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 Betreff des Beitrags: Stanley FatMax FMC 010 Akku-Bohrschrauber
BeitragVerfasst: 14. Mär 2013, 17:50 
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Wohnort: Rheinland Pfalz/DÜW/SÜW
– Stanley Akku-Bohrschrauber FatMax FMC 010
– Wann angeschafft? 12/2012
– Wo gekauft? Werkzeug-news Testauktion
– Neu/gebraucht? neu
– bezahlter Preis Werkzeug-news Testauktion
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 159,99 Euro

Ausstattung

Geliefert wird der 10,8 Volt Akku-Bohrschrauber in einem schwarzen Koffer aus Kunststoff. Neben dem Schrauber sind noch 2 Akkus „FMC085L 10,8 V Lithium Ionen mit 1.5 AH“ und ein Ladegerät Stanley FatMax 90576518 enthalten. Des Weiteren erhält man 1 Doppelbit Schlitz 8 und PH 2 Kreuz.
Die Bedienungsanleitung ist in 12 Sprachen verfasst, das meiste sind die mittlerweile gängigen Sicherheitshinweise. Die Garantiezeit beträgt 12 Monate, kann aber innerhalb 4 Wochen nach dem Kauf auf weitere 2 Jahre verlängert werden. In der Anleitung sollte darauf geachtet werden, dass der Hersteller Stanley beibehalten wird. Das Wechseln zwischen Stanley und Black & Decker verwirrt.
Der Koffer lässt sich nach Anbringen der Gürtelschnalle an der Maschine nicht mehr schließen. Hier wurde allerdings schon Abhilfe und Korrektur durch den Hersteller angekündigt. Mit einem Seitenschneider bzw. Cuttermesser kann das Problem aber behoben werden. Der Koffer könnte ein wenig größer ausfallen, um die Möglichkeit der Mitführung eines Bit-Sets zu ermöglichen.

Testergebnis: 5 Punkte

Handhabung

Technische Merkmale der FMC010
Gewicht : 1120 Gramm inkl. Akku
Akkukapazität : 1,5 AH
Abmessungen in cm ( B x H x T ) : 5,5 x 20 x 20,5

Das LED Licht ist zwar Nett, erfüllt seinen Zweck aber nicht. Das Licht bzw. der Lichtkegel wird abgedeckt, siehe dazu das Bild im Anhang.
Auf der Maschine ist ein Magnet angebracht, an diesem kann der mitgelieferte Bit angebracht werden. Im Einsatz habe ich dies zur Schraubenhaltung zweckentfremdet.
Die Maschine liegt gut in der Hand, der dicke gummierter Griff lässt sich mit meiner eher kleinen Hand gut umgreifen. Der Schwerpunkt der FMC010 ist ausgeglichen. Die Drehrichtung-Umschaltung kann mit Daumen und Zeigefinger bedient werden. Auf der Oberseite ist ein Gangwechsel-Schalter angebracht. Das einhülsige Metall-Bohrfutter gewährleistet eine Bohreraufnahme bis 10 mm. Die Drehmoment-Vorwahl umfasst 20 Stufen, zusätzlich steht ein Bohrprogramm zur Verfügung.
Die Ladezeit beträgt 40 Minuten pro Akku, und weicht damit von der angegebener Ladezeit ab.

Testergebnis: 6 Punkte

Leistung

Die verfügbaren Arbeitsgeschwindigkeiten betragen 315 U/min bzw. 1200 U/min je nach Gangwahl. Getestet wurde die Maschine an einen Fichtenholzbalken. Zur Probe wurden Spanplattenschrauben, Typ 6 x 50 DIN 7505TS verwendet. Der Schrauber schaffte bei 21 Grad und vorher 3-mal geladenem Akku 135 Schrauben. Dieses Ergebnis ist für mich zufriedenstellend, und liegt in dieser Leistungsklasse im vorderen Bereich.
Die Drehmomentvorwahl arbeitet in den unteren Bereichen nicht wirklich sinnvoll, man merkt so gut wie keinen Unterschied. Bei der Arbeit habe ich nur die oberen 4 Einstellungen benutzt. Generell finde ich bei einer maximalen Schraubleistung von 27 NM die vorhandenen 20 Drehmomentstufen für unnötig.
Das Bohrfutter hat einen guten Rundlauf, Bohrer und Bits können fest fixiert werden.
In einem weiteren Test habe ich Möbel auf und abgebaut. Der Schrauber eignet sich hierfür bedingt, für eine längere Arbeit bei der Möbelmontage ist mir der Schrauber zu schwer.
Für Bohrarbeiten ist mir die Drehzahl zu gering, für kleinere Arbeiten bei Ständerbau usw. aber ausreichend.

Testergebnis: 6 Punkte

Umwelt

Garantie kann wie angesprochen um 2 Jahre verlängert werden. 3 Jahre sind damit ein guter Wert. Die Verpackung, sprich der Koffer, wird je nach Land neu beklebt.

Testergebnis: 7 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis

Für knapp 160 Euro erhält man einen soliden verarbeiteten Schrauber mit 2 Li-Ionen Akkus nebst Schnellladegerät. Durch die lange Arbeitszeit und die hohe Leistung ( über 130 Schrauben ) konnte ununterbrochen gearbeitet werden. Die Ladezeit ist mit 40 Minuten durchschnittlich.

Testergebnis: 6 Punkte

Ausgefallen?

nein

Besondere Kritikpunkte

Die LED Lampe erfüllt leider nicht Ihren Zweck.
Der Koffer lässt sich nicht mehr schließen nach Anbringung der Gürtelschnalle. Hier wurde allerdings Abhilfe angekündigt.
Kein Platz im Koffer zur Aufnahme eines mittleren Bit Sortiment.
Drehmomenteinstellungen zu fein, bzw. fast keine Unterschiede in den ersten 10 Stufen.

Positiv aufgefallen

hohe Schraubleistung

Verbesserungsvorschläge

s.Kritikpunkte

Mein Testurteil

Ich habe bisher immer mit einer Akkubohrmaschine gearbeitet. Der FMC010 ist für mich eine ideale Ergänzung. Die lange Lebensdauer überzeugt beim Arbeiten, die Maschine ist solide Verarbeitet. Die Ladezeit und der 2 Akku erlauben ununterbrochenes Arbeiten. Für den Preis ein brauchbares Gerät, das sicherlich bei mir noch weitere Einsatzgebiete finden wird.

Mein Testergebnis

Ausstattung: 5 Punkte 25 %
Handhabung: 6 Punkte 25 %
Leistung: 6 Punkte 25 %
Umwelt: 7 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 6 Punkte 15 %

Gesamtergebnis: 5,9 Punkte

Sehr gut ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍


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Handel für Forst und Landwirtschaft


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 Betreff des Beitrags: Re: Stanley FatMax FMC010 Akku-Bohrschrauber
BeitragVerfasst: 17. Mär 2013, 22:38 
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Registriert: 9. Apr 2004, 14:38
Beiträge: 2792
Wohnort: Österreich
- Stanley Akku-Bohrschrauber FMC010
- Wann angeschafft? Dezember 2012
- Wo gekauft? Werkzeug-news.de-Testaktion
- Neu/gebraucht? neu
- bezahlter Preis Werkzeug-news.de-Testaktion
- Listenpreis des Herstellers für Neugerät EUR 159,99 (inkl. 19 % USt. lt. redaktionellem Beitrag vom 14.06.2012)

Ausstattung
Der Akku-Bohrschrauber wird in einem Kunststoffkoffer geliefert, in dem sich neben dem Gerät zwei Akkus (1,5 Ah), das zugehörige Ladegerät und die Bedienungsanleitung befinden. Weiteres inkludiertes Zubehör sind ein Gürtelclip, der wahlweise auf der linken oder rechten Gehäuseseite montiert werden kann, sowie ein Doppelbit Schlitz/PH 2.
Der kompakte Koffer wirkt - insbesondere dank der Metallverschlüsse - robust. Der Akku-Bohrschrauber kann mit einem eingespannten Bithalter im Standard-Format im Koffer verstaut werden. Ansonsten ist das Platzangebot im Koffer gering. Insbesondere ist kein Fach oder dgl. für eine Bitbox vorgesehen. Je nach Größe lässt sich trotzdem eine flache Bitbox (z. B. Wera Mini-Check) im Koffer unterbringen.
Visuell und haptisch kann ich Boden und Deckel des geschlossenen Koffers kaum voneinander unterscheiden. Diesen Umstand empfinde ich zwar als unpraktisch, durch eine simple Beschriftung (z. B. "OBEN") ließe sich allerdings unkompliziert Abhilfe schaffen.
Der - wie erwähnt - mitgelieferte Gürtelclip kann mittels zugehöriger Schraube am Gehäuse des Stanley Akku-Bohrschraubers befestigt werden. Ärgerlich ist, dass das Gerät mit dem montierten Gürtelclip nicht mehr in den Koffer passt. Genauer: Der Deckel des Koffers lässt sich nicht mehr schließen. Auf welcher Seite des Akku-Bohrschraubers der Gürtelclip befestigt wird, ist hierfür unbeachtlich. Im Herbst 2013 soll dieses Problem dank einer geänderten Konstruktion des Koffers nicht mehr bestehen. Dennoch bleibt die Frage, ob und wie (qualifiziert) der FMC010 vor seiner Markteinführung unter praktischen Bedingungen getestet worden ist.
Der magnetische Bithalter an der Oberseite des FMC010 nimmt zwei 25 mm lange Bits sicher auf. Die Entnahme der Bits ist bequem möglich.
Die Bedienungsanleitung umfasst 96 Seiten, auf denen 12 Sprachen abgedeckt werden. Auf den ersten beiden Seiten befinden sich grafische Darstellungen des Geräts und einzelner Bedienelemente. Leider lassen sich diese Seiten nicht ausklappen, weshalb sich der Wechsel zwischen ihnen und dem Textteil mühsam gestaltet. Der Textteil besteht (jeweils für eine Sprache) aus umfassenden Sicherheitshinweisen und der eigentlichen Bedienungsanleitung.
Der Aufbau der Bedienungsanleitung wirkt unsystematisch. So wird zunächst das Einsetzen des Akkus erklärt. Darauf folgt die Erläuterung des Einspannens bzw. Wechsels von Einsatzwerkzeugen, woran unter der Überschrift "Gebrauch" der lapidare Hinweis "Achtung! Beschleunigen Sie den Arbeitsvorgang nicht mit Gewalt. Vermeiden Sie eine Überlastung des Geräts." anschließt. Im folgenden Abschnitt wird das Laden des Akkus erörtert, erst danach wird die eigentliche Bedienung (Drehrichtungswahl, Gangwahl etc.) thematisiert.
Der mit "Montage" überschriebene Hinweis "Achtung! Entfernen Sie vor der Montage den Akku aus dem Gerät." gibt Rätsel auf: Nicht einmal aus dem Kontext kann erschlossen werden, auf die Montage welchen Gegenstands sich der Hinweis bezieht.
Auf die Befestigung des Gürtelclips wird, soweit ersichtlich, überhaupt nicht eingegangen.
Trotz der angesprochenen Defizite ist die Anleitung insgesamt meines Erachtens halbwegs verständlich. Die Bedienung des Akku-Bohrschraubers gab mir keine Rätsel auf.
Im Lichte der bereits wiedergegebenen Empfehlung, das Gerät nicht zu überlasten, ist davon auszugehen, dass der FMC010 über keinen Überlastschutz verfügt. Gegenteiliges legen weder die Bedienungsanleitung noch die Produktbeschreibung auf der Stanley Website nahe.
Ob die Ladedauer tatsächlich - wie vom Hersteller angegeben - 30 Minuten beträgt, habe ich nicht überprüft.
Stanley garantiert den kostenlosen Austausch defekter Teile bzw. den kostenlosen Ersatz des Geräts, sollte innerhalb von 12 Monaten ab Kaufdatum ein auf Material- oder Verarbeitungsfehler zurückzuführender Mangel hervortreten. Durch Registrierung des Geräts binnen vier Wochen nach dem Kauf wird der Garantiezeitraum auf 36 Monate verlängert.
Testergebnis: 4,7 Punkte

Handhabung
Der Akku rastet leichtgängig ein und lässt sich ebenso lösen. Er wird - wie es scheint - zuverlässig gehalten und hat nicht übermäßig viel Spiel in der Aufnahme.
Das einhändig bedienbare (der Schrauber verfügt über eine automatische Spindelarretierung) Schnellspannbohrfutter mit einer Spannweite bis zu 10 mm hält Einsatzwerkzeuge mit Rund- und Sechskantschaft sicher. Die Hülse des Bohrfutters ist aus Metall und vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Sonderlich griffig ist sie meinem Empfinden nach trotz geriffelter Oberfläche nicht. Dies macht sich vor allem bei der Bedienung des Bohrfutters mit verschwitzten Händen bemerkbar. Der hintere Rand des Bohrfutters ist im Gehäuse des Akku-Bohrschraubers versenkt. Dies erleichtert die Bedienung nicht unbedingt. Bisweilen kann es passieren, dass man beim Werkzeugwechsel versehentlich die Drehmomenteinstellung verändert. Ein "Klicken" oder "Ratschen", das beim Zudrehen des Futters den Grad der Verriegelung signalisiert, gibt es nicht.
Der Umschalter zwischen Rechts- und Linkslauf lässt sich mit Zeigefinger und Daumen sehr gut erreichen. "Durchschalten" (von Rechts- auf Linkslauf und umgekehrt) funktioniert problemlos. Um den Schalter in Mittelposition (Einschaltsperre) zu bringen, braucht es Gefühl.
Die Gang- und Drehmomentwahl lässt sich beim FMC010 ohne Schwierigkeiten vornehmen.
Mit einem Schalter der einen zügigen Wechsel vom Schraub- in den Bohrmodus (und umgekehrt) erlaubt, ohne dass der eingestellte Drehmomentwert verändert werden muss, kann der Stanley FMC010 nicht dienen.
Die Dosierbarkeit des Gasgebeschalters möchte ich als "gut" bezeichnen. Sie entspricht meiner Einschätzung nach dem üblichen Standard im Bereich der herkömmlichen Motoren(-steuerung). Geräte mit bürstenlosen Motoren lassen sich meiner Erfahrung nach feinfühliger dosieren.
Die Motorbremse zeigte keine Auffälligkeiten im Betrieb.
Die in Bezug auf die "Arbeitsstellen-Beleuchtung" des Dewalt DCD710S2 mehrfach geäußerte Kritik wurde bei der Konstruktion des Stanley Akku-Bohrschraubers offenbar nicht berücksichtigt: Die integrierte LED des Stanley Werkzeugs erhellt überwiegend den Bereich unterhalb des Bohrfutters bzw. unterhalb der unmittelbaren Arbeitsstelle.
Hinsichtlich der Abmessungen und des Gewichts möchte ich überwiegend auf die von meinem Kollegen ermittelten Werte verweisen. Unter Bedachtnahme auf die Gesamtlänge halte ich den Stanley FMC010 nicht für sonderlich kompakt, wenngleich er auch kein "Riese" ist. Vergleiche zu Konkurrenzprodukten möge jeder selbst anstellen.
Der Griff des FMC010 ist im oberen Bereich etwas verjüngt, insgesamt kommt er mir jedoch relativ dick vor. Oberhalb der Akkuverriegelung habe ich einen Umfang von ca. 17 cm ermittelt; beim Bosch GDR 10,8 V-LI (3 601 J09 000) beläuft sich der Umfang in diesem Bereich auf ca. 15 cm. Der Griff steht nahezu senkrecht auf die Motor- und Getriebeeinheit. Ich persönlich würde mir eine schrägere Stellung wünschen.
Das Eckmaß kommt mir mit fast 3 cm relativ groß vor. Es ließe sich durch die Verringerung erhabener Stellen an der Gehäuseoberseite sicherlich verbessern.
Testergebnis: 4,3 Punkte

Leistung
Einem ausgiebigen Leistungs(vergleichs)test habe ich den FMC010 (noch) nicht unterzogen. Bei verschiedenen Anwendungen hat sich das Akku-Gerät aber gut geschlagen.
Der Stanley Akku-Bohrschrauber scheint sowohl die im Haushalt typischerweise anfallenden Arbeiten als auch die Aufgaben, die an einen Akku-Bohrschrauber im Rahmen des privaten Möbelbaus gestellt werden, klaglos zu meistern. Ich habe diverse Schrauben unterschiedlicher Dimensionen eingedreht, 8 mm Dübellöcher mit Bosch Multiconstruction Bohrern in Ziegelwände gebohrt und etliche Bohrungen in Holz vorgenommen. Mit dem FMC010 und einem 17 mm Famag Bohrmax Bohrer konnte ich mühelos Löcher in 3 cm starke Birne und Eiche bohren.
Testergebnis: 5,5 Punkte

Umwelt
Ob der Herstellungsprozess, der Transport, die verwendeten (Verpackungs-)Materialien etc. als "umweltfreundlich" bezeichnet werden können, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Kategorie "Umwelt" wird von mir in diesem Test nicht bewertet. Hergestellt wird der FMC010 lt. Typenschild in China.
Testergebnis: nicht beurteilt

Preis/Preis-Leistungsverhältnis
Noch nicht eingegangen bin ich bisher auf die Verarbeitungsqualität. Die ist beim Stanley FMC010 auf den ersten Blick grundsätzlich akzeptabel: Man fühlt keine Grate, klemmt sich nirgends die Finger, die Spaltmaße bei den Gehäuseschalen sind in Ordnung. Irritiert hat mich zunächst ein Scheppern, das ich nicht zuordnen konnte. Nach dem Öffnen des Gehäuses fand ich im Inneren des Geräts ein (Abfall-)Stück ausgehärteten Kleber (?) (siehe Fotos).
Manche Konkurrenzprodukte ernten für Spiel im Lager zwischen Bohrfutter und Getriebe Kritik. Auch beim Stanley FMC010 lässt sich dem Grunde nach (!) ein solches Spiel feststellen. Die konstruktiven Ursachen kenne ich nicht. Wenngleich sich dieses Spiel bis dato in der Praxis nicht negativ bemerkbar gemacht hat, ist es doch alles andere als erfreulich.
Preislich rangiert der Stanley Akku-Bohrschrauber in etwa in jenem Segment, in dem z. B. auch der PSR 10,8 LI-2 und der GSR 10,8-2-LI von Bosch sowie der Metabo PowerMaxx BS Basic angesiedelt sind. Auf Ausstattungsunterschiede, die sich zum Vor- oder Nachteil des einen oder anderen Geräts auswirken mögen, soll hier nicht eingegangen werden.
Angesichts der geschilderten Eindrücke und der Wettbewerbssituation, halte ich das Preis-Leistungsverhältnis insgesamt für akzeptabel.
Testergebnis: 3,7 Punkte

Ausgefallen?
Nein.

Besondere Kritikpunkte
Siehe oben bzw. unten!

Positiv aufgefallen
Im Unterschied zu vielen anderen 10,8 V Akku-Bohrschraubern ist der Stanley FMC010 mit einem magnetischen Bithalter ausgestattet.

Verbesserungsvorschläge
Die aufgezeigten Defizite (mehrheitlich "Detailschwächen") sollten beseitigt werden. Das heißt insbesondere:
  • LED sollte Arbeitsstelle beleuchten
  • Bedienungsanleitung verbessern
  • Spiel beim Bohrfutter (und/oder Getriebe) reduzieren
  • Eckmaß verkleinern
  • Winkel (und Durchmesser/Umfang) des Handgriffs verändern
  • Zugänglichkeit/Bedienbarkeit des Bohrfutters verbessern
  • Koffer (wie angekündigt) dahingehend ändern, dass Akku-Bohrschrauber samt montiertem Gürtelclip darin Platz findet


Mein Testurteil
Soweit in diesem Test feststellbar, ist der Stanley Akku-Bohrschrauber FMC010 insofern ein unauffälliges Gerät, als er sich augenscheinlich von etablierten Konkurrenzprodukten insgesamt weder positiv noch negativ deutlich abhebt. Wer ein Gerät sucht, dessen Bohrfutter-Getriebe-Einheit möglichst spielfrei ist, wird mit dem Stanley Werkzeug womöglich nicht glücklich werden. Welcher Wettbewerber diesbezüglich die erste Wahl wäre, ist mir nicht bekannt. Ansonsten gibt es aus meiner Sicht keinen Grund, aus dem man vom Stanley FMC010 unbedingt die Finger lassen sollte. Umgekehrt fällt es mir ebenso schwer, Argumente zu finden, weshalb man gerade den FMC010 - und nicht ein Gerät eines Wettbewerbers - erwerben sollte.

Aufgrund der unten angeführten Gewichtung der einzelnen Testkriterien ergibt sich folgendes Gesamtergebnis:

Mein Testergebnis
Ausstattung: 4,7 Punkte 20 %
Handhabung: 4,3 Punkte 30 %
Leistung: 5,5 Punkte 25 %
Umwelt: 0 Punkte 0 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 3,7 Punkte 25 %
Gesamtergebnis: 4,5 Punkte
Gut ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍ ❍

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 Betreff des Beitrags: Re: Stanley FatMax FMC 010 Akkuschrauber
BeitragVerfasst: 30. Mär 2013, 00:44 
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Stanley FatMax FMC 010 Akkuschrauber

– Wann angeschafft? Dezember 2012
– Wo gekauft? Werkzeug-News Testgerät
– Neu/gebraucht? Neu
– bezahlter Preis Testgerät
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 159,99 Euro

Ausstattung
Der Akkuschrauber wird mit dem üblichen Standard-Lieferumfang geliefert: Akkuschrauber, zwei Akkus, Ladegerät, Bedienungsanleitung, Clip, ein Doppelbit (Schlitz+Kreuzschlitz). Kein weiteres Zubehör. Der Koffer besteht aus dem üblichen Kunststoff. An den "Liegestellen" des Akkuschrauber wurde zum Schutz Mossgummi in den Koffer geklebt. Der Koffer hat kompakte Ausmaße, dennoch wäre Platz für (wenig) Zubehör. Die Verschlüsse bestehen aus Metall.
Leider ist der Koffer nicht spritzwasserdicht, weil zur Aufnahme der sichtbaren Papp-Werbung Schlitze in den Koffer gemacht sind, in welche die Werbung gesteckt wird. Zusätzlich wird sie mit Heißkleber verklebt, was leider so schlecht ist, daß die Werbepappe schon nach einmaligem Tragen abgefallen ist (siehe Bild).
Im Vergleich zu DeWalt-Koffern steht er ausreichend stabil.
Die Bedienungsanleitung habe ich zugegebenermaßen keines näheren Blickes gewürdigt, davon abgesehen ist die mitgelieferte Anleitung sowieso fehlerhaft und wurde mittlerweile durch eine verbesserte Version von Stanley ausgetauscht.
Testergebnis: 3 Punkte

Handhabung
Der Akkuschrauber ist fett. Jedenfalls im Vergleich zum DeWalt DCD710, auch ein 10,8V-Gerät. Er wiegt - ebenso wie der DeWalt - betriebsbereit 1120gr inkl. Akku (ohne Clip). Aufgrund der ungünstigeren Gewichtsverteilung wirkt er im ersten Moment aber subjektiv etwas schwerer.
Der dreizellige Akku verschwindet im Griff, weshalb selbiger entsprechend dick ist. Außerdem kann man den Akkuschrauber nicht auf den Akku stellen, man muß ihn hinlegen. Die Griff-Fläche ist voll gummiert, ebenso ist der Schrauber am Umfang vorne und hinten gummiert, so daß man ihn hinlegen kann, ohne Kratzer zu hinterlassen.
Auch bei diesem Akkuschrauber geht die Bedienung insgesamt leicht von der Hand. Ein Akkuwechsel ist leicht möglich, die Drehrichtungsumschaltung entspricht dem üblichen Standard. Einzig die (mittlere) Sperrposition ist etwas schwierig zu treffen.
Der Weg des Gasgebeschalters ist gut, der Leerweg am Anfang zum Einschalten der Bohrstellen-LED ist ausreichend.
Auch an diesem Akkuschrauber wurde die LED zwischen Gasgebeschalter und Drehmoment-Wahlring verbaut, was zur Folge hat, daß die Bohrstelle nicht beleuchtet, sondern abgeschattet wird. Bei einem Schrauber wie diesem, wo der Akku fast gänzlich im Griff verschwindet, fiele mir allerdings auch keine zufriedenstellende Lösung ein, welches das Gerät nicht unnötig dicker macht.
Das einhülsige Bohrfutter entspricht dem, was man bei einem Akkuschrauber dieser Preisklasse erwartet. Die Hülse ist aus Metall und läßt sich ausreichend gut umgreifen.
Die Drehmoment-Einstellung hat 20 Stufen plus eine Bohrstufe.
Der Gangwahlschalter auf der Oberseite verrichtet unauffällig seinen Dienst.
Insgesamt ist das Gerät etwas voluminöser als der schon genannte DeWalt DCD710, leider ist er deshalb nicht leistungsfähiger.
Das Ladegerät ist sehr leicht, verrichtet seinen Dienst aber unauffällig.
Testergebnis: 3 Punkte

Leistung
Leistungsmäßig kann die Maschine nicht überzeugen. Es wurde eine Sechskant-Holzschraube 10x120 in einen Klotz KVH geschraubt. Erwartungsgemäß hat die elektronische Überlast-Sicherung den Akkuschrauber abgeschaltet. Für mein Gefühl geschieht dies etwas zu früh, die Schraube konnte bei jedem angesetzten Versuch mit dem DeWalt DCD710 ca. 4cm tiefer eingeschraubt werden.
Ein zwischengeschaltetes Drehmoment-Messinstrument ergab bei diesem (weichen) Schraubfall ein maximal anliegendes Drehmoment von 10Nm, beim DeWalt kam ich immerhin auf 12Nm.
Testergebnis: 3,5 Punkte

Umwelt
Unauffällig, nicht anders als bei anderen Herstellern.
Testergebnis: 7 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
In meinen Augen ist das Gerät den Preis nicht wert, es ist mir zu wuchtig, dabei entspricht die Leistung nicht der gestellten Erwartung.
Testergebnis: 4 Punkte


Ausgefallen?
-/-

Besondere Kritikpunkte
Das Gerät kann nur ohne montierten Clip im Koffer transportiert werden. Montiert man den Clip, muß man am Koffer herumschneiden oder auf den Transport im Koffer verzichten.
Außerdem muß man darauf achten, daß man das Gerät immer im ersten Gang in den Koffer legt. Legt man es mit eingelegtem zweiten Gang in den Koffer, so drückt eine Kofferstrebe dauerhaft auf den Gangwahlschalter, was dem Gerät auf Dauer sicherlich nicht gut tut. Da hat wohl der Koffer-Designer keinen Schrauber zur Verfügung gehabt...

Positiv aufgefallen
Die Gummierung ist gelungen, der haptische Eindruck ist wertig.

Verbesserungsvorschläge
Koffer den Anforderungen anpassen, für die gebotene Leistung darf das Gerät durchaus kompakter sein.

Mein Testurteil
Der Akkuschrauber ist solide verarbeitet, er fühlt sich wertig an. Stanley erlaubt sich keine Patzer im Geräte-Design, alles ist an seinem Platz, nichts wackelt oder klappert. Leider kann die Leistung nicht überzeugen, so daß ich das Gerät nicht empfehlen würde.

Ein Gesamtergebnis lässt sich dann mit folgender Standardbewertung berechnen:

Mein Testergebnis
Ausstattung: 3 Punkte 25 %
Handhabung: 3 Punkte 30 %
Leistung: 3,5 Punkte 20 %
Umwelt: 7 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 4 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 3,7 Punkte
Befriedigend ✱ ✱ ✱ ✱ ❍ ❍ ❍


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