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 Betreff des Beitrags: Fein Drehbohrer BOP 10-2
BeitragVerfasst: 4. Sep 2011, 16:48 
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Registriert: 14. Mär 2011, 16:51
Beiträge: 395
Wohnort/Region: B
– Fein Drehbohrer BOP 10-2
– Wann angeschafft? 8/2011
– Wo gekauft? Elektroshop Wagner
– Neu/gebraucht? neu
– bezahlter Preis 278 Euro
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 331 Euro

Ausstattung
Geliefert wurde die Maschine in einem Pappkarton mit Aussparungen für Maschine und Zusatzgriff. Die Bedienungsanleitung lag obenauf, ebenso eine „Zusatzanleitung“ für das Bohrfutter und allgemeine Sicherheitshinweise. Wie üblich ist die Bedienungsanleitung mehr- (hier 34)sprachig, beigelegt ist auch eine Explosionszeichnung und eine Ersatzteilliste. Die Anleitung ist im Wesentlichen auf Piktogrammen aufgebaut die zumindest für mich schwerer zu decodieren sind als die übliche Schriftsprache. Andererseits hat eine Bohrmaschine ja nicht allzu viele Funktionen. Die Zusatzanleitung für das Bohrfutter kann man sofort in den (Papier)müll geben, es sei denn, man hat ein Lupe zur Hand. Es finden sich auch keine weiterführenden Informationen darin. Wirklich gute Bedienungsanleitungen scheinen heutzutage eine Rarität zu sein.
Zur Not kann man den Pappkarton sicherlich zur Aufbewahrung verwenden, normalerweise hat man entweder bereits ein System zu Hause oder man besorgt sich ein passendes Behältnis. Von Fein gibt es auch einen Koffer, den ich recht praktisch finde. Man kann ihn für ca. 23 Euro mitbestellen, allein ist er teurer.
Mitgeliefert wird lediglich der Zusatzgriff, der sich, im Handumdrehen (wortwörtlich zu verstehen), anbauen lässt. Ob er bei einer Abgabeleistung von 270 W immer nötig ist, glaube ich nicht. Dennoch habe ich ihn sicherheitshalber gerne montiert – zumal man ich innerhalb weniger Sekunden abnehmen kann, sollte es einmal erforderlich sein.
Es gibt kaum weiteres Zubehör, allenfalls noch die Aufhängevorichtung für einen Balancer.
Testergebnis: 6 Punkte

Handhabung
Die Bohrmaschine (von Fein ja als Drehbohrer bezeichnet) wiegt 2 kg. Auf meiner Küchenwaage sind es mehr (die hört aber bei 2 kg auf) was vermutlich auf die Wägung nach EPTA zurückzuführen sein dürfte. Mir als Hobbyanwender ist das Gewicht nicht so wichtig, empfinde es bei der BOP aber als gut ausbalanciert. Im Vergleich zu meiner (verkauften, seufz …) ASYe ist sie natürlich schwerer und größer, hat aber auch mehr Leistung und eine größere Bohreraufnahme. Für mich universeller (und der Grund die ASYe zu verkaufen) Den sehr guten, breiten Schalter hat sie auch, deswegen dürfte sie auch für Linkshänder gut zu bedienen sein. Der muss nur das Feststellen irgendwie hinkriegen. Ist aber vermutlich eher eine Funktion für den Bohrständer und deswegen zu vernachlässigen.
Einstellmöglichkeiten? Ja, die Maschine hat zwei Gänge (in der Bedienungsanleitung lustigerweise durch Fahrradfahrer dargestellt) die seitlich am Getriebe durch einen Drehschalter gewechselt werden können. Funktioniert ohne Probleme (und Zähneputzen).
Neu an den BOP Maschinen ist ja wohl das Bohrfutter (Röhm Supra SKE) mit automatischer Spindelarretierung und selbsttätigem Nachspannen. Die (ebenfalls vorhandene) Schlagbohrfestigkeit spielt hier ja keine Rolle. Erstmals wird das Bohrfutter bei Fein verschraubt - unter Verzicht auf den bisher als Garant höchster Rundlaufgenauigkeit beworbenen Kegelanschluss. Es funktioniert sehr gut, geht noch etwas schwergängig, was ich auf die geringe Benutzung bisher zurückführe.
Testergebnis: 7 Punkte

Leistung
Wer sich eine Fein Bohrmaschine kauft, weiß im Vorfeld, dass er keine 1000 Watt und mehr benötigt. Er weiß aber auch, dass eine Fein Bohrmaschine die vom Hersteller angegebenen Bohrwerte einhält. Und die sind mit
Bohr-Ø Stahl 10/8 mm
Bohr-Ø Edelstahl 10/8 mm
Bohr-Ø Leichtmetall 16/10 mm
Bohr-Ø Holz 35/20 mm
sehr ordentlich. Ausprobiert habe ich 35 mm in Buche mit einem Forstnerbohrer. Selbst im zweiten Gang problemlos (und vom Hersteller des Bohrers auch empfohlen).
Testergebnis: 7 Punkte

Umwelt
Verpackung aus Umweltsicht – optimal ist hier sicherlich ein Koffer, der die Maschine in ihrem „Leben“ begleitet. Ist zu bekommen, ich wollte aber nur die Maschine um sie in einem Systainer an mein System anzukoppeln (Gefangen im System, halt).
Einen, meiner Meinung nach, großen Pluspunkt stellt das Laufgeräusch dar. Nicht, dass man jetzt keine Musik mehr hören will, aber im Gegensatz zu manch üblem Gekreische anderer Hand-Bohrmaschinen recht angenehm. Naja, nicht unangenehm jedenfalls. Gleichfalls die Vibrationen. Das Gehäuse lässt sich, aus eigener Erfahrung, recht gut sauberhalten. Sogar ältere Geräte bekommt man mit wenig Aufwand wieder „aufgehübscht“ was für die verwendeten Materialien spricht. Recycling und Entsorgung: Darf nicht in den Hausmüll gegeben werden – was aber eh die wenigsten Besitzer damit tun würden – erfahrungsgemäß erzielen selbst mehr als 30 Jahre alte Geräte auf dem Gebrauchtmarkt erstaunliche Preise. Und das ist doch besser, als jegliches Recycling.
Nach Anmeldung erhält man von Fein drei Jahre Garantie – bei Top-Herstellern eher die Regel, denn eine besonders erwähnenswerte Zusatzleistung. Dennoch – man muss von seiner Qualität schon überzeugt sein, um es freiwillig anzubieten.
Testergebnis: 7 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Fein ist, ebenso wie Festool, sehr teuer. Für manche Zwecke sicherlich auch zu teuer. Dennoch widerstrebt es mir, ein Gerät zu kaufen, von dem ich fast weiß, dass es die nächsten Einsätze nicht überstehen wird. (Ich hatte da mal einen Bandschleifer für 25 Euro, den habe ich irgendwann verliehen mit der Auflage, ihn bloß nicht mehr zurück zu bringen. Den konnte man nach ein paar Minuten nur mit dicken Handschuhen anfassen).
Zwar legen die üblichen Garantiebedingungen der Discounter oder das Fernabsatzgesetz einem dieses Verhalten förmlich nahe, aber nein.
Ich habe den günstigsten Preis im Netz zur Zeit gefunden (Bitte keine gutgemeinten Hinweise auf noch günstigere Shops) und kann damit leben. Qualität kostet – aber diese Maschine will ich irgendwann mal vererben, nicht ersetzen müssen.
Testergebnis: 5 Punkte


Ausgefallen?
Nein

Besondere Kritikpunkte
Könnte natürlich günstiger sein, die Bedienungsanleitung besser und ein Satz Bohrer dabei wäre auch nicht schlecht. Das Gerät selbst – keine Kritik!

Positiv aufgefallen
Langes, weiches Kabel, perfekte Verarbeitung.

Verbesserungsvorschläge
Die Bedienungsanleitung (ist schon fast ein Spleen von mir)

Mein Testurteil
Ich kann diese Bohrmaschine nur empfehlen. Nicht für jeden, und sicherlich nicht für jeden Heimwerker. Wer sich aber einmal eine Maschine für den Rest des Lebens zulegen will, sollte hier zugreifen. Es gibt sicherlich andere Maschinen mit mehr Funktionen (hatte da mit einem Multihammer geliebäugelt, auch die Metabo BE 1100 mit der Drehzahlvorwahl ist schick) aber als Ergänzung noch einen Akkuschrauber und (nach Bedarf) einen Bohrhammer dann ist man mit elektrischen „Drehgeräten“ komplett.



Mein Testergebnis
Ausstattung: 6 Punkte 25 %
Handhabung: 7 Punkte 25 %
Leistung: 7 Punkte 25 %
Umwelt: 7 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 5 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 6,5 Punkte
Sehr gut ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍


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