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 Betreff des Beitrags: Leister Triac
BeitragVerfasst: 23. Mär 2013, 20:18 
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Registriert: 14. Mär 2011, 16:51
Beiträge: 395
Wohnort/Region: B
– Leister Triac
– Wann angeschafft? 10/2012
– Wo gekauft? privat
– Neu/gebraucht? gebraucht
– bezahlter Preis Kiste Bier
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät ~375 Euro

Ausstattung
Original gibt es den Triac S wohl in einem Kunststoffkoffer, je nach Alter auch in einem Metallkoffer. Bei mir fehlte er, was mir nicht wichtig war, da ich eh meine Werkzeuge in T-LOC Systainern aufbewahre. Die Bedienungsanleitung gibt es online und eine Düse war zusätzlich dabei; für den Wechsel der Düse wird ein Schlitzschraubenzieher benötigt.
Die Bedienungsanleitung ist wie üblich in vielen Sprachen abgefasst und dient in erster Linie dazu, den bestimmungsgemäßen Gebrauch zu definieren. Der Triac S teilt sich die Anleitung mit seinem elektronisch geregelten „Bruder“ (der dann 620 Euro kostet) und so stehen viele Daten und Werte direkt nebeneinander und man muss schauen, ob denn nun das eine oder andere Gerät gemeint ist. Keine intellektuelle Herausforderung, aber etwas nervig.
Zubehör gibt es reichlich – allein über zehn verschiedene Düsenaufsätze sind lieferbar. Dazu diverse Andrückrollen (zum Folienverschweißen), Wagen und Accessoires für Spezialanwendungen.
Testergebnis: 4 Punkte

Handhabung
Wer (wie ich) eine übliche Heißluftpistole kennt, muss sich umgewöhnen. Der Griff ist sehr dick und lässt sich schlecht umgreifen. Die Arbeitsposition ist, bedingt durch die Stabform, erst einmal ungewohnt. Dabei ist die Maschine aber sehr ausgewogen und lässt sich einfach ausrichten und positionieren. Sehr gut die Möglichkeit, das Gerät angeschaltet auf den Tisch zu legen und seine Werkstücke zum Werkzeug zu führen. Die Bedienung ist für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen einfach oder schwierig. Die beiden Knöpfe finden sich hinten am Heck des Geräts und damit eher außerhalb der Reichweite des Bedieners, wenn er damit arbeitet. Man benötigt zur Einstellung immer die zweite Hand. Mit 65 dB ist er aber angenehm leise.
Testergebnis: 4 Punkte

Leistung
Der Vorgänger des Leister war eine ältere Bosch Heißluftpistole – bei dieser konnte ich die Temperatureinstellung anhand eines LED-Bandes überprüfen und das Gebläse ließ sich in zwei Stufen einstellen. All dies bietet der Leister nicht. Stattdessen kann ich auf verschiedenen auf dem Gerät in aufgedruckten Tabellen ablesen, welche Stellung des Einstellknopfes mit welcher Düse in etwa welche Temperatur ergibt. Gebläsestufen? Fehlanzeige – „Ein“ und „Aus“ werden angeboten. Ähnliche Geräte in diesem Preissegment (Steinel HG 5000) sind diesbezüglich besser ausgestattet. Man muss aber sagen, dass die gebotenen Funktionen für sehr viele Anwendungen absolut ausreichend sind. Schrumpfschläuche schrumpfen, Kleber aushärten oder Lack erweichen – funktioniert ohne Fehl und Tadel. Auch muss erwähnt werden, dass mein Gerät Baujahr 1992 ist. Es hat „nur“ 1450 W statt 1600 W wie das aktuelle Modell. Auch diese Leistung ist absolut ausreichend.
Testergebnis: 5 Punkte

Umwelt
Nun, unter Umweltgesichtspunkten ist sicherlich eine lange Nutzungsdauer ein sehr wichtiger Punkt. Beim Leister Triac ist das gegeben. Nicht zuletzt durch die sehr gute Ersatzteilversorgung und die Lieferbarkeit von Verschleißteilen wie Motorkohlen oder Heizelementen.
Testergebnis: 7 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Eine Heißluftpistole bekommt man schon unter 20 Euro, bessere (Marken)produkte ab 50 Euro. Geregelte Heißluftpistolen sind unter 100 Euro zu bekommen. Ich finde das Preis/Leistungsverhältnis nicht in Ordnung – das mag sich für professionelle Anwender aufgrund der hohen Lebensdauer und Ersatzteilverfügbarkeit anders darstellen.
Testergebnis: 2 Punkte

Ausgefallen?
Nein

Besondere Kritikpunkte
keine

Positiv aufgefallen
Sichere Befestigung der Düsen mittels Klemmschraube

Verbesserungsvorschläge
Die Verbesserungen sind im Triac PID realisiert

Mein Testurteil
Ich wollte einen neuen Heißluftfön, nachdem meine alte Bosch ausgefallen war (trotz Kühlung des Geräts nach Arbeitsende) und konnte den Leister fast geschenkt bekommen. Gekauft hätte ich ihn mir neu keinesfalls. Dennoch weiß der Triac zu überzeugen – mit Zuverlässigkeit und Austauschbarkeit der Komponenten.



Mein Testergebnis
Ausstattung: 4 Punkte 25 %
Handhabung: 4 Punkte 25 %
Leistung: 5 Punkte 25 %
Umwelt: 7 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 2 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 4,3 Punkte
Befriedigend ✱ ✱ ✱ ✱ ❍ ❍ ❍


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