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 Betreff des Beitrags: Festool Carvex 400 EBQ
BeitragVerfasst: 25. Mär 2012, 13:49 
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Registriert: 15. Feb 2011, 10:02
Beiträge: 2039
Wohnort/Region: Herford bei Bielefeld
– Festool Carvex 400 EBQ
– Wann angeschafft? März 2012
– Wo gekauft? Fachhandel
– Neu/gebraucht? neu
– bezahlter Preis 480,- Euro
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 573,58 Euro

Ausstattung
Lieferumfang
• 2 Sägeblätter
• Splitterschutz
• StickFix Laufsohle
• Zubehör-Systainer
• im SYSTAINER SYS 1 T-LOC, Absaugadapter

Dazu kommt das Plug-It Kabel, ganz nett wenn man sich innerhalb des Systems bewegt - ansonsten spart einem das Kabel nur das Aufschrauben, wenn man es mal beim Sägen mit erwischen sollte.
Testergebnis: 6 Punkte

Handhabung

Bisher hatte ich eine Makita 4351 FCT - eigentlich auch nur ein Festool-Nachbau. Mit der Säge war ich wirklich recht zufrieden - auch wenn ich Makita ansonsten sehr kritisch gegenüber stehe.

Die Festool überrascht mit diversen Dingen, die das Arbeiten damit echt zur Freude machen - und die mir von der Makita natürlich nicht bekannt waren. Zum Ersten brüstenloser Motor - trotz der angegebenen 500 Watt Aufnahmeleistung selbst in Eiche (40 mm) sehr sehr guter Durchzug - keine fühlbare Einschränkung zur stärkeren Makita. Das, was vorne am Blatt ankommt wird weitestgehend gleich sein.

Beidseitiger Einschaltknopf - für R/L-Händer gleicherrmassen gut geeignet.

Wirklich witzig sind 3 Dinge:

Die Absaugung funktioniert meiner Meinung nach mit runtergeschobenem Spanflugschutz für eine Stichsäge ausgesprochen gut. Habe ich so noch nicht erlebt. Es fliegen zwar ein paar Späne auf der Platte rum - aber das hält sich echt in Grenzen. Auch unter der Platte nur sehr sehr wenig Späne - ganz abgesehen davon rastet der mitgeliferte Absaugadapter sauber und fest ein - da geht beim Sägen nix los.

Das Stroboskop: Sorgt dafür, dass das Blatt quasi "Im Standbild" zu sehen ist - und sorgt dafür, daß die im Schneidbereich umherfliegenden Späne nur ganz ganz kurz zu sehen sind - ich hab mal versucht das auf dem einen Bild sichtbar zu machen - sehr lange Verschlusszeit - ungefähr so sieht das in Natura dann aus.

Die Automatik: Der Motor läuft mit reduzierter Drehzahl - wenn mann dann mit dem Blatt das Holz berührt wird die Drehzahl automatisch angehoben. Ist sehr bequem beim Sägen. Ist man mit dem Schnitt durch, wird die Drehzahl wieder automatisch reduziert.

Blattwechsel geht sehr einfach, Schieber zum Auswerfen einfach nach vorne schieben, schon springt es raus. Ganz gut, wenn es heiß ist, man muss es nicht anfassen. Die Schnittqualität ist mit dem von mir montierten Hawera-Blatt ungefähr doppelt so gut wie bei der Makita - sehr winkelgerecht, sehr sehr sauber.
Testergebnis: 7 Punkte

Leistung
Wie oben beschrieben ist die Motorleistung absolut ausreichend. Büstenloser Motor, hoher Wirkungsgrad - Pendelhub in 3 Stufen verstellbar - für mich die perfekte Säge. Sehr sauber verarbeitet, wird auch bei schwerer Arbeit nur mäßig warm - im Motorbereich kaum, im Getriebebereich handwarm.
Testergebnis: 7 Punkte

Umwelt
Kommt im Koffer, kommt aus Deutschland, Recyclinghinweise umfassend da, 3 Jahre Garantie bei Registrierung - alles gut.
Testergebnis: 6 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Ein in meinen Augen für eine Stichsäge wirklich ausgesprochen gutes Schnittbild, sehr nützliche Ausstattungsmerkmale, sehr moderne Technik, gute Verarbeitung, mannigfaltige Einstellmöglichkeiten und eine wirklich sehr sehr einfache Handhabung. Das Ding ist sein Geld wert. Meine Säge stand ca eine Woche ausgepackt im Regal - von daher gab es einen guten Nachlass. Teuer, aber wirklich gut.
Testergebnis: 6 Punkte


Ausgefallen?
nein

Besondere Kritikpunkte
Die altbekannte rappeplige Systainereinlage.

Positiv aufgefallen
Unter Strich das komplette Gerät, das leichte Reinigen durch den einfach abnehmbaren Tisch.

Verbesserungsvorschläge
Siehe Kritik

Mein Testurteil
Gute Säge, die meiner Meinung nach für den Preis beim Wettbewerb so nicht zu bekommen ist.

b]Mein Testergebnis[/b]
Ausstattung: 6 Punkte 25 %
Handhabung: 7 Punkte 25 %
Leistung: 7 Punkte 25 %
Umwelt: 6 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 6 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 6,5 Punkte
Ausgezeichnet ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ✱


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 Betreff des Beitrags: Re: Festool Carvex 400 EBQ
BeitragVerfasst: 25. Mär 2012, 17:31 
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Moderator

Registriert: 7. Jul 2006, 18:45
Beiträge: 11605
Wohnort/Region: UpperAustria -WL-
Sehr schöner Bericht!

Bin gespannt wie lange Du damit zufrieden bist.
Ich hab die 400er mit Absicht nicht gekauft da mein Händler (und auch viele andere im Internet) von der Säge nicht überzeugt sind.
Die Strobofunktion kann Dich zur Verzweiflung bringen, nämlich dann wenn die Elektronik mit der Hubzahlveränderung nicht mehr mitkommt und Du das Blatt plötzlich gar nicht mehr siehst.
Auch andere Probleme werden immer wieder berichtet.

Schade eigentlich, denn das feine Teilchen hätte mich sonst auch sehr sehr gereizt. 8)

_________________
Nüchtern betrachtet war es besoffen besser...


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 Betreff des Beitrags: Re: Festool Carvex 400 EBQ
BeitragVerfasst: 25. Mär 2012, 22:21 
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Registriert: 14. Mär 2011, 16:51
Beiträge: 395
Wohnort/Region: B
– Festool, Stichsäge, Carvex PS 400 EBQ
– Wann angeschafft? 8/2011
– Wo gekauft? privat
– Neu/gebraucht? neu
– bezahlter Preis 260 Euro
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 573,58 € Euro

Ausstattung
2 Sägeblätter, Splitterschutz, StickFix Laufsohle, Systainer.
Wie immer gibt es ein kleines Buch als Bedienungsanleitung in vielen Sprachen, die wichtigsten Punkte sind erwähnt, das Hauptgewicht liegt jedoch in der Abwehr von Regressansprüchen.
Dies war mein erster T-LOC Systainer, nachdem ich die früheren (und jetzigen „Classic“) Systainer immer schnell verkauft habe, gefällt mir der T-LOC sehr gut. Für die Carvex hätte er ruhig eine Nummer größer sein können, dann hätte man das Zubehör besser unterbringen können.
Erwähnenswert ist die Tatsache, dass Festool tatsächlich ein sofort benutzbares Werkzeug ausliefert - es sind zwei Sägeblätter enthalten.
Für ein Projekt habe ich mir den Kreisschneider und den erforderlichen Adapter-Tisch geholt – es gibt noch einen Winkeltisch (der mitgelieferte Tisch ist nicht verstellbar) und verschiedene Laufsohlen.
Testergebnis: 6 Punkte

Handhabung
Erstaunlich niedriges Gewicht, das erleichtert die Handhabung. Die Verarbeitung ist, wie man es von Festool gewohnt ist, perfekt. Die Maschine hat zwei Schalter, damit sollten Rechts- und Linkshänder zurechtkommen – zumindest theoretisch. Ich komme mit der Position der Schalter nicht so gut klar, irgendwie scheint mein Daumen zu kurz oder mein Zeigefinger zu lang zu sein. Ich muss immer erst hingucken und dann schalten. Einstellmöglichkeiten sind die Drehzahl (perfekt), Tischverriegelung (gut) und Sägeblatt (perfekt). Die Verriegelung des Absaugrüssels ist etwas labberig geraten. Gut gefällt mir, dass der Anschluss des Elektrokabels abgewinkelt werden kann und es einen herunterschiebbaren Späneschutz gibt, dadurch ist die Absaugung für eine Stichsäge grandios. Und das Licht erleichtert das Sägen doch enorm – ob es unbedingt ein Stroboskoplicht hätte sein müssen – ich weiß es nicht.
Testergebnis: 5,5 Punkte

Leistung
Durch den EC-TEC Motor reichen 500 W völlig aus, allerdings habe ich noch keine Werkstoffe am Limit schneiden müssen. 40 mm Küchenarbeitsplatte waren das Maximum. Und hier fingen die Probleme an. Trotz abgestimmten Zubehörs (Kreisschneider) waren die Spülenausschnitte nicht kreisrund. Am Ende gab es zwischen Anfang und Ende des Sägeschnitts eine Differenz von etwa 5-8 mm. Das hatte ich so nicht erwartet und so habe ich bei Festool angerufen. Deren Antwort: „Also bei 40 mm Material ist das normal, da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.“ Sorgen mache ich mir auch nicht, wenn ich allerdings die Werbung für diese nicht eben günstige Säge anschaue, dann wird dort doch etwas völlig anderes vermittelt. Und in den technischen Daten ist eine maximale Schnitttiefe von 120 mm angegeben. Letztendlich halt auch nur eine Stichsäge!
Testergebnis: 4 Punkte

Umwelt
Verpackung im Systainer ist der beste Beitrag um Verpackungsmüll zu vermeiden. Die Staubabsaugung funktioniert erstklassig. Aber laut ist das Ding! Hätte ich nicht erwartet, meine alte Bosch hatte eine deutlich angenehmere Lautstärke. Oder weniger unangenehm. Festool gibt nach Anmeldung drei Jahre Garantie – das ist zwar kein Kaufgrund, aber es beruhigt doch.
Testergebnis: 5 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Viel zu teuer! Ich habe glücklicherweise nicht den Normalpreis gezahlt, dann hätte ich sie zurückgeschickt. Von daher ist mein Eindruck immer vor dem Hintergrund des tatsächlich bezahlten Preises zu sehen.
Testergebnis: 2 Punkte


Ausgefallen?
Das wäre ja noch schöner …

Besondere Kritikpunkte
Zu laut, Schalter schlecht erreichbar, sägt auch nur so genau wie andere Stichsägen.

Positiv aufgefallen
Niedriges Gewicht, tolle Staubabsaugung

Verbesserungsvorschläge
Größeren Systainer mitliefern, Lautstärke minimieren, Preis drastisch senken.

Mein Testurteil
Mein einziges Festool Gerät, mit dem ich nicht 100%ig zufrieden bin. Für die gebotene Gesamtleistung zu teuer. Wird mit höchster Präzision beworben, kann sie aber nicht liefern. Letztlich nur eine Stichsäge, daher sowieso kein Werkzeug für Präzisionsschnitte und so häufig brauche ich sie nicht.



Mein Testergebnis
Ausstattung: 6 Punkte 25 %
Handhabung: 5,5 Punkte 25 %
Leistung: 4 Punkte 25 %
Umwelt: 5 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 2 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 4,7 Punkte
Gut ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍ ❍ {Testnote}


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 Betreff des Beitrags: Re: Festool Carvex 400 EBQ
BeitragVerfasst: 26. Mär 2012, 08:48 
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Registriert: 15. Feb 2011, 10:02
Beiträge: 2039
Wohnort/Region: Herford bei Bielefeld
Die Strobofunktion kann ausgeschaltet werden. Ich hatte mir anfänglich auch gedacht: "Ob das mal alles so funktioniert....?" - im Moment funzt es allerdings perfekt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Festool Carvex 400 EBQ
BeitragVerfasst: 27. Mär 2012, 20:25 
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Registriert: 19. Jan 2004, 15:54
Beiträge: 10266
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Hier Test, nix Diskussion. Wer weiter diskutieren will, kann das hier machen.

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