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 Betreff des Beitrags: Einige Fragen rund um den (Unter-) Putz
BeitragVerfasst: 21. Jan 2018, 23:26 
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Hallo,

habe mich vor ein paar Tagen das erste mal daran probiert ein paar Wände zu verputzen. Leider bin ich irgendwie zu blöd oder aber es liegt am Material - die Frage geht an euch und auch wie ich das Problem lösen kann.

Es handelte sich um eine unbeheizte Räumlichkeit außerhalb des Wohnhauses. Mauer- und Lufttemperatur lagen bei mindestens 5°C, Nachts wurde die ersten Tage per elektrischem Gebläse zugeheizt. Verwendet wurde billiger Putz- und Mauermörtel aus dem Baumarkt.
Grundiert habe ich die Wände vorher auch, sowie unmittelbar vor dem Putzauftrag vorgenässt.
Da ein bisschen was ausgegelichen werden musste wurde in mehreren Schritten aufgetragen, ich denke zuletzt irgendwas um die etwas über 10mm.

Trotz aller Mühe ist sowohl beim anwerfen als auch kräftigem Aufziehen per Glättkelle ein Nachsacken und somit eine gewisse Welligkeit aufgetreten.
Nachdem das im feuchten Zustand nicht zu beheben war und mit zunehmendem Anziehen beim Korrekturversuch die Oberfläche dann natürlich irgendwann aufgerissen ist habe ich es erstmal so gelassen und nach einem Tag die gröbsten Patzer weggeschabt. Schön ist das aber nicht und natürlich fehlt das nachgesackte Material auch an anderen Stellen.

Erstmal: woran könnte es gelegen haben? Unfähigkeit oder taugt der billige Putz- und Mauermörtel einfach nicht.

Und im zweiten Schritt: wie gehe ich jetzt weiter vor? Am liebsten würde ich ja einen Gipsputz drüberknallen, da ich mir davon eine bessere Verarbeitbarkeit erwarte. Oder einfach ein hochwertigerer Kalk-Zement-Putz?
Wenn Gipsputz möglich wäre stellt sich auch die Frage ob er sich eignet. In der <4m² Lagerkammer landen gelegentlich auch mal feuchte Textilien.

--------------

Ein weiteres Anliegfen zum Thema Verputzen in der Zukunft könnte man an der Stelle vielleicht auch gleich klären:

mit was genau für einem Putz innerhalb des Hauses in der Vergangenheit gearbeitet wurde kann ich leider nicht sagen. Er ist mehr dunkel-sandfarben, ich würde mal vermuten, dass es sich um einen Kalkzementputz mit hohem Sandanteil handelt.
Oberhalb des Putzes befindet sich an zwei Stellen ein unverputzer Bereich, den ich gerne beiputzen würde.
Allerdings würde ich dafür gerne Gipsputz verwenden.

Wie verhält sich das mit dem Stoß zwischen zwei verschiedenen Putzarten. Kann man das einfach so machen und wenn nicht wie setzt man das am besten um?
Drüber soll übrigens Vliestapete.

Vielen Dank
Chris


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 Betreff des Beitrags: Re: Einige Fragen rund um den (Unter-) Putz
BeitragVerfasst: 22. Jan 2018, 00:37 
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Ein Überblick zum Thema Putz: https://www.energie-experten.org/bauen- ... /putz.html

Eins vorweg, ich hab wenig Erfahrung, hab einen Heizungsraum verputzt und Kleinkram. Wenn ausgeglichen werden soll/muss, dann wird's in aller Regel nix mit einem Arbeitsschritt. Zuerst Putz auftragen, dann mittels einer geraden Latte abziehen damit man eine schöne ebene Fläche erhält und im 2. Arbeitsschritt gehts an die “Gestaltung“.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einige Fragen rund um den (Unter-) Putz
BeitragVerfasst: 22. Jan 2018, 06:47 
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Wohnort/Region: Franken
-FX- hat geschrieben:
...
Verwendet wurde billiger Putz- und Mauermörtel aus dem Baumarkt.

Welche Art von Mörtel hast Du verwendet?
Hast Du genau die vorgeschriebene Menge Anmachwasser verwendet?
Wie hast Du den Putzmörtel angemischt?

-FX- hat geschrieben:
...
Grundiert habe ich die Wände vorher auch, sowie unmittelbar vor dem Putzauftrag vorgenässt.

Womit genau hast Du "grundiert"?
Wie wurde die "Grundierung aufgetragen?
Trocknungszeit?
Wie stark hast Du angenässt?

-FX- hat geschrieben:
...
Da ein bisschen was ausgegelichen werden musste wurde in mehreren Schritten aufgetragen, ich denke zuletzt irgendwas um die etwas über 10mm.
Hast Du die einzelnen Schichten jeweils aushärten lassen, bevor Du die nächste aufgezogen hast?

Ohne Näheres zu wissen, tippe ich auf zu viel Wasser, entweder im Mörtel oder an der Wand (oder beides). Wenn die Wand zu nass ist, beisst der Mörtel nur schlecht an und neigt zu dem von Dir beschriebenen "Nachsacken". Zu feuchter Mörtel lässt sich schwer verarbeiten. Das kann zu welligen Oberflächen führen. Je nach Mörtelart gibt es ein Zeitfenster, in dem man die Oberfläche gut hinbekommt. Bei Gipsputz geht es relativ schnell, bei KZ- oder Zementputz dauert es deutlich länger (mehrere Stunden).

Mörtel von "schlechter" Qualität kann man manchmal durch hinzufügen von etwas PM Binder (Mischung aus Kalk und Zement) anfegten, dann haftet er besser und lässt sich leichter verarbeiten. Geht aber i. d. R. nicht bei Gipsmörtel.

Gruß
D. Mon

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Ihr lacht über mich, weil ich anders bin.
Ich lache über Euch, weil Ihr alle gleich seid.
(Kurt Cobain, †1994)


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 Betreff des Beitrags: Re: Einige Fragen rund um den (Unter-) Putz
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 15:37 
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Registriert: 9. Apr 2007, 19:35
Beiträge: 171
Wohnort/Region: FD - 36xxx
Entschuldigt die einem abgeschmierten Rechner zuzuschreibende, späte Antwort. Ging jetzt auch mal ein paar Tage ohne, nur Schreiben am Handy hätte keinen Spaß gemacht.

Also: Verwendet wurde irgendein billigere Grund auf Acrylatbasis. Einmalig aufgetragen, mindestens 4 Stunden Trocknungszeit.
Vorgenässt wurde so, dass es noch vor dem fertigputzen von den einzelnen ca 2x2,2m-Flächen deutlich am abtrocknen war.

Mörtel wurde richtig angemischt. Kann mir lediglich vorstellen, dass ich beim Versuch es glattzuziehen, über die die Oberfläche zu viel Wasser eingebracht habe.

Inzwischen ist mir wieder mal ein Nachbar über den Weg gelaufen, der sein Leben lang am Bau gearbeitet hatte. Der bestätigte auch, dass der billige Putz- und Mauermörtel eine relativ schlechte Haftung hat. Ich denke ich probiere es das nächste mal einfach mal mit was Hochwertigerem.

Was leider unbeantwortet blieb ist, wie es sich mit dem Beiputzen von Gips- an Kalkzementmörtel verhält, ob es da vielleicht Tricks gibt oder ob das beim späteren Übertapezieren mit glatter Vliestapete vielleicht gar keine Rolle spielt.

Grüße
Chris


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 Betreff des Beitrags: Re: Einige Fragen rund um den (Unter-) Putz
BeitragVerfasst: 9. Feb 2018, 15:43 
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Beiträge: 276
Wohnort/Region: Franken
Gipsputz kannst Du ohne Probleme auf abgebundenem KZ-Putz auftragen.

Gruß
D.Mon

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 Betreff des Beitrags: Re: Einige Fragen rund um den (Unter-) Putz
BeitragVerfasst: 10. Feb 2018, 07:12 
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-FX- hat geschrieben:
... ob es da vielleicht Tricks gibt oder ob das beim späteren Übertapezieren mit glatter Vliestapete vielleicht gar keine Rolle spielt.

Naja, solche glatten Wänden hinzubekommen, da haben manche Fachleute sogar probleme .... doch mit Richtscheit und Gegenlicht siehst man am besten Unebenheiten, Macken usw. mit Schlaglicht.

Und denke auch wie D_Mon, dass du da zu viel Wasser im Spiel war .... wenn eh grundiert, dann lasse ich das mit vornässen - also "entweder oder".

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