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 Betreff des Beitrags: Dir romatische Vorstellung von der perfekten Dampsperre
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 18:10 
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Hallo noch einmal,

irgendwann einmal hat das Haus hier nachträglich einen Eingangsbereich mit Pultdach und zu niedrig eingezogener, ebener Zwischendecke erhalten.
Diese musste jetzt zwecks einer höheren Decke, angepasst an die Dachschräge, weichen.
Dabei soll auch ein wenig gedämmt werden.

An die Sparren kommen seitlich Bretter, um etwas mehr Dämmhöhe zu erreichen. Aufbau fast ganz klassich Belüftungsebene, Dämmaterial (035er Steinwolle, 140mm), Dampfsperre, Lattung + Untersparrendämmung, Gipskarton.
Ja, auf eine nachträgliche Einbringen einer Unterspannbahn verzichte ich bewusst, will euch jetzt nicht unnötig zuschwallen, hat Gründe.

Jedenfalls wird ja überall propagiert, dass die Dampfsperre perfekt luftdicht angeschlossen werden muss. Als Anschlusspunkte würden sich first- und traufseitig allerdings die Pfetten anbieten, an der Giebelwand der Putz, der noch auf das Mauerwerk kommt. Also peferkt dicht wird das sicher nicht. Ohne Bilder aber nicht zu erklären. Also:

Dateianhang:
Fußpfette.jpg

Fußpfette: Liegt nicht im Mörtel aber aussenseitig sind auf dem Mauerwerk sitzende Porotonsteine angemörtelt. Ob wirklich dicht oder nicht ist fraglich. Dampfsperre am Mauerwerk unterhalb der Pfette anbringen ist eigentlich unschön, da der Anschluss dann schon unterhalb der Gipskartonplatten liegen würde.

Dateianhang:
Firstpfette.jpg

Dateianhang:
Firstpfette 2.jpg

Firstpfette (das ober, schmale, Ding): oberhalb ein bisschen Lehm, unterhalb ein bisschen Lehm, aber darauf wetten, dass das bei Folienanschluss an die Firstpfette 100% dicht wäre würde ich auch nicht. Hier kann man nicht mal mehr wie bei der Fußpfette notfalls an das Mauerwerk anschließen, da dieses ja immer wieder durch Holzständer unterbrochen ist.

Dateianhang:
Übergang Pfette Giebel.jpg

Und die Übergänge Pfetten -> Giebelwand natürlich: hier zwar mit Fließenkleber verfüllt aber dank unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten auch nicht 100% sicher dicht.

Die Giebelwände erhalten im üprigen noch eine Putzschicht. Also wenn es z.B Sinn macht einen Putzgitter mit einzuarbeiten und an die Pfetten zu nageln, ist diese Möglichkeit zur Zeit noch offen.

Was würdet ihr mir raten. Fachmann und Blower Door Tests lohnen für das kleine Eckchen eher kaum, der Schaden, der im blödesten Fall entstehen könnte, hält sich ja doch stark in Grenzen.

Danke
Chris


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 Betreff des Beitrags: Re: Dir romatische Vorstellung von der perfekten Dampsperre
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 18:28 
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Registriert: 9. Apr 2007, 20:35
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-FX- hat geschrieben:
Firstpfette (das ober, schmale, Ding)

Genau genommen ist das Quatsch, da nicht hier die Sparren des vorgebauten Pultdaches aufliegen. Aber ihr wisst, was ich meine ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Dir romatische Vorstellung von der perfekten Dampsperre
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 18:36 
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-FX- hat geschrieben:
... der Schaden, der im blödesten Fall entstehen könnte, hält sich ja doch stark in Grenzen.
Weit gefehlt.
Der Schaden, der "im blödesten Fall" eintreten könnte, wäre erheblicher Tauwasserausfall in der Dämmebene, der im Sommer nicht vollständig abtrocknet und dadurch versteckte Zerstörung der Dachkonstruktion. Oder anders gesagt, riskierst du unbemerkt den Totalschaden des Daches. Das geht nicht von heute auf morgen, aber Du bekommst auch nichts mit davon.

Ich habe einen Fall in Erinnerung, wo ein Mieter mit Zustimmung der Hauseigentümerin den Dachboden eines Wohnhauses selbst ausgebaut hat. Bei Mieterwechsel wurden wir aufgrund der zwischenzeitlichen altersbedingten Unzurechnungsfähigkeit der Eigentümerin von der gerichtlich zum Vormund bestellten Eigentümerin beauftragt, die für den Werterhalt der Immobilie notwendigen Instandhaltung und Instandsetzungsarbeiten zu planen.

Lange rede, kurzer Sinn.
Aufgrund unzureichend eingebauter Dampfsperre ist im Lauf der Jahre der Dachstuhl so zerstört worden, dass man das Holz zwischen den Fingern zerreiben konnte. Das Dach musste komplett erneuert werden.

-FX- hat geschrieben:
...
Dabei soll auch ein wenig gedämmt werden.
...
War vielleicht nicht wörtlich gemeint, aber das ist definitiv die falsche Herangehensweise.

-FX- hat geschrieben:
An die Sparren kommen seitlich Bretter, um etwas mehr Dämmhöhe zu erreichen. Aufbau fast ganz klassich Belüftungsebene, Dämmaterial (035er Steinwolle, 140mm), Dampfsperre, Lattung + Untersparrendämmung, Gipskarton.
..
Anstelle der seitlichen Bretter empfehle ich Dir, die Sparren nach unten in Dicke der Untersparrendämmung aufzudoppeln (längs oder quer, je nach Sparrenabstand), z. B. mit Profilen 5x5 cm.
Du sparst dadurch die Grundlattung für die GK.Bekleidung und fixierst damit gleichzeitig die Dampfsperre.
Als Traglattung für die GK-Platten würde ich Federschienen nehmen, da diese die unvermeidbaren Bewegungen des Daches abmildern und bekommst eine Ebene, in der Du z. B. Kabel für Beleuchtung o. ä. verziehen kannst.

Gruß
D.Mon

PS: Hast Du mal überlegt, anstelle von Steinwolle Holzfaserdämmung zu nehmen? Verbessert den Komfort im Sommer ganz erheblich aufgrund des besseren Temperaturamplitudenverhälnisses und ist m. W. auch nicht wesentlich teurer.

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 Betreff des Beitrags: Re: Dir romatische Vorstellung von der perfekten Dampsperre
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 18:41 
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wo ist jetzt das problem ?
alles schön mit Tiefengrund einsauen, traufseitig reicht es aus die Dampfsperre nur an die Pfette zu tackern und anschließend mit Streckmetall und Putz abzudecken (wenn sowieso verputzt wird)

Ansonsten bei so staubigen und "Dreckigen" untergründen alles mit Kartuschendichtkleber abspritzen.
Das "Grüne" Faserverstärkte Klebeband ist dafür nicht geeignet.

Folien Überlappungen 30-40cm und mit "Gelben" Papierklebeband abkleben.

Wichtig in deinem fall ist, die Dämmung maximal bis 40mm unterhalb der Dachpfannenlattung zu führen.
Ansonsten kann die Steinwolle nicht richtig abtrocknen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dir romatische Vorstellung von der perfekten Dampsperre
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 18:58 
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Du hast natürlich Recht mit dem Schaden am Holz und im Falle der Balken der Geschossdecke wäre das verheerend. Ich nahm an, dass würde dann doch rechtzeitig an den dünnen Sparren des Vorbaus auffallen und diese zu ersetzen wäre keine große Sache. Gibt es denn Sensoren die man einsetzen und meinetwegen mit dem Multimeter von Zeit zu Zeit mal prüfen kann, dass sich kein Schaden anbahnt (einfach mal so dahingefragt ohne Google zu bemühen)?

Deine Ratschläge es anders zu machen sind sicherlich sehr gut, wenn auch für mich ein wenig ärgerlich, da ich Steinwolle, Bohlen und Dampsperre bereits hier habe.

Wenn ich denn nun bei einem System bleiben würde, was eine Dampfsperre benötigt, wie würde man diese möglichst dicht anschließen?

Danke
Chris


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 Betreff des Beitrags: Re: Dir romatische Vorstellung von der perfekten Dampsperre
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 18:59 
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Vectradamos hat geschrieben:
wo ist jetzt das problem ?
.. traufseitig reicht es aus die Dampfsperre nur an die Pfette zu tackern ...

Ich würde die Dampfsperre aufs Mauerwerk kleben und die GK-Bekleidung vor der Fußpfettte senkrecht bis zur Mauer herunterziehen.
Vorher an der Mauerkante ein Göppingerprofil einspachteln, um einen geraden Anschluss zu bekommen.

Gruß
D.Mon

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 Betreff des Beitrags: Re: Dir romatische Vorstellung von der perfekten Dampsperre
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 19:03 
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Ohne Unterspannbahn und genügend Hinterlüftungsabstand würde ich dies nicht so dämmen (Zirkulsation muss auch vorhanden sein), zumal wie schon erwähnt man eine Dampfsperre eh nie ganz dicht bekommt, daher wenn eher eine Dampfbremse oder Klimamembran (Wasser dringt auch immer durch Ziegel ein).

Aber da gibt es doch kaplilare Dämmmstoffe, Mineraldämmplatten kommen ohne Dampfbremse aus.


EDIT: Ich sehe gerade, du hast schon gekauft ....

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 Betreff des Beitrags: Re: Dir romatische Vorstellung von der perfekten Dampsperre
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 19:06 
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-FX- hat geschrieben:
...
Gibt es denn Sensoren die man einsetzen und meinetwegen mit dem Multimeter von Zeit zu Zeit mal prüfen kann, dass sich kein Schaden anbahnt
...

Sowas gibt es sicher im Bereich der Bauforschung. In der Praxis ist mir nichts bekannt.
Das A und O ist meiner Ansicht nach, eine sorgfältig ausgeführte dichte Dampfsperre. (10 cm Überlappung reichen übrigens; wichtiger ist das sorgfältige Abkleben der Fugen.
Soweit ich Deine Bilder gesehen habe, ist das bei Dir doch machbar. An den Holzkonstruktionen kannst Du das antackern und am Massivbau mit geeigneten Klebemassen ankleben (nicht zu sparsam verwenden, immer dicke Raupen auftragen und Falten vermeiden. Die Tackerstelle klebst Du mit den entsprechenden Bänden ab, dann wird das schon.

Ich selbst hab' ein Kehlbalkendach mit Zangen beidseitig der Sparren. Die musste ich alle einzeln ankleben. Das war das reinste Origami.

Gruß
D.Mon

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 Betreff des Beitrags: Re: Dir romatische Vorstellung von der perfekten Dampsperre
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 19:09 
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MrDitschy hat geschrieben:
... zumal wie schon erwähnt man eine Dampfsperre eh nie ganz dicht bekommt, daher wenn eher eine Dampfbremse oder Klimamembran
...

Warum findest Du eine Dampfbremse innen besser?

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 Betreff des Beitrags: Re: Dir romatische Vorstellung von der perfekten Dampsperre
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 19:17 
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Ich sehe auch gerade, dass es sich natürlich um eine Dampfbremse, nicht Dampfsperre handelt. Ich nehme mal an das wurde mir im Baumarkt richtig mitgegeben (Ja, es war ein Baumarkt, weil man hier vom nächsten Baustoffmarkt trotz Kundenkonto und doch schon ein paar gelassenen Euro bei solch "kleinen" Einkäufen sehr gerne gnadenlos über den Tisch gezogen wird.)

RockTect Centitop SD 100
Ich nehme mal an, dass das den Sinn macht, dass der durchdringende Dampf besser verteilt wird als bei einer Sperre mit wenigen nur halbwegs dichten Stellen.

Grüße
Chris


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