mich beim C15 erwartet. Verarbeitung auf höchstem Niveau. Ergonomische Gestaltung des Gehäuses und sinnvolle Details.
Beispielsweise die „Bitgarage“ genannten Rillen im Bügel vor dem Griff. Dort kann man wirklich einfach mehrere Bits aufbewahren und hat sie zum Wechseln immer schnell zur Hand.
Eine LED die nicht nur (was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte) die Bohr- oder Schraubspitze beleuchtet, sondern bei leichtem Druck auf den „Auslöser“ bereits leuchtet, ohne dass der Motor läuft und nach Loslassen nach kurzer Zeit langsam verlischt.
Neu dagegen ist für mich der EC-TEC Motor im Akkuschrauber: Da der Motor nun komplett elektronisch gesteuert ist, werden die Drehmomenteinstellung und das Umschalten auf die Bohrsstufe ebenfalls über die Elektronik vorgenommen. Dadurch kann die Rutschkupplung (Rrrrrrr) entfallen und der Schrauber bleibt beim eingestellten Wert einfach stehen und meldet „Piep Piep“.
Bei den neueren Modellen übernimmt die Elektronik auch noch die Überwachung der entnommenen Strommenge und gibt mit ein paar LED Auskunft über die geschätzte Restkapazität. Das hat meiner noch nicht – und lässt sich auch nicht nachrüsten. Zwar kosten die zusätzlichen Bauteile nur ein paar Euro, aber die Elektronik hat den Anschluss noch nicht. Sollte die mal ausgetauscht werden müssen, könnte man darüber nachdenken, da als Ersatzteil nur noch die neuere Elektronik geliefert wird.
Gewichtsmäßig ist der C15 natürlich ein ganz schöner Brocken, 1,6 kg zeigt die Waage an – was übrigens gute 60 Gramm weniger ist, als mit den 2,6 AH Akkus, die ursprünglich mal mitgeliefert wurden.
Dank Centrotec ist der Schrauber angenehm kurz und sehr schnell umgerüstet. Umrüsten lassen sich auch die mitgelieferten Vorsätze dank FastFix sehr schnell. Da ich durch meinen CXS bereits einen Winkeladapter habe, der obendrein auch das Schrauben im randnahen Bereich erlaubt, benötige ich die Vorsätze nicht.
Gespannt war ich auf den Tiefenanschlag – der hat mich allerdings etwas enttäuscht. Nicht, dass er schlecht wäre – nur arbeitet die elektronische Drehmomenteinstellung so fein (25 Stufen) dass ich ihn für meine Arbeiten nicht benötige. Trockenbauer mögen das anders sehen.
Testergebnis: 7 Punkte

Leistung
Außer dem sagenhaft günstigen Preis, der mich veranlasst hat, den Schrauber ohne wirklichen Bedarf zu kaufen, müssen die höheren Drehmomentwerte und die etwas höhere Maximaldrehzahl erwähnt werden (immer bezogen auf den CXS).
Obwohl „nur“ 14,4 V bietet der EC-Tec Motor ein Drehmoment von 25/40 Nm. Vergleichswerte kenne ich nicht – auch führt die Frage nach der Vergleichbarkeit hier immer wieder zu Diskussionen – aber mit den angegebenen 25 Nm im weichen Schraubenfall hat er ordentlich Dampf. Und der kann auch abgerufen werden, da die Elektronik den Motor ständig überwacht und eine Überlastung verhindert.
Man kann natürlich auch nach Auslösen der Überlastauslösung den Auslöser loslassen und sofort weiterschrauben (Wie es ein amerikanischer Anwender in seinem Video tut) und sich dann fragen ob der Schrauber kaputt ist, aber der gesunde Menschenverstand – der den Lesern der Betriebsanleitung teilweise abgesprochen wird – sollte einem eigentlich sagen, dass man in so einem Fall dann eben nicht einfach weiterschrauben sollte.
Testergebnis: 7 Punkte

Umwelt
Systainer sind, ich sage es immer wieder, eine optimale Verpackung. Sie schützen das Gerät dauerhaft und nicht nur während des Versands. Sind zwar nicht wirklich günstig, aber ähnlich gute Koffer sind ebenfalls nicht zum Schnäppchenpreis zu bekommen.
Laufgeräusch ist nicht wesentlich anders als bei jedem anderen Akkuschrauber auch – für mich kein Bewertungskriterium.
Vibrationen müssen ja inzwischen angegeben werden, ein Akkuschrauber hat üblicherweise keine hohen Werte, auch beim C15 sind sie absolut erträglich. Allerdings schraube ich auch nicht stundenlang an einem Stück.
Festool bietet eine Garantie von drei Jahren nach Registrierung – bei Neumaschinen sehe ich das auch ganz gerne als Nachweismöglichkeit, dass mir das Gerät gehört. Im Falle des Diebstahls kann ich so Polizei und Versicherung absolut unkompliziert die notwendigen Daten mitteilen.
Unter Umweltgesichtspunkten kann man auch den Kauf eines Geräts aus Deutschland betrachten: Der Schrauber hat keine Weltreise hinter sich, bei der Produktion wurden gängige Umweltschutzbestimmungen eingehalten und die Arbeiter ordentlich entlohnt. Ich gehe stark davon aus, dass das Gerät sehr lange hält und nicht alsbald auf dem Berg des Elektroschrotts landet.
Testergebnis: 7 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Der Preis ist bei Festool immer so eine Sache.
Man erhält Spitzenqualität zum Spitzenpreis. Muss nicht sein –ist aber schön (für Werkzeugerotiker wie sie sich hier im Forum herumtreiben). Ich habe einen unverschämt günstigen Preis für ein komplett ausgestattetes Set bezahlt – und den noch durch den Verkauf der nicht benötigten Zubehörteile minimiert. Der von Festool aufgerufene Preis ist schon heftig, wenngleich er seit Wegfall der Preisbindung augenblicklich bei ~550 Euro, und damit knappe 100 Euro unter der UVP befindet.
Der professionelle Anwender wird da sicher anders entscheiden als der Gelegenheitsschrauber, der ein, zwei Mal im Monat eine Schraube bewegt. Ich finde ihn zu teuer.
Testergebnis: 2 Punkte


Ausgefallen?
nein

Besondere Kritikpunkte
Sehr teuer

Positiv aufgefallen
Ergonomie, elektronisches Motormanagement

Verbesserungsvorschläge
Bitsatz mitliefern

Mein Testurteil
Wenn ich ihn nicht zu „meinem“ Preis bekommen hätte, wäre ich mit meinem CXS weiterhin sehr gut ausgekommen. Der C15 bietet eine Menge Kraft, viele clevere Ideen und völlig ausreichende Kapazität in einem handschmeichlerischen Gehäuse. Ehe der 3 Ah Akku leer ist, ist der zweite wieder aufgeladen.
Uneingeschränkt empfehlen kann ich ihn nur an Leute, die, aus welchen Gründen auch immer, bereit sind den Festool-Zuschlag zu zahlen.

Mein Testergebnis
Ausstattung: 6 Punkte 25 %
Handhabung: 7 Punkte 25 %
Leistung: 7 Punkte 25 %
Umwelt: 7 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 2 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 6 Punkte
Sehr gut ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍


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